Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Sachsen rechts unten, Bürgergeld und Arbeit, Israel, Bahn, Brasilien, Thermomix und Frag den Staat

| 18 Kommentare

Neues vom Europäischen Klimawandel-Dienst Copernicus, die Generation Mitte, Sachsen rechts unten, Demokratie machen, finnischer Optimismus, Israel, Bürgergeld und Arbeit, schlimme Bahn, Thermomix, Sham Jaff zu Brasilien, Fonseca und eine gute Nachricht.
Mit einem Faktencheck von Katharina Alexander und einem Limerick von Jens Ohrenblicker.

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Links und Hintergründe

Copernicus

Generation Mitte

Rechts unten

Finnischer Optimismus

Israel

Arbeiten oder Bürgergeld

Bahn ganz schlimm

Thermomix

Sham Jaff zu Brasilien

Fonseca

Gute Nachricht

Der Faktencheck von Katharina Alexander

18 thoughts on “Sachsen rechts unten, Bürgergeld und Arbeit, Israel, Bahn, Brasilien, Thermomix und Frag den Staat

  1. Jens sagt:

    Sorry, aber die Antifa ist für mich keine seriöse Quelle, da diese selbst Gewalt z.B. gegen AFD-Politiker ausüben.

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/angriff-afd-antifa-landtag-100.html

    Schaut man sich die von der Bundesregierung vorgelegten Zahlen näher an wurden für das Jahr 2023 zum Thema Gewalt gegen Politiker folgende Sachen erhoben. Interessant ist, dass gegen AfD Politiker mehr Gewalt ausgeübt wurde als z.B. gegen Politiker der Grünen. Allerdings sind Politiker der Grünen Partei vermehrt von Äußerungsdelikten wie Beleidigungen betroffen, wahrscheinlich weil diese Äußerungsdelikte mehr zur Anzeige gebracht werden.

    Anzahl der Gewaltdelikte

    AfD 86
    Grüne 62
    CDU 19
    CSU 2
    FDP 10
    Linke 10

    Anzahl Äußerungesdelikte

    AfD 236
    Grüne 947
    CDU 134
    CSU 65
    FDP 266
    Linke 52
    SPD 293

    „Gewaltdelikte“ umfassen laut der Bundesregierung die folgenden Deliktgruppen: Tötungsdelikte, Körperverletzungen, Brandstiftungen, Sprengstoffdelikte; Landfriedensbruch, Gefährlicher Eingriff in den Verkehr, Freiheitsberaubung, Raub, Erpressung, Widerstandsdelikte, Sexualdelikte.

    „Äußerungsdelikte“ begrenzen sich laut Bundesregierung auf: Bedrohung gemäß § 241 StGB, Beleidigung gemäß § 185 StGB, Nötigung v. Verfassungsorganen gemäß § 106 StGB, Nötigung gemäß § 240 StGB, üble Nachrede gemäß den §§ 186 ff. StGB, verhetzende Beleidigung gemäß § 192a StGB, Verleumdung gemäß § 187 StGB, Verunglimpfung gemäß den §§ 90 ff. StGB, Volksverhetzung gemäß § 130 StGB.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/101/2010177.pdf

  2. Sanddorn sagt:

    Bei Sachsen rechts unten fehlt der wichtigste Link. Ich hoffe mal das man da die PDF bald runterladen kann.

    https://kulturbuero-sachsen.de/veroeffentlichung-der-publikation-sachsen-rechts-unten-2024/

    Mit der Aussage das der Grund sei, das die Leute nicht erkannt hätten das man Dinge selbst in die Hand nehmen und die Demokratie weiter entwickeln muss, kann ich irgendwie gar nichts anfangen. Ok, die sind alle zu doof für Demokratie und nun?

    1. Holger Klein sagt:

      Kurzfristig: Die Verfassungen und Institutionen von Bund und Ländern robust machen. Mittel- und langfristig: Demokratiebildung, politische und historische Bildung gesamtdeutsch ausweiten und didaktisch zugänglicher machen, im Osten zusätzlich mit besonderem Augenmerk auf die eigene Diktaturgeschichte in der DDR.

  3. Henning sagt:

    Al Jazeera zu verbieten und damit die Pressefreiheit anzugreifen, passt nicht zu einer Demokratie, wobei ich mich frage, ob ein Ethno-Nationalstaat wie Israel, in dem es Bürger zweiter Klasse gibt, überhaupt eine Demokratie ist, so gesehen passt es ja dann wieder. Verständlich ist das Verbot allerdings vollkommen. Jetzt, da die IOF nun auch noch Rafah mit Bodentruppen angreift, möchte man den einziger Sender, der noch unabhängig aus Gaza berichtet (unabhängig im Sinne von, dass ihre Berichte nicht durch den „Filter“ der IOF läuft), nicht dabei haben.

    Auch interessant, die Idee, dass wenn Netanjahu weg ist, alles wieder gut wird. Zum einen haben die Palästiner:innen in Gaza nicht die Zeit. Sie verhungern jetzt, verursacht von Israel durch die Blockade von Hilfgütern. Ihnen werden jetzt die Bomben auf ihre Zeltstätte geschmissen. Das ist das eine, warum die Hoffnung auf ein Ende von Netanjahu, keine sein kann. Der zweite Aspekt, es gibt in Israel kein relevante progressive, linke Partei, man schaue einfach mal ins Kriegskabinett, da sitzt die Opposition mit dabei; die Unterschiede sind nur Schattierungen von mal mehr mal weniger rechts. Und der dritte Aspekt über den z.B. Gedeon Levi berichtet, weiten Teilen der israelischen Gesellschaft, sind die Palästiner:innen und ihr Schicksal egal, im besten Falle.

    Der einzige, der wirklich etwas erreichen könnte, wäre Biden. Würden die USA, die Waffenlieferungen einstellen, müsste die IOF den Krieg wohl alsbald einstellen. Und zumindest scheint er ja nun doch rote Linien ziehen zu wollen. Allerdings frage ich mich schon, warum z.B. das systematische plattmachen aller Krankenhäuser noch keine rote Linie ist. Oder die Tatsache, dass die IDF die Palästiner:innen immer weiter in den Süden getrieben haben, mit der Aussage, dort wären sie sicher und nun schmeißt man Bomben auf sie, US-Bomben! Warum ist das noch keine rote Linie? Ich verstehe es nicht.

    Ihr habt Euch gefragt, warum Biden das jetzt macht, jetzt da er doch im Wahlkampf ist. Ich vermute eher, dass der Wahlkampf der einzige Grund ist, darum er überhaupt rote Linien zieht. In einer Situation, in der wenige Stimme entscheiden können, ob ein umkämpfter Bundesstaat an Trump oder Biden geht, muss man eigentlich darum kämpfen, dass alle Biden-Wähler auch wählen gehen. Es gibt wohl eine große Zahl an Wähler:innen, die Biden nicht wählen werden, wegen seiner Politik bzgl. des Gazakriegs. Bis jetzt schien die Einstellung zu sein, dass man diese Stimmen nicht bräuchte, bzw. die Angst vor Trump schon groß genug sei. Vielleicht findet jetzt ein Umdenken statt und man erkennt, dass man vielleicht doch eine andere Politik fahren muss, um diese Wähler:innen zu bekommen. Das absurde ist, dass Netanjahu nichts besseres passieren kann, als wenn Trump gewählt würde.

    1. Holger Klein sagt:

      Woran kann ich die israelischen „Bürger zweiter Klasse“ erkennen?

  4. Fürst von Schmetternich sagt:

    Es war mal ein Uli mit Band
    – der HaPe sei hier nicht erwähnt.
    Macht Milka nicht froh,
    der Songtext ging so:
    „This is Finnish, but not the End.“

  5. Sören sagt:

    Jüngst wollte ich gegen ’nen Finnen
    im Nokia-Weitwurf gewinnen.
    Er warf 80 Meter,
    ich sagte: „Bis später!“
    und schlich mich geschlagen von hinnen.

  6. Christian sagt:

    Bezüglich der Proteste in Israel:

    Ich kann die Menschen zwar verstehen dass die jetzt unbedingt einen Geisel Deal haben wollen, aber was die Hamas da als”Kompromiss” vorgelegt hat, war für Israel einfach nicht Zustimmungsfähig. Die Hamas will u.a. Einen Großteil der Schwerverbrecher aus Israelischen Gefängnissen im Austausch haben. Außerdem will die Hamas dass Israel sich aus dem kompletten Gazastreifen zurück zieht. Was soll dann dort passieren? Komplette Anarchie an der ägyptischen Grenze? Was ist mit den Hilfslieferungen?Die israelische Armee hat hier zwar auch nicht gerade für Stabilität gesorgt, aber ohne wird es erstmal wahrscheinlich auch nicht gehen.

    Wahrscheinlich hätten die Demonstranten ihr Ziel erreicht, netanjahu
    los zu werden, falls er diesem Deal zugestimmt hätte. Er wäre politisch komplett zerrissen worden.

    Aber schauen wir uns mal im Detail an wer die Offensive auf Rafah durchführen will(wollte sie läuft ja gerade) und wer für die Ablehnung des Geiseldrama gestimmt hat. Antwort: Das komplette Kriegskabinett. Einstimmig. Überraschung: da sitzt die Opposition mit drin.

    Joe Biden hat sich in der ganze Sache im übrigen komplett disqualifiziert: sind wir ehrlich, wenn es im November keine Wahl geben würde, die Umfragen aktuell (und zwar u.a. Bei jungen Wählern wegen seiner Unterstützung für Israel) nicht so gut aus sehen würden, hätte er sich nicht so kritisch zur Rafah Offensive geäußert wie er es jetzt tut.

  7. jan sagt:

    Thema Arbeitslosigkeit:

    Mit dem Testprojekt „Jobgarantie“ hat man im österreichischen Gramatneusiedel die Langzeitarbeitslosigkeit ganz ohne Zwang erfolgreich bekämpft.

    Die Leute arbeiten ganz freiwillig in staatlichen Projektbetrieben zum Mindestlohn und werden so wieder
    attraktiv für den regulären Arbeitsmarkt. Das hat nachweislich funktioniert.
    Es ist sogar langfristig billiger als der unterhalt der Langzeitarbeitslosigkeit.

    Leider haben die dortigen neugewählten Konservativen das Projekt unter nicht näher genannten Gründen eingestellt. Warum nur ?

    Muss man Vielleicht das ganze klassistische System des „Förderns und Forderns“ mit seiner Zwangsbetreuung infrage stellen, wenn man entdeckt, das Menschen von sich aus gerne Arbeiten ?

    Der Sündenbock ist sicher auch ganz nützlich für die vertreter des Kapitals.
    Ein Chinesisches Prichwort lautet: „Erschlage das Huhn um die Affen zu erschrecken“.
    Das Huhn ist der „faule Arbeitslose“, Die Affen die Arbeitnehmer.

  8. claudia sagt:

    ich höre selten den abspann (ganz durch), aber diesmal lies ich laufen und muss mich bedanken: habe so herzhaft gelacht bei dem kommentar der bayern zu „sauberer sprache“. und der holger hat dem ganzen die krone aufgesetzt. hab mir die stelle tatsächlich mehrmals anhören müssen – traumhaft 😀

  9. Gsälzbär sagt:

    Mit unklaren Themenansagen habt ihr es euch eingebrockt. Ein Limerick in extremen Anfänger-Suomi, über einen Finnen, der nur aufgrund von Arbeitsanreizen (a.k.a. Gehalt und Kaffeepause) zum Arbeiten zu bewegen ist.

    Viel Spaß beim Vorlesen 😉

    Työmäärää minulla ei oo,
    Töitäkään paha oonoo,
    Mutta kahvitaukka
    Ja korvauksien auva
    Nyt tekee minut töihin meno!

  10. Janosch sagt:

    Es war mal ein Grantler aus Saksa,
    Der fand, dass der ESC Quatsch war.
    „Vorallem die Finnen,
    die Finnen die spinnen!“
    … es störte ihn, dass man kein‘ Sack sah.

    und um jeder Verwirrung entgegenzuwirken, Saksa ist Finnisch und heißt Deutschland.

  11. Marc Riese sagt:

    Ein Finne saß einmal in Finne(*),
    und hat Kulinarik im Sinne.
    Er bestellt sich ’ne krosse
    (Pause) Haifischflosse,
    und kaute herum auf der Finne.

    Fin.

    (*) Gemeinde im Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

  12. Natalie sagt:

    „Hyvää päivää“ sagt der Finne
    Ich habe gleich „Kiitos“ im Sinne
    Das spricht sich nicht leicht
    Was sagte er gleich?
    „Idiootti“? Ich glaube ich spinne!

  13. Melina sagt:

    der dieswöchige Melimerick:

    Es liebn‘ Finnen Flora und Fauna
    und sitzn‘ gern nackt in der Sauna
    Zu schwitzen und stöhn‘
    der Hitze zu frön‘
    und aufrüsten gegen Putin den Ganuer

  14. Anne sagt:

    Der Finne, der tanzt mit Entzücken
    und Inbrunst den Tanz gegen Mücken.
    Schlägt hier sich und dort,
    die Mücke: jetzt fort.
    Doch schnell tut ne neue anrücken.

  15. Anne sagt:

    Euer Thema hat meine Motivation herausgekitzelt… Jetzt hab ich mir nun doch noch ein bisschen das Hirn zerpflückt, um auch einen Limerick auf Finnisch (bzw. mit Finnisch-Anteil) zu schreiben.
    Zum Verständnis: Die beiden Zeilen heißen „Jetzt verbiegt sich ihre Zunge, dreht sich noch weiter“.

    Es war eine Frau aus Berlin,
    die sprach: „Finnisch? Klar! Krieg ich hin!“
    Sen kieli nyt vääntyy,
    viel‘ enemmän kääntyy.
    Die Zung‘ hat nen Knoten jetzt drin.

    [Letzte Zeile mit Knoten in der Zunge zu lesen]

    Ich muss sagen, inhaltlich korrekter fände ich als letzte Zeile „Na bitte! Das war doch kein Ding!“ – aber ach, die Wahrheit ist manchmal langweilig. Finnisch ist tatsächlich absolut lernbar und vor allem wunderbar auszusprechen – einfach nur jeden Buchstaben so lesen, wie er dasteht, keine versteckten Fallen… Also z.B. nicht wie im Deutschen „ie“ wie „ii“ aussprechen. Wer im Finnischen „ii“ will, schreibt halt „ii“ hin. Fertig. „ie“ ist „i – e“ (Und, by the way, „y“ spricht sich wie „ü“.)

    Oder so:

    Ai suomeks‘? No tottahan toki
    hän osas tän lukee. Ja koki:
    tää kieli on hieno
    ja hieman myös vieno.
    Die finnische Sprache, die mog i.

    [Ach, auf Finnisch? Na klaro
    konnte er/sie das lesen. Und machte die Erfahrung:
    diese Sprache ist fein
    und auch ein bisschen sanft.
    Die finnische Sprache, die mag ich.]

    1. Ohrenblicker sagt:

      Super! Ich liebe Finnisch (und natürlich die Filme von Aki Kaurismäki), habe mal den berühmten finnischen Tango „Satumaa“ gesungen und mir von einer Finnin übersetzen und die Aussprache erklären lassen. Wenn ich aber sehe, wie viele sich schon mit deutschen Limericks schwer tun, finde ich deine Finnericks sehr beeindruckend (wobei ich die sprachliche Qualität natürlich nicht beurteilen kann 😉 )

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