Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Bonus: Importstopp für russische Energie? – Was sagt Georg Zachmann von Bruegel?

| 3 Kommentare

Man soll ja immer auch eine zweite Meinung einholen. Darum hat Holger seine Frage nach einem Importstopp für russiche Energie nochmal an Georg Zachmann gerichtet.

Georg Zachmann von Bruegel arbeitet eigentlich an der Energiewende, aber wie viele ist auch er von den Ereignissen der letzten Monate davon abgelenkt worden. Der Co-Autor ist des Artikels „Preparing for the first winter without Russian gas“ erklärt in dieser weiteren Bonusfolge, wie er mögliche Importstopps einschätzt.

Er gibt außerdem eine Antwort auf die Frage, wie man die Deutsche Industrie dekarbonisieren kann, und warum es ökonomisch sinnvoll ist, das auch zu tun.

https://www.bruegel.org
https://www.bruegel.org/author/georg-zachmann
https://www.bruegel.org/2022/02/preparing-for-the-first-winter-without-russian-gas/

3 thoughts on “Bonus: Importstopp für russische Energie? – Was sagt Georg Zachmann von Bruegel?

  1. Martin sagt:

    Inwieweit sich die „Sicherheitsordnung“ Europas dadurch überhaupt verbessern würde ist einfach ungewiss. Jedenfalls gut zu wissen, dass eine Umstellung so schnell überhaupt möglich wäre.

    Für mich hörte sich das Thema ungefähr so an (sehr überspitzt): Russland absehbar für Jahrzehnte sanktionieren und dafür wieder mehr Braunkohle, Atomkraft und Frieren. Geht schon irgendwie…Müssen wir jetzt durch­… Umwelt erstmal egal, is ja Krieg.

    Wieso muss man so eine Gleichung überhaupt aufmachen? Verstehe den Drang dahinter der Ukraine jetzt zu helfen, aber Sanktionen sollten als kurzfristiges Druckmittel gesehen werden. Die aktuelle Härte der Sanktionen wird ja schon als „financial warfare“ beschrieben und es trifft vor allem die Bevölkerung hart, die dadurch wiederum Putin in die Hände getrieben wird. Konzerne aus der Öl/Gas/Energie/Waffen/Stahl-Industrie profitieren enorm. Wieso wenden sich „Think Tanks“ oder Abgeordnete nicht mal an die freie Wirtschaft mit ihren reaktionären Vorschlägen. Die ärmeren 80% der Menschen in Europa werden die nächsten Jahre dann halt einfach leiden. Die Menschen in Russland leiden sowieso viel stärker und sind im Zweifel einfach oft Opfer von Propaganda. Alles… weil „muss ja so, iss ja Krieg.“

    Jetzt wieder Braunkohle verbennen und Brennstäbe anknipsen? Wenn man die Menschheit als ein Ding sieht, das jetzt mit dem Klimawandel umgehen lernen muss, ist das doch total absurd, was hier alles gerade passiert :hippe-vibes. Kann natürlich auch ne gute Gelegenheit sein, um Europas Energieversorgung und -Verbrauch umweltfreundlicher zu gestalten. Sagt sogar Hr. Lesch aus dem allseitsbeliebten TV.

    Wer Krieg gut findet und sich besonders über Europas energiepolitischen Änderungen freut, wird bei „Climate Town“ ganz gut erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=kJOuyckvDGY

  2. Andreas Tengicki sagt:

    Danke Holger. Ich habe nach der ersten Energiesonderfolge einfach mal drauf gehauen ohne zu loben. Jetzt wird es mit Folge 2 und 3 langsam ein runderes Bild. Und natürlich ist es nicht einfach, wäre ja noch schöner.

  3. Schnurzl sagt:

    Was mir hier nicht klar ist: Herr Zachmann sagt ja, dass Deutschland die falsche Wirtschaftsstruktur hat. Wir sollten eigentlich keine energieintensive Produktion hier haben, sondern eher veredeln. Mir sind da aber zwei Sachen unklar:

    1. Macht sich Deutschland auf dem Weg nicht genauso abhängig von Importen? Ob wir nun Gas importieren oder Autoteile ist doch egal?

    2. Eigentlich haben wir Deutschen langfristig dann gar nichts. Schlau sind die Leute überall. Das einzige, was unser Land leistet ist eine stabile Gesellschaftsstruktur mit halbwegs funktionierenden Bildungseinrichtungen und einer nicht all zu korrupten Verwaltung. Das kann aber auch irgendwann wer anderes.

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