Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Afghanistan, 2015, Pegida, Kinder und Corona, Extremwetter überall, Andreas Scheuer und Duterte

| 18 Kommentare

Die Nachrichten aus Afghanistan sind überwältigend, woanders ist aber auch viel passiert.

Links und Hintergründe

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18 thoughts on “Afghanistan, 2015, Pegida, Kinder und Corona, Extremwetter überall, Andreas Scheuer und Duterte

  1. Katrin sagt:

    Es tut uns sehr leid, es hat sich ein Schnittfehler eingeschlichen. Leider können wir das erst Montag beheben. Bitte entschuldigt 🙁

    1. titusvonunhold sagt:

      Mit mehr Unterstützerinnern wäre das nicht passiert!!!111!1!einself.

  2. Pascal sagt:

    Erdrutsche! Das wir das als selbstverständlichen Plural benutzen müssen, ist schon verrückt genug. Das war früher immer ein seltenes Ereignis…

  3. hilti sagt:

    Zu „Deutschland wird 2021 den höchsten Anstieg der Treibhausgasemissionen seit 1990 verzeichnen“. Das ist der Typ unseriöse Bildzeitungsschlagzeile, den ich von euch nicht erwartet hätte, weils halt wie bei der Inflation ein statistischer Effekt ist, weil 2020 so ein Ausreißer war. 2020 gins im Vergleich zu 2019 wegen Corona um x% runter und selbst wenns nur auf leider „normale“ Maß wieder hochgeht ist das ein Anstieg um mehr als x% (die Bezugsgröße für 2019 auf 2020 ist das „hohe“ 2019 und die für 2020 auf 2021 das „niedrige“ 2020, so dass bei gleicher absoluter Veränderung die prozentuale Änderung größer ist).

    Statt das vorzulesen hätte ich von Holgi jetzt die Erklärung erwartet warum das unseriös ist und es seriöser wäre 2021 mit 2019 zu vergleichen. Merke: Den Bullshitdetektor auch dann nicht abschalten wenns die eigene Meinung bestätigen würde. Vielleicht grade dann nicht.

    1. Matt Sinclair sagt:

      Sehe ich anders. Die Regierung hat sich ja dafür auf die Schulter geklopft, wie toll sie 2020 die Ziele eingehalten hat. Dann kann man ihr jetzt auch den knallharten Kontrast vor den Latz knallen. Und sie auch seriös dafür verantwortlich machen, denn sie hat NICHTS dafür getan, die Corona-Situation wenigstens aus Klimasicht zu nutzen. Also diesen bisher größten Einschnitt in unser gesellschaftliches Leben als Auftakt für den nötigen Systemwandel zu nutzen.
      Oder im Kleineren, die Rettungsschirme daran zu knüpfen, dass der Neuaufbau der geretteten Branchen nur mit nem Klimakonzept als Bedingung einhergeht.

    2. Florian R. sagt:

      Die Bezugsgröße wird in dem Artikel leider nicht genannt und damit ist die Angabe nicht eindeutig. Es ist aber auch denkbar, dass der CO2 Ausstoß 2021 so viel stärker ist, dass sie auch beim Bezug auf 2019 noch richtig ist. Ich zitiere aus dem Artikel:
      „Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wetterbedingt 6,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

      Im Gegenzug laufen konventionelle Kraftwerke häufiger. Der Energiekonzern RWE hatte mitgeteilt, dass seine Stromproduktion aus Braunkohle im ersten Halbjahr fast 50 Prozent höher war als im Vorjahreszeitraum.“
      Das hört sich nicht gut an.

  4. Uwe sagt:

    Zum Thema Afghanistan

    Ihr Beiden seid ja Fans des westlichen Bündnis, bekannt als NATO. Aus diesem Grund wird mein Kommentar von euch wahrscheinlich nicht veröffentlicht werden.

    Es sind die Dinge genau so eingetreten wie es u.a. Peter Scholl Latour und andere Kritiker dieses Einsatzes beschrieben haben. Der schnelle Vormarsch der Taliban ist keine Überraschung. Viele Afghanen betrachteten das westliche Bündnis als Besatzungsmacht und vor allem in den ländlichen Gebieten hatte die Taliban noch großen Zuspruch. Nun frage ich euch, was der ganze Einsatz in den 20 Jahren gebracht hat außer, eine Viertelmillion Tote (davon 59 tote Bundeswehrsoldaten) und alleine 12,5 Milliarden € Kosten für Deutschland?

    „Die westliche Welt hat nach der Landung in der Normandie, die eine Meisterleistung war, keinerlei große Schlacht mehr gewonnen. Israelis sagten, die asymmetrische Kriege wie in Vietnam, stellen die westlichen Armeen vor einer unlösliche Aufgaben. Die westlichen Armeen werden darin zermürbt. Die westlichen Armeen stehen vor unlösbare Aufgaben. Einen Krieg in Afghanistan kann die westliche Welt nicht gewinnen, so wird das in höchsten militärischen Kreisen der USA diskutiert!“

    Dr. Peter Scholl-Latour bei seinem Vortrag „Siegen in Afghanistan“ (Universität Duisburg/Essen, 3.12.2009)

    https://youtu.be/k8jR09wsqIE
    https://www.merkur.de/politik/kriegsgott-blickt-afghanistan-zr-474995.html

    1. Katrin sagt:

      du kannst Unterstellungen gerne sein lassen, dann steigen deine Chancen rapide, dass dein Kommentar hier veröffentlicht wird.

  5. Gordon sagt:

    Ach Holger, so sehr ich Deine pointierte Darstellung in der Regel schätze, Deine Geschichte Afghanistans ist dann doch ein bisschen stark verkürzt. Ich weiß nicht ob die Lücke, die Du zwischen dem Abzug der Briten und dem Einmarsch der Sowjetunion lässt von mangelndem Interesse für Vorgänge zeugt, an denen keine fremde Macht beteiligt war oder ob dadurch nur deutlich gemacht werden soll, dass das Afghanische Schlamassel aus Deiner Sicht mit dem Sowjetischem Engagement 1979 begann.
    So simpel ist jedoch nicht. Wie so oft! Tatsächlich begann der Bürgerkrieg mit einer Revolution gegen die Monarchie in Afghanistan 1973 bzw. bereits davor im Widerstand gegen das Königshaus. Die nächste Eskalation folgte dann 1978 durch eine weitere sogenannte Revolution in deren Folge sich dann die Sowjetunion dann, nach einem weiteren Putsch gegen den ihnen nahestehenden Präsidenten in diesen Krieg hineinziehen ließen.
    Und mit dem Abzug der Sowjets kehrte ja auch keine Ruhe ein bis plötzlich die Taliban kamen, sondern es war ein konstanter Bürgerkrieg erst drei Jahre gegen das sowjetfreundliche Regime, dann die Warlords untereinander und schließlich gegen die Taliban. Erst nach deren Machtübernahme kehrte dann eine Art Grabesruhe ein mit einzelnen Widerstandsnestern bis dann 2001 endlich wieder ausländische Mächte mitmischten.
    Alles in allem gehen die verschiedenen Feindseligkeiten wohl schon bis in die 60er Jahre zurück und hörten eigentlich nie auf.

    1. Norbert sagt:

      Passend dazu hat mir YouTube dieses Video vorgeschlagen, in dem diskutiert wird, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Untergang von Imperien und ihrem Engagement in Afghanistan gibt: https://youtu.be/H-4Xzszp3lw

  6. annika sagt:

    Danke für den Link zur Studie über den Zuzug nach Dresden. Ich finde es gibt da einen Haken.

    Die hergestellte Korrelation, das seit Pegida weniger Zuzug nach Dresden erfolgte, basiert ausschließlich auf der Auswertung von Zuzugsdaten der Meldeämter. Es wurde aber offenbar keine Befragung von jungen Leuten vorgenommen, was ihre Gründe sind nicht nach Dresden zu ziehen. Weitere mögliche Faktoren wurden offenbar auch nicht als Ursachen untersucht, wie z.B.:

    – zunehmende Wohnungsknappheit und steigende Mieten in Dresden
    – demografische Entwicklung (Post-Wende Geburtenknick)
    – evl. Zulassungsänderungen an Dresdner Hochschulen

    Pegida mag ein Grund für den Rückgang sein, aber die Studie belegt das meiner Meinung nach nicht schlüssig.

  7. Yan Nick sagt:

    Bedenklich finde ich, dass Holger, dessen Meinungen ich häufig sehr schätze, aufspringt auf den Zug die Bundeswehr von aller Verantwortung für das Afghanistandesaster auszunehmen. die Bundeswehr hat vielleicht das Chaos am Flughafen in Kabul nicht zu verantworten, hat allerdings in ihrem 20jährigen Einsatz kaum Erfolgsgeschichten aufzuweisen und selbst eine Vielzahl an zivilen Opfern verursacht. Es sollte doch sehr aufgepasst werden, dass der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr nicht zu einer modernen Dolchstoßlegende wird. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan war erfolgreich oder wäre erfolgreich gewesen, hätten nicht die Alliierten Kräfte, insbesondere die USA, sich als unstete Partner erwiesen und damit das Scheitern der Mission zu verantworten. Man mag zu dem Afghanistaneinsatz stehen wie man will, aber militärisch erfolgreich war er nie.

  8. Lars C. sagt:

    Beim Thema GeoEngineering sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Wenn hierbei irgendetwas schiefläuft, ist das in aller Regel nicht mehr rückgängig zu machen.

    Der Gedanke, die Atmosphäre regelmäßig mit Sulfat Aerosolen zu impfen, deren Wirkung nur von begrenzter Dauer ist, klingt erstmal sehr verlockend unter diesem Aspekt. Es gibt jedoch hierbei mehrere Nachteile:

    Die räumliche Verteilung der induzierten Abkühlung ist nicht als gleichwertiger Counterpart zur Erwärmung durch Treibhausgase zu betrachten. Dies liegt in der Physik begründet. Mit den Sulfat-Aerosolen wird das einfallende Sonnenlicht reduziert. Beim Treibhauseffekt hingegen wird die Abstrahlung der Wärmeenergie von der Erdoberfläche blockiert. Diese beiden Effekte sind räumlich unterschiedlich stark ausgeprägt, was dazu führt, dass sich lokal betrachtet das Klima ändern wird. Einige Gegenden werden wärmer, andere deutlich kälter werden. Hier lediglich auf die globale Durchschnittstemperatur zu achten, die man erreichen will, verschließt den Blick auf regionale Probleme, die sich aus der Maßnahme ergeben würden. Es wird vermutet, dass sich einige Gebiete deutlich schneller erwärmen werden als dies ohne Atmosphärenimpfung der Fall wäre. Bspw könnten wir die Destabilisierung des westantarktischen oder grönländischen Eisschilds und somit den Anstieg des Meeresspiegels beschleunigen. In anderen Gegenden könnte Trockenheit verstärkt werden und Dürren schlimmer werden.

    Langfristig wäre mit Absinken der Partikel aus den oberen Atmosphärenschichten zudem wieder mit Saurem Regen zu rechnen. Inwiefern die SulfatAerosole beim Thema Ozonloch mit reinwirken (können), ist scheinbar ebenfalls noch nicht klar.

    Ich beziehe mich auf den Beitrag „Propheten der Untätigkeit – Die Propaganda von der technischen Beherrschbarkeit der Klimakrise“ von Michael E. Mann aus „Blätter für deutsche und internationale Politik, Ausgabe 8/21“ Seite 57 ff

  9. PaulK sagt:

    Hey, hey, erstmal Danke für die Folge. Bin heute erst dazu gekommen diese zu hören und hab ein paar Anmerkungen/Links für Euch, die ggfs. sinnvoll sind:

    Zu Afghanistan empfehle ich nen Video von einem Bundeswehr-Offizier, der vor Ort war:
    https://www.youtube.com/watch?v=UCg30D8Y3rM

    Interessant finde ich hierbei, dass er sagt, dass er 2015 (?!) – nach 14 Jahren NATO in Afghanistan – durch Dörfer gefahren ist, die vorher noch nie einen ISAF-Soldaten gesehen haben. Auch die Situation bzgl. der Geländegängigkeit war mir persönlich so nicht bekannt: So liegen alle Hauptstädte auf einer „Ring-Straße“ – der Rest ist im Grunde „wasteland“ und nur schwer zugängig. 70-80% der Bevölkerung hat weder Strom noch fließend Wasser.

    Ob die Bundeswehr nun erfolgreich war oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Am Ende ist es eine Parlamentsarmee – ich sehe hier nicht die Schuld bei der Bundeswehr und erst recht nicht bei den Soldaten, die vor Ort gedient haben, sondern bei unseren Politikern.
    Ich kenne einige Soldaten, die in Afghanistan waren und das sind alles genau die Leute, die du dort vor Ort haben willst. Die haben dort wirklich geholfen und das bestmögliche im Rahmen ihrer Aufgaben gemacht. Es ist beschämend, wenn wir dort unsere Jungs und Mädels hinschicken und diese hier so nieder gemacht werden.

    Politisch gesehen ist Afghanistan nun unter den Taliban auf einer Linie mit Saudi-Arabien und Katar – und mit denen machen wir ja gerne Geschäfte.

  10. PaulK sagt:

    @Karin: nehmt mal Gamestop und AMC Entertainment mit in eure Berichterstattung auf. 🙂

  11. DoktorBumblebee sagt:

    Hallo zusammen,

    Riesenkompliment an Eure Sendung, auf die ich erst vor Kurzem von einem Bekannten aufmerksam gemacht wurde. Dennoch kann ich mir einen kurzen Klugscheißer-Kommentar zu einem Begriff, der in der Sendung bei der Demenz genannt wurde und im Volksmund immer wieder auftaucht aber dadurch nicht richtig wird, nicht verkneifen:

    Dehydrierung ist ein chemischer Prozess, der Wasserstoff entfernt und damit z.B. aus gesättigten Fettsäuren ungesättigte Verbindungen generiert. Der Wassermangel im Körper hingegen (und darum ging es in der Passage) ist die Dehydration, Dehydratation oder Dehydratisierung.
    Mir ist bekannt, dass auch Mediziner diese Begriffe nicht richtig verwenden, aber das liegt dann wohl eher an der nachvollziehbar mangelnden chemischen Grundbildung, die in der Regel aus lediglich einer 1-semestrigen Vorlesung besteht… und keine Bange, das kommt nicht aus Wikipedia-Einträgen sondern das ist mein Job…

    Viele Grüße und macht weiter so! Habt einen weiteren Unterstützer auf jeden Fall gewonnen. Es bräuchte echt mehr von solchen Berichterstattern.

  12. Dirk sagt:

    Der Bär ist gemütlich? 😉
    Es geht um die Markterwartung: Steigende (bullisch) oder fallende (bärisch) Kurse.

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