Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Nord Stream 2, Klimarat, Hochwasser, westliche Waffen, Israel, Wahl in Indien und Stolzmonat

| 17 Kommentare

Diesmal: Europawahl, westliche Waffen gegen Russland, Nord Stream 2, Expertenrat Klima, Hochwasser, Völkerstrafgesetzbuch, Proteste in Israel, Sham Jaff zur Wahl in Indien, Parken, Queerer Stolzmonat.
Mit einem Faktencheck von Nándor Hulverscheidt und einem Limerick von Jens Ohrenblicker.

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Links und Hintergründe

Ukraine

Nord Stream 2

Klima

Völkerstrafrecht

Israel

Sham Jaff zu Indien

Parkplätze

Stolz-Monat

Donald

Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

17 thoughts on “Nord Stream 2, Klimarat, Hochwasser, westliche Waffen, Israel, Wahl in Indien und Stolzmonat

  1. Benni sagt:

    Bei Holgis „ach wenn man das klein genug mahlt merken die das gar nicht“ musste ich direkt an meinen Lieblings-Sondermann denken: https://wwwold.titanic-magazin.de/archiv/0301/images/sondermann1.jpg

  2. g sagt:

    Was Holger zu Nordstream 2 sagt, unterstütze ich an sich. Die US Sanktionen gegen Nordstream 2 aber einfach in zwei Nebensätzen abzuhandeln, finde ich etwas ungenügend, wo die USA zur Wahrung _ihrer_ wirtschaftlichen Interessen doch gerne auch mal zu militärischen Mitteln greifen und die Interessen aller zurück stellen.

  3. Florian R. sagt:

    Zum Thema Fracking-Gas aus USA vs. „normalen“ Gas aus Russland:
    Beim Fracking wird Wasser mit Zusätzen (im wesentlichen Sand, Polymer, Tenside) mit hohem Druck in eine Lagersätte gepresst, so dass dort Risse entstehen und das Gas ausreichend schnell gefördert werden kann. Das Frack-Fluid wird anschließend zum großen Teil wieder an die Oberfläche gefördert. Methan entweichte dabei zunächst mal nicht (in der Praxis entweichen bei solchen Operationen immer kleine Mengen). Was schädlich ist, ist das zurückgeförderte Fracking-Fluid, da es mit Schadstoffen aus der Lagerstätte (Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle, radioaktives Zeug) verunreinigt ist. Dazu kommt, dass Erdgas-Lagerstätten im allgemeinen auch immer noch anderes Zeug enthalten wie Lagerstättenwasser (Salzwasser), Erdöl und Fremdgase wie z. B. Schwefelwasserstoff.
    Wenn man wissen möchte wie schädlich Gas (oder Öl) aus welchem Land ist, ist es von untergeordnetem Interesse, ob es Fracking ist oder nicht. Wichtig ist einmal wie viel Energie für den Transport drauf geht (da ist das Flüssiggas aus USA im Nachteil, ich meine 25% mehr CO2). Am wichtigsten ist jedoch der allgemeine Umgang mit dem Thema Umweltschutz. Wenn man z. B. den Schwefelwasserstoff einfach in die Atmosphäre entlässt oder das mitgeförderte schadstoffbelastete Wasser-Öl-Gemisch einfach in die Landschaft kippt.

    Insgesamt würde ich daher vermuten, dass das Gas aus Russland insgesamt schädlicher ist, wobei der Großteil des Umweltschadens in Russland passiert. Ob der CO2 Fußabdruck besser ist, halte ich für schwer zu sagen.

    Da wir bis 2040 noch Gas beziehen werden (was ich 2022 nicht für möglich gehalten hätte), wäre die beste Methode vermutlich tatsächlich Fracking-Gas in Deutschland zu fördern. Dort können wir genau vorgeben wie gefördert wird, das auch kontrollieren und können damit die Umweltschäden minimieren. Dazu gäbe es drei weitere Vorteile, wir wären unabhängig und wir können einen Maximalpreis definieren (die Förderkosten) und wir könnten über die Förderlizenzen richtig viel Geld für die klimaneutrale Transformation erhalten. Aber die Umweltschäden wären hier in Deutschland. Daher werden wir das nicht machen.

    1. Dirk sagt:

      Also mal von der durchaus berechtigten Anspielung auf das „St. Florian“-Prinzips abgesehen, mehrere Einschränkungen:

      1. Die USA haben ein Frankinggasüberschuss, sie wissen schon seit Längerem im Grunde nicht mehr wohin damit. Es ist wohl auch nicht so einfach Frankinggasbohrloch, je nach Beschaffung der Geologie, sauber zu schließen, wenn die Förderung als solche unrentabel geworden ist. Sprich der Schaden ist schon angerichtet, nehmen wir den Mist, wenn ihn denn noch brauchen.

      2. Deutschland hat selbst in den spärlichst bewohnten Ecken eine deutlich höhere Bevölkerungsdichte als die meisten Regionen der USA, wo gefrackt wurde. Die nächste Personen-Wohndichte, die wir in einem Kreis mit 35 / km² haben, ist Prignitz. Die Bereiche, wo Schiefergasvorkommen erwartet sind, primär südliches Niedersachsen, soweit ich das einschätzen kann zwischen Lange bei der Ems und Hannover, soweit ich das sagen kann noch ein paar Flecken um Hannover, Braunschweig, Rügen, im Ruhrgebiet und die Oberrheinische Tiefebene. Falls da was schiefgeht und das Grundwasser verunreinigt wird, bezweifle ich, dass die Einnahmen auch nur ansatzweise als Kompensation auf die nächsten Jahre ausreichen werden.

      3. Apropos Einnahmen, letzter Stand der Dinge, war doch, dass, selbst wenn man jetzt sofort starten würde, man frühestens in 2 Jahren anfangen könnte zu fördern und auch erst frühestens in 5 – 7 Jahre in relevanten Mengen.

      4. Sollten wir da nicht lieber die bestehenden Gasfelder, die es in der Nordsee nehmen? – Siehe auch Projekt GEMS.

      5. Sollten wir da nicht lieber daran arbeiten, den Gasverbrauch insbesondere im Privaten und im Gewerbe maximal zu reduzieren?

      5.1 Menschen, die es sich leisten können, ihre Häuser / Wohnungen nachzudämmen, entsprechend zu motivieren, indem man z.B. bis zu 2-mal im Jahr eine kostenlose Wärmekammerauswertung erhält?

      5.2 Wärmenetze auf Nachhaltigkeit umzustellen, bzw. um Großwärmepumpen zu ergänzen, um den Erd-Gasverbrauch hier auf null zu fahren und diese Netze ausbauen, wo möglich?

      5.3 Menschen, die es sich nicht leisten können, ihre Häuser nachzudämmen, z.B. anbieten, das Grundstück an die öffentliche Hand zu verkaufen, dafür wird die Sanierung finanziert und es wird vorwiegend bei älteren Menschen das lebenslange Wohnrecht garantiert. Nach dem Tod verbleibt das Grundstück dauerhaft bei der öffentlichen Hand und fällt unter das Erbbaurecht.

      5.4. Insbesondere bei privaten Vermietern, sollte es ähnliche Möglichkeiten angeboten werden wie bei 5.3

      7. Weitere Föderung von Wärmepumpen und Wärme- und Stromspeicher.

      1. Florian R. sagt:

        Zu 1: Fracking-Bohrungen haben deutlich kürzere Produktionszeiten, als normale Bohrungen. Häng immer vom jeweiligen Feld ab, aber oft sind das nur wenige Monate. Die Produktion kann die USA also relativ schnell drosseln, das passiert aber erst, wenn es sich nicht mehr rentiert, der Gaspreis also unter den Produktionskosten liegt.
        Der Verschluss von Bohrungen ist unabhängig von Fracking. In den USA sind viele Shalegas-Lagerstätten sehr nah an der Oberfläche, so dass nur wenige 10er-Meter für die Abdichtung zur Verfügung stehen. Das ist dort ein Problem.
        Zu 2: In Deutschland liegen die Shale-Gas Lagerstätten im Bereich von 3.000 m unterhalb der Oberfläche. Das Grundwasser ist in den oberen 200 m, heißt, hier gibt es rein geologisch eine wesentlich größere Sicherheit. Bei 1 km Länge ist aus meiner Sicht ein sicherer Verschluss einer Bohrung möglich (wenn nicht, haben wir bei allen normalen Lagerstätten und Speichern ein Problem). Die Gefahr einer Verunreinigung von Grundwasser sehe ich daher primär durch oberirdische Leckagen und damit begrenzte Gebiete. Das macht sowas beim besten Willen nicht toll und Du hast auch völlig recht mit der höheren Bevölkerungsdichte. In der Vergangenheit hat uns das nicht abgehalten. Trotzdem ist ein verunreinigter Tümpel hier für uns dramatischer als ein ganzer verunreinigter Landstrich in Russland von dem wir nichts mitkriegen.

        Zu 3: Jain. Das kommt darauf an wie man die Sache angeht. Wenn wir das machen wollen, müssten wir dsa so machen wir mit den LNG-Terminals. Dann geht das deutlich schneller, ab 1 Jahr.

        Zu 4: Ja, da gibt es ein Vorkommen im Wattenmeer. Ansonsten haben wir keine Reserven. Es gibt noch Tight-Gas, da haben wir noch einiges, aber mit dem Fracking-Verbot musste hier die Produktion eingestellt werden (waren 30% der deutschen Produktion die dadurch weggefallen sind). Man könnte natürlich hier das Fracking wieder erlauben, wäre auch ein Kompromis.

        Zu 5-7: Ja, das sollten wir alles machen und das wäre auch alles besser. Biogas gäbe es auch noch. Aber in der Realität werden Kaufverträge bis 2040 geschlossen. Es gibt die ganzen Alternativen, doch werden sie kaum genutzt. Eine Förderung in Deutschland ist ein Übel, aber aus meiner Sicht das kleinere Übel (global betrachtet), als der Kauf von Gas aus USA oder aus dubiosen Staaten. Das gilt nicht für Gas aus Norwegen oder den Niederlanden, dort würde ich von ähnlichen Standards wie hier in Deutschland ausgehen.

  4. Christoph Henninger sagt:

    Ich befürchte der AfDler in Sachen Wortmarke Stolzmonat könnte einen Fall haben. ich bin kein Anwalt, aber soweit ich weiß muss man eine Marke die man besitzt auch verteidigen. Was der Besitzer ausdrücklich nicht vor hat.

  5. Abkueko sagt:

    zur Frage ob man z.B. 2010 soweit gewesen wäre auf Gas zu verzichten: Nein.

    Allerdings ist da ein Denkfehler drin. Wir haben schon damals massig Gas aua vornehmlich Norwegen und Russland erhalten. Nordstream 2 war nur dafür da entweder noch viel mehr Gas zu importieren oder um die Routen durch andere Länder nicht zu nutzen (und so Kosten zu senken) und weniger aus anderen Ländern zu kaufen.
    Dafür war der Bedarf technologisch nicht erforderlich. Zum damaligen Zeitpunkt waren Gasautos schon gestorben. Es ging um Industrie, Heizung und Kohleersatz. Man wollte sehr viele der Kohlekraftwerke auf Gas umrüsten – nicht nur für die Spitzenlast. Dieser Plan wurde schon früher als nicht erforderlich kritisiert, da man auch stärker erneuerbare zubauen könnte.
    Ebenso sind Wärmepumpen für die heimische Heizung nicht neu. Man hat damals aber weiter auf Gas für Heizungen gesetzt. Noch vor wenigen Jahren wollte man Öl verbieten und die Leute motivieren auf Gas umzusteigen.

    Also ja, man konnte 2010 definitiv nicht weg vom Gas. Aber man wollte den Gasbezug viel weiter ausbauen als er technisch erforderlich gewesen wäre.

    1. Jens sagt:

      Es folgt ein Limerick zum Thema Parken:

      Es war mal ein scheiß SUV,
      der parkte so schlecht wie nie.
      Dort wo er stand,
      der Gehweg verschwand,
      jetzt zahlt er ’ne Strafe, jippie!

    2. Dirk sagt:

      Dazu nur ein paar Ergänzungen

      2013 wurde Nord-Stream 1 schließlich in Betrieb genommen.
      2012 hatte man schon in der Regierung Merkel II (2009-2013 – Schwar-Gelb) die Ökostromumlage so reformiert, dass der Niedergang der Solarbranche eingeleitet wurde. – Ich will nicht sagen, dass die Ökostromumlage einen Konstruktionsfehler hatte, allerdings zu versuchen diesen Konstruktionsfehler, vielleicht im Bundestag gesamtheitlich zu lösen, wurde mal wieder nur so viel „Lenkungspolitik“ betrieben, um die nach meiner Erinnerung als „Grünes“-Energieprojekt diffamierte und ungeliebte Energiepolitik etwas zurückzudrehen.
      2018/2019 Das Problem dieser Politik zog sich dann auch durch Merkel III (Schwarz-Rot) und Merkel IV (Schwarz-Rot), bei letzterem war dann Wirtschaftsminister Peter Altmaier, hatte dieser leider kein glückliches Händchen mit der Windenergie gehabt, was bei obigen Vorzeichen innerhalb der Union aber auch nicht verwundern kann. (Was man ihm zugutehalten kann, dass er offensiv mit den falschen Zahlen bzgl. des Infraschall von 100 Dezibel statt 64 Dezibel der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) umgegangen war und sich dafür auch entschuldigte, da hierauf sich auch Abstandsregeln maßgeblich berufen.)
      2023/2024 („Ampel“-Regierung) FDP will um Biegen und Brechen, keine neuen Schulden, aber auch keinem steuerlichen Begünstigen antasten, da dies ja verkappte Steuererhöhungen sind, einsparen sollen alle anderen Haushaltsressorts machen, selbst wenn dies das endgültige Aus der Solarbranche in Deutschland heißt und den ohnehin schon angeknacksten soziale Frieden noch weiter gefährdet.

      Abschließend noch ein Hinweis auf die Wikipedia bzgl. Batterie-Speicherkraftwerke
      https://de.wikipedia.org/wiki/Batterie-Speicherkraftwerk
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Batterie-Speicherkraftwerken
      https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_energy_storage_power_plants

      Wir waren auch mal hier Technologieführer….
      Mittlerweile kann China mit Natrium-Ionen-Batterien statt Lithium-Ionen-Batterien daher kommen, die zwar eine etwas geringer Leistungsdichte haben, aber dafür mindestens 50 % günstiger sind.

      1. Titus von Unhold sagt:

        „bei letzterem war dann Wirtschaftsminister Peter Altmaier, hatte dieser leider kein glückliches Händchen mit der Windenergie gehabt“

        https://taz.de/Vernunftkraft-Chef-im-Ministerium/!5644860/

  6. Alex sagt:

    Zum falschen Thema, aber das Gehirn hat es so gewollt:

    Kommet die Woche nach Spenge,
    Dort kommt es zu einem Gemenge,
    Denn erst wird gedichtet,
    Dann drüber gerichtet,
    Drum achtet auf die Verslänge.

  7. Christian sagt:

    Bezüglich der Ukraine und dem Einsatz westlicher Waffen auf russischen Boden:

    Ich muss da leider doch etwas Salz in die Wunde streuen. Deutschland und die USA haben den Waffeneinsatz nur an Charkiw Front erlaubt, andere Länder dagegen überall. Einen wirklich Effekt machen aber, wenn man ehrlich ist, nur die amerikanischen Waffen. Bei den deutschen Waffen kommen lediglich die Panzer Haubitze 2000 oder die Patriots Sinn. Ersteres ist keine Flächen Waffe. Damit müsste man zielgenau einen Panzer auf russischen Boden treffen (was in der Masse keinen Effekt hat) Mit letzterem könnte man russische Flugzeuge schon auf russischen Gebiet treffen, aber die so geringe Stückzahl der Patriots sorgt dafür dass die gar nicht nur in Front Nähe aufgestellt sind. Bei den Briten kommen die Storm shadows in frage, deren Einsatz aber in der letzten Zeit insgesamt stark zurück gefahren wurde.

    Insgesamt muss man bei dem Thema abwarten ob die F16 auf russischen Gebiet eingesetzt werden (dürfen) und dann tatsächlich einen Unterschied machen.

    Noch ein paar Worte zur Charkiw “Offensive”: hier wird ja aktuell auch viel gesagt, dass die Offensive der Russen gescheitert sei. Das stimmt im dem Sinne, dass die Russen dort kaum Gebiet erobert haben und zurück gedrängt wurden. Das Ziel der Russen war aber ein anderes, nämlich dass die Ukraine ihre besten Truppen von der Donezk Front abziehen muss und nach Charkiw schicken muss. Das war dann schon ein “Erfolg” für die Russen. Denn in Donezk sieht die Lage der ukrainischen Truppen nicht gut aus. An verschiedenen Stellen sind einkesselungen möglich.

    1. Titus von Unhold sagt:

      „Insgesamt muss man bei dem Thema abwarten ob die F16 auf russischen Gebiet eingesetzt werden (dürfen) und dann tatsächlich einen Unterschied machen.“

      Zumindest die Niederlande wollen keine Einschränkungen machen:

      https://www.merkur.de/politik/news-nato-waffen-einsatz-russland-angriffskrieg-ukraine-niederlande-genehmigt-front-kampfjet-f16-zr-93106894.html

  8. Sanddorn sagt:

    Modi und seine Hindu Partei ist nicht nur für Muslims ein Problem, auch für Christen und Sikhs. Mein Kollege aus Südindien(Christ) ist u.a. deshalb jetzt in Deutschland und der Mord an dem Sikh-Aktivisten in Kanada erinnerte ja schon an Putin Methoden.

  9. Marc Riese sagt:

    Ich möchte mal ein sprachliches Thema aufgreifen, weil ich in dieser Folge wieder darüber gestolpert bin.

    Ihr hattet beim Erdgas aus Russland kurz diskutiert, welcher fossile Brennstoff klimafreundlicher wäre.
    Das halte ich für einen unzulässigen Euphemismus. Kein fossiler Brennstoff ist klimafreundlich, sondern man könnte höchstens darüber reden, welcher weniger klimaschädlich wäre.

    Ich stolper da bei allen möglichen Themen drüber, seien es Automodelle, Verbrennertypen, oder sonstige Technologien. Alles was zusätzlich CO2 dem Kreislauf hinzufügt, ist im Vergleich nicht in einem bestimmten Maße klimafreundlicher, sondern mehr oder weniger klimaschädlich. Da hat uns allen die Fossillobby-Propaganda hervorragend den Kopf gewaschen.

    Ich plädiere daher dafür, diesen Euphemismus in Zukunft bewusster oder gar nicht mehr zu verwenden.

    1. Katrin sagt:

      ich glaube, alles was ich angeführt hatte waren a) Atomkraft und b) Wärmepumpen.
      beide nicht fossil.
      ich weiß, Holger fing dann damit an, was du beschreibst – aber ich setzte dem ja durchaus diese beiden Varianten entgegen. aus gutem Grund

  10. Titus von Unhold sagt:

    Holgis Kritik an der angeblichen Wissenschaftsfeindlichkeit von Scholz geht ins Leere, insbesondere beim Gas. Das Papier von Bachmann et al wurde damals bei den Linken Ökonomen nämlich ziemlich zerrissen, insbesondere von Sebastian Dullien vom IMK und auch von Olaf Scholz‘ Lieblingsökonomen Tom Krebs der bei Makronom einen (für wissenschaftliche Verhältnisse) üblen Verriss dazu geschrieben hatte. Nicht zu Unrecht wie man im Nachhinein sieht, denn die Gasmangellage hat tatsächlich 4,1 % des BIP gekostet, Corona nur 2,8%.

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