Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Trump-Wahnsinn, Klima-Hoffnung, Papst-Getwitter

| 41 Kommentare

Links und Hintergründe

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41 thoughts on “Trump-Wahnsinn, Klima-Hoffnung, Papst-Getwitter

  1. Truhe sagt:

    “Was Softwareentwickler nämlich immer machen: Dokumentation”

    Herrlich!

    1. Holger Klein sagt:

      In meiner Projektmanagementwelt ist das so!!1! 😀

      1. Der große Nagus sagt:

        *lacht in Ferengi*
        Holgi, du hängst zu viel mit Tim rum…

  2. Max sagt:

    “wir wollen unbedingt einen Deal haben, aber nicht um jeden Preis” Was für ein genialer Satz 😀 Bei 52:20

  3. jan sagt:

    Ich finde Freihandel gut, wenn alle Teilnehmer
    eine ausgeglichene Handelsbilanz haben.

    1. Titus von Unhold sagt:

      Das funktioniert aber schon wegen der Saldenmechanik nicht. Deswegen sehen die Target2-Salden auch so aus, wie sie aussehen. Der benötigte Ausgleich kann nur stattfinden wenn Geld auf irgend eine Art (Bankenkrise, Rezession, Krieg) verbrannt wird und die Politik gleichzeitig nichts dagegen unternimmt.

  4. Bernd sagt:

    Wer ist denn der Twitter-Papst, Holger?
    Vielleicht der Naidoo? Der redet auch oft von Gott und ist etwas wunderlich.
    Ist aber eher so das Benedikt XVI-Modell.

    … es ist ist Trump, oder? Oh verdammt, es ist Trump …

  5. Hagen sagt:

    Es wird im Moment gerne erzählt, es habe in Berlin seit 70 Jahren keine Sperrstunde mehr gegeben.

    In Berlin gilt aber laut Gaststättenverordnung vom 10.09.1971 eine Sperrstunde von 05:00-06:00 Uhr, also mindestens seit fast 50 Jahren. 🙂

    Hier der Link zur Verordnung:
    http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=GastV+BE+%C2%A7+6&psml=bsbeprod.psml&max=true

    Einfache Regeln, um effiziente Kontrollen zu ermöglichen: das wünsche ich mir auch für den Nichtraucherschutz. Einfach überall das Rauchen verbieten, wo ein Dach drüber ist, plus 10m.

  6. Peter sagt:

    Zu eurem etwas schnippischen Kommentar, dass Plexiglas sinnlos sei, weil es nicht gegen die Aerosole helfe: nach meinem Kenntnisstand halten auch Masken den Großteil des Aerosols nicht auf, sondern leiten es eher über die seitlichen Ränder ab. Es verbreitet sich vielleicht etwas langsamer und weniger weiträumig als ohne Maske, aber so entscheidend schien mir der Unterschied bei dem, was ich auf die Schnelle gefunden habe, jetzt nicht zu sein. Habt ihr da andere Informationen?
    Ich dachte auch, Plexiglas zielt in erster Linie darauf ab (wie Masken letztlich auch), insbesondere die größeren Partikel beim Sprechen/Niesen/Husten aufzuhalten, da besonders in diesen auch mehr infektiöses Virusmaterial enthalten ist.

  7. hilti sagt:

    Holgi, kannst Du mal erklären warum Du die Verschwörungstheorie, dass Trumps Corona ein Fake ist für plausibel hälst? Ich seh keinen Grund, der dafür, dass es ihm einen Vorteil bringt, aber mehrere dafür, dass es ein Nachteil für ihn ist.

    1. Martino sagt:

      Die Diskussion um seinen katastrophalen Auftritt beim ersten TV-Duell kam schlagartig zum Erliegen.

    2. Holger Klein sagt:

      Wahlweise: “Seht her! Wenn ich sogar Covid19 besiegen kann, kann ich auch Amerika wieder great machen!” oder “Seht ihr, das ist nämlich gar nicht so gefährlich, wie alle immer behaupten!”.

      Welche Gründe siehst Du denn zu seinem Nachteil?

      1. hilti sagt:

        1. Wie wir aus dem Buch seiner Nichte wissen gelten in der Familie Krankheiten als Schwäche, die möglichst versteckt werden müssen
        2. Es lässt ihn dumm aussehen. Er hat Covid 19 die ganze Zeit runtergespielt, sich Masken verweigert, Vorsichtsmaßnahmen der Gouverneure unterminiert und jetzt hat er es sich selbst eingefangen. Und dann trifft es ihn sogar noch so ernst, dass er tagelang ins Krankenhaus muss und eine experimentelle Behandlung nötig ist. War wohl doch nicht so harmlos wie er immer sagte.
        3. Er musste Corona aus dem Wahlkampf raushalten, weil es DAS Thema ist wo die Wähler seine Kompetenz am schlechtesten schlechtesten einschätzen und er nur bei Wirtschaft im Vergleich zu Biden punkten kann. Und jetzt wird seit seiner Diagnose wieder fast nur noch über Corona und den Umgang der Republikaner damit geredet.
        4. Er kann keinen Wahlkamp machen. Er sitzt seit 10 Tagen in Quarantäne und kann weder seine Rallys, die er anscheinend liebt, noch Fundraiser veranstalten was schön blöd ist, weil ihm das Geld für die Wahlwerbung ausgeht. In Ohio und Iowa hat sein Team grade schon gebuchte Fernsehwerbung für über 10 Mio Dollar gecancelt.
        5.Die zweite Debatte musste gestrichen werden. Er glaubt ja immer noch, dass er die erste Debatte gewonnen hat bzw. behauptet er das und wollte unbedingt, dass die zweite stattfindet.

        Gut, 1 und 2 kann man noch runterspielen, aber 3 und 4 sind enorm wichtig.

        Übrigens hat er vor ein paar Tagen mit Rush Limbough ein Telefoninterview gegeben wo er sagte, dass es ernst war. Kann natürlich wie üblich bei ihm gelogen oder übertrieben sein, aber widerspricht der Verharmlosung vor seiner Infektion.

  8. Gordon sagt:

    Hey Ihr beiden!
    Erzählt Ihr uns mal was zum Arzach-Konflikt bzw. zum Aserbaidschanisch/Türkisch-Armenischen Krieg?
    Der Konflikt findet leider in der Berichterstattung bei uns kaum statt und wenn, dann gewinnt man den Eindruck als wenn beide Seiten irgendwie gleichverantwortlich für die Situation seien.
    In meiner Blase finden aber auch Martin Sonneborn und sein Büroleiter Dustin Hoffmann statt (gut bei Twitter zu verfolgen) und deren Einschätzung ist eindeutiger und nennt das Verhalten Aserbaidschans einen unprovozierten Angriffskrieg. Bei diesem werden sogar Raketen und Splitterbomben auf Stepanakert der Hauptstadt von Arzach auf eindeutig zivile Ziele geschossen.
    Ich würde mich über ein wenig Hintergrund und Einschätzung von Euch freuen bzw. wundere mich das es bisher noch nicht bei Euch geschehen ist.
    Viele Grüße und macht weiter so!

    1. Titus von Unhold sagt:

      Völkerrechtlich gehört Bergkarabach zu Aserbeidschan und ist von Armenien anaktiert/besetzt, die Kriegshandlungen waren nie beendet und es gilt seit 1991 das Kriegsvölkerrecht. Aserbeidschan hat somit jederzeit das Recht seine Gebiete mit militärischen Mitteln zurück zu erobern. Somit hat Sonneborn (ausnahmsweise) unrecht.

      https://www.youtube.com/watch?v=tIZV2XYaetg (arte Erklärbär, aktuell)
      https://www.youtube.com/watch?v=lxaSCYqQ3Xg (Deutsche Welle, über fünf Jahre alt)

      1. Uwe sagt:

        Demnach hat auch Syrien das Recht, die Golanhöhen, die durch Israel währen des 6 Tage Krieges 1967 besetzt und anektiert wurden, mit miltärischen Mitteln zurückzuholen?

        1. Titus von Unhold sagt:

          Grundsätzlich: Ja. Derzeit steht dem aber eine UN-Resolution als völkerrechtlicher Vertrag entgegen.

      2. Norbert sagt:

        Das Problem gibt‘s leider an vielen Ecken der Welt: Völkerrecht vs. Selbstbestimmungsrecht der Völker. Beim Kosovo hat man z.B. dem Selbstbestimmungsrecht den Vorrang gegenüber den völkerrechtlich geltenden Grenzen gegeben. Was spricht dagegen, das für Arzach genauso zu lösen?
        Zumal der Einwand, dass die Grenzen (nicht nur) im Kaukasus von der Sowjetunion absichtlich so gezogen wurden, dass jede Republik, die auch nur darüber nachdachte die UdSSR zu verlassen, sich sofort mit einem Dutzend interner Konflikte konfrontiert sehen musste, kaum von der Hand zu weisen ist.

      3. Gordon sagt:

        Darum hätte ich gerne eine Einschätzung von jemandem, dessen Meinung ich schätze.
        Denn nach Deiner Argumentation ist es okay, dass Aserbaidschan mit tödlichen Waffen gegen “seine” Bevölkerung vorgeht.
        Warum ist Belarus gerade in den Nachrichten? Da sind es doch “nur” Schlagstöcke und Reizgas.

        1. Titus von Unhold sagt:

          Man muss da Kriegsvölkerrecht und Politik auseinander halten. Gemäß Kriegsvölkerrecht treten Kombatanten gegeneinander an (die es sich ausgesucht haben Soldat zu sein) und nicht die Völker. Wenn dort Völkerrechtsverbrechen geschehen, ist das was anderes und in Den Haag zu betrachten.

          Und Belarus ist wiederum weder vergleichbar, noch ähnlich gelagert. Denn da haben sich auch keine zwei Parteien gegenseitig den Krieg erklärt.

  9. Hallo ihr zwei,
    als jemand, der sich mit Trauma befasst, ist es für mich mehr als schwierig, den Begriff Retraumatisierung im Zusammenhang mit solchen gesellschaftlichen Prozessen zu hören.
    Sicherlich ist die gesellschaftliche Angstverarbeitung sehr verwandt, mit der, die auch im Bereich Trauma zu erkennen ist. In grosser Angst reagieren wir alle mit Prozessen, mit denen auch Traumatisierte Menschen reagieren. Aber: Nein, wir retraumatisieren uns nicht gegenseitig.
    Dieser Begriff sollte Menschen vorbehalten bleiben, die sich wirklich in lebensbedrohte Situationen zurückversetzt fühlen. Die Verwendung in diese gesellschaftliche Prozesse entwertet meiner Meinung nach, das Erleben wirklich traumatisierter Menschen.

  10. Andre sagt:

    Eine klitzewinzige Korrektur hätte ich anzumerken, und zwar zu Greta Thunberg. Die hat sich meines Wissens nicht vor die Schule, sondern das Parlamentsgebäude gesetzt, als sie anfing die Schule zu bestreiken. Die Idee dafür wäre ihr von den Parkland-Kids(*) gekommen, die aus Protest auch mal alle die Schule verlassen haben. Und die größte Errungenschaft für sie war, als sich der erste Mensch zu ihr gesellte, weil das ja bereits eine Verdoppelung der da sitzenden Personen gewesen ist.

    (*) Parkland war die Schule in Florida, wo am 14.2.2016 einer rumgeballert hat, und wo die Überlebenden nicht einfach weitergemacht haben, sondern einen größeren Protest begonnen haben. Inzwischen sind die nicht mehr in den Nachrichten.

  11. Hermann sagt:

    Hallo Ihr Beiden,
    -mal als Fakt (wenn ihr Eurem Link folgt), Greta saß vorm dem Schwedischen Parlament und nicht vor ihrer Schule!
    -Ich habe den Eindruck, dass sehr viele Menschen die sich für einen Wandel in dem Umgang mit unserer Umwelt engagieren entweder ignoriert, ausgelacht und/oder kriminalisiert werden. Und wir reden mal hier von einem Zeitraum von über 40 Jahren!!

  12. Martino sagt:

    Beherbungsverbot:

    Ich sehe hier vor allem einen indirekten Nutzen: Durch das Beherbungsverbot werden (innerdeutsche) Reisen schwieriger, sodass sich das Virus nicht in Zügen, Flugzeugen etc. verbreiten kann. Allgemein nimmt die Reiseaktivität aus und in Risikogebiete dadurch sicherlich stark ab, d.h. die Bevölkerung wird weniger durchmischt.

    Und ganz nebenbei erhöht sich auch der Druck auf Risiko-Kommunen, ihre Infektionszahlen deutlich zu senken. Bisher sucht ja jeder Landrat vor allem Ausreden, warum in seinem/ihrem Landkreis die 50 Infektionen nun kein Problem sind. (“Ist ja nur im Fleischbetrieb, und da arbeiten nur Ausländer, die sowieso in ihrem Getto bleiben.”)

    1. Holger Klein sagt:

      Die Urlaubsreisen werden weniger, aber die restlichen Reisen halt auch nicht – und die Zahlen steigen ja nicht wegen der Urlaubsreisen. Auf Twitter schrieb mir eine, sie käme aus einem Risikogebiet und dürfe in einem anderen Bundesland zwar ein dreitätiges Seminar in einem Hotel abhalten, im selben Hotel aber nicht im Einzelzimmer übernachten. Da erscheint es mir wesentlich sinnvoller, AHA robust durchzusetzen.

      Das mit dem Druck auf die Kommunen allerdings ist ein sehr guter Grund – und mir fällt auch kein besserer ein, wie man solcherlei Druck erzeugen könnte.

      1. Martino sagt:

        Deine Twitter-Userin kann aber nur begrenzt weit reisen, um ihr Seminar anzubieten. Das gleiche gilt für die Teilnehmer.

        Und es geht hier nicht nur um Urlaubsreisen – Geschäftsreisen dürften ein viel größeres Problem sein.

        Aber ich gebe dir recht: Die größte Gefahr in einem Hotel ist wohl das Buffet, und stattdessen könnte man den Gästen einfach Pakete bereitstellen, die sie auf ihrem Zimmer oder unterwegs essen.

      2. Andreas sagt:

        Ich hoffe, dass das Beherbergungsverbot am Mittwoch gekippt wird, da die Maßnahme keinen wirklichen Nutzen bringt, Praxen mit unnötigen Coronatest überlastet und die Testkapazitäten bindet, die woanders viel dringender gebraucht werden. Außerdem hat das Hotelgewerbe jetzt mit einer Stornierungsflut zu kämpfen, die Gäste verärgert, weil diese unter umständen auf den Stornokosten sitzen bleiben, vom ganzen Mehraufwand, das Verbot durchzusetzen, der ganze Schrift- und Telefonverkehr ganz zu schweigen. Durch den Lockdown im Gastgewerbe fehlen die Einnahmen, die jetzt noch weiter zurückgehen werden, weil immer mehr Risikogebiete dazukommen. Brandenburger Hotels haben zum Teil mit großen Umsatzeinbußen zu kämpfen, weil ein Großteil der Gäste aus Berlin ihren Urlaub und ihre Freizeit in Brandenburger Hotels verbringt und das ausgerechnet vor Beginn der Herbstferien.

        Die bittere Konsequenz wird sein, dass am Ende des Jahres 80% der Hotels- und Gaststätten insolvenz anmelden müssen, weil Fixkosten nicht mehr beglichen werden können. Zur Zeit bereitet sich die Branche übrigens auf weitere Kurzarbeit vor, weil die steigenden Corona-Zahlen belegen, dass die Situation eher schlechter als besser wird.

      3. David sagt:

        Glaubt hier jemand ernsthaft, daß vor März wieder Berlin-Bezirke wie Mitte oder Neukölln planbar unter die 50er Schwelle fallen, so daß man gutem Gewissen einen Aufenthalt planen kann?
        Das ist jetzt für Monate gegessen. Die Hotels hier werden reihenweise krachengehen – sofern sie nicht einer potenten Hotelkette angehören, die auch gewillt ist, diese Hotels jetzt für Monate still zu legen und die Kosten trotzdem trägt.

        Oder sie finden auch wieder Ausreden, warum bestimmte Reisen dann doch nicht so schlimm sind. Wasweißich – eine 3 Tage-Regel, damit sie wenigstens Wochenend-Touris und kurze Geschäftsreisen haben? Die haben sonst keine Lust nach dem Kurztrip für 14 Tage in Quarantäne zu gehen, also bleiben sie aus.

        Wird ruhig hier werden in der Stadt. Zählt schon mal die Rollter, die verschwinden auch bald wieder.

        1. Holger Klein sagt:

          Ich vermute, das das mit Schnelltests geregelt werden könnte (sofern davon ausreichend verfügbar werden): Einmal am Tag testen und wenn negativ, darf man bleiben oder sowas. Die Dinger sollen unter zehn Euro pro Stück kosten, so dass das locker in eine Übernachtung einpreisbar wäre.
          Bloß, was will man als Tourist an einem Ort, an dem man kaum was unternehmen kann, weil man sich in geschlossenen Räumen einem Infektionsrisiko aussetzt und es draußen viel zu ungemütlich ist, was gerade in Berlin ja von November bis März der Normalzustand ist. Ich schätze, da werden nicht nur Hotels sondern auch reichlich andere Gaststätten über die Klinge springen. Vom Einzelhandel ganz zu schweigen – wobei ich da eh den Eindruck habe, wir hätten viel zu viel davon (der Blick funktioniert allerdings auch nur, solange man ausblendet, dass da Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen 🙁 ).

          1. Titus von Unhold sagt:

            Sind es die “Arbeitsplätze” wirklich wert erhalten zu werde oder wollen wir die Leute nicht lieber durchfüttern? Welzer würde mit Selbstwirksamkeit Argumentieren und Sell würde sagen dass die Gastro in den letzten Jahren nur deshalb so explodiert ist, weil das Personal dort vom Kaufkraftzuwachs abgekoppelt ist.

          2. Holger Klein sagt:

            Wenn wir sie denn tatsächlich durchfüttern würden – aber das zu tun, weigern wir uns letztlich ja auch, wenn man mal vom vereinfachten Zugang zu Hartz4 absieht. Selbstwirksamkeit geht auch, wenn man von Stütze lebt, man muss sich dazu nur andere Quellen suchen als den Job.
            Ich tu mich immer sehr schwer damit, sowas zu diskutieren, weil es mir selbst momentan finanziell zwar schlechter, aber immer noch sehr gut geht. Eigentlich müsste diese Debatte von den Betroffenen geführt werden, denn ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, wie es ist, auf einen McJob tatsächlich angewiesen zu sein; aus welchen Gründen auch immer.

    2. Martino sagt:

      https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88747626/corona-ausbruch-wie-sich-berlin-hamburg-und-co-die-zahlen-schoenrechnen.html
      Hier noch ein Beispiel zu dem beschriebenen Schönreden (oder in diesem Fall Schönrechnen) der eigenen Infektionszahlen. Zugegeben, die beschriebenen Effekte halten sich in Grenzen. Zeigt aber trotzdem, wie verzweifelt man ist, bloß nicht offiziell über dem Grenzwert zu liegen.

  13. der Holger sagt:

    zum Thema sars cov-2

    hier eine Info vom RKI (durchaus seriös und ohne framing)

    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/38_20.pdf?__blob=publicationFile

    Seite 7 als Diagramm beachten. da ist ersichtlich wo derzeit (Dokument ist Mitte September) die Fälle von Infektion – das ist ungleich Erkrankung – stattfinden.

    und eben dort und sonst nirgends lohnt sich starker Schutz. Derzeit kritisch fast nur privater Haushalt.
    Leider sind die politischen Entscheidungen nur Beschränkungen etwa Veranstaltungen Schule oder öffentliche Orte.
    Es lohnt sich also dort über Erleichterungen nachzudenken.
    Nur eine ständige Anpassung ist sinnvoll. Unnötige Beschränkungen sogar negativ weil Akzeptanz total schwindet.

    1. Holger Klein sagt:

      Da drängt sich mir ja die Frage auf, wer das Virus von woher überhaupt in die privaten Haushalte einschleppt. Dass sich das ausgerechnet durch private Besuche verbreitet, erscheint mir irgendwie unplausibel.

      1. der Holger sagt:

        so direkt zweifle ich die Auswertungen vom RKI nicht an.
        aber korrekt: auch Zweifel am RKI muss erlaubt sein.

        was ich kritisiere ist eher die Reaktion der Politik. Da werden Beschränkungen in Bereichen getroffen die kaum Auswirkung haben.

        Ich selbst wünsche mir keine totale Isolation und daraus folgt auch keine totale Gesundheit.
        Lebensrisiko und -freude muss erhalten bleiben.
        Solange Rauchen, Alkohol, Fehlernährung, Bewegungsmangel, Extremsport, Holzofen, Strassenverkehr, usw erlaubt bleibt ist totale Gesundheit sowieso nie real.

        1. Holger Klein sagt:

          Schöner Strohmann, deine “totale Gesundheit”. Zieht bloß nicht.

          Deine Vergleiche ziehen übrigens auch nicht, denn gegen die Risiken, denen denen man ausgesetzt ist, weil andere Menschen rauchen, trinken, sich falsch ernähren, sich zu wenig bewegen, Extremsport treiben, einen Holzofen betreiben oder mit dem Auto fahren, kann man sich wirkungsvoll selbst schützen. Der Lebensfreunde, mit einer potentiell tödlichen Krankheit angesteckt zu werden, ist man dagegen schutzlos ausgeliefert.

          1. der Holger sagt:

            im Prinzip ja:

            beim Rauchen konkret nein. Passivrauch lässt ja gerade andere erkranken.
            auch der Holzofen schädigt direkt andere (ist da wie Rauchen) und zusätzlich entsteht bezogen auf Heizwert erheblich mehr CO2. Also sogar Klimaschaden.
            Auch Strassenverkehr schädigt andere.

            was politische Massnahmen angeht:
            Beherbergungsverbot ist aktuell ja gerichtlich ausgesetzt (evtl. sogar bundesweit) weil keine Begründung vorhanden ist. Auch da wird auf RKI und die Daten wo Ansteckungen erfolgen hingewiesen.

            ganz allgemein: der Staat und Regierung hat noch nie die Aufgabe gehabt für die Gesundheit des Einzelnen zu sorgen.
            Es geht stehts um Allgemeinheit, Dabei ist Gesundheit finanziell durchaus allgemein, weil die Behandlung über Sozialsystem auf alle verteilt wird. Nur wenige (Privatversichert) beteiligen sich nicht am Sozialsystem.

            hmmm? eigentlich ist Gutpflicht nach meiner Argumentation Unsinn. Denn es schützt ja denjenigen der Unfall baut und nicht andere. Trotzdem gibt es Gurtpflicht.
            Aber witergedacht sollte der Staat (vom Gedanken an Gurtpflicht) dringend:
            Bewegungspflcht, Fehlernährungsverbot, Extremsportverbot usw. durchsetzen. Denn der Schaden geht zwar gesundheitlich zum Einzlenen aber die Behandlung zur Last der Allgemeinheit.

        2. Titus von Unhold sagt:

          Welche totale Isolation? Ich habe das Gefühl, einige drehen total am Rad weil sie mal ein paar Monate nicht konsumieren können. Selbst wenn es zwei Jahre sind, ist das gemessen an der Länge eines Lebens ein Witz.

          1. David sagt:

            >Selbst wenn es zwei Jahre sind, ist das gemessen an der Länge eines Lebens ein Witz.
            Das sagt man als 60jähriger vielleicht.
            Ein 25jähriger hat noch einen anderen Horizont.

            Und wie viele Jahre hat Deutschland gebraucht, bis es ein gescheites Nichtrauchergesetz* hinbekommen hat? So viel zu anderen ausgesetzten Dingen.

            * Letztes Jahr war ich im Balkan unterwegs und hab plötzlich im Restaurant, wo ich 10min auf meine Pizza warten mußte, schon wieder 4 Zigaretten passivgeraucht. Hat man ganz verdrängt, wie gut das hier geworden ist. Da war kein Entkommen… jeder mußte die Wartezeit ja überbrücken….

          2. Titus von Unhold sagt:

            Ich sage das mit 36. Und zwar aus voller Überzeugung. Wenn ich neben Italien die iberische Halbinsel sehe und jetzt wieder Frankreich und auch die anderen Nachbarn, dann muss ich mich echt fragen ob die Leute einfach nur (nicht sorry) verblödet sind? Haben die Leute wirklich geglaubt das wäre nach drei Monaten gegessen? Oder wollen die alle was erben?

            Die Wahl ist doch relativ Eindeutig: Entweder frühzeitig sanfte Maßnahmen und einfach mal ein paar Monate etwas weniger Spaßgesellschaft zur allgemeinen Betäubung – oder Zustände die in eine Art der ökonomischen Kriegswirtschaft münden.

            Klar, man kann das natürlich auch wie in Schweden machen. Nur hat das in einem wesentlich dichter besiedelten Land in dem 54% über 60, 60% Adipös oder Präadipös und 18% Lungenkrank sind nochmal einen ganz anderen Ausgang. Im Spiegel war gerade ein Artikel dazu wie erfolgreich Schweden im Scheitern war.

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