Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Melnyk, Pressefreiheit, Sylt, Indien, LNG-Terminals, Inflation in der Türkei und die Jugend

| 21 Kommentare

Belarussische Todesstrafe, Ukraine-Tracker, undiplomatischer Melnyk, neue Sanktionen, offene Briefe, flüssiges Gas, indisches Kabinett, türkische Inflation, deutsche Jugend, freie Presse, attraktives Sylt & ein Faktencheck von Nándor Hulverscheidt.

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Links und Hintergründe

Belarus

Ukraine Support Tracker

Sanktionen

Antworten auf den offenen Brief:

Westsplaining:

LNG-Terminal

Melnyk:

Indien I

Inflation Türkei

Jugendliche:

Indien II

Sham zur Pressefreiheit in Hongkong

Pressefreiheit

Die gute Nachricht aus Kalifornieren

Covid-Tote

Maßnahmen in Belgien

Griechenland

Wahlrecht

Was auch spannend war: CEMAS-Studie

Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

21 thoughts on “Melnyk, Pressefreiheit, Sylt, Indien, LNG-Terminals, Inflation in der Türkei und die Jugend

  1. Marc sagt:

    Hallo,

    ich denke, man sollte sich keiner Illusion hingeben, ein Atomkriege würde die totale Vernichtung bedeuten. Die Vorstellung, man könne einen Atomkriege mit „kleinen“ Atomwaffen, begrenzen, ist meiner Ansicht nach, gefährlich. Zum einen haben selbst kleine Atomwaffen, eine Sprengkraft jenseits von Hiroshima und Nakasaki. Zum anderen gerät man in eine Eskalationsspirale, die nicht bei diesen Waffen endet. Genau hierin liegt das Dilemma in dem wir seit der russischen Invasion stecken. Gegen eine Atommacht, kann man militärisch nicht gewinnen, da am Ende immer die totale Vernichtung droht. Mit moralischen Argumenten kann man dieses Dilemma nicht auflösen. Genau diese Konsequenz leiten meiner Ansicht nach das Handeln von Olaf Scholz; selbst wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Atomkrieg gering wäre, wären die Folgen einfach fatal und sind deshalb zu vermeiden. Ich bin sehr froh darüber, dass wir derzeit eine Regierung haben, die in ihrem Handeln diese Gefahr im Blick hat und ihr Handeln damit abgleicht.

  2. Stefanie sagt:

    Moin,
    da Holger mein Limerick über den Charmin Bär gefallen hat, probiere ich es doch gleich noch einmal 🙂

    Sylt, Kurort der Hippen und Reichen,
    Bedroht wie mancher Orts die Eichen.
    Starker Wind peitscht über’s Meer,
    der Champagner ist leer.
    Am End‘ wird g’winnen die Gezeiten.

  3. Anonymouse sagt:

    Nicht Dolly Parton, sondern die Editors <3, Song: Papillon 🙂

  4. Bernd Bandekow sagt:

    Realitätsabgleichslimerick

    Es gibt viele Leute auf Sylt,
    die haben ein komisches Bild
    von Billigtouristen
    die Strände zumisten.
    Zeigts Ihnen, das wird wild.

  5. Dominic sagt:

    Lieber Holger, es könnte sein das Du noch nicht alle Möglichkeiten von der Gasheizung weg zu kommen kennst:

    https://www.youtube.com/watch?v=BvI7A3NmY08

  6. Christoph Henninger sagt:

    Ich weiß es ist eine unpopuläre Meinung zum Besuch oder Nichtbesuch von Scholz, aber trotzdem will ich sie los werden. Sie gliedert sich in zwei Teile.
    Erstens: Scholz muss überhaupt nicht in die Ukraine fahren. Es ist nicht notwendig, dass er sich dort alles anschaut, Kräfte bindet und sich durch die zum Teil zerstörte Stadt führen lässt. Es ist nicht so, dass er dort eine Hilfe wäre.
    Zweitens: Scholz hat gut daran getan nicht in die Ukraine zu reisen solange die Sache mit Steinmeier nicht geklärt war. Ja, Steinmeier hängt wahrscheinlich immer noch viel zu stark an Russland. Trotzdem ist er der erste Mann im Staat. Diese Eigenschaften muss man trennen. Nicht von hier aus betrachtet, aber in der Diplomatie. Und wenn der oberste Repräsentant unseres Staates ausdrücklich unerwünscht ist, kann der Regierungschef nicht einfach da rüber fahren.

    1. Andreas sagt:

      So wie Melnyk sich hier aufführt, das kann man sich nur in Deutschland leisten. Wenn Deutschland im Krieg wäre und Deutschlands Botschafter im Ausland sich so aufführen würden, das würde nicht gut funktionieren.

      1. Eule sagt:

        Ein deutscher Botschafter im Ausland hätte einen ganz anderen historischen Hintergrund zu beachten als ein ukrainischer.

        IMHO macht Melnyk seine Sache schon ganz richtig. Deutschland in seiner saturierten Bräsigkeit kann einen A*schtritt (oder auch zwei oder drei) gut brauchen.

  7. Ole sagt:

    Ich hoffe, dass mein Einwand lohnt,
    Sylt wird nicht von Reichen bewohnt.
    Die „Bonzen“ auf Sylt sind aus Städten,
    Es wär‘ an der Zeit Sylt zu retten.
    Lasst die Insel deshalb doch verschont.

    … und geht statt dessen doch einfach den Neureichen auf den Sack, wenn sie zu Hause sind.
    Und vielen Dank an Holger, für den vorbildlichen Hinweis auf den Dünenschutz!

    Ich werde ab Juni übrigens jedes mögliche Wochenende im Allgäu verbringen – für 9 Euro 😉

  8. Klaus sagt:

    Insulander verstehen bei zugezogenen und Touristen keinen Spaß. Da wird auch gerne mal der übermotivierte neue Polizist auf seinen Platz verwiesen. Bei Corona trafs eher die Autos mit verdächtigen Kennzeichen davor die westdeutsche Fischkette die dachte sie könne sich ungetraft auf den östlichen Inseln breit machen. Dafür freut sich allerdings die Inseljugend wenn sie ausm rest des Bundesgebietes verstärkung für ihre Technoparties bekommen, von denen man per umweltfreundlichen Fahrradkurrier in Kenntnis gesetzt wird. Mit etwas Glück findet man auch Leute aufm festland mit denen man zur nächsten Party segeln kann. Die ostdeutschen Inseln kann ich nur empfehlen ^^

  9. Titus von Unhold sagt:

    Warum werden Berufe nicht gewählt? Die Relevanz von Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung

    Aufbauend auf der Vermutung, dass die „Nicht-Wahl“ von Berufen anderen Logiken folgt als die Wahl von Berufen, stellt die Autorin in ihrer Dissertation ein theoretisches Modell vor, das Attraktions- und Aversionsfaktoren in der Berufsfindung unterscheidet. Basierend auf Auswertungen einer Schülerbefragung wird am Beispiel der Pflegeberufe aufgezeigt, dass Aversionsfaktoren von zentraler Bedeutung in der Erklärung der „Nicht-Wahl“ von Berufen sind.

    https://www.bibb.de/dienst/veroeffentlichungen/de/publication/show/9795

  10. Thomas sagt:

    Also ich habe hier in Bamberg folgende Realität. Ein großes Boschwerk, bis vor kurzem als begehrter Arbeitgeber und Ausbilder bekannt, hat seit ca. 2 Jahren ein Plakat auf dem um Auszubildende geworben wird. Gleichzeitig hat meine Schule (FOS/BOS) nächstes Jahr mehr neue Klassen als in den letzten Jahren. Suchen hier mehr Leute Weiterbildung, Sicherheit, oder neue Perspektiven? Keine Ahnung. Durch Coronaregelungen hatten wir jetzt viele Wiederholer*innen. Es passt aber auch zu: die Jugend orientiert sich am Geld. Ich kann ihnen das nicht verübeln. Ich rede ja da regelmäßig und sie sind sich bewusst, dass sich niemand für sie interessiert, dass sie nicht gesehen werden und weniger Chancen haben oder aber sie halten sich an sehr konservativen Ideen fest und glauben das Leben ihrer Eltern haben zu können. Das ist natürlich unrealistisch. Also, warum sollte die alle Spaß haben wollen? Das konnte ich in den 90ern unbeschwert. Jetzt? Du warst schon 2018 am Arsch als Schüler*in, da war Klimakrise, dann kam Corona, jetzt noch ein Krieg. Wenn du 15 bist, dann bist du ziemlich allein, ungehört und weißt, dass vielen dir nur passieren wird, weil die Entscheidungen dafür sich dir entziehen. Also pragmatisch sein…

  11. Judith sagt:

    Leider ist die Nachricht aus Belgien vermutlich das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Jedes Restaurant ist auch verpflichtet, dem Gast eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer auszuhändigen. In 90% der Fälle bekommt man nur einen Rechnungsentwurf. Die eigentliche Rechnung gibt es nur aufNachfrage. Die Regel sollte schwarze Kassen abschaffen, ist aber nur so mittel gelungen.
    Deshalb glaube ich nicht, dass wirklich CO2 Messgeräte installiert und ordnungsgemäß betrieben werden. Nach meiner Erfahrung werden solche Regeln nur selten durchgesetzt.

  12. Barbara und Mareike sagt:

    Sylt-Limerick
    Es war mal ne Wirtin aus Westerland,
    die langsam nun um ihre Gäste bangt.
    Kommen jetzt nur noch die Deppen, verkaufe ich Bier und Adiletten.
    Ist immer noch besser als nix in der Hand.

  13. Priska sagt:

    Zum Thema Steinmeier:
    Ich hatte neulich einen Abriss gelesen, warum die Ukraine ihre Bauchschmerzen mit einem Besuch Steinmeiers haben könnte. Den fand ich sehr interessant und aufschlussreich: https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/ukraine-rechtfertigt-steinmeiers-russland-politik-die-ausladung-17957281.html
    (Leider hinter ner Paywall, hoffentlich kommt die mit der Zeit runter)

    Ansonsten hatte ich noch gehört, dass die ganze Ankündigung des Besuchs auf diplomatischem Wege von deutscher Seite her auch eher holprig und ungeschickt eingeleitet wurde, sodass es vielleicht recht einseitig ist, den Schwarzen Peter dazu allein der Ukraine zu zu schieben. Solche Termine würden wohl vor der Ankündigung erstmal diskret abgestimmt, um eben solch öffentliches Bloßstellen zu vermeiden. Stattdessen gab es diese spontane Ankündigung und schwammige Absage, die dann medial und politisch zerrissen werden konnte.

  14. Marqueee sagt:

    Der Pöbel reist bald schon nach Kampen
    Präsentiert dort stolz seine Wampen.
    Was Gästen mit Geld
    So gar nicht gefällt.
    Der Plebs ignoriert‘s – und begießt sich die Lampen

  15. Horsti sagt:

    Hallo Ihr,

    vielen Dank für die wie stets tolle Sendung. Besonders gefreut hat mich, dass ihr beide seit Längerem mal wieder wirklich gut aufgelegt wirktet. Keep up the good work und bleibt guten Mutes!

    Hier der Versuch eines Limericks zum Thema Festival auf der Insel der Reichen und Schönen 😉

    Sommer zweiundzwanzig in Kampen
    Da brennen bei uns alle Lampen
    Statt Sektchen und Hummer
    Gibt’s Bier und Gewummer
    Bye bye, Schickeria-Arschkrampen

  16. Marc sagt:

    Es findet der Inselrat von Sylt
    dass das Neun-Euro Ticket nichts gilt
    Nimm besser den Heli
    für die Reise zum Deli
    wenn Gosch zum Saufen den Eimer dir füllt
    [limerickpremiere – am metrum bastel ich noch]

  17. Friederike sagt:

    Heute habe ich mal wieder einen Limerick

    Der Sylter gelassen in Westerland
    Hält den Stürmen und Fluten der Nordsee stand.
    Doch Panik bricht aus
    Die Flut kommt, oh Graus,
    Mit dem Zug übern Damm aus dem Hinterland!

    Als Studentin habe ich übrigens vor vielen Jahren nach dem Staatsexamen eine sehr erholsame und gar nicht abgehobene Woche in der Jugendherberge Hörnum auf Sylt verbracht. Anreise mit dem Zug von Passau nach Westerland – ohne umsteigen!😄👍

  18. Christian sagt:

    Eine Frage geistert in meinem Kopf herum. Holger hat sich ja Gedanken darüber gemacht, dass die Russen ja zu Paria werden, dass sie eigentlich nirgends mehr laut sagen können „Ich bin Russe“. Das sind negative Auswirkungen dieses Krieges.
    Was für positive Auswirkungen stehen eigentlich auf der anderen Seite gegenüber? Nehmen wir mal an, dass er die Ukraine militärisch niederringen kann. Wie will er den Frieden gewinnen, ohne seinen Nachfolgern ein dauerhaftes Problem mit aufständischen Ukrainern zu bescheren?
    Meiner Ansicht nach ist die gesamte Unternehmung für mich nicht mal ansatzweise nachvollziehbar.

    1. Christian sagt:

      Oder noch mal anders formuliert: Ich sehe eigentlich nur, dass sich für Putin nicht wünschenswerte Folgen des Handelns ergeben. Er hat sich aber vermutlich etwas dabei gedacht.
      Was war also bei ihm der Grund, sich zu denken „Egal, ich mach es trotzdem“?

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