Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Corona, Klima, Krieg und Ambiguitätstoleranz (mit Kommentaren zu Anne Spiegel und Marco Buschmann)

| 37 Kommentare

Es ist viel gerade, beißen wir uns gemeinsam durch. Es geht um Belarus, die Ukraine, Russland, Energie-Importstopp, Sanktionen, Omikron, die Maßnahmen ab 20. März, Klimaschutz, Paragraph219a, leckeres Essen und gute Nachrichten.

Dazu gibt es wie immer den Börsenticker und einen Faktencheck von Nándor Hulverscheidt.

Podcast-Hinweis: „Just Love“ von hauseins und dem HR gibt es überall, wo ihr Podcasts hört. Und in der ARD Audiothek.

Links und Hintergründe

Belarus:

Ukraine:

Russland

Corona

Klima

219a

Anne Spiegel

Guide Michelin

Moderna

Antiziganismus-Beauftragter

Schlagzeilen der Woche: Volkskongress

AfD

Indien

Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

Holger: Gibt’s nicht ein Theaterstück „Adolf Hitler wars gewesen“?
Stimmt. Es heißt „Ich bin’s nicht, Adolf Hitler ist es gewesen“ und ist eine Produktion der Freie Theateranstalten Berlin. Das Stück widmet sich vor allem dem Verhalten und Verantwortung des einzelnen Deutschen widmet.
http://www.freietheateranstalten-berlin.de/index.html

Holger: Flugverbotszone super Idee, sollte super schnell eingerichtet werden / Waffen in Ukraine liefern, dass die selber ne Flugverbotszone machen können

Katrin: CDU steht mehr auf Energie-Spendenliste als SPD

  • Diese Aussage finde ich schwierig. Zunächst einmal sei dazu gesagt, dass Lobbying viele Dimensionen hat, von Kommunikation bis hin zu lukrativen Positionen die manche Politiker:innen vielleicht mal bekommen. Außerdem ist das ja gerade bei Nord Stream 2 ein Thema was auch auf Landesebene spielt. Ich habe trotzdem mal nach Spendenstatistiken geschaut und kann auf die Schnelle keinen Beleg für Katrins Aussage präsentieren. Mein Eindruck ist auch, dass die Energiewirtschaft da in den letzten paar Jahren weniger mit Großspenden aktiv war als z.B. die Autobranche.
    Informationen zu Parteispenden gibt es z.B. hier:
  • https://www.bundestag.de/parlament/praesidium/parteienfinanzierung/fundstellen 50000
  • Ergänzung Katrin: https://lobbypedia.de/wiki/RWE

Katrin: Inzidenzen, Meckpomm vorne, danach andere Ost-BL, Bayern, BW, Omikron war da verspätet, Hospitalisierung steigt wieder

Holger/Katrin: Nach 20. März weiter Basisschutz, Masken z.B. in ÖPNV? Weiter Maßnahmen können die Landesregierungen verhängen?

  • Tja, die Informationslage in den Medien dazu würde ich aktuell als unbefriedigend bezeichnen. Das liegt vielleicht auch daran, dass das schlicht noch nicht als Gesetz beschlossen ist! Ich verstehe den Entwurf so: Ab 20. März werden viele Bundesregeln grundsätzlich aufgehoben. Harte Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen sollen die Länder dann für regionale Hotspots mit Zustimmung ihrer Parlamente beschließen. Der Regelkatalog, den die Regierungen einfach so anwenden können, wird damit deutlich gekürzt. Den Ländern bleibt die Möglichkeit, Testpflichten oder z.B. im ÖPNV die Maskenpflicht zu verhängen. Bis die Länder hier Regeln nach dem neuen IfSG erlassen, gelten die bisherigen Maßnahmen weiter. Im Fernverkehr bleibt es bei der Maskenpflicht, bis Bundesregierung und Bundesrat sich das anders überlegen.
    https://dserver.bundestag.de/btd/20/009/2000958.pdf

Katrin: Impfquote Ukraine 30-40%

Holger: Wie lange gibt es Update-Garantien bei Android?

  • Viele Hersteller scheinen aktuell 3 Jahre zu versprechen, Spitzenreiter dürfte das Fairphone mit 5 Jahren Garantie sein, danach steht man mehr oder weniger im Regen. Manche Android Smartphones eignen sich für den Betrieb mit Open-Source Betriebssystemen wie Lineage OS, was die Lebensdauer beträchtlich verlängern kann. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass das nur etwas für Nerds ist.

Katrin: Recht auf Reparatur, kriegt man dann nicht auch Upgrades?

  • Right to repair ist super wichtig für Langlebigkeit, aber etwas anderes als z.B. die Möglichkeit, wirklich aufzurüsten. Dafür müssten die allermeisten Smartphones und auch Laptops ganz anders designt werden.

37 thoughts on “Corona, Klima, Krieg und Ambiguitätstoleranz (mit Kommentaren zu Anne Spiegel und Marco Buschmann)

  1. Devid sagt:

    Berliner Zahlen… was macht Berlin richtig?
    Berlin hatte Dienstag Feiertag und demzufolge Montag Brückentag für einige. Und so sahen die Zahlen auch aus am Mittwoch.
    Mittwoch nach Feiertag: https://data.lageso.de/lageso/corona/archiv/berlin-website-2022-03-09.html
    Mittwoch vor 1 Woche: https://data.lageso.de/lageso/corona/archiv/berlin-website-2022-03-02.html
    Vor 2 Wochen: https://data.lageso.de/lageso/corona/archiv/berlin-website-2022-02-23.html

    Aber da der Rückgang ziemlich stark ist, denke ich schon, daß es eben nicht steigt wie in anderen Bundesländern auch, sondern gleich bleibt.
    BA.2 haben wir hier schon länger vollständig, woanders übernimmt das wohl erst gerade jetzt.

    Ansonsten finde ich, daß Humor immer sein muß. Gerade in Zeiten des Doomscrollings.
    Hier, McPutin, Wladiwostok Fried Chicken und Burger Zar: https://www.der-postillon.com/2022/03/mcputin.html
    😉

  2. jens kuu sagt:

    Apofika lebt eigentlich auf Podigee, vielleixht linkt ihr lieber da hin: https://apokalypse-und-filterkaffee.podigee.io/386-zeitenwendehalse-mit-michel-friedman

    Die URL ist auch schöner 😉

    1. Katrin sagt:

      echt? oh – warum hat Micky Beisenherz dann nur Spotify geteilt.
      Sorry für die Verwirrung!

  3. Tobias sagt:

    Hallo! Bei der Bewertung der Vorgänge um Frau Spiegel habt ihr es euch sehr einfach gemacht. Die Dame hat durch diese konkreten Verfehlungen großen Anteil daran, dass nicht vorher adäquat gewarnt wurde. Es hätten Menschenleben gerettet werden können. Sich dann auch noch frech heraus reden zu wollen hätten wahrscheinlich alle Politiker gemacht, ist aber trotzdem perfide. Wäre das ein FDP Mann gewesen wäre eure Beurteilung sicher komplett anders ausgefallen. Trotzdem insgesamt eine gute Folge! Grüße

    1. Katrin sagt:

      Als Anne letztes Jahr zur Familienministerin ernannt wurde, habe ich gewarnt. Ich bin da voreingenommen.

      Aber: Um zu klären, ob sie schuld/verantwortlich ist, gibt es den Untersuchungsausschuss und das ist auch gut so. Aber darum geht es in der aktuellen Debatte ja nicht.
      Sollte der UA auch nur ansatzweise zeigen, dass Anne hier mitverantwortlich ist, setzen wir das entsprechend auf die Tagesordnung. Nur ist – zumindest so weit ich gelesen habe – ihre Schuld noch gar nicht bewiesen.

      1. Roland sagt:

        Aus mir selbst unerklärlichen Gründen ist mir Frau Spiegel höchst unsympathisch daher bin ich alles andere als unvoreingenommen. Dennoch würde ich nach allem was man weiß wieder mal einen Sturm im Wasserglas zu vermuten. Mir ist bei Politikern inzwischen Wurst ob diese jetzt 100% menschlich oder sonst integer sind. Wichtig ist ob sie vernünftige Politik machen und da kann ich ehrlich gesagt erst mal nichts negatives erkennen, im Gegenteil.

    2. Christian sagt:

      Ich habe das selbe gedacht und mir geht es prinzipiell eher um das was Holger gesagt hat.

      – Ja es war die Aufgabe des Pressesprechers ihr zu sagen wie sie sich am besten darstellt
      – Ja das Gespräch war wahrscheinlich länger und man hat sich nur diese Passagen rausgesucht
      – Ja Politik funktioniert so
      – usw…

      Das mag alles stimmen, aber jemand der sich nicht den ganzen Tag mit Politk und deren mechanismen beschäftigt geht so etwas gegen den Strich. Das kann ich nachvollziehen. Insbesondere weil es eine Grünen Politikerin ist die nach Aussen eigentlich ein anderes Image pflegt.

      UND wie Tobias schon sagte, wenn das ein CDU oder FDP Mann gewesen wäre, wäre eure (seine) Bewertung anders ausgefallen. Ich erinnere an Armin Laschet und den Hambacher Forst:

      https://taz.de/Aktuelle-Stunde-zum-Hambacher-Forst/!5624746/

      oder Armin „lacht“:

      https://www.fr.de/meinung/kolumnen/armin-laschet-lacht-respektlosigkeit-verhoehnt-betroffene-klimaschutz-90879852.html

      Da ging dann „links“ Twitter steil.

  4. Devid sagt:

    Kurzstreckenflüge…
    Ich würde es ja in 3 Kategorien einordnen, je nach Flugzeugtyp.
    – Kurzstrecken, <1000km, die teilweise auch heute noch mit modernen Propellermaschinen (Bombardier Dash8, mit ~70 Plätzen) geflogen werden. Innerdeutsche Flüge, können und sollten als erstes abgeschafft werden.
    – Mittelstrecken, hier alles in Europa, bis hin zu Ägypten oder Kanaren – alles was man mit einem Airbus 321 schaffen kann (bzw Boeing-Äquivalent 737), also die Flugzeuge mit 3 Sitzen / Gang / 3 Sitzen. Vielles könnte man hier mit einem guten Nachtzug auch ersetzen. Kanaren oder Mallorca vielleicht nicht, ja…
    – Langstrecken, Interkontinental, die großen Flugzeuge mit 2 Gängen (3/3/3, oder 2/5/2 oder so). A350, Boeing 787 etc. Die wird es weiterhin geben, erst wenn wir Beamen oder solche Futurama-Röhren/Hyperloop haben in 100 Jahren vielleicht. 😉

  5. Steffen sagt:

    Für eine längere Lebensdauer würde ich sogar eher auf Android-Geräte setzen, da es hier noch Hersteller gibt, die Geräte mit wechselbarem Akku verkaufen. Bei Apple ist alles fest verbaut und lässt sich entweder nur teuer in der Werkstatt wechseln, wenn man nicht selbst auf eigenes Risiko daran herumbasteln. (Sind die Akkus mittlerweile eigentlich auch an die restliche Hardware gebunden? Apple hatte ja einige Komponenten so gesichert, dass das Gerät bestimmte Funktionen oder sogar den Dienst verweigerte, wenn Ersatzteile verbaut wurden, selbst bei Originalteilen.)

    Ich selbst nutze momentan ein Samsung Galxy S4 von 2013 und Dank LineageOS (Android 11) bekomme ich auch noch wöchentliche Updates. Wie im Podcast bereits angesprochen setzt die Einrichtung eines freien Betriebssystems zwar eine gewisse Nerdigkeit voraus, aber ist es erst einmal eingerichtet, kann man ein solches Gerät normalerweise auch DAUs in die Hand drücken, da die Updates sich über Push-Nachrichten ankündigen und nur noch mit „Jetzt installieren“ angestupst werden müssen.

    1. sven sagt:

      Ein Beispiel für längere Lebensdauer ist Fairphone. https://www.fairphone.com/de/
      Fairphones sind modular aufgebaut, so dass nicht nur das Akku, sondern bei Bedarf z.B. auch Display, Kameras oder Anschlüsse ausgetauscht werden können. Mit etwas Geschick kann man das auch selber.
      Das sieben Jahre alte Fairphone 2 erhält dieses Jahr noch ein Update auf Android 10. Auch alle anderen Modelle werden lange softwareseitig gepflegt. Des weiteren gibt es für das Fairphone auch andere installierbare Betriebssysteme, manche auch ohne Google.
      Das Problem des Fairphones ist halt im Vergleich zu Wegwerfhandys der hohe Preis.

    2. Tobias sagt:

      Ich bin absolut begeistert von LineageOS und wundere mich darüber, dass dieses offene und auf Wunsch auch komplett Google-freie (!) Android Betriebssystem nicht mehr Nutzer*innen hat. Die Warnungen am Ende der Sendung im Faktencheck als nur etwas für absolute Nerds, würde ich so nicht teilen. Als durchschnittlich kompetenter Computernutzer ließ sich das System mithilfe von Anleitungen aus dem Internet an einen Nachmittag aufsetzen. Das hat durchaus Tüftelei und einige online Suchen erfordert, war aber auch ohne jegliche Vorkenntnisse im Bereich Handy Betriebssysteme mit etwas Geduld machbar. Und wie Steffen schreibt: Einmal aufgesetzt beschränkt sich der Aufwand auf das Anklicken von Updates, die sich dann ohne weiteres Zutun installieren.

      Die Vorteile überwiegen den nötigen Aufwand in meinen Augen eindeutig: Mein Handy von 2015 (Motorola Moto X Play) wurde vom Hersteller auf Android 7 hängengelassen, läuft jetzt mit LineageOS aber problemlos mit Android 10 und bekommt auch weiter regelmäßig Updates. Als der Akku die Biege gemacht hat, kostete der Ersatz ca. 17€ und war trotz Verklebung wieder mithilfe einer online Anleitung in einer halben Stunde gewechselt. Nur die mit dem alten Akku verklebte NFC-Antenne hat die Prozedur leider nicht überlebt. Ansonsten läuft das Handy mit frischem Akku und aktuellem Betriebssystem auch nach sieben Jahren noch wie neu.

      Sieben Jahre Nutzungsdauer sind mit auf diese Zeit gerechnet vernachlässigbarem Aufwand also durchaus machbar. Man muss noch nicht einmal bei Betriebssystemupdates oder Sicherheit Abstriche machen. Vielmehr bekommt man auf Wunsch soger noch mehr Hoheit über seine persönlichen Daten (wenn man die Google Services nicht installiert). Deutlich günstiger ist es obendrein. Und trotzdem habe ich auch selber ewig gebraucht, um mich endlich damit auseinanderzusetzen. Letztendlich ist das wohl immer der springende Punkt: Möchte ich mehr Hoheit über meine Geräte und Daten oder siegt doch die Bequemlichkeit?

      1. Saphira sagt:

        Ich hatte auch lange LineageOS und bin jetzt auf GrapheneOS auf einem Pixel 6 umgestiegen. Es werden zumindest 5 Jahre Updates garantiert und die Installation ist wesentlich einfacher als bei LineageOS und kann komplett per Klick im Browser durchgeführt werden. Ich betreibe es Google-frei, aber alle Google-Services können sehr einfach mit Hilfe einer schon installierten System-App nachinstalliert werden. Der einzige Nachteil an GrapheneOS ist die benötigte Hardware von Google.

    3. Simon sagt:

      Also im wörtlichen Sinne stimmt das zwar, dass ein ohne Schraubendreher wechselbarer Akku für den Benutzer Vorteile hat. Aber deshalb direkt Apple zu verdammen ist auch zu kurz gedacht.

      Ein wesentlicher Vorteil des „fest verbauten“ Akkus, wie es ja auch in der Android-Welt inzwischen auch mehrheitlich gemacht wird, ist die Wasserfestigkeit. Noch vor zehn Jahren war klar: Gerät im Wasser = Schrott.
      Heute und mit „nicht wechselbar“ ist die Menschheit beim Handy-Unfall mit Wasser irgendwo zwischen „funktioniert noch, könnte aber demnächst sterben“ und „Hersteller gibt Garantie auf 3 Meter Wassertiefe dauerhaft“.

      Was ich sagen will: es gibt aus Ingenieurssicht gute Gründe, warum das Fairphone-Projekt lobens- und -unterstützungswert ist, aber auch der „Mainstream“ ist nicht einfach mit viel Geld gekauft.

  6. Frank sagt:

    Ich kann Holger nur zustimmen. Es wird auch in unserem Land zuwenig gegen derartige (russische) Aggressoren getan bzw gedacht. Ständiges relativieren zu vergangenen Ereignissen und Folgen jeglicher Art, scheint im Wesen des Menschen zu liegen und wird besonders soweit vollzogen, wie es der eigenen Wahrheit, des eigenen Vorteils, dienlich ist. Das wir nun mit „unserer“ Wahrheit eine öffentliche Plattform (wie diese) bedienen, ist ja ein Vorteil des (westlichen) freiheitlichen Systems. Und immer sind die Prozesse und Auswirkungen schwer zu durchschauen, eben auch durch die Zeit bedingt. So scheint auch der Gang in den ersten Weltkrieg, wie Herr Clark ausgearbeitet hat, schleichend gewesen zu sein. Doch auch hier muss man im Vergleich zum ersten Weltkrieg, den Kontext der Zeit sehen; es gab keine Atomwaffen und die Menschen waren anders informiert und scheinbar eher bereit auf Konfrontation mit Gewalt zu reagieren. Zumindest war es ein Narrativ. Man kann in der derzeitigen Situation hoffen, daß eine Veränderung aus dem russischen System bzw Gesellschaft kommt. Das Vertrauen in Russland als Land, ist durch Putins Bande und Befürworter ab absurdum geführt worden. Auf lange Zeit werden dadurch neue „friedliche“ Verträge schwer möglich. Das ist tragisch, denn für Frieden ein wichtiger Bestandteil.
    Leicht lassen wir uns durch Taten blenden und vernachlässigen die Unterlassung bestimmter Handlungen, wie das nicht eingreifen in ein Geschehen.
    Und so fiel mir auch ein Zitat in den Gedanken:
    „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen.“ Arthur Schopenhauer

  7. Christian sagt:

    Flugverbotszone:

    Ich finde die Lage in der Ukraine auch unertträglich, möchte aber noch auf das Thema Flugverbotszone eingehen und warum man das AUF KEINEN FALL machen sollte.

    1. Das aus Deutschland heraus zu fordern, wenn man im Hinterkopf genau weiß, dass die Bundeswehr das nicht machen könnte, finde ich ziemlich überheblich. Das könnten eigentlich nur die Amerikaner.

    3. Vergleichbare Flugverbotszonen gab es in der näheren Vergangenheit nur dort wo mit wenig Gegenwehr zu rechnen war (Syrien, Lybien…). Das ist hier anders. Es gäbe auch auf NATO Seite bestimmt Verluste.

    3. Es gab noch nie (selbst im Kalten Krieg) eine direkte militärische Konfrontation zwischen NATO und Russland. Es gibt da keine Erfahrungswerte.

    4. Sie müssten auch Flugabwehr/Flugzeuge/Flugplätze (vielleicht mit Marschflugköpern) in Russland und in Belarus ausschalten. Von dort aus starten auch viele Raketen. Damit wäre Belarus auch Kriegspartei.

    5. Die Chinesen haben auf der letzten Pressekonferenz ziemlich klar gemacht (wenn auch verklausuliert), dass für sie eine Flugverbotszone eine rote Linie wäre. D.h. China würde Russland in Konsequenz offener unterstützen.

    6. Evt. Amerikanische Flugzeugträger im Mittelmeer/Schwarzes Meer wären ein Ziel für russiche U-Boote. Gilt auch für Flugplätze in Polen oder anderen Staaten (von wo aus angegriffen würde).

    7. Russland hat Raketen mit hoher Reichweite die europäische Städte bedrohen (nicht nur atomare Waffen).

    8. Allgemein würde ich die russischen Streitkräfte nicht unterschätzen (auch die Reserven). Es ist immer noch eine der größten Konventionellen Armeen der Welt.

    9. Ich würde den russischen Nationalismus in der Bevölkerung nicht unterschätzen (und der geht durch alle Schichten): Wenn die NATO eingreift steigt auch die Moral im Land sich gegen den „westlichen“ Aggressor zu wehren, dann ist die Ukraine zweitrangig.

    Was ich aufzeigen wollte ist, dass es dabei nicht nur um die atomare Bedrohung durch Russland geht.

  8. Arne sagt:

    Ich hab für mich übrigens entschieden Belarus wieder Weißrussland zu nennen. Vor einiger Zeit wurde immer gesagt, man solle das Land Belarus nennen, weil es Unabhängig von Russland ist und der Name „Weißrussland“ würde suggerieren, dass es sich um einen Teil von Russland handele. Und, was sehen wir in der letzten Zeit? Weißrussland ist doch eher als Vasallenstaat von Russland zu sehen. Von Unabhängigkeit ist da kaum etwas zu sehen.

  9. Stefan sagt:

    Ich höre Euren Podcast nicht oft, aber immer gerne. Meine Frau ist ein Fan, mich habt Ihr leider verloren.

    Ich denke, wenn man die Angehörigen der Opfer im Ahrtal fragt, was sie von dem Verhalten ihrer zuständigen Ministerin halten, dann ergibt sich sicher ein anderes Bild. Insbesondere, weil sie den Leuten noch erklärt, es bestünde keinerlei Gefahr. In der Nacht der Katastrophe war sie nicht erreichbar, angeblich beim Dinner.

    Im Nachgang möchte die Ministerin dann aber doch klar kommuniziert wissen, dass sie an vorderster Linie war und sich „im Kabinett eingesetzt hätte“.

    Meine Kritik an Euch ist nicht, dass ihr da vielleicht anderer Meinung seid. Aber mich als Hörer, der in Anne Spiegel ein ganz typisches Beispiel für einen Spitzenpolitiker sieht, dem es maßgeblich um seinen eigenen Vorteil geht, egal welcher politischen Coleur, jetzt zu unterstellen er sei „empfänglich für rechte Empörungspropaganda“ und kann nicht weiter denken, als sein großer Zeh, der eigentlich dumm ist und mehr oder weniger ein Pegida-Querdenker-AfD-Vollidiot sei, ist schwer überheblich und von oben herab.

    Spitzenpolitiker bitte gendern, ansonsten Freigabe.

    1. Katrin sagt:

      Hallo Stefan,
      ich verstehe deine Wut. aber sei doch so fair und unterstelle mir nichts, was ich nicht gesagt habe.
      Ich habe gesagt, dass die, die sich jetzt an der Aussage „bitte noch gendern“ aufhängen, vermutlich Teil einer rechten Empörungskampagne sind. Und gut – dein letzter Satz lässt mich jetzt rätseln, ob du da doch dabei bist – aber ich habe das nicht bezogen auf all jene, die sich angesichts der anderen Textnachrichten, um die es gerade in den Medien geht, aufregen. Die Wut ist für mich absolut verständlich.

      Falls du dich über die Aussage mit dem Gendern empören solltest – denk nochmal nach, wieso. Es ist ein völlig normaler Satz für eine Feministin. Die Aussage: Ihr war gendern wichtiger, als zu warnen – das ist ein rechter Twist, dem du dich nicht abschließen solltest.

      Grüße an deine Frau

      1. Stefan sagt:

        Hallo Katrin,

        danke für das Feedback, toll dass Ihr auf die Kommentare antwortet. Du hast sicher Recht, was den rechten Twist angeht. Generell bin ich kein Fan vom gendern, aber das ist was anderes.

        Ich schalte nächste Woche wieder ein 🙂

  10. Saphira sagt:

    Die Werbung, die Nándor nicht machen wollte: https://frame.work/de/de

  11. Mithrandir sagt:

    Hallo zusammen,
    nur zum Nachdenken. Kein Vorwurf, weil wir ja letztendlich alle so ticken.
    Katrin richtet einen Apell an uns die sechs wichtigsten individuellen Schritte zum Klimaschutz zu beachten.
    Punkt 1 war: „auf pflanzliche Ernährung umstellen“
    Später lobt Holgi den Guide Michelin und wie toll die Restaurants sind.
    Wäre es da nicht sinnvoll mal gleich die deutschen 3 Sterne Restaurants daraufhin zu checken, wie gut das Angebot an „fleischlosen GErichten ist“?
    Und wie viel Wert der Guide Michelin mittlerweile auf diese Gerichte legt?
    Ich kann mich auch noch nicht komplett von Fleisch, Käse und Milch lossagen, aber ich achte mittlerweile wirklich vermehrt darauf dass das eher die Ausnahme ist.
    Habe gerade mal gecheckt. Es gibt genau ein 3 Sterne Restaurant, das als „vegetarisch“ gekennzeichnet ist. In Peking.

  12. kilosierra sagt:

    Hallo ihr beiden,

    ich habe mir nach der aktuellen Folge alle Bonusfolgen und auch die wrint-Folge zu den Russland Sanktionen reingezogen. Es ist erstaunlich, wie stark der Priming-Effekt ist. Denn während Holgi im Ergebnis zu der Erkenntnis kommt „Schieber zu geht“, würde ich da vorsichtiger rangehen und andere Schlüsse ziehen. Allen Betrachtungen ist zwangsläufig eine extrem große Flughöhe und Vereinfachung gemein. Die Vernachlässigung technischer Details ist für strategische Betrachtungen ja o.k., aber nur solange man Grundprinzipien nicht ignoriert. Beispiel: Den Energiebedarf eines Menschen(ca. 2.000 kcal pro Tag) muß man durch Nahrung decken. Jeden Tag 2-3 Stunden in die Sonne stellen hilft nicht weiter, obwohl man in etwa die gleiche Energie verfügbar hätte. Bei der chemischen Industrie wurde das auch erwähnt, es gibt aber noch eine Vielzahl anderer technischer Prozesse, deren Umwandlung weg vom Gas als Energieträger ziemlich herausfordernd wird. Industrielle Dampferzeugung fällt mir da z.B. ein. Und diese – zugegeben evtl. kleinteiligen – Themen mit einem Achselzucken wegzuwischen halte ich für fahrlässig.
    Neben der technischen Realisierbarkeit gibt es noch die Verfügbarkeit und die erforderlichen Voraussetzungen zu beachten. Zufälligerweise habe ich letzte Woche mit unserem Schornsteinfeger gesprochen. In seinem Kehrbezirk hat er ca. 3000 Feuerungsanlagen, davon etwa 100 Wärmepumpen. Stellt man jetzt die Forderung auf die anderen 2900 innerhalb eines Jahres umzurüsten, sollte man in Ansätzen berücksichtigen, wo die produziert werden sollen und dass die typische Elektroversorgung der Wohngebäude nicht auf die hohen Anlaufströme von Wärmepumpen und der evtl. erforderlichen Zusatzheizung ausgelegt sind. Also Wände, ggf. Straße auf, neue Kabel ziehen…und das deutschlandweit? Vergesst es. Auch wenn viele Berater und Ökonomen das immer postulieren, chinesische Schwangerschaften (1 Frau = 9 Monate – 9 Frauen = 1 Monat) wurden noch nie in der Realität angetroffen. Das mag vielleicht noch für das eine LNG-Terminal gehen, aber nur weil die Baufirma dann nicht noch zeitgleich an den neuen Pipelines, an den Autobahnbrücken, den Windkraftanlagen usw. arbeiten kann. Unsere Produktions- und Personalkapazitäten sind einfach endlich.
    Eine Sache, die mich stärker geärgert hat, war Holgis Einschätzung dass es halt „etwas rappeln wird“ aber da kommen wir durch. Christian Bayer hat ja mehrfach versucht ihn darauf hinzuweisen, dass der Rückgang von 1000 Euro BIP pro Person nicht der individuelle Einkommensverlust ist. Fürs BIP ist es ja egal, ob ich 1000 Euro fürs Essen oder 1000 Euro für Strom ausgebe, für mich aber nicht, weil bei einer Variante verhungere ich. Aber mein Gefühl war, Holgi wollte das nicht wirklich hören. „Schieber zu“ heißt ja zudem Kosten hoch und wahrscheinlich auch teilweise Abschaltung. Das führt mit Ansage zu Kostensteigerungen, Firmenpleiten, Betriebsschließungen und Deindustrialisierung in Größenordnungen. Also Arbeitslosigkeit in Größenordnungen und der Neuordnung ganzer Industriestrukturen, wahrscheinlich mindestens mit einer Verlagerung ins Ausland. Oder kennt ihr eine Firma aus D die mit der Produktion von FFP2-Masken einen erheblichen Marktanteil erobern konnte? Da haben die chinesischen Anlagen nur kurz gehustet und unser Bedarf war gedeckt. Wenn wir hier also unsere Industrie mit einem so krassen Wettbewerbsnachteil versehen, sollte man vorher darüber nachdenken wie man mit dem so erzwungenen Strukturwandel umgeht. Meine Befürchtung ist, wenn die Politik diese Wahrheiten so öffentlich sagen würde, wäre die Unterstützung für „Schieber zu“ relativ schnell relativ klein.
    Ein in keinem der Gespräche angesprochenes Thema ist die riesige Gefahr mit so einer Aktion die Axt an die Grundpfeiler des Rechtsstaats zu legen. Da wird immer leichtfertig davon gesprochen „der Bürokratie mal Beine zu machen“. Was soll das bedeuten? Dinge schneller zu bearbeiten – o.k., Einspruchsmöglichkeiten verringern – schon schwieriger, Bürgerbeteiligung weglassen – kritisch, Klagemöglichkeiten streichen – schwierig, spätestens dann wenn das nur einseitig bzw. für ausgewählte Projekte gemacht wird. Warum darf das LNG-Terminal lauter als zulässig sein, die Erweiterung des örtlichen Sägewerkes aber nicht? Ein anderes Thema sind noch die Einschränkungen im privaten Bereich, man kann niemanden zwingen seine Wohnung nur auf 20 Grad zu heizen. Oder wollen wir staatliche Kontrolleure rumschicken die die Thermostate verplomben? Ich gehe fest davon aus, das spätestens dann unsere Gesellschaft komplett auseinanderfliegt.
    Holger spricht immer von „Kriegswirtschaft“, trotz aller Empathie und allen Verständnisses für den Wunsch Russland in seine Schranken zu verweisen, sollten wir aber einen kühlen Kopf bewahren. Es hilft niemandem, wenn wir uns durch die Sanktionen selbst so stark schwächen dass wir am Ende einem totalitären System nichts mehr entgegen setzen können. Deshalb hoffe ich, dass wir einerseits die Ukraine mit allen Mitteln unterstützen um so lange es irgendwie geht diesem Angriff Widerstand zu leisten und andererseits die so gewonnene Zeit nutzen, einen europäischen Plan zu erarbeiten (und zwar einen der den Namen Plan auch verdient, also mir erst das, dann das,…) um dann in 1-2 Jahren damit anzufangen und in (5)…10 Jahren vielleicht wirklich unabhängig zu sein.

    1. Roland sagt:

      Danke für den Kommentar. Fasst sehr gut auch meine Bedenken zusammen. Klar ginge viel, aber planlos in was rein zu rennen, hilft niemand und keiner der Interviewpartner kann mir erzählen hier in alle Auswirkungen lückenlos soviel Einblick zu haben, dass er/sie ausschließen kann das wir dann auf einmal in einem Deutschland aufwachen das fordert Öl/Gas vor Ukraine und plötzlich alle Solidarität die jetzt gezeigt wird verpufft. Allen voran sehe ich da die Säbelrassler von der CDU…

      1. Roland sagt:

        Und um‘s noch mal zu sagen (macht das zwar nicht besser): D hat das halt in den letzten 20 Jahren verkackt und das bekommt man nicht über Nacht gerade gebogen…

        1. Holger Klein sagt:

          Das können wir sehr wohl, nur halt zu einem sehr hohen Preis (den ich für nicht existenzgefährdend halte). Aber wir hätten halt weiter gerne denselben Wohlstand wie immer und lassen auch weiterhin gerne Andere dafür bezahlen. Diesmal halt die Ukraine.

          1. Roland sagt:

            Das mit dem „nicht existenzgefährdend“ lassen wir mal so stehen. Bin da anderer Meinung. Ob das nur ein Rückfall auf unseren Lebensstandard von vor 10 Jahren wäre…da würde ich mal nicht nur der Meinung von ein paar Volkswirtschaftlern glauben…

          2. Holger Klein sagt:

            Am Ende ist halt die Frage, wie hoch der Preis ist, den man für – mindestens die Aussicht auf – Frieden und Freiheit zu zahlen bereit ist. Und der ist bei mir sehr hoch. Auch höher als 10 Jahre.

          3. kilosierra sagt:

            Und da ist wieder das Thema Kommunikation bzw. auch Folgenabschätzung. Es ging doch eigentlich um ein BIP wie vor 10 Jahren? Das geschickte Framing war aber die Formulierung, daß wir vor 10 Jahren auch gut gelebt haben, oder? Ein BIP wie vor 10 Jahren heißt aber ja nicht, das aus meinem 11 Jahre alten Diesel wieder ein (fast) Neuwagen wird. Für mein Laienverständnis heißt das doch grob, dass die Einkommen auf den Stand von vor 10 Jahren zurückgehen (im TVÖD wären das mehr als 20% weniger). Eine andere Abschätzung wäre 10 Jahre á 1,5% Wachstum = 15% weniger, dann kommen wir kaufkraftbereinigt lt. Wikipedia auf dem BIP-Niveau von Malta raus. Das wäre vielleicht akzeptabel. Aber da die Kosten der meisten Produkte kaum noch von Löhnen abhängen sondern vom Invest in Anlagen und den Rohstoffen zu Weltmarktpreisen wird die Ausgabenseite der Haushalt wohl kaum im gleichen Maß entlastet. Eher im Gegenteil durch die zwangsläufig höheren Energiekosten plus die Kosten aus der Pandemie wird das wohl krasse Auswirkungen auf den Lebensstandard haben.
            Ich möchte nicht so verstanden wissen, das man deswegen den sofortigen Energieboykott nicht machen soll. Ich möchte nur, dass die Folgen abgeschätzt, klar kommuniziert und irgendeiner Form von demokratischer Teilhabe zugeführt werden.

            P.S.: Es geht langsam los. Meiner lokalen Mühle droht die Schließung, weil die Bauern sich wegen der hohen Spritkosten weigern das Getreide wie bisher anzuliefern und die im Raum stehenden Mehrkosten von der Mehrzahl der Kunden (ganz weit aufm Dorf) nicht getragen werden (können).

  13. André sagt:

    Zum Thema Marketing vs. Moral und Abzug der Unternehmen aus RU fiel mir letztens folgendes auf:

    Ich habe hin und wieder mal „russische Produkte“ bei Kaufland und Co. gekauft, aber meistens stand dort als Produktionsland Deutschland, Polen oder sogar Ukraine drauf.
    Aus Russland direkt sollte doch der Lebensmittelimport ziemlich aufwändig sein, dass es sowieso kaum etwas gab.

    Leider sind diese Produkte jetzt aus dem Sortiment raus und ich kann es nicht mehr nachprüfen.

    LG
    André

  14. Jochen sagt:

    Ich verstehe nicht, warum bei Frau Spiegel so viel über das Gendern diskutiert wird und nicht über mögliche Fehlleistungen.

    SPON schreibt, dass ihr Ministerium von den Hochständen wusste und nichts unternahm bzw. noch beruhigte:

    In Rheinland-Pfalz war sie als Ministerin verantwortlich für Hochwasservorsorge und die Voraussage der Pegelstände. Während die zu ihrem Ministerium gehörende Landesumweltbehörde am Nachmittag des 14. Juli für die Ahr längst katastrophale Rekordpegelstände weit über dem bisherigen Jahrhunderthochwasser vorausgesagt hatte, ließ Spiegel eine Presseerklärung veröffentlichen, in der es hieß, es drohe »kein Extremhochwasser« und das Land sei auf Hochwasserereignisse »gut vorbereitet«.

    Selbst als sich die Alarmmeldungen aus dem Ahrtal immer mehr häuften und eine Pressesprecherin ihres Ministeriums schriftlich mahnte, die Erklärung habe sich überholt, sahen Spiegel und ihr Staatssekretär Erwin Manz keine Veranlassung dazu, eine Korrektur loszuschicken und die Menschen an der Ahr dringend aufzufordern, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.

    https://www.spiegel.de/politik/flut-an-der-ahr-anne-spiegel-verteidigt-sich-im-untersuchungsausschuss-a-40cead3f-dd8b-4f50-b51e-8102bf321bef

    Die Ausrede mit den Zuständigkeiten empfinde ich gegenüber den Opfern als Hohn. Zumal man ja mit den Beschwichtigungen auch eine Presseerklärung veröffentlicht hat.

    1. Katrin sagt:

      Danke Jochen, und nur ein kleiner Hinweis: Wir haben die Sendung am Freitag, 11.03., 13 Uhr aufgenommen und das war einfach unser Informationsstand. Der Spiegel-Artikel ist vom 12.03. und der Untersuchungsausschuss klärt halt im Moment den Hergang noch – wenn die Beweislage sicherer ist, dann sprechen wir da auch drüber. Aber die Kampagne, die zur Zeit unserer Aufnahme gelaufen ist, hat sich doch dafür überhaupt nicht, sondern nur für das Gendern interessiert.

      1. Jochen sagt:

        Danke Katrin,
        ich hätte da ein wenig genauer sein können.
        Mich verwundert halt, dass vor dem Untersuchungsausschuss die Wogen sehr hoch hergingen – wegen dem Gendern.
        Und nach dem Untersuchungsausschuss in meiner Wahrnehmung keiner mehr darüber groß berichtet. Und schon gar nicht über mögliche Fehler.

        Das meinte ich aber allgemein und hatte nichts mit eurer Berichterstattung zu tun.
        Gruß Jochen

        1. Katrin sagt:

          achso, entschuldige. Und danke für deine Erläuterung. Ja, man muss das jetzt ein Auge drauf behalten, denn es ist ja enorm wichtig das aufzuarbeiten, um solche Fehler in Zukunft nicht zu wiederholen.

      2. hilti sagt:

        Tja, zeigt wie erbärmlich Rechtsaußen da (mal wieder) agiert. Es scheint tatsächlich was zu geben wo sie Anne Spiegel sturmreif schießen könnten und die kaprizieren sich aufs gendern. Einfach peinlich. m(

        Disclosure: Ich kanns gendern zwar auch nicht leiden, aber steh dem Ziel wohlwollend gegenüber. Halte es also für falsche Mittel für den richtigen Zweck und so lange ich keine bessere Idee hab werd ich nciht dagegen anreden…

  15. Schnurzl sagt:

    Zu Anne Spiegel: Grundsätzlich geh ich ja mit, dass die Empörung da fehl am Platz ist.

    Würde aber doch bitten, die Empöreritis nicht als rechtes Problem abzutun. Das ist einfach kindisch. Wenn dasselbe über Christian Lindner rausgekommen wäre, hätten viele Linke das gleiche Argument verwendet.

    Ich denke, wir sollten uns einfach mal alle abgewöhnen, Politiker wegen solcher Lapalien zu verurteilen. Egal welchem Lager sie angehören. Es ist immer albern.

    1. Katrin sagt:

      wie gesagt: mir ging es nur um das Geplärr wegen des Genderns ¯\_(ツ)_/¯

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