Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Russland, Ukraine, Rubel und Mariupol, Krieg im Jemen, Geflüchtete in Griechenland, neues von Corona und Tesla

| 24 Kommentare

Ein kurzer Blick nach Belarus, mit Demian von Osten zur Lage in Russland, Sham Jaff aus Griechenland zur Situation der Geflüchteten dort, die Agrarreform der EU, Rückendeckung für Klimaschutz, Corona-Lage in Deutschland und endlich wieder Limericks!

Mit einem Faktencheck von Katharina Alexander, dem Wochendämmerungs-Poeten Jens Ohrenblicker und Sham Jaff, die aus Griechenland berichtet.

Links und Hintergründe

Belarus

Firmen und Russland

Russian Asset Tracker

Ferngespräch: Russland

Russland / Ukraine

Krautreporter:

Jemen

Mali

Sham aus Griechenland

Agrar-Reform

Bundeswehr

Klima

Koalitionstracker

Haushaltsentwurf

Tesla

Gute Nachrichten

Der Limerick von Jens Ohrenblicker

Faktencheck von Katharina Alexander

Lauterbach:

Italien und der Rubel

Todesstrafe

SPON text über die Villen russischer Oligarchen in Berlin

24 thoughts on “Russland, Ukraine, Rubel und Mariupol, Krieg im Jemen, Geflüchtete in Griechenland, neues von Corona und Tesla

  1. Devid sagt:

    Kadda hat ein Blumenkohl-Rezept?

    😀

    1. Katrin sagt:

      naja, also eigentlich ist es von Yotam Ottolenghi.
      schreib mir irgendwo direkt – Mail oder twitter/Mastodon/Insta… dann schicke ich dir ein Foto.

    2. Katrin sagt:

      naja, also eigentlich ist es von Yotam Ottolenghi.
      schreib mir irgendwo direkt – Mail oder twitter/Mastodon/Insta… dann schicke ich dir ein Foto.

  2. jan sagt:

    bei min 44 sagt Holger : die Einwanderung ist gut weil „irgendjemand muss uns ja auf dem Fahrad die Lebensmittel bringen“.
    Aber bitte nur zu einem angemessen hohen Lohn in sicheren und fairen Arbeitsverhältnissen der volle Partizipation an der Gesellschaft garantiert.
    Wenn man die Einwanderer dazu benutzt den Niedriglohnsektor zu zementieren, werden sie irgendwann merken, das sie uns nichts wert sind und dann wird es schwer mit der Integration.
    Die konservativen und neoliberalen werden sicher wieder versuchen Niedriglöhner gegen Arbeitslose auszuspielen.

    lG und ein schönes WE

    jan

  3. Stefan sagt:

    zum Thema Ökologische Rückzugsräume:
    da geht es nicht um (Streuobst)Wiesen, die sind schon seit knapp 10 Jahren Europaweit vor Umbruch geschützt [1] „Seit der EU-Agrarreform im Jahr 2013 wird der Erhalt von Dauergrünland über „Greening“-Auflagen als Voraussetzung für flächengebundene Direktzahlungen geregelt. “

    Es geht dabei Ausschließlich um Ackerflächen die aus der Produktion genommen werden sollen. In der für Deutschland vorgesehenen Variante als selbst Begrünung indem die Flächen nach der Ernte nicht mehr angefasst werden dürfen. Wie sinnvoll und Nachhaltig das im Einzelfall ist, ist in der Landwirtschaft und Umweltschutz umstritten, sicher ist aber das eine andere Ausgestalltung der Flächenstilllegung Ökologisch Sinnvoller gewesen wäre, Stichwort, Einjährige vs Mehrjährige Brache [2] „insofern können die einjährigen Blühflächen ökologische
    Fallen darstellen…..Aus ökologischer Sicht
    sind aber Brachen oder mehrjährige Blühstreifen/fächen unbedingt zu
    bevorzugen!“

    Was die Zahl angeht das 60% des in der EU Angebauten Getreides an Tiere verfüttert wird muss man den Kontext sehen. Fangen wir zuerst mit dem Problem der Fruchtfolge an. Bauern egal ob Bio oder Konventionell Wirtschaftend können nicht jedes Jahr die Gleichen Kulturen auf ihren Flächen Anbauen, zusätzlich müssen sie um Un/Beikräuter besser Bekämpfen zu können zwischen Kulturen Wechseln die Im Sommer oder Winter ausgesät werden (Sommerungen/Winterrungen), Mühlenfähiges, Sogenanntes Brotgetreide ist in der Regel Wintergetreide, wird also im Herbst Gesät. Sommergetreide kann in der Regel nicht die von Mühlen und Bäckern geforderten Qualitäten Erreichen.
    Qualitäten ist der nächste Faktor der in die Nutzbarkeit von Getreide Hineinspielt, Entscheident sind da 3 Indikatore.
    1. Eiweißgehalt
    2. Fallzahl
    3. Mykotoxine

    je nach Witterung und Standort kann es sein das auf der hälfte der Anbaufläche kein Brotgetreide geerntet werden kann.

    Richtig ist sicher das durch den Verzicht auf bestimmte Formen der Tierhaltung Flächen Frei werden würden die Dann zur Direkten Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung stehen würden. die Umstellung der Produktion dauert in den Fall aber Jahre da das Getreide das Heute Tieren Verfüttert wird in der Regel nicht zum Menschlichen verzehr geeignet ist (zumindest nach den Gängigen normen für Nahrungsmittel)

    [1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/gruenlandumbruch
    [2] https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/210713-forderungspapier-ausgestaltung-oekoregelungen.pdf

    1. Holger Klein sagt:

      Ist „Brotgetreide“ eine Art Handelsqualität oder ist es tatsächlich nicht zum Verzehr geeignet, weil gesundheitsschädlich?

      (Weil in meiner naiven Vorstellung ist mir bei Hunger erstmal egal, wie mein Mehl schmeckt oder ob es eine schöne Krume macht, Hauptsache es liefert mir Kalorien)

      1. Stefan sagt:

        Da muss ich Differenziert darauf Antworten.
        Vorweg, direkt tödlich und damit schlimmer als (Ver)Hunger wäre keines der Futtergetreide.

        Wie schon geschrieben erstmal geht es um die Normen/Grenzwerte.
        Was Eiweißgehalt und Fallzahl angeht, da geht es vor allem um die Backeigenschaften
        bei der Mykotoxinbelastung reden wir von relativer Gesundheitsschädlichkeit[1] bis zu tödlich [2].
        Etwa 7% der Deutschen Getreideernte sind so stark Belastet das sie Verbrannt oder in Biogasanlagen entsorgt werden müssen [3]

        Was auch zu den 50-60% An Getreide das verfüttert wird zählt, was ich oben vergessen habe zu erwähnen, sind die Nebenprodukte aus der Mehl Herstellung, da Fallen je nach Mehlsorte 2-50% „Abfall“ an[4]

        [1] https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/ruckstande_verunreingungen/mykotoxine-153451.html

        [2] https://www.dlg.org/de/lebensmittel/themen/publikationen/expertenwissen-foodchain/mykotoxine-im-fokus

        [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Mindergetreide

        [4]https://de.wikipedia.org/wiki/Ausmahlungsgrad

  4. Dr Wesserbisser sagt:

    @holgi
    Russians – Sting
    😉
    Schon immer groß, hier neu mit aktuellem Statement:
    https://youtu.be/6w3037nq23o

  5. Matthias sagt:

    Tatsächlich war die Todesstrafe in unserer bayerischen Schule der Aufhänger im Sozialkundeunterricht, um eben zu zeigen, dass das Grundgesetz die Landesverfassungen sticht.
    …und wie alt die bayerische Verfassung ist.

  6. Friederike sagt:

    Der Rubel liegt krank in der Ecke.
    Es fragt ihn der Euro, der kecke:
    „Was ist los, Kumpel?“ – „Ach“,
    röchelt jener ganz schwach.
    „Ich hab Putin und glaub, ich verrecke.“

    1. Eule sagt:

      Was ist der Unterschied zwischen einem Rubel und einem Euro?

      Ungefähr ein Euro.

  7. Martino sagt:

    Gas in Rubel bezahlen:

    Angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges durch Russland (ja, ich schreibe es immer wieder aus), finde ich die Diskussion, ob Putin/Gazprom hier gerade vertragsbrüchig wird/würde, ziemlich akademisch und völlig irrelevant.

  8. hilti sagt:

    57 kg pro Nase pro Jahr hören sich zwar erstmal nach gewaltig viel an, aber es sind „nur“ 57 : 365 = ca 150g täglich. Nicht, dass ich so viel essen würde, aber Mittags Schnitzel/Kotelet/Wurst plus etwas Aufschnitt beim Abendbrot und man hats zusammen. Andrerseits ist es für mich schwer vorstellbar nennenswert mehr als das zu essen was ja ausreichend viele machen müssen um die „auszugleichen“, die wenig oder gar kein Fleisch essen.

    Ist bekannt wie viel pro Kopf nicht aufgegessen oder abgelaufen weggeworfen wird?

    1. Stefan sagt:

      Pro Kopf sind es im Privathaushalt 4,7kg [1] dazu kommt nochmal etwa 1kg/Kopf bei der Verarbeitung und im Handel [2].
      Was zu den 57,3kg noch zu sagen ist, das ist der niedrigste Wert seit Beginn der systematischen Erfassung 1989 und 8% weniger als noch 2010(62,4kg) [3]

      [1] https://www.welt.de/wissenschaft/article133345055/Deutsche-werfen-gigantische-Mengen-an-Fleisch-weg.html

      [2] Seite 41
      https://www.boell.de/sites/default/files/2022-01/Boell_Fleischatlas2021_V01_kommentierbar.pdf

      [3] https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/210322_Fleisch.html#:~:text=Der%20Pro%2DKopf%2DVerzehr%20von,Bundesinformationszentrums%20Landwirtschaft%20(BZL)%20hervor.

    2. Mithrandir sagt:

      Ich frage mich ja, ob wie Milchprodukte da reingerechnet werden.
      Holgi tut immer so, als wäre er der Fleischheilige, aber Käse und Butter isst er laute eigener Aussage sehr gerne.

      1. Stefan sagt:

        Der Fleischanfall bei Milchprodukten ist den meisten nicht Bewusst.
        zur Erklärung, Damit eine Kuh Milch gibt muss sie etwa Jedes Jahr ein Kalb bekommen, Diese Kälber werden in der Regel Entweder Gemästet oder werden zur Milchkuh, die am Ende ihres Lebens Auch geschlachtet wird. Jetzt nehmen wir die Durchschnittliche Milchleistung einer Bio Kuh von 7.431kg [1] und das Durchschnittliche Schlachtgewicht (Nutzbares Fleisch) je Geschlachtetes Rind 335kg[2]. Damit kommen wir auf 335/7431= 45g Fleisch pro Liter Milch.
        Beim Butter Braucht man 20l Milch je Kg Butter, wobei aus der Magermilch noch andere Dinge Hergestellt werden, darum rechne ich hier nur mit 6,7kg Milch, das macht also 300g Fleisch je kg Butter.
        Für Schnittkäse sind es 10lMilch/kg Käse, das Entspricht 450g Fleisch.

        Wenn wir jetzt die BMEL Statistik über der Verbrauch von Milch und Milchprodukten[3] hernehmen kommen wir auf:
        Milch 49,9kg ==> 2,25kg
        Butter 6,3kg ==> 1,9kg
        Käse 25,4kg ==> 11,43kg

        15,6kg Virtuelles Rindfleisch das Pro Kopf alleine als Folge des Milch(Produkte) Konsums verzehrt werden müsste, in der Praxis sind es aber nur 9,8kg Rindfleisch Pro Kopf und Jahr [4]
        Aus dem Grund geht Relativ Rindfleisch ins Tierfutter oder wird Exportiert 38% (423.000 t) [5]

        [1] Seite 3
        https://www.oeko-komp.de/wp-content/uploads/2020/11/MLP-Bericht-2020.pdf

        [2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163417/umfrage/rinder—schlachtgewicht/

        [3] https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/milch-und-milcherzeugnisse#:~:text=Der%20Verbrauch%20pro%20Kopf%20ist,in%20der%20Privaten%20Lagerhaltung%20bevorratet.

        [4] https://www.ble.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/210322_Fleisch.html

        [5] https://www.fokus-fleisch.de/export

        1. Mithrandir sagt:

          Cool, Danke für die Mühe

  9. Mithrandir sagt:

    Ich war verwirrt über Kaddas Aussage nach dem Motto „….Belarus unterstützt Russland, weil sie verletzte russische Soldaten behandeln…“
    Nach dem humanitären Völkerrecht sind verletzte Soldaten unabhängig von der Zugehörigkeit der kriegsführenden Parteien zu behandeln.
    Viele der russischen Soldaten wurden mehr oder weniger zum Kriegsdienst gezwungen und man köntte jetzt sgaen „Sollen sie doch dessertieren oder das Kriegsgerät sabottieren“. Das tun angeblich ja auch einige, aber wenn du Familie zu Hause hast, für die du Repressalien erwarten musst, oder du womöglich erzält bekommst, dass der Gegner dich in Stücke hackt, wenn sie dich finden, auch wenn du dich ergibst, ist das alles nicht so einfach.

    1. Katrin sagt:

      stimmt, das hatte ich nicht bedacht.

  10. Julia sagt:

    Es zog einst Herr Putin ein Rubbellos.
    Drauf stand in Fraktur: Einen Krieg brich los!
    Und in seinem Wahn, genickt und getan,
    Ward er bald all seine Rubel los.

    1. Mithrandir sagt:

      Genial

  11. Jan sagt:

    Mein erster Limerick überhaupt (das habt ihr jetzt davon)

    Vladimir gibt den Denkanstoss:
    „Wenn ihr Gas wollt, zahlt in Rubel, los!“
    Europa gibt dem Druck nicht nach,
    weil Russland die Verträge brach.
    Das stellt den Vladimir bloß.

  12. Oli sagt:

    Der Putin und sein Rudel
    Sind Wölfe – naja, eher Pudel
    Mehr Schein als Sein
    Champagner und Wein
    Interessiert sie doch nur der Rubel

    Doch der Krieg ruiniert die Währung
    Den Oligarchen droht Entbehrung
    Erst Milliardenverlust
    Macht die Folgen bewusst
    Armut winkt statt Rubelvermehrung

    Doch des Pudels Kern ist ja doch
    Man hat den Rubel gern, nicht das Joch
    Also jagen die Mannen
    Den Putin von dannen
    Oder werfen ihn in ein Loch!

    Überall gäbe es Jubel
    Heiterkeit, Freude und Trubel
    Und auch der Tycoon
    Kann wieder ruh’n
    Denn statt Panzern rollt wieder der Rubel

  13. Volker sagt:

    Auch mein erster Limerick:

    Ist der Kurs für Rubel lose
    zahlt man seine Rubbellose,
    auf die man seine Hoffnung setzt
    – nicht für morgen, sondern für jetzt –
    mit Dollar aus der Notfalldose

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.