Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Putin, Hongkong und die COVID-19-Zweiklassengesellschaft

| 26 Kommentare

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Killed Darlings

26 thoughts on “Putin, Hongkong und die COVID-19-Zweiklassengesellschaft

  1. Andy sagt:

    Möchte Höllisch These zu überforderten CSU PolitkerInnen konkretisieren:

    Die wirken überfordert weil die CSU die kompetenten Leute im Land behält. Darum fluppt die Administration und Politik in Bayern ganz gut, die Dorftrottel marodieren dann in Berlin rum.

    1. Martino sagt:

      Und wie schafft es die CSU, dass die kompetenten Leute das mitspielen und nicht nach höheren Ämtern streben?
      Klar, München ist schöner als Berlin…

      1. Marc sagt:

        Vielleicht Gesetz der Serie: wer von der CSU nach Berlin kommt hat beim Peter-Prinzip den schwarzen Peter gezogen xD

  2. Andy sagt:

    Und das Wort das Holgi bei Minute 28:45 sucht ist “Omnibus Bill”.

  3. Unmar sagt:

    zu WireCard:

    Sven Giegold, MEP, hat aufgerufen, ihm Finanzskandale zu schicken, die seit 2007 nicht von der BaFin aufgedeckt wurden und einen Schaden von mind. 1 Mio. € für InvestorInnen, Geschäftspartnern oder Steuerzahlerinnen hinterließen – und es ist noch schlimmer, als man vermutete: https://sven-giegold.de/unaufgedeckte-finanzskandale/ (aktueller Stand: 63 Finanzskandale)
    /
    „Wir“ sind offensichtlich nicht nur auf dem rechten Augen blind, sondern auch bei Steuerbetrug und -trickserei, Finanzgeschäften, Geldwäsche, Immobiliengeschäften … da geht es um Summen, die dieser „starke Staat“, in dem es „keine rechtsfreien Räume geben darf“, einfach so verliert und womit man jedem Schüler ein iPad für die Schule und eines für Zuhause geben könnte.
    /
    Aber wie auch bei den letzten großen Skandalen (Panama-Paradise-Papers, CumCum/CumEx, Luxembourg Leaks), wird darüber nur im Wirtschaftsteil berichtet und bald vermutlich in einem UA und vor Gericht dann vollends aus der Öffentlichkeit verschwunden sein. … Man resigniert zusehends.
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    Steuerparadies Deutschland:
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    https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/wirtschaft/steuern_ein_historischer_rueckblick/steueroase-deutschland-100.html#Deutschland_Steueroase
    Deutschland, ein Paradies für Steuerhinterziehung? Das Ergebnis: Platz 8 beim Steueroasen-Ranking – gerade mal zwei Plätze hinter Luxemburg und fünf vor Panama.
    /
    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/groesste-steueroasen-weltweit
    Deutschland liegt auf Platz sieben des Financial Secrecy Index 2018 – einen Rang höher als beim vorherigen Report aus dem Jahr 2015. Dazu trägt stark die Bedeutung Deutschlands auf dem Weltmarkt für Offshore-Finanzdienstleistungen bei. In puncto Verschleierung wird die Bundesrepublik allerdings sehr viel positiver bewertet als die nächsten 13 Länder, die im Gesamtindex hinter ihr liegen.

    1. Florian R. sagt:

      Die Finanzbranche fällt mir persönlich auch immer negativer auf. Der WDR hat dazu auch eine Reportage:
      https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-dok5-das-feature/audio-das-kriminelle-potenzial-der-bankenbranche-100.html

      Insbesondere stört mich, dass es im Prinzip für normale Leute keine vernünftigen Finanzprodukte gibt. Es ist im Prinzip fast egal zu welcher Bank man geht, ob man Geld anlegen möchte, eine private Altersvorsorge möchte oder einen Kredit – man erhält meistens schlechte Produkte die in der Regel überteuert sind.

      Ich bin selbst davon auch betroffen, störe mich tierisch daran – aber was tun? Darauf habe ich nach längerer Zeit eine Antwort gefunden:
      “Bürgerinititive Finanzwende” – https://www.finanzwende.de/
      Ich habe so viel Geld an Finanzinstitute verloren, dass ich beschlossen habe die Gegenseite finanziell zu unterstützen. Ich bin mir bewußt, dass ich damit Werbung für den Verein mache, aber der Verein ist gemeinnützig und ich halte es für wichtig, dass Betroffenen eine Möglichkeit wissen, was sie machen können.

  4. Malte sagt:

    Also beim Mindestlohn muss ich irgendwas falsch verstanden haben. Von 1300 im Monat kann man nur gerade so leben? Ist das eine Eigenschaft von Berlin, oder meinst du eine Lebenssituation wo man noch andere hohe laufende Kosten (zB Kinder) hat?

    1. Claudia sagt:

      Naja, also erstens würde ich Mal behaupten, dass in allen großen Städten in Deutschland mit 1300 netto jetzt nicht viel drin ist. Wenn man ein Kind hat schon gar nicht aber auch sonst bietet das Gehalt jetzt in deutschen Großstädten (und auch deren Peripherie) wie Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart etc. nicht gerade die Möglichkeit noch Geld zurückzulegen. Also das ist schon von der Hand in den Mund. Dann müsste man ja eigentlich noch vorsorgen wegen der Rente, das funktioniert mit dem Gehalt nicht.

    2. Martino sagt:

      Es wurde hier mit 1800€ brutto und Steuerklasse I gerechnet; daher würde ich von Single ohne Kind ausgehen. Sonst müsste man ja auch Kindergeld u.Ä. einrechnen.

      Und klar, ob man von 1300€ netto “ganz okay” oder “nur so gerade” leben kann, hängt natürlich entscheidend von der Miethöhe ab.

  5. Heike sagt:

    Ihr Lieben,
    zu Trump: Ich glaube, dass man ihn verharmlost, wenn man ihn dumm nennt. Ich denke mittlerweile, dass er sehr genau weiß, was er tut.
    Im Moment steht der Film Fahrenheit 11/9 von Michael Moore in der ZDF-Mediathek, ich weiß, dass MM umstritten ist, aber ich finde den Film sehr lohenswert, einmal wegen der Analyse von Trump, aber auch darüberhinausgehend.
    Vielen Dank für Eure Sendung und herzliche Grüße
    Heike

  6. NGC-Ollie sagt:

    Mein ziemlich mit der Politik verbandelter Arbeitgeber hat vermutlich einen neuen Auftrag bekommen:http://www.ariadne-interconnection.gr/en/home-en/Das ist eine HGÜ (englisch HVDC) zur elektrischen Versorgung von Kreta. Oder umgekehrt, wenn nötig. Wenn ich daran denke, dass ich mithelfen kann, Öl- und Atomkraftwerke auszuschalten, finde ich meinen Job gleich drei mal so geil…

  7. Hagen sagt:

    In der DIN-Buchstabiertafel heißt es inzwischen wieder S wie Samuel. 🙂

    1. der Ralf sagt:

      Ich verwende gewohnheitsmäßig das internationale bzw. NATO Alphabet: Sierra.
      Das wird auch im englischsprachigen bzw. Internationalen Umfeld verstanden.

  8. Norbert sagt:

    23min Hörempfehlung zu Putin:
    * The Inquiry – What does Putin want?
    https://www.bbc.co.uk/programmes/w3cszl3l

  9. hilti sagt:

    Zu dem von Holgi erwähnten Twitter-Thread zum Brexit hat Andrea Diener einen wirklich schönen Artikel mit ein paar Hintergründen in der FAZ geschrieben:
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ein-twitter-thread-ueber-ein-haus-in-der-dordogne-geht-viral-16842745.html

  10. Charlotte sagt:

    1:25:40
    Holgi, du meinst Numerus.
    Für irgendwas muss das Latinum ja gut sein.

  11. Martino sagt:

    zu Holgers “Verfassungs-Rente”, die ans BIP gekoppelt ist:

    Was du (bzw. deine Referenz) hier vorschlägst, ist ein (relativ hohes) Grundeinkommen. Die Probleme sind die üblichen; allen voran: Wer bekommt es, und wer wird davon ausgeschlossen? Über die Zeit, die Leute in die Rente einzahlen? Über den eingezahlten Betrag?

  12. Florian R. sagt:

    Hallo Holgi,

    Thema Raser: Ich bin kein Gegner einer härteren Bestrafung von Rasern, halte jedoch mehr Kontrollen deutlich sinnvoller. Dazu gehört für mich aber auch, dass die Beschilderung konsequenter durchgeführt wird. Ich bemühe mich die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, schaffe dies aber in wenigen Fällen nicht, wegen der mangelhaften Beschilderung. Beispiel Baustellen. Da habe ich es bereits mehrfach erlebt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht aufgehoben wird, die Baustelle aber zu Ende ist. Und irgendwo auf der A7 gibt es so eine doofe Stelle, wo nach etwa 1km eine neue Baustelle wieder losgeht. Das gibt es nicht oft, aber in seltenen Fällen gibt es diese Führerscheinfallen leider doch.

    Viele Grüße
    Florian

  13. Norbert sagt:

    Nur ca. 10 km von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück entfernt, wurde während der Kreisweiten Beschränkungen, in der Gemeinde Langenberg im Kreis Gütersloh die Vergrößerung eines Mastschweinestalls um über 1000 Schweine genehmigt.
    War da was?

  14. Jens Bleicher sagt:

    Moin,

    Holgi, will Dir keine Panik machen, aber …

    Du machst einen groben Gedankenfehler in Bezug auf die beherschbare Corona-Gefahr für (ansonsten priviligierte) Eltern durch das Einfallstor “Schule”:
    Sinngemäß sagst Du: “OK, wenn das Kind aus der Schule zurück ist, dann warte ich 8 Tagen Inkubationszeit ab, und wenn ich dann nichts habe oder ein Test negativ ist, dann kann ich ziemlich sicher sein, das ich nichts hab”.

    Ja. Aber: Das Kind kommt doch am nächsten Tag wieder (potentiell frisch infiziert) aus der Schule. Und am nächsten Tag ….
    Deine Rechnung paßt nur, wenn das Kind >8 Tage nicht in die Schule geht.
    Die Inkubationszeit fängt als jeden Schultag wieder bei 0 an.

    Gruß Jens

    1. Björn sagt:

      Darüber habe ich mich auch gewundert. Die acht Tage Abwarten funktionieren ja nur in den Ferien.
      Und vor einer Infektion schützt sie Dich nicht, solange Du mit dem Kind Kontakt hast.

      1. Holger Klein sagt:

        Ich hab halt manchmal Schwierigkeiten beim Denken ?

  15. Jürgen sagt:

    Das polnische Wahlverhalten zu verstehen ist offenbar nicht so einfach. Falls Ihr da jemanden mit mehr Einblick findet, würde ich mich über ein vertiefendes Interview freuen. Ich mache seit einigen Jahren immer wieder gern Urlaub in Polen und quäle mich auch mit der schwierigen, aber auch schönen, polnischen Sprache rum. Aber immer wieder lassen mich Nachrichten zu Menschenhass aus unterschiedlichen Gründen fassungslos in Richtung Osten blicken.

    Einen kleinen Einblick hatte ich mit Emilia Smechowskis Buch “Rückkehr nach Polen”. Die Autorin erklärt darin, dass es grundsätzlich eine Zweiteilung der Bevölkerung, pro-PiS und anti-PiS, gibt und man im Gespräch auch schnell einschätzen kann, welcher Seite der Gesprächspartner eher zugeneigt ist. Eine wirkliche Erklärung oder gar Lösungsvorschlag für diese Spaltung des Landes hat die Autorin leider auch nicht. Auch im Podcast “Mit Polen auf Du und Du” (https://gdpn-sasiedzi.org/podcast/) wurde diese Trennung schon angedeutet.

    Ansonsten vielen Dank für die wöchentlichen Analysen, denen ich immer zeitnah lausche!

  16. Bene sagt:

    Die Saga um den idiot son auf Twitter geht weiter!
    https://twitter.com/archer_rs/status/1280439016073109504
    Ich lege mich fest: das ist das Beste, was es auf Twitter jemals gegeben hat ??

  17. Maksim sagt:

    Zum Thema kein Plan für eine zweite Welle:
    https://www.deutschlandfunk.de/der-tag-corona-krise-was-wir-von-suedkorea-lernen-koennen.3415.de.html?dram:article_id=472886

    Meine Hoffnung ist, dass die deutschen und europäischen Institutionen sich die Verfahren aus Südkorea abgucken und lernen. Ich habe auch das Gefühl, dass das bereits stattfindet.

  18. Christian sagt:

    Ein etwas verspäteter Kommentar zum Thema “Geschwindigkeitsübertretungen”.
    Ich hoffe Ihr lest das noch, auch wenn ich mehrere Wochen spät dran bin.

    Holger, Du sagt du kannst es nicht nachvollziehen dass die Leute in der 50-Zone Sechzig fahren und in der 30-Zone Vierzig.
    Bist Du schon einmal in einem Auto mit Navigationsgerät gefahren, welches Dir die GPS-Geschwindigkeit anzeigt und hast die GPS-Geschwindigkeit einmal mit der Geschwindigkeit verglichen, welches Dir das Auto auf dem “Tacho” anzeigt? Da gibt es je nach Geschwindigkeit immer eine mehr oder weniger präzise Differenz von ungefähr 10%, die der Auto-Tacho unter dem GPS-Tacho liegt.

    Wenn Du in der 50-Zone punktgenau 50 fahren würdest, dann sagt Dir Dein GPS dass Du so grob 45 fährst. Fährst Du nach Auto 30, dann behauptet Dein GPS Du würdest ca. 27 fahren. Fährst Du auf der Autobahn 150 dann behauptet Dein GPS du würdest 135 fahren. Plus-Minus 1-2 km/h.

    Habt ihr dafür eine Erklärung und wäre das relevant für Eure Einschätzung wenn Ihr wüsstest, dass Euer Auto Euch grundsätzlich 10% mehr Geschwindigkeit anzeigt?

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