Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Hannah Arendt, Kloppe, Risiko, Autofahrer und Atommüll

| 31 Kommentare

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Links und Hintergründe

31 thoughts on “Hannah Arendt, Kloppe, Risiko, Autofahrer und Atommüll

  1. Björn sagt:

    Zum Thema CO2-Ausstoß durch Streaming:

    Dass Autofetischisten das als Argument bringen, ist mit neu. Ich höre nur immer wieder, dass es weniger CO2 verursachen würde, wenn eine DVD hergestellt, per Post an mich versandt und nach Anschauen wieder zurück gesandt würde, als das Streamen eines Films/einer Serie. Streaming ist also mal wieder eine neue Quelle für CO2-Emissionen durch private Haushalte, die es bisher gar nicht gab. Alle reden vom Klimawandel und es werden ständig neue Probleme entwickelt, siehe auch Rebound-Effekt.

    1. Titus von Unhold sagt:

      Im Deutschlandfunk, WDR5 und bei SWR2 gab es dazu schon ganze Sendungen.

  2. Ronald sagt:

    Wieso sind in Bayern keine Bars offen? Das stimmt nicht.

    Ich war vor drei Wochen in Nürnberg und da sind ungelüftete Kellerkneipen voller Menschen ohne Maske bis in den Morgen geöffnet. Es gibt da praktisch keine Beschränkungen.

    Die hohen Fallzahlen sind von den Bayern komplett selber verursacht und „die Amerikanerin“ nur eine willkommene rassistische Ablenkung von der Realität. Ich halte mich seid dieser Erfahrung so gut es geht von Bayern fern, das Volk dort ist komplett verantwortungslos (was man ja auch an den hohen Zustimmungswerten zur CSU gut ablesen kann).

    1. Katrin sagt:

      Seit heute dürfen sie wieder?
      nach Monaten?

      “Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab diesem Samstag Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen – zumindest unter strengen Infektionsschutz-Auflagen.“

      Quelle: https://www.pnp.de/nachrichten/bayern/Nach-Corona-Pause-Bars-und-Kneipen-in-Bayern-duerfen-wieder-oeffnen-3789601.html

      ich vermute, was du gesehen hast, das waren einfach komplette Regelverstoße ¯\_(ツ)_/¯

      1. Ronald sagt:

        Verdammt, wenn ich gewusst hätte, dass die illegal gehandelt haben, hätte ich es mal mit einer Anzeige versucht. Wobei praktisch alle Kneipen in Nürnberg ganz normal offen und voll waren – das geht so dann nur mit stiller Duldung durch die Behörden. Das hat so offensichtlich stattgefunden, mir kam nicht mal in den Sinn, die Rechtslage in Frage zu stellen. Wahnsinn. Die Bayern sind echt gefährlich.

  3. Felix sagt:

    Zum Thema Genozid könntet ihr auch einfach auf die UN-Definition verweisen:

    https://www.un.org/en/genocideprevention/genocide.shtml

    Ein Völkermord (Genozid) ist nicht der Mord eines Individuums, sondern ein Volkes. Völker sind aber nicht einfach nur eine Menge an Individuen, vielmehr definieren sie sich selbst indem sie sich von anderen abgrenzen. Um eine solche Gruppierung auszulöschen muss jedoch nicht jedes Individuum getötet werden oder überhaupt jemand sterben. Massenmord ist eine Möglichkeit des Genozids, jedoch sollte man diese auf keinen Fall gleichsetzen, denn dann stellt man das Individuum auf eine Ebene mit der Gruppe und das ist ein folgenschwerer Kategorienfehler, der es einem erschwert die Tragweite von Situationen zu erkennen.

    Ein Genozid ist nicht besser als ein anderer nur weil die Methode auf individueller Ebene weniger grausam erscheint. Die Methode mag relativ zu einer anderen weniger direktes Leid erzeugen, aber diese Relativierung wird problematisch, wenn man sie überträgt auf den Genozid an sich. Könnte man diese Relativierung übertragen, bräuchten wir überhaupt nicht von Genozid sprechen, sondern könnten einfach von Massenmorden oder Massensterilisationen aufgrund von Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nationalität, Ethnie oder Religion sprechen. Das Verbrechen des Genozids ist damit jedoch nicht vollständig beschrieben. Dass wir Genozid in Konventionen festgelegt haben ist die quasi-juristische Wertefeststellung, dass die Nationalität,Ethnie,Religion,.. als solche wertvoll und schützenswert sind (nicht nur der einzelne Zugehörige). Es ist die UN-Version von “You are valid”.

    1. Holger Klein sagt:

      Ah, danke! Das ist hilfreich 🙂

      1. Malte sagt:

        also beim Genozid-Thema habt ihr mich verwirrt. Wie jetzt. Ihr wollt den historisch bedeutsamen Begriff auch für kleinere Vorgänge verwenden? Okay kann man machen, ist aber ein bisschen gefährlich. Als ich den Begriff gelernt habe, ging es noch um aktives Töten von Menschen.

        Ich hatte auf meiner Schulter die ganze Zeit ein Teufelchen, das das Nazisprech von der Umvolkung gepiepst hat. Damit fühlt sich der Block so überhaupt nicht gut an…

        1. Tarifkenner sagt:

          Malte, wann hast Du denn den Begriff “Völkermord” gelernt?

      2. Tarifkenner sagt:

        In Ergänzung zu dem, was Felix geschrieben hat: Das ist nicht nur die UN-Definition, sondern auch die gesetzliche Festlegung des Straftatbestands “Völkermord” durch § 6 des deutschen Völkerstrafgesetzbuchs. Die Verhängung von Maßregeln, die Geburten innerhalb der Gruppe verhindern sollen, ist eine mögliche Tathandlungen des Völkermordes. Das gilt schon solange, wie Völkermord in Deutschland strafbar ist, also seit den 1950er Jahren. Hier von einem “erweiterten Völkermordbegriff” zu sprechen, finde ich zumindest seltsam.
        Dagegen sind Maßnahmen gegen die Kultur bestimmter Volksgruppen, z.B. Verbot von Trachten, keine Tathandlungen des Völkermords. Aber der Gedanke ist ganz witzig, dass alle, die sich für ein Verschleierungsverbot in Deutschland einsetzen, irgendwann wegen Völkermords verknackt werden,

        1. Katrin sagt:

          Hi,
          also danke euch beiden, auf jeden Fall, dennoch ist das nicht das, was man zum Beispiel in der Schule oder bei der bpb so lernt. Und wir sind nicht alle Juristen oder Historiker oder kennen alle Dokumente der Welt, sondern wir sind dumme Journalisten, die meistens dankbar sind, wenn sie freundlich auf Dinge hingewiesen werden.
          Ich entschuldige mich für die Formulierung “Erweiterter Völkermordbegriff”, der auf dieser Unwissenheit beruhte.
          Schönen Tag

  4. Jens sagt:

    “Die Bayern bedienen sich bei den anderen Bundesländern” – Das sagt ausgerechnet ein Berliner?
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/laenderfinanzausgleich-berlin-bleibt-groesstes-nehmerland/21104792.html

    Sorry, den Spruch konnte ich leider nicht auslassen – ich bin ja durchaus auch der Meinung, dass der Bundesverkehrsminister eine absolute Fehlbesetzung ist.

    1. der Ralf sagt:

      Was die Finanzen (bzw. den Länderfinanzausgleich) angeht gebe ich dir recht.
      Allerdings hatte ich es in der Sendung eher so verstanden, das Bayern sich anderweitig “bedienen” lässt: Stromversorgung fordern aber Stromtrassen blockieren, Fachkräfte aus anderen Bundesländern anlocken, in der Bundespolitik die Mittelverteilung zugunsten Bayern beeinflussen etc.
      Alleine das es eine rein bayerische Partei (CSU) gibt die bayerische Minister in der Regierung* stellen darf ist schon fragwürdig. Den Luxus hat kein anderes Bundesland.

      *Natürlich nur dann wenn die Union aus CDU/CSU an der Regierung ist.

      1. Eule sagt:

        Wieso denn “fragwürdig” und “stellen darf”? Dieser “Luxus” stünde auch jedem anderen (größeren) Bundesland offen, wenn es dort eine Regionalpartei gäbe die bei Bundestagswahlen auf mehr als 5% (bundesweit gerechnet) kommt. Die CSU wird halt gewählt, und wer gewählt wird kann in eine Regierung kommen. Möchtest du nur noch Parteien zu Bundestagswahlen zulassen, die bundesweit antreten? Das ist für kleinere Parteien ein durchaus erheblicher personeller und organisatorischer Aufwand.

        1. der Ralf sagt:

          Im Kontext der Ausgangsaussage haben die Bayern mit ihrer festen Präsenz in der Bundespolitik schon einen erheblich größeren und festeren Einfluss als andere Bundesländer. Diesen Einfluss müssten sich andere Bundesländer bzw. Landesparteien erst mal erarbeiten. Dazu müsste sich
          1. eine Regionalpartei gründen bzw. abspalten die tatsächlich bundesweit über die 5% Hürde kommt
          2. diese Regionalpartei eine Verbindung mit einer anderen bundesweit vertretenen Partei (oder ehemaligen “Mutterpartei”) eingehen um in die Regierung zukommen.

          Das mag in der Theorie möglich sein. Dürfte aber vermutlich aber schon alleine daran scheitern, das eine Landesgruppe einer Partei die sich “selbstständig” macht eher nicht mit “offenen Armen” wieder in der Bundespartei bzw. von den anderen Landesgruppen aufgenommen würde. Bayern bzw. die CSU ist da historisch bedingt schon immer eine Ausnahme.

          Davon abgesehen halte ich eine derartige “Aufsplitterung” der Bundespolitik in Regionalparteien auch nicht für erstrebenswert. Reicht nicht eine Partei die auf Bundesebene vor allem Landesinteressen vertritt bzw. durchsetzt?

          Natürlich gibt es Regionalparteien und kleine Parteien die nicht in jedem Bundesland antreten. Mit der SSW gibt es sogar eine Partei für nationale Minderheiten die an der 5% Hürde vorbei in den Bundestag einziehen könnte. Es gibt auch parteilose Direktkandidaten. Das ist auch alles gut und richtig so.
          Aber nur die CSU hat durch die Union mit der CDU quasi ein Ticket für Regierungsämter* (u.a. Ministerposten) und setzt sich da auch immer durch.

          Andere Bundesländer bzw. Landesgruppen der entsprechenden Bundesparteien haben diese automatische Regierungsbeteiligung nicht*

          Davon unabhängig ist übrigens die Frage nach der regionalen Vertretung im Bundestag. Da haben wir durch die Direktkandidaten natürlich eh alle (Wahl)Kreise Deutschlands vertreten.

          *immer unter der Annahme das die CDU/CSU an der Regierung ist, natürlich

          1. Eule sagt:

            Ja, stimmt alles. Mein Punkt ist ein anderer: Die CSU ist in dieser Position, weil sie halt hinreichend gewählt wird. Die Menschen in Bayern wollen diese Partei seit Jahrzehnten so haben. Sie ist damit eine Konsequenz des demokratischen Wahlsystems, und daran ist nichts “fragwürdig” oder zwielichtig oder irgendwie ein besonderes Privileg.

            Die CSU hätte das Ticket auch ohne die CDU; sie gewinnt fast alle Direktmandate (und genügend Stimmen für die Sperrklausel) und sitzt damit im Parlament. Sie könnte die Fraktionsgemeinschaft auch auflösen und ohne die CDU in eine Koalition eintreten.

            Ich stolperte über deinen Satz “Alleine das es eine rein bayerische Partei (CSU) gibt die bayerische Minister in der Regierung* stellen darf ist schon fragwürdig. Den Luxus hat kein anderes Bundesland.” Ich habe da herausgelesen, dass man die CSU am besten von Wahlen ausschliessen sollte weil sie irgendwie eine unfaire Verzerrung darstelle, und den Gedanken fände ich gefährlich. Mag aber sein, dass ich da zuviel hineininterpretiert habe.

          2. der Ralf sagt:

            Hallo Eule,
            ja, das war vielleicht missverständlich formuliert.

            Ich möchte die CSU (ebenso wie jede andere demokratische Partei oder Wählervereinigung) natürlich nicht von Wahlen ausschließen. Sie wird demokratisch gewählt und hat damit das Recht in Parlament und Regierung zu sein. Das sie die Union mit der CDU aufkündigen könnte und ein anderes Bündnis eingehen könnte stand ja vor ein paar Jahren auch mal im Raum (Irgendwas mit Seehofer und Rücktritt oder so).

            Der Punkt ist halt der Umstand “bayerische Minister die über die “CSU Quote” ins Kabinett kommen”:
            Von den 15 Bundesminister*innen sind 3 von der CSU. Rein rechnerisch verteilen sich die restlichen 12 Ministerposten auf die restlichen 15 Bundesländer. Bei den Staatsministern bzw. Staatssekretären sieht die Quote ein klein wenig besser aus (ohne Bewertung der Bedeutung der entsprechenden Funktion. Das m.M.n. wichtige Thema Digitalisierung ist z.b. in CSU Hand).

            Die Wahlkreise sind zwar alle im Parlament vertreten, aber nicht alle Bundesländer im Kabinett*

            Es liegt halt nahe (Achtung, Unterstellung von mir) das diese Minister und nachgeordnete Funktionäre im Zweifel politisch eher im Sinne Ihres Wahlkreises entscheiden. Der liegt halt bei allen CSUlern in Bayern.

            * Mein eigentlicher Punkt ist der:
            “Davon abgesehen halte ich eine derartige “Aufsplitterung” der Bundespolitik in Regionalparteien auch nicht für erstrebenswert.”
            Die Bundesregierung sollte Bundespolitik machen. Woher die Kabinettsmitglieder kommen sollte, wenn überhaupt, zweitrangig sein. Das ist aber nicht gegeben wenn ein Bundesland über seine Regionalpartei überproportional viele Sitze im Kabinett hat.
            Die Länderinteressen gegenüber der Bundespolitik werden eigentlich im Bundesrat vertreten.

          3. Eule sagt:

            Die CSU profitiert natürlich von der Verbindung mit der CDU; sie war dadurch schon an Koalitionen beteiligt, bei denen die von ihr mitgebrachten Prozente nicht gebraucht wurden, was politisch sonst eher ungewöhnlich ist. Umgekehrt verhindert die Verbindung allerdings auch, dass die CSU ohne die CDU in eine Koalition geht, wobei das zugegeben eher akademisch ist, was aber allein an der inhaltlichen Nähe der beiden Parteien liegt und nicht daran, dass die CSU eine Regionalpartei ist.

            Regionalproporz ist bei Pöstchenbesetzung zwar immer auch ein Kriterium (auch wenn es oft genug an dieser Tatsache schon sicherlich auch berechtigte Kritik gibt), CSU-Politiker kommen aber natürlich zwangsläufig aus Bayern. Und bei der letzten Bundestagswahl hatte die CSU 6,2% – mit ähnlichen Ergebnissen hatten 1998 auch die Grünen (6,7%) und 1994 die FDP (6,9%) jeweils drei Ministerposten erhalten.

            Das Saarland stellt übrigens aktuell auch drei Personen im Bundeskabinett… 😉

          4. Titus von Unhold sagt:

            “Sie ist damit eine Konsequenz des demokratischen Wahlsystems, und daran ist nichts “fragwürdig” oder zwielichtig oder irgendwie ein besonderes Privileg.”

            Doch!

            Von den mehr als 1,6 Milliarden Euro, die das CSU-regierte Ministerium in dieser Zeit verteilen konnte, flossen 551 Millionen Euro in die Fernstraßen des Freistaats.

            https://www.spiegel.de/auto/aktuell/bayern-andeas-scheuer-uebervorteilt-fernstrassen-in-der-heimat-a-1302320.html

            “Die CSU-Verkehrsminister praktizieren eine ganz spezielle Art des Länderfinanzausgleichs: mehr Geld für Bayern, weniger für die anderen Bundesländer”

            https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bayern-kassiert-mehr-geld-fuer-strassen-als-andere-bundeslaender-a-1253941.html

            Laut Antwort-Schreiben des Bundesverkehrsministeriums, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, hat der Bund seit 2002 mehr als 811 Millionen Euro für Straßenbau in Dobrindts Wahlkreis ausgegeben. Der größte Anteil der Summe, 693 Millionen Euro, wurde in Bundestraßen investiert, 54 Millionen Euro in Autobahnen, 65 Millionen Euro in Brücken.

            https://www.rnd.de/politik/vorwurfe-gegen-dobrindt-strassenbaumittel-fur-wahlkreis-verdoppelt-FLC5IXPPN5EOJACV5NL5UN2MGE.html

          5. Eule sagt:

            @Titus:

            Es ist fragwürdig, wie die CSU mit ihrer Macht umgeht. Es ist jedoch nicht fragwürdig, wie sie sie bekommen hat. Auf diesen Unterschied wollte ich hinaus.

            Wir dürfen nicht versuchen, aus inhaltlichen Gründen systemische Unterschiede zu machen, bzw. diese müssen so extrem sein, dass sie offensichtlich zu rechtfertigen sind (so wie bei Meinungsfreiheit und §130 StGB).

    2. Martino sagt:

      Holger hat doch erklärt, wie dieses “Bedienen” funktioniert und gemeint war. Es geht eben nicht um das Geld aus dem Länderfinanzausgleich, sondern um zugewiesene Bundesmittel, auf Kosten anderer Länder ausgebildete Akademiker, Verweigerung der Energiewende durch Windradbeschränkungen, dazu Weigerung von (überirdischen) Stromtrassen, gleichzeitige Weigerung auch nur den eigenen Atommüll zu lagern.

      Aus dem Länderfinanzausgleich kann man sich nicht wirklich “bedienen”, weil man dafür erst mal arm sein muss.

  5. Ahoi sagt:

    Bisschen Off-topic zwar, aber Ihr habt im Abspann 2 Firefox Plugins erwähnt. “I don’t care about cookies” konnte ich easy finden.

    Habt Ihr zum anderen, das beim Firefox Beenden alle Kekse löscht, eine bestimmte Empfehlung?

    Merci villmals

    1. der Holger sagt:

      Einstellungen
      Datenschutz Sicherheit
      Browser Datenschutz
      – cookies und Website-daten
      [x] Cookies und Website-Daten beim beenden von firefox löschen (Ausnahmen verwalten)

  6. der Holger sagt:

    hallo miteinander:

    Thema1: Israel/Palästina
    und Vertretung bzw. Repräsentation im Parlament. Da war die Aussage, dass die Unterschiede – politische und gesellschaftliche Ansichten – innerhalb einer Gruppe (da wurde dann auf Mann bzw. Frau gewechselt) grösser sei, als der Durchschnitt zwischen diesen Gruppen.

    Das führt dann direkt zu den Forderungen nach Quotenregelungen um diese Ansichten abzubilden.
    Spricht so betrachtet gegen Quote egal ob Mann/Frau oder Akademiker/Arbeiter oder Jugend/Erwerstätig/Rentner/Pensionär.
    Denn das Parlament oder Aufsichtsrat oder Vorstand soll ja die Mitglieder nicht abbilden sondern vertreten.
    Und ein Abgeorneter kann genausogut die Interessen von Frauen vertreten oder eine Abgeordnete die Interessen von Männern.
    Wozu gibt es dann oft Forderungen nach Quote zwischen Mann/Frau?
    Eine Auswahl durch Wahl sollte ja nach Empathie, Fachwissen, Menschlichkeit oder Fähigkeit erfolgen und nicht nach Geschlecht.

    Thema2: Wunsch nach Fragen an Claudia Kemfert oder andere Personen:

    mein Beitrag:
    Was spricht gegen https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor
    gerade um Kohlendioxidanstieg bei industrieller Stromerzeugung schnell zu verhindern kilngen die Angaben auf wikipedia fast zu toll um war zu sein.
    vor allem weil Infrastruktur komplett beibehalten werden kann. Da wo jetzt konventioneller Reaktor oder Kohle oder Gaskraftwerk steht einfach einen kleinen neuen Reaktor hinpflanzen.

    1. Florian R. sagt:

      Diese neuen Reaktoren sind im Prinzip eine feine Sache, da sie nachezu CO2-frei Strom liefern können. Endlagerung ist nach wie vor ein Problem, aber da diese neuen Reaktoren den “Atommüll” verbrennen, wird der sogar weniger. Hört sich alles zu toll an, um wahr zu sein. Ist also eine feine Sache (wenn man die Auswirkungen eines Supergaus begrenzt), hat aber einen Hacken:
      Es dauert zu lange! Dieser neue Reaktortyp muss erst noch fertig entwickelt werden bzw. ich kenne den genauen Stand nicht, aber die Dinger werden noch nicht in Serie gebaut. Der Bau eines einzigen “normalen” Atomkraftwerk dauert mindestens 20 Jahre! Und wir brauchen davon eine ganze Menge. Bis die Dinger Strom in nennenswerter Menge liefern, sind wir mindestens bei 2050 und damit ist es für alle Klimaziele zu spät. Von daher brauchen wir Alternativen die schnell in großer Menge gebaut werden können, und damit läuft es vermutlich auf Wind und Solar hinaus. Und wenn wir das geschafft haben, brauchen wir die Kernreaktoren auch nicht mehr, vermute ich mal.

      Aber das wäre auch noch eine Frage: Welche Energiequellen können wir denn überhaupt noch ausreichend schnell aufbauen?

  7. Florian R. sagt:

    Ich hab zum Thema Klimawandel eine Frage, die mir bisher noch niemand so richtig beantworten konnte und zwar, was macht eigentlich das Wasser und wie kann man das überhaupt berücksichtigen?

    Ich hole dafür noch kurz etwas aus, sonst ist das schwer verständlich. Wasser hat nämlich die dominierende Rolle im Wetter (und Klima?), z. B.:
    – Treibhausgase: Wasser +20,6°C, CO2 +7,2°C, O3 +2,4°C,… Heißt Wasser macht fast dreimal so viel Treibhauseffekt wie CO2.
    – Fossile Brennstoffe sind im allgemeinen Kohlenwasserstoffe, also x Kohlenstoff und y Wasserstoff. Bei der Verbrennung mit O2 entsteht daher neben CO2 auch H2O und bei der Kühlung auch noch, z. B. im Kühlturm. Heißt es wird bei der Verbrennung mehr Wasser emittiert als CO2.
    – Anschauliches Beispiel: Fernsicht, die ist dann am besten wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig ist.
    => Warum ist CO2 und nicht Wasser primär für die Erderwärmung verantwortlich?

    Wie kann man überhaupt feststellen, dass dem nicht so ist? Denn im Gegensatz zu CO2 ist Wasser physikalisch gesehen für die Vorhersage so richtig schei…:
    – CO2 ist ein Gas, Wasser kommt in der Atmosphäre fest, flüssig und gasförmig vor (Eiskristalle, Hagel, Schnee, Nebel, Regen, Wolken,…) und wandelt den Aggregatzustand in der Atmosphäre auch noch um
    – Der Einfluss aus den Klimawandel hängt nicht nur von der Konzentration des Wassers ab, sondern auch davon wo es in welcher Form vorliegt. Dicke, niedrig hängende Wolken z.B. wirken sogar kühlend.
    – Die Luftfeuchte ändert sich täglich ähnlich stark wie zwischen den Jahreszeiten und das ist auch noch überall unterschiedlich
    – Die Luftfeuchte ist temperaturabhängig und zwar gleich in doppelter Weise: 1. wenn es wärmer ist, verdampft mehr Wasser und es verdampft schneller. 2. wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen.
    => Wie kann man all diese Effekte abbilden und dabei sinnvolle Resultate erhalten? Da ist die Wettervorhersage doch einfacher, denn werden im Prinzip mit großer Rechenleistungen einfach Wetterlagen und deren Entwicklung mit der aktuellen Wetterlage verglichen.

    Die Antwort darauf interessiert mich sehr, wobei ich mir nicht sicher bin, ob da eine einfache Antwort möglich ist.

  8. Andreas sagt:

    Zu eurer Milchmädchenrechnung mit Netflix und dem Autoverkehr…

    Die Digitalbranche erzeugt laut einer Studie des französischen Think-Tanks “The Shift Project” etwa doppelt so hohe CO2-Emissionen wie der gesamte Flugverkehr, knapp vier Prozent des weltweiten Ausstoßes. Tendenz stark steigend. Bei ungebremstem Wachstum ist absehbar, dass 2025 die Acht-Prozent-Marke überschritten werden wird und die Digitalbranche damit mehr Treibhausgase erzeugt als der gesamte weltweite Auto-Verkehr zusammen.

    Digitalisierung kann helfen, Umweltprobleme zu beheben, vor allem wenn der Strom aus erneuerbaren Enbergiequellen gewonnen wird.

    https://theshiftproject.org/en/article/unsustainable-use-online-video/

    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energieverbrauch-digitalbranche-geraet-ins-visier-der-klimaschuetzer/26138858.html?ticket=ST-3136235-ngVNxVUsmVb7tP7rdKfI-ap2

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/digitalagenda-1727066

    1. Katrin sagt:

      und warum ist das Milchmädchen, wenn wir über Streaming sprechen und du über die gesamte Digitalbranche?

  9. Norbert sagt:

    Holgi hatte über das aggressive Verhalten Chinas gesprochen, und dabei Taiwan erwähnt. Nur zur Erinnerung: China ist genau wie Korea heute und Deutschland vor 30 Jahren ein geteiltes Land. Zwecks Realitätsabgleich ist es mitunter hilfreich, sich die (z.Z. weitgehend ruhenden) Gebietsansprüche Taiwans – dessen offizieller Name nach wie vor Republik China ist – anzusehen:
    Karte: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/45/ROC_Administrative_and_Claims-de.svg
    (Im Kontext: https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_China_(Taiwan)#Geschichte)

    Weitgehend ruhend heißt, Taiwan beansprucht nach wie vor einige Inseln in japanischen Gewässern, sowie alles innerhalb der Neun-Striche-Linie: https://en.wikipedia.org/wiki/Nine-dash_line

    Die VR China verhält sich gegenüber Taiwan nicht so sehr anders, als sich die BRD gegenüber der DDR verhalten hat, deren Unabhängigkeit sie auch nie anerkannte. Nur hatte die DDR die Sowjetunion und den Warschauer Vertrag im Rücken, während Taiwan weitgehend auf sich gestellt ist.

    Bei Tibet ist interessant zu sehen, dass seine Zugehörigkeit zu China für den Westen nie ein Problem war, so lange die Qing-Dynastie oder die Kuomintang an der Macht waren (Verträge mit Tibet mussten immer von China gegengezeichnet werden, Reparationen für die britischen Kolionalkriege in Tibet wurden von Peking statt von Lhasa bezahlt, etc). Erst seit die Kommunisten die Herrschaft übernommen haben, wird dieser Anspruch bestritten.

    1. Holger Klein sagt:

      „Erst seit die Kommunisten die Herrschaft übernommen haben, wird dieser Anspruch bestritten.“

      Was wiederum korreliert mit der Verbreitung der Massenmedien, die das im Grunde auch erst sichtbar gemacht haben – vor allem die Stimme der Tibeter selbst. Das wär mal ein interessanter Forschungsaspekt!

      1. Norbert sagt:

        Das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Legitimität von Grenzen würde ich wenn möglich nicht vermischen. Wenn wir uns über die Unabhängigkeit Schottlands unterhalten, das auch nur 20 Jahre früher an England kam, als Tibet an China, und uns anhören, was die “Stimme des Schottischen Volkes” so dazu zu sagen hat, ist die Aussage Schottland sei unrechtmäßig besetzt ja auch kein valides Argument.

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