Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Pushbacks, Weltrekord, Schnelltests, Luca, Mittelschicht, Singapur, Wirtschaftskrise und Bosnien

| 18 Kommentare

Eine bunte Sendung für graue Tage

Pushbacks an der Grenze zu Belarus, Menschenrechte sind nicht links, Rekord, Antigen-Schnellstests im Test, MV ohne Luca-App, Klebchen für den Glücks-Atlas, Mittelschichts-Studie, Singapur und Ethikrat zu Impfverweigerern, AdBlue-Mangel, Greenwashing bei Nike, Bosnien-Sorgen, Sham Jaff zu Agnes Wanjiru, Bußgelder und TikTok.

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Links und Hintergründe

18 thoughts on “Pushbacks, Weltrekord, Schnelltests, Luca, Mittelschicht, Singapur, Wirtschaftskrise und Bosnien

  1. Frank sagt:

    Moin Holgi! Kurzer Zwischenruf eines zufällig informierten: Die Sensitivität eines Tests ist ein statistischer Fachbegriff, keine neudeutsche Übersetzung des Wortes sensitivity. Das mit Empfindlichkeit zu übersetzen wäre falsch. (https://statistikguru.de/lexikon/sensitivitaet-und-spezifitaet.html)

  2. hilti sagt:

    Zu „Ich glaube die Deutschen werden dann unglücklich wenn man ihnen Konsummöglichkeiten nimmt“
    von Holgi. Kann man natürlich so ausdrücken, aber ist es nicht eigentlich banal, dass die Leute unglücklicher werden wenn man ihnen die Freizeit einschränkt? Es wurde im Verlauf der Pandemie doch genug drüber geschrieben, dass die Einschränkungen der „Lockdowns“ doch fast nur Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung und Schule betrafen während „Die Wirtschaft“ weitgehend in Ruhe gelassen wurde.Mit anderen Worten „Arbeiten darfste, aber in der freien Zeit fällt Dir zu Hause die Decke auf den Kopf“. Wie gesagt, banal. Und Holgis Interpretation schon sehr missgünstig bzw unangebracht.

    Und wo ich mich schon über echauf­fie­re 😀 fliegt passend dazu das „Lufthansa zahlt staatliche Coronahilfen zurück“ an mir vorbei:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/lufthansa-airline-zahlt-corona-hilfen-frueher-als-geplant-zurueck-a-c6e5de31-d0a2-4e16-946f-c52cb2bac1b5
    Holgi hatte sich neben vielen ja auch über die 9 Milliarden für die Lufthansarettung beklagt obwohls ja Kredite und Unternehmensbeteiligung waren. Tjo, hat den Steuerzahler bis jetzt nicht wirklich was gekostet. Wobei man noch abwarten muss wie viel der Bund für die Aktienbeteiligung an der Lufthansa erlöst, die 306 Millionen Euro gekostet hat.

  3. Crane sagt:

    Hier gibt’s es sonst auch noch eine Liste mit den 20 Testen, die beim PEI am besten abgeschlossen haben.

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/11/10/die-20-besten-antigenschnelltests-laut-pei/chapter:all

  4. Marc Hinrichsen sagt:

    Ist euch auch mal aufgefallen, wie teuer diese Selbststest schon wieder geworden sind? Die waren im Frühjahr/Sommer so bei 30-50ct/Stck und sind jetzt schon wieder bei 1,50-2,00/Stck… da sinkt meine Testfrequenz grad ganz schön.
    Kann nur hoffen, dass der „Markt da regelt“, wenn jetzt wieder die Testzentren mehr Nachfrage generieren…

    1. Katrin sagt:

      ich fand es total günstig, hatte aber meine anderen Tests damals auch noch für 5€ das Stück in Österreich bestellt, als es in D. noch keine gab 😀
      Jetzt gibt es ja wieder kostenlose Bürgertests, insofern ist das Problem dann hoffentlich auch vom Tisch.

  5. Björn sagt:

    Danke für den Hinweis auf die Sensivität der CoV-2 Schnelltest. Dazu noch ein paar Hinweise.

    a) Die Liste der BFARM kann man im CSV Format herunterladen und zum Beispiel mit LibreCalc besser als Online anschauen und vergleichen.

    b) Der Ergebnisse der BFARM und des Paul-Ehrlich-Instituts wiedersprechen sich teilweise. Vermutlich hat das PEI besser oder andere Chargen getestet. Die Test des PEI sind scheinbar noch nicht bei BFARM berücksichtigt. Es gibt jedoch auch eine Schnittmenge von Test, die getestet wurden und auf beiden Listen stehen.

    c) Das PEI hat eine eigene Liste der funktionierenden Schnelltests unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/evaluierung-sensitivitaet-sars-cov-2-antigentests-04-12-2020.html

  6. Martin sagt:

    Zur Abgewöhnung gegen Instagram-Influencer-Werbung gibt es den wunderbaren Funk-Kanal offen un’ehrlich: https://www.youtube.com/c/offenunehrlich Die nehmen von Jaderollern über Energydrinks bis Les Lunes alles auseinander, was Influencer so bewerben. 🙂

    1. Katrin sagt:

      Danke für den Tipp! Nur leider falle ich nicht auf Influencer rein sondern auf die Werbung zwischen den Posts.

  7. Christine sagt:

    Zum Thema Bußgeldkatalog:
    Mir geht das Gejammer wegen des Bußgeldkatalogs sowas von auf den Zeiger. Die Kosten lassen sich ganz einfach verhindern, in dem man sich einfach an die Regeln hält! Nie war es einfacher einer Preiserhöhung aus dem Weg zu gehen! Niemand wird gezwungen zu schnell zu fahren oder falsch zu parken! I just don’t geht it!

  8. Vally sagt:

    Danke Euch auch diese Woche. Ich wusste nicht, dass ein Junge erfroren ist. Wie traurig.
    Bei den Ungeimpften ist in der Diskussion, finde ich, immer so viel Fokus auf der Eso-Fraktion. Aber es gibt doch noch die andere Hälfte, hieß es nicht, dass besonders einkommensschwache Menschen nicht geimpft sind? Das wird andere Gründe haben und die sind vielleicht eher vom Impfen zu überzeugen als die privilegierten Abergläubischen.
    Über den Börsenticker muss ich immer lachen.
    Und ja, die Erfahrungen mit der Trockentoilette würden mich interessieren!!

  9. Truhe sagt:

    „die Deutschen werden dann unglücklich wenn man ihnen Konsummöglichkeiten nimmt“

    Es sind nicht nur Konsummöglichkeiten. Es ist der Verzicht auf Treffen, auf Reisen, auf die Sammlung von Erfahrungen, das Erleben der Dinge, die einen glücklich machen.

    Alanah Pearce sagte vor einigen Tagen: „It was just this room. It has everything I needed to function, just not necessarily what I needed to function and also be happy. I think I lost myself at some point. I just became very robotic.“

    1. Holger Klein sagt:

      Aber man muss doch nicht auf die gewohnten Verhaltensweisen zurückgreifen, um diese Probleme zu lösen. Oder erwarte ich zu viel Resilienz?

      1. hilti sagt:

        Du warst doch selbst letztes Jahr im ersten Lockdown unglücklich, weil Du einsam warst und nichts erlebt hast. Ist es so merkwürdig, dass die Leute wieder die Dinge tun wollen, die sie gerne tun? Auch wenn ich nicht verstehe wie man Shopping gerne machen kann, bei Essen gehen mit Freunden versteh ichs sehr gut.

        1. Holger Klein sagt:

          Das stimmt. War aber auch eine ganz andere Situation. Damals war alles so ungewiss und heute weiß ich doch, was möglich ist und was nicht. Hmm…

  10. Conny Werk sagt:

    Zu Belarus: vielen Dank erstmal, dass ihr seit Monaten darüber berichtet!

    Was die derzeitige Lage angeht, kann ich kaum in Worte fassen, was ich fühle, wenn ich darüber lese, höre oder Bilder sehe. Wut, Trauer, Wut, Scham, Wut, Hilflosigkeit und noch mal Wut wechseln sich ab. Wie bei den Bränden in Moria und wenn wieder mal ein Schiff im Mittelmeer gekentert ist und nur noch Leichen geborgen können, frage ich mich, wie auch nur irgendjemand mit Regierungsverantwortung abends einschlafen kann, wenn Menschen so behandelt werden. Wie können wir allen Ernstes anderen Ländern vorwerfen, Menschenrechte zu verletzen, wenn wir selbst Menschen an einer Grenze erfrieren lassen? (Und ich finde es selbstverständlich eigentlich richtig, auf Menschenrechtsverletzungen egal wo aufmerksam zu machen.)

    Mit meinen Kindern schauen wir abends gern die ZDF-Kindernachrichten von logo! Was für eine Welt zeigt sich meiner 7-Jährigen, als kürzlich über die Menschen an der Grenze von Belarus berichtet wurde? Ich würde ihr viel lieber zeigen, dass es für uns als reiche Nation selbstverständlich ist, dass bei uns niemand erfrieren, verhungern, verdursten muss. Egal woher man kommt. In der Schule werden bei uns in der zweiten Klasse auch gerade die Kinderrechte der Vereinten Nationen durchgenommen. Für den 14-Jährigen Jungen haben wir sie als EU offenbar abgeschafft, oder wie?

    Ich habe mich lange als Deutsche und Europäerin betrachtet. Aber so langsam kann ich mich mit dem, was ich sehe, einfach nicht mehr identifizieren.

  11. tim sagt:

    Ich muss mal noch an einer Kleinigkeit herumkritteln. Holger freute sich ja, dass bei einer Kontrolle seines Impfstatus auf seinem Handy herumgescrollt wurde. Irgendwie scheint es ein weit verbreiteter Irrtum zu sein, dass ein Impfzertifikat seine Gültigkeit verliert, wenn es sich nicht bewegt. Tatsächlich kann man es sich aber durchaus auf seinen Sperrbildschirm packen, um es schneller griffbereit zu haben. Oder man druckt es sich aus und laminiert es, um sich vom einem funktionierenden Smartphone unabhängig zu machen.

    Die einzig taugliche Form der Kontrolle besteht darin, den QR-Code mit einer passenden App (z.B. der „CovPass Check“-App) zu scannen und die dort angezeigten Angaben mit dem dem ebenfalls zu kontrollierenden Personalausweis abzugleichen. Und dafür ist es egal, auf welche Weise der Code präsentiert wird.

    Dass hingegen die kontrollierende Person durch pure Inaugenscheinnahme die Gültigkeit des Zertifikats aus diesem lustigen QR-Code-artigen Muster extrahieren kann, erscheint mir dann doch eher unwahrscheinlich.

  12. Martino sagt:

    Jup. Klassischer Fall von „Problem nicht verstanden“, „Technologie nicht verstanden“, „ist mir egal“ und „machen alle schon immer so“.

    Plexiglasscheiben 2.0

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