Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Allianz, AstraZeneca, Aufrüstung mit Atom, und Atlanta

| 36 Kommentare

Die erste Wochendämmerung mit einem Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

Allianz und Belarus, Wassermangel, Jubiläen der Woche, soziale Ungleichheit ist tödlich, Joe Biden sagt an, neues von der Unions-Affäre, weltweite Klimastreiks, Außenpolitik mit Atom, Sham zum Attentat in Atlanta und Verbotsversuch in der Türkei.

Links und Hintergründe

Faktencheck

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36 thoughts on “Allianz, AstraZeneca, Aufrüstung mit Atom, und Atlanta

  1. Uli sagt:

    Kleiner Hinweis zum Sputnik V-Impfstoff: Das „V“ in Sputnik V steht nicht für die Zahl 5. Siehe z. B. hier: https://www.mimikama.at/aktuelles/sputnik-v/

    1. sternburg sagt:

      Das ist ja alles sehr interessant. Aber für mich als Traditionalist bleibt das „Sputnik [römische Zahl 5]“.

      Diese kleine Reminiszenz an den Sputnik-Schock bleibt ja wohl gestattet, jawohl.

  2. Sascha sagt:

    Zum Attentäter aus Atlanta:

    Wie auch schon Annika Brockschmidt auf Twitter verbreitet hat, handelt es sich bei dem Täter nicht einfach nur um irgendein Schützen, sondern auch noch um einen Evangelikalen. Bei ihm vermischt sich radikales Weißes Christentum, Frauenhass und Rassismus (so wie Kathrin gesagt hat).

    Inzwischen gibts dazu auch erste Artikel (etwa aus der NYT, https://www.nytimes.com/2021/03/18/us/robert-aaron-long-atlanta-spa-shooting.html), die hier von Jeff Sharlet zusammengefast hat (https://twitter.com/JeffSharlet/status/1372764188012023812):

    „Now we learn what the Atlanta murderer called „sexual addiction“: abstinence interrupted about once a month by a visit to an Asian sex worker, „sinful“ but outside his white Christian worldview. His church told him such sex was equivalent to bestiality. We don’t know for sure but it seems likely the murderer targeted not individuals but those he believed to be Asian sex workers, interchangeable in his mind. His church taught him they, as much as his activity w/ them, were all gathered under „sin,“ to be eradicated. The church to which the murderer was apparently devoted condemned „adultery, fornication, homosexuality… bestiality, incest… pedophilia, pornography“–sex w/ a sex worker same as bestiality, equating sex workers w/ service animals. The murderer told a friend he saw buying sex in a massage parlor as „safer“ than other forms of „fornication.“ That’s racialized, too. Asians as racial others may have been „safer“ in his mind than white women he might see as human.“

    1. Katrin sagt:

      krass, danke für die Ergänzung

    2. Norbert sagt:

      Bei 1:03:35 habt Ihr für meinen Geschmack die Bordellerzählung zu leichtfertig übernommen. Dass die Opfer ihre Unternehmen in einer anrüchigen Gegend gründen mussten bedeutet nicht, dass das Geschäftsmodel selbst anrüchig ist. Das ist eher ein Symptom für allgemeinen Alltagsrassismus. Im konkreten Fall spricht sehr viel dafür, dass in beiden Massagesalons nur die am Eingang beworbenen Dienstleistungen angeboten wurden, und nichts darüber hinaus.
      https://www.nbcnews.com/think/opinion/identities-women-killed-atlanta-have-begun-belie-suspect-s-stated-ncna1261575

    3. Neo Vg sagt:

      Ich schließe mich an, der Faktor Religion + White Supremancy kam viel zu kurz und wird auch genau das sein, was Holgi gefehlt hat.

      Hier noch ein längerer Artikel darüber, was es mit dieser „Sexsucht“ auf sich hat und was gerade asiatische Frauen damit zu tun haben: https://religiondispatches.org/dont-discount-evangelicalism-as-a-factor-in-racist-murder-of-asian-spa-workers-in-georgia/

  3. hilti sagt:

    Ja der Iwan, der ist nicht ohne. (ich hoffe die Anspielung wird verstanden)

    Antiasiatischer Rassismus ist in den USA eine interessante Geschichte. Ich bin in den letzten Jahren öfter über Geschichten gestolpert, wo asiatischstämmige Amis berichteten, dass Rassismus ihnen gegenüber nicht ernst genommen würde. Denn sie wären ja eigentlich weiß und damit priviligiert und deswegen könnte es keinen Rassismus gegen sie geben…

    1. sternburg sagt:

      Und die sind bekanntlich auch alle gut in Mathe.

  4. TK sagt:

    Lieber Holgi, bitte deine gelegentlichen Granteleien über die Ungerechtigkeiten dieser Welt bei.

    Liebe Katrin, bitte dulde diese Granteleien weiterhin, da sie sehr helfen, auch die schweren Nachrichten leichter zu verdauen.

    (Natürlich würde es mich natürlich freuen, mehr Granteleien von Katrin zu hören, wenn ihr mögt.)

    1. Julia sagt:

      Liebe/r TK,
      liebe Katrin, lieber Holgi,

      ein gewisses Maß an Granteleien ist vollkommen ok (und spricht – wahrscheinlich nicht nur – mir aus der Seele), daher schließe ich mich TK an und sage: Gerne weitergranteln, Holgi.
      Aber (es muss ja ein aber geben) bitte, bitte, Holgi, überspann den Bogen nicht und vielleicht unterbrichst du Katrin auch ein bisschen weniger oft. Dieses Ding, dass laut grantelnde Männer Frauen, die gerade etwas Interessantes erzählen wollen, andauernd unterbrechen, ist genau zwei Mal lustig und danach nur noch nervig.

      Liebe Katrin, ich habe große Hochachtung vor deiner Geduld und deinem wertschätzenden Umgang mit Menschen im Allgemeinen und Holgi im Besonderen. Es ist nicht nötig, dass du auch das Granteln anfängst, das würde die Sendung erheblich aus dem Gleichgewicht bringen und in eine reine Mecker-Sendung verwandeln, das wäre schade.

      1. sternburg sagt:

        Liebe Katrin, lieber Holgi,

        bitte macht das weiterhin einfach so, wie Ihr beide Bock habt.

        Ersatzweise würde es mir persönlich reichen, wenn Ihr beide mir weiterhin den Eindruck vermittelt, dies zu tun.

        1-Personen-Meinung: End of story.

        Dies gesagt zu haben:

        Lieber Holgi, ich hab mir vor ein paar Wochen verkniffen (weil es mir übergriffig vorkam), dich zu fragen, wie es derzeit eigentlich Deinem langjährigem Vorhaben so geht, weniger gehässig unterwegs zu sein. Nicht Deinetwegen, sondern aus rein egoistischer Konsumentensicht aus meiner Sorge ums Angebot heraus.

        Würde ich heute nicht mehr fragen. Und überhaupt frage ich das bitte schon deshalb nicht, weil mich das einen Scheißdreck angeht und ich will auch keine Antwort. Aber ich bin ein sehr egoistischer Konsument und sorge mich manchmal.

  5. Thomas sagt:

    Ich hab einen Vorschlag, wenn es um die Kultusministerkonferenz geht.

    Wenn die von Bildung sprechen, immer mit (möglichst guten) Abschlüssen gleichsetzen. Das geht schneller.

  6. Mark sagt:

    @ Northstream 2:

    Ungeachtet dessen, wie immer man dieses Projekt auch betrachtet: Europa sollte sich nicht zum Erfüllungsgehilfen machen nur damit Ted Cruz seinen Kopf durchsetzt und grünes Licht für die Kandidaten von Biden gibt.

    https://www.derstandard.at/story/2000125177639/usa-fordern-sofortigen-stopp-am-bau-von-gaspipeline-nord-stream

  7. mjb sagt:

    Hallo.

    Ein etwas unpassender Kommentar, da er nicht zu dieser Sendung gehört. Ich suche und werde die Sendung finden, in der Holger im quasi Abspann über seine Erfahrungen mit bipolaren Menschen redet.

    Diese Sendung kam für mich sehr passend, ich hatte gerade einen Menschen buchstäblich kurz vor der Straße aufgenommen, die leider bipolar verhaltensgestört ist. Nach einigen Monaten kann ich jetzt wesentlich besser nachvollziehen wovon Holger geredet hat. Es geht nicht gut aus. Es gibt keinen „middle ground“, auf den man sich einigen könnte. Entweder alles ist toll oder alles ist schlecht. Und im Prinzip ist letztendlich immer alles schlecht.

    Ich hoffe sie zerstört meine Sachen nicht, wenn sie in 7 Monaten (Untermieter) gehen muss und fackelt die Bude nicht ab. Der Rest ist mir inzwischen auch egal, weil ich nicht für ihre eingebildeten Kameras zuständig bin.

  8. mjb sagt:

    Ich muss das mit den bipolaren Randbemerkungen (hehe) wohl mit einer Folge von Realitätsabgleich verwechselt haben.

    Holger, du hast ein schwer überschaubares Imperium an Medienoutlets, bitte verzeih.

    1. Boethi sagt:

      Ich glaube, Du suchst eine Ausgabe der Wrintheit. Holgi hat da auch ein passendes Buch erwähnt.

  9. Michael sagt:

    Wenn Putin ein Mörder ist, sind amerikanische Präsidenten zumindest Massenmörder, was die Geschichte beweist.

  10. CBr sagt:

    Eine Anmerkung zur britischen Aufrüstungskampagne: das Relevante habt ihr nur im ersten Zitat genannt – nämlich die „other threats“. Das ist eine etwas verklausulierte Ankündigung, dass sie sich auch vorbehalten mit Atomwaffen zu antworten, wenn jemand ausreichend harte Cyberangriffe gegen Britannien fährt.

  11. Aarkon sagt:

    Bin ich der einzige mit dem Problem? Antennapod weigert sich, die Datei der Episode abzuspielen („Fehler: Auf Mediendatei kann nicht zugegriffen werden (1000)“)
    Die herunterladene Datei selbst kann ich mit anderen Playern aber abspielen.

    Sorry falls das hier leicht deplatziert wirkt, aber den Fehler habe ich sonst nirgends gesehen, er besteht fort auch wenn ich die Episode lösche & neu herunterlade. Irgendein Zusammenhang mit einer Eigenschaft der Sendung scheint also wahrscheinlich. Vielleicht kann man hier ja die Lösung für den Fall festhalten, dass nicht nur ich betroffen bin.

    1. Katrin sagt:

      Hallo,

      danke fürs Bescheidgeben. Ich gebe das mal an Podigee weiter, die stehen mit AntennaPod ohnehin in Kontakt, weil es da häufig Probleme mit Kapitelmarken gab.
      Viele Grüße

      1. Aarkon sagt:

        Für die Kapitelmarken spricht in der Tat, dass AntennaPod keine Kapitel anzeigt (was normalerweise passiert). Danke jedenfalls!

        Falls ihr einen nicht enden wollenden Strom Downloads aus Norddeutschland seht, das bin ich, der immer wieder versucht, einen seiner Lieblingspodcasts zu hören. 😉

    2. Marco sagt:

      Konnte hier eine Lösung gefunden werden? Ich bekomme bei den neusten Folgen des Podcast His2Go nach erfolgreichem Download die gleiche Fehlermeldung, wenn ich versuche abzuspielen.

  12. Ineke Knill sagt:

    Bei uns war es super schrecklich als die Kinder nicht in die schule gegangen sind. Seitdem das bei uns wieder relativ sicher funktioniert (jeden montag, mittwoch und freitag schnelltests vor der ersten unterrichtsstunde in der schule, kinder die nicht am test teilnehmen müssen weiter homebeschoolt werden), halten wir alle anderen einschränkungen ohne probleme ein. animiert ja auch dazu neue wege zu finden, die auf mich sogar den eindruck machen, dass sie gleichzeitig auch oft fürs klima besser sind

    1. Eule sagt:

      Wo ist denn das, dass es drei(!) Schnelltests in einer(!) Woche gibt, und das auch noch vor(!) Unterrichtsbeginn? Hier (NRW) gibt es in den zwei Wochen vor den Osterferien insgesamt einen(!) pro Kind, und der dauert in der Durchführung pro Klasse mindestens eine Unterrichtsstunde. (Bei den Kleinen auch mal zwei, bei den Großen isses etwas schneller.) Und ob ungetestete Kinder am Unterricht teilnehmen, ist von Schule zu Schule unterschiedlich.

      1. Katrin sagt:

        Same. In Berlin einfach hybrider Unterricht, immerhin bei unserem Kind alle mit Maske, CO2-Ampel und eben halber Klasse. Aber getestet wird da niemand außer der Lehrerin, aber auch nur, weil die Kontakt zu einem Covid-Fall in einer anderen Klasse hatte…
        In Berlin ist die Inzidenz seit Tagen über 100, deswegen lassen wir das Kind nun wieder zuhause. Was bedeutet, dass wir selbst gucken müssen, wie wir an den Schulstoff kommen (jemand muss in die Schule, um es aus dem Fach zu holen).

        1. Boethi sagt:

          Offenbar liegt einiges auch bei den Schulen selbst:
          An der Berliner Grundschule, an der ich seit Anfang des Monats tätig bin, können sich Beschäftigte (Lehrkräfte, ErzieherInnen, Sekretärin…) zweimal in der Woche (Mo und Mi) testen lassen. Dafür wurde sogar eine Medizinstudentin angestellt.
          Letzte Woche hat ein Kollege erzählt, es gäbe auch Schulen in Berlin, an denen SchülerInnen getestet werden. Dort hätten sich die Schulleitungen eben mehr darum gekümmert.
          Sehr schön: Am Freitag haben alle an der Schule tätigen Menschen, inkl. Mensapersonal und Hausmeister, die Einladung zur Impfung bekommen, und die ersten waren schon am Wochenende dran.

      2. Ineke sagt:

        In Dornbirn (A), unsere Kinder sind 1. und 3. Klasse Grundschule oder wie man hier sagt, Volksschule.

    2. der Ralf sagt:

      Bei uns ist es gerade andersrum: Seit die Kinder nicht mehr in Präsenz in die Schule müssen leben die richtig auf bzw. machen enorme Entwicklungssprünge.
      Soziale Kontakte, nicht nur zu den Mitschülern, haben sich online intensiviert*. Früher war es z.t. recht schwer die Beiden zu motivieren in die Schule zu gehen um es mal neutral auszudrücken… (waren in ihren Klassen eher Außenseiter).
      Durch die relative freie Bearbeitungs- bzw. Abgabezeiten der Aufgaben lernen sie nebenbei auch noch selbstständiges arbeiten und Zeiteinteilung.
      Gut, beide sind grundsätzlich Computer affin und haben auch jeweils ihre eigene Ausstattung. Da kommt ihnen die aktuelle Situation natürlich entgegen. Das es anderen schwerer fällt ist mir durchaus bewusst.

      „animiert ja auch dazu neue wege zu finden, die auf mich sogar den eindruck machen, dass sie gleichzeitig auch oft fürs klima besser sind“

      Die Busse fahren ja größtenteils trotzdem. Das Lehrpersonal fährt z.T. sogar öfters hin und her da sich Online und Präsenz Unterricht u.U. mehrmals am Tag abwechseln. Und bei Teil Präsenz werden die Gebäude ja trotzdem normal beheizt, evtl. sogar stärker da die menschliche Heizkörper ja größtenteils wegfallen. Welche Wege siehst du den bei Teil oder Voll Präsenz Unterricht die sich positiv aufs Klima auswirken?

      * Im Sinne von: Sie verbringen viel mehr Zeit mit Ihren Freunden und müssen die anderen nicht gezwungenermaßen ertragen. Außerdem gab es vor Corona auch schon erste Treffen und gegenseitige Besuche mit Online Freunden aus z.b. Österreich und Thüringen. Etwas das wir früher auch schon gerne gemacht haben. Nur weil es „Online“ ist sind es ja trotzdem echte Menschen mit denen man seine Zeit verbringt und so seine sozialen Kontakte pflegt.

      1. Ineke Knill sagt:

        Wir leben in Vorarlberg. Österreich.
        Der Klimagedanke war nicht auf die Schule, sondern auf uns Eltern bezogen und die neuen möglichkeiten, die durch wenig mobilität entstehen oder sich durchsetzen.

      2. Rene sagt:

        Mir fehlt der wissenschaftliche Background, aber in einer ähnlichen Diskussion woanders wurde mir dieses Paper empfohlen: https://link.springer.com/article/10.1007/s00787-021-01726-5#Sec9

        Auszug aus dem Abstract: „They experienced significantly lower HRQoL (40.2% vs. 15.3%), more mental health problems (17.8% vs. 9.9%) and higher anxiety levels (24.1% vs. 14.9%) than before the pandemic.“
        (HRQoL == Health-related Quality of Life)

  13. Boethi sagt:

    Ich komme mir echt alt vor, wenn Leuten, deren Produktionen ich höre, Gerd Bastian und Petra Kelly nichts mehr sagen 🙂
    Der Tod der beiden wurde oft als gemeinsamer Selbstmord dargestellt. Otto Schily hat in einem Interview einmal erzählt, dass er es für falsch hielt, dass die Grünen damals eine gemeinsame Trauerfeier für beide veranstaltet haben. Er sah in Bastian den Mörder Kellys, die er selbst sehr geschätzt habe trotz der großen politischen Differenzen zwischen den beiden Grünengründern.

  14. Lieber Holgi,
    könntest Du vielleicht (nur vielleicht) nicht immer auf Karl-Heinz rumreiten und zur Abwechslung mal z.B. Klaus-Rüdiger oder Paul-Erich nehmen? Mein Papa hieß Karl-Heinz und ich zucke immer zusammen 🙂

  15. sternburg sagt:

    Große Liebe an die unbekannte Person aus dem Unterstützerkreis mit dem herausragend gutem Musikgeschmack.

    Und jetzt alle…

    … Ich brauche keinen Sprit.
    Fahr mal ne Runde mit!

  16. Christina sagt:

    Gehört zwar nicht explizit zu dieser Folge, aber ich wollte einfach mal anmerken, dass ich finde, dass die Factchecker:innen ein echter Mehrwert sind! Super Idee und Umsetzung!

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