Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Wahlkampf, Wahlentscheidungshilfen, Umfragen, Sexuelle Selbstbestimmung, Impfquote

| 18 Kommentare

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Belarus und die Flüchtlinge, Wahlumfragen, Fake Steuer-Stasi, Schwangerschaftsabbrüche in Texas, Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland, viele verschiedene Wahl-O-Maten, Intensivstationen, Luftbrücke Kabul, Sham Jaff zu Kaschmir, gute Nachrichten, der Börsenticker und ein Faktencheck von Nándor Hulverscheidt.

Links und Hintergründe

I. Belarus

II. DeutschlandTrend und Politbarometer

III. Die Steuer-Stasi, die keine ist

IV. Schwangerschaftsabbrüche in Texas verboten

V. Reproduktive Rechte in den Wahlprogrammen

VI. Holger hat mit Wahl-O-Maten aller Art gespielt

VII. Bisschen Corona und Impfquote

VIII. Luftbrücke Kabul

IX. Klimaschutz durch Tempolimit?

X. Sham Jaff zu Kashmir

XI. Gute Nachrichten aus Irland

XI. Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

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18 thoughts on “Wahlkampf, Wahlentscheidungshilfen, Umfragen, Sexuelle Selbstbestimmung, Impfquote

  1. Anika sagt:

    Ich fänd’s wirklich super, wenn wir cis Menschen endlich davon wegkommen, das Wort „transsexuell“ zu benutzen. Das Wort ist (es sei denn eine spezifische Person nutzt es explizit als Selbstbezeichnung) diskriminierend und unterstellt eine sexuelle Komponente, wo keine ist. Richtig hieße es: transgender (oder kurz trans) Menschen/Frauen/Männer.

    1. Katrin sagt:

      Hi
      ganz bei dir. Das Ding heißt aber nun einmal „Transsexuellen-Gesetz“ und deswegen muss man auch danach in den Parteiprogrammen suchen.
      Grüße

  2. Prri Ska sagt:

    Hallo ihr Lieben,
    Habe noch zwei Wahlcheckseiten hinzuzufügen:
    – Steuer o mat:
    https://www.steuer-o-mat.de/
    – Agrar o mat: https://www.agrarheute.com/agraromat

    Hab sie empfohlen bekommen, aber leider selbst noch nicht ausprobiert. Vielleicht seid ihr ja schneller 🙂

    1. Sebastian sagt:

      Und bitte nicht den Postill-O-Mat vergessen

      https://www.der-postillon.com/2021/09/postill-o-mat.html

  3. Dominic sagt:

    So, Rot-Rot-Grün ist seit heute bei 50%. Da wir die Probleme in Deutschland nur stemmen können, wenn die CDU nicht mitmacht, muss man jetzt tatsächlich die Linke wählen um zu unterstrichen das man die CDU nicht will. Wählt man SPD, wählt man eine Koalition mit der CDU. Wählt man Grüne, dann wählt man vermutlich auch die Koalition mit der CDU. Wenn man die Linke wählt, dann hat man danach entweder Rot-Rot-Grün oder man hat die einzige noch vertretbare Opposition gewählt. Ich bin aber sicher, dass gerade die SPD es nicht zu RRG kommen lässt, wäre ja auch zu einfach in der Konstellation mal die eigenen Ziele durchzusetzen. Es kann aber sein das ich mich Irre.

  4. hilti sagt:

    Vom „wahltest“ war Holgis Politiklehrer nicht ganz so begeistert. https://www.advdiaboli.de/2021/09/03/hch258-der-kleine-test-fuer-digitale-wahlentscheidungsberatung/

    Die Lokführer vom Zugfunk-Podcast haben sich die Wahlprogramme der großen 5 vorgenommen und drüber berichtet (Pro-Tipp: Macht kein Trinkspiel mit „Der Markt wirds richten“ 😀 ): https://zugfunk-podcast.de/2021/08/29/zf52/

  5. Sebastian sagt:

    Als Wahlhilfe für die Erststimme gibts beim WDR noch den Kandidatencheck, soweit ich weiß aber nur für NRW. https://www1.wdr.de/kandidatencheck/2021/wdr-bundestagswahl/index.html
    Wobei man bei der Erststimme – sorry Katrin – teilweise gezwungen ist das zu machen, was ich bisher unter „strategisch wählen“ verstanden habe. In meinem Heimatwahlkreis (Rand Ruhrgebiet) hat der SPD-Kandidat nie unter 40% geholt, und das war 2017, als der Schulzzug so unschön entgleist ist. Wir hatten das nachgeschaut, weil man ja möglicherweise dieses Jahr doch mal den Grünen wählen könnte, aber der, bzw. sein Vorgänger, bekam 2017 keine 5%. Bevor also doch der von der CDU gewinnt, wird meine Familie wohl SPD wählen. Die Zahlen bekommt man übrigens beim Bundeswahlleiter, falls jemand sich ähnliche Fragen stellt. https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/ergebnisse.html

    Spontan fiel mir noch ein, irgendwer sollte einen Interessomat machen, der nicht nach deiner Meinung fragt, sonder wer du bist. So „Hey 23-jähriger Minijobber, trotz abgebrochenem BWL-Studium ist es nicht in deinem Interesse, die Ferengi zu wählen.“ Apropos, können wir uns einigen, bei Laschets Haufen von den Vogonen zu sprechen?

    1. Katrin sagt:

      bei der Erststimme bin ich ganz bei dir, da müssen manchmal einfach Leute verhindert werden 😀

      Dein Vorschlag mit den Vogonen ist zur Kenntnis genommen

      1. Deus Figendi sagt:

        Ich wollte eine ähnliche Anmerkung machen, eigentlich bin ich total bei Katrin, Mensch sollte die Partei wählen, die einem am nächsten liegt, auch und gerne auch die, die noch nie im Parlament waren, sonst bleibt das nämlich so.

        Aber beim Mehrheitswahlrecht der Erststimme sehe ich das anders, nicht nur wegen ‚verhindern‘, sondern weil da chancenlose Kandidaten wirklich chancenlos sind.

        In meinem Wahlkreis habe ich die Wahl zwischen der nichtmännlichen Kandidatin oder dem Jüngsten 😆

    2. Andre sagt:

      Nicht nur WDR hat so etwas, der NDR bietet ein ähnliches Angebot für die Kandidat:innen der Nord-Länder. https://www.ndr.de/nachrichten/kandidatencheck/Bundestagswahl-2021-Der-NDR-Kandidatinnen-Check-,kandidatencheck194.html

  6. Norbert sagt:

    Bezüglich Afghanistans:
    Inzwischen habe ich mehrfach gehört, unter anderem bei Euch, dass China der große Gewinner der aktuellen Entwicklung dort sein wird. China ist doch das Land, das seine Moslems in Arbeitslager steckt und mit einem Genozid überzieht? Wie soll das funktionieren? Selbst wenn die Führer der Taliban sich enge Kontakte mit China wünschen, werden sie das kaum ihren Kämpfern an der Front erklären können. Die haben schließlich auch Internet und wissen was in Xinjiang passiert.
    Und Afghanistan ist kein Nationalstaat wie wir sie hier in Europa kennen. Wenn die Taliban da den Partikularinteressen bestimmter Ethnien nicht entsprechen, dann werden diese halt ihr eigenes Ding machen. Aktuell sieht es auch nicht so aus als wenn sie die komplette Kontrolle über das Land haben, noch wiedersetzen sich einige Stämme. Und wenn sie wie von China gewünscht gegen die ETIM/TIP (East Turkestan Islamic Movement/Turkistan Islamic Party) vorgehen, könnte sie das die Kontrolle über den Nordosten kosten – der fällt dann an den Islamischen Staat.

    Ein paar Links dazu:
    https://www.hindustantimes.com/world-news/etim-may-shift-to-iskp-with-taliban-china-alliance-over-xinjiang-101630304620049.html *
    https://www.scmp.com/week-asia/politics/article/3144148/boosted-china-ties-taliban-now-faces-tough-call-etim-crackdown **

    * Hindustan Times: Regierungsnahe indische Zeitung
    ** South China Morning Post: Größte Tageszeitung in Hongkong

  7. Jörg sagt:

    Hallo Ihr beiden,
    Wieder eine sehr gelungene Folge, danke dafür!

    Beim Thema Geflüchtete und dem Framing von Rechtsaussen („Illegale“ u.ä) ist mir noch was aufgefallen:

    Nach meinem Kenntnisstand (der aber auch nur der eines juristischen Laien ist) ist in der Tat JEDER Grenzübertritt ohne Papiere/Visa etc. tatsächlich „illegal“ – er ist aber STRAFFREI, wenn beim Grenzübertritt unmittelbar Antrag auf Asyl gestellt wird.
    Die bei den Rechtsextremen ach so beliebte Bezeichnung „illegal“ ist also streng genommen juristisch leider wohl korrekt, erzählt aber nur einen Teil der Wahrheit, weil – wie Katrin ja auch geschildert hat – selbstverständlich erstmal ALLEN Geflüchteten ein Asylverfahren zur Prüfung ihres Status ZUSTEHT, und ihnen im Rahmen dieses Verfahrens auch Rechte und Schutz durch den Staat zugestanden werden müssen.

    Und das macht dieses Gewäsch über „Illegale“ „illegale Migration“, „illegale Einwanderer“ so perfide – es ist nicht ganz falsch, framed aber gezielt in eine Richtung.

    Wie gesagt, vielleicht erzähl ich auch Quatsch, meine das nur Mal so gelesen zu haben.

    Viele Grüsse und macht weiter so!

    Jörg

  8. Oliver sagt:

    Was spricht eigentlich dafür einen Fötus bei dem ein Herzschlag zu hören ist abzutreiben, stammt das gezeugte Kind nicht aus einem Gewaltverbrechen oder gibt es eine medizinische Indikation dafür? Letzteres macht bei rund 100.000 Abtreibungen in Deutschland rund 4% aus, wobei mehr als 3,5% medizinische Gründe sind.
    Beim Geschlechtsverkehr kann verhütet werden, wird dies vergessen gibt es, mittlerweile frei verkäuflich, die Pille danach. Männer können sich nachdem kein Kinderwunsch mehr existiert einer Vasektomie unterziehen. Fehlt es hier an Aufklärung oder warum genau ist es notwendig und gesellschaftlich anerkannt rund 96.000 gezeugte Kinder wo es keinen med. Grund gibt oder ein Gewaltverbrechen vorliegt abzutreiben?
    Vielleicht habe ich einen Denkfehler und übersehe etwas? Die Zahlen scheinen mir jedenfalls sehr hoch.

    1. Hans sagt:

      Ja, Du übersiehst, dass die Entscheidung BEI. DEN. FRAUEN. LIEGEN. MUSS.

      Und nicht von „der Geselleschaft“ diktiert werden darf.

    2. Katrin sagt:

      wie schon in der Sendung gesagt: Der Lila Podcast (siehe Shownotes zum Thema) sei dir ans Herz gelegt und dann die Kommentare dort und dann können wir gern nochmal weiter sprechen. Ich bin ein wenig müde davon, das Thema immer wieder von vorne anzufangen und die Sendung ist eigentlich ein guter Rundumschlag.

  9. Florian R. sagt:

    Hallo Katrin und Holger,

    bzgl. Tempolimit hatte ich eine längere Diskussion und hatte mir darauf hin die von Euch zitierte Studie vom Umweltbundesamt mal näher angesehen. Da gibt es ein paar interessante Dinge:
    „Ohne Geschwindigkeitsbeschränkung fahren etwa 58 % des Leichtverkehrs schneller als 120 km/h bzw. 8 % schneller als 160 km/h. Liegt jedoch eine Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 120 vor, so sind nur noch 39 % schneller als 120 km/h bzw. weniger als 1 % schneller als 160 km/h unterwegs. Nicht alle Fahrer halten sich also an das Tempolimit.1“
    Also 42% fahren gar keine 120 km/h und 39% fahren auch dann schneller, wenn es ein Tempolimit gibt.
    => Platt (und nicht ganz richtig) gesagt, sind die Hälfte der Deutschen Raser und die andere Hälfte Schleicher. Das erklärt, warum das Thema so stark aufgeladen ist.

    Die Berechnung selbst ist ziemlich umständlich und nicht wirklich exakt. Da stecken eine ganze Menge Annahme drin, Fahrzyklen für mittlere Geschwindigkeiten oder es werden alle Autos, selbst Diesel und Benziner gleich behandelt. Das ist alles sinnvoll und da steckt ne Menge Arbeit und Gedanken drin, aber es ist halt auch eine gefühlte Wettervorhersage.

    Von den 2,9 Millionen Tonnen CO2 weniger werden übrigens 0,3 Tonnen im Ausland gespart, da der Treibstoff dort getankt wird. Für Deutschland wären es 2,6 Mio t.

    Es werden auch Alternativen genannt um 1 Mio t CO2 einzusparen:
    ►0,5 Mio. Elektro-Pkw zusätzlich auf die Straße zu bringen,
    ►die Energiesteuer für Dieselkraftstoff um 5 Cent pro Liter zu erhöhen,
    ►den Pkw-Verkehr in Städten um 6 % zu reduzieren oder
    ►17% mehr Rad- und Fußverkehr zu erreichen.

    Dadurch ergibt sich für mich insgesamt das Fazit, dass ich zwar inhaltlich für ein Tempolimit bin, aber ich der Meinung bin, dass es bessere Alternativen gibt. Die Energiesteuer für Diesel um 15 Cent erhöhen. Da ist der Effekt derselbe und ich bin der Meinung, dass die „Raser“ das eher mitmachen.

    Da oft auch mit damit argumentiert wird, dass die Straßen sicherer werden. Das halte ich für einen Trugschluss, denn die Raser, also 40% der Autofahrer halten sich eh nicht an die bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und vermutlich auch nicht an andere Aspekte der StVO, wie z. B. dicht auffahren. Ein wesentlicher Klima- und Sicherheitsgewinn wäre daher die Einhaltung der bestehenden StVO deutlich besser zu kontrollieren.

    Viele Grüße
    Florian

  10. Georg sagt:

    Danke für die wieder mal tolle Folge <3

    Eine kleine Anmerkung zu der Intensivstationsstatistik:
    Die könnte ein bisschen dadurch verzerrt sein, dass durch Öffnungen insbes. von Schulen, Clubs, Kinos usw. und durch weniger Homeoffice nicht nur in Relation zu den Älteren sondern auch absolut mehr jüngere Menschen betroffen sind. Und die jüngeren liegen oft sehr viel länger auf der Intensivstation, weil ihr Körper länger durchhält und eben auch oft im Endeffekt die Krankheit dank der großartigen medizinischen Versorgung überlebt.
    Interessant wäre also eine Statistik, die nicht die absolute Intensivbettbelegung vergleicht, sondern die Anzahl von Intensivneuaufnahmen.
    Das ändert natürlich alles nichts daran, dass wir ein riesen Problem haben, wenn die Kapazität irgendwann überschritten wird, aber es ist schon ein Unterschied in Bezug auf die Beurteilung, wie wirksam der derzeitige Umgang mit dem Virus ist.

  11. Sybille sagt:

    Schöne Infografiken zum Thema Schwangerschaftsabbruch bietet der kanal mehr.als.du.denkst (https://www.instagram.com/mehr.als.du.denkst/?hl=en) inklusive Analyse der Wahlprogramme.

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