Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Karlspreis, NATO-Absprachen, Xinjiang-Leaks, Berliner Wahldebakel, Sandstürme in Irak und Ukrainekrieg

| 17 Kommentare

Auszeichnung für eigentliche Präsidentin von Belarus und ihre Mitstreiterinnen, Russlands kleine Mobilmachung, NATO-Absprachen, Polens Einlenken, Chinas Genozid, Berlins Wahldebakel, Irans Verhandungen und Sham Jaff zu Iraks Sandstürmen.

Dazu eine gute Nachricht für Zugfahrer*innen, ein Limerick von Jens Ohrenblicker, ein Faktencheck von Nándor Hulverscheidt und der legendäre Börsenticker.

Links und Hintergründe

Belarus

Russland

Hunger als Waffe

Ukraine

Polen

Uiguren

Neuwahlen

Sham Jaff zu Irak

Sandstürme / Iran

Schnellzug Berlin Paris

Der Faktencheck von Nándor Hulverscheidt

17 thoughts on “Karlspreis, NATO-Absprachen, Xinjiang-Leaks, Berliner Wahldebakel, Sandstürme in Irak und Ukrainekrieg

  1. Stefan Hartmann sagt:

    Das die „Nahrungsmittelkrise“ nur existiert weil Putin die Ukraine überfallen hat ist ein Narrativ das auch schön erzählt so aber nicht haltbar ist.
    Beim Mais decken die Ernten seit 2018 schon nichtmehr den Verbrauch (Ausnahme 2021) beim Weizen hatten wir im Schnitt der Jahre bis 2018 normalerweise mehr als genug 2019 deckte die Ernte dann den Verbrauch nichtmehr und 20/21 war sie gerade so ausreichend.
    Selbst ohne Ukraine Krieg hätte die globale Ernte dieses Jahr den Bedarf nicht Gedeckt da große Anbauregionen Probleme mit dem Wetter haben [1]
    Dann haben wir noch den langfristigen Trend, ja sogar Ziel, das Energie teurer werden muss (sonst funktioniert die globale Energiewende nicht) und zwar ist es so das Nahrungsmittel auch Energieträger sind, wir können also sagen sie werden in der Regel wenigstens ihren Brennwert im Vergleich zu Öl wert sein. Ca 2,5kg Weizen haben den brennwert eines Kliogramms (Heiz)Öls [2], daher eine Steigerung der Energiepreise führt zwangsläufig auch zur Steigerung der Nahrungsmittelpreise.
    Der langfristige Trend ist auch dran abzulesen das die Weizenpreise (Weizen ist quasi der globale Indikator für Lebensmittelpreise an dem sich auch lokale Produkte orientieren) seit 2018 schon von ca 18€/dt auf im Herbst 2021 auf etwa 30€/dt gestiegen sind, der Boost auf im Moment ca 40€/dt fällt da prozentual garnicht mehr soooo extrem ins her Gewicht (66% vs 33% Preissteigerung) [3]

    [1] https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/getreide-richtig-knapp-globale-ernte-deckt-verbrauch-593899

    [2] http://energieberatung.ibs-hlk.de/plangetrei_dat.htm

    [3] https://www.finanzen.net/rohstoffe/weizenpreis

  2. David sagt:

    Exportieren wir wirklich Autos nach China und sichern damit deutsche (Fabrik) Arbeitsplätze?
    Baut nicht die Industrie die Autos direkt in China und es freut sich nur der Aktionär?

  3. Roland sagt:

    Wenn man auf der Seite des BMWi nachschaut importieren wir etwas mehr aus China. Also ist China genau genommen eher Lieferant. Allerdings ist der Umfang der Exporte ähnlich hoch und liegt bei knapp 100 Mrd. Allein die Zahlen sagen aber erst mal nix aus. Kommt ja auch drauf an was wir aus China bekommen und das ist wie man gerade an der Lieferkettenkrise sehen aktuell nicht so leicht ersetzbar.

    Hier noch der Link zur BMWi Seite https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Aussenwirtschaft/laendervermerk-china.html

    1. Christian sagt:

      Man kann zusammenfassen: Ähnliche Sanktionen wie jetzt gegen Russland, wären gegen China, aus europäischer und wirtschaftlicher nur sehr schwierig bis unmöglich.

  4. Roland sagt:

    Acht ja und das fand ich im Zusammenhang mit China und den Uiguren auch noch interessant. Ist jetzt nicht der große Wurf aber immerhin… https://www.n-tv.de/politik/Habeck-verwehrt-Garantie-fuer-Investitionen-in-Xinjiang-article23361608.html

  5. Christian sagt:

    Ergänzung zu den Berliner Wahlpannen:

    Das was der Bundeswahlleiter jetzt dem Wahlprüfungsausschuss des Bundestags vorschlägt ist nur die eine Seite. Es gibt parallel noch ein Verfahren beim Berliner Verfassungsgerichtshof bei welchem am Ende auch die gesamte oder Teile der Wahl für ungültig erklärt werden könnten und somit zu einer Wiederholung führen könnte. Ob das jetzt nur für die Berliner Wahl oder/und auch für die Bundestagswahl gilt weiß ich nicht. Vielleicht kann das nochmal jemand genauer erklären.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/verhandlung-in-berlin-fuer-ende-september-geplant-verfassungsgericht-will-ende-des-jahres-ueber-wahlwiederholung-entscheiden/28375678.html

    1. Martino sagt:

      Hier würde man sich eigentlich wünschen, dass zumindest die betroffenen Direktkandidaten mal ihr Mandat verlieren. Genau wie Holger sagte, ist überhaupt nicht klar, ob sie gewählt sind.
      Vielleicht würden sie sich dann bei der nächsten Wahl „um die lokalen Belange im Bund kümmern“, wie es ja ihre Aufgabe als Direktkandidat ist: Den Ablauf der Wahl sicherstellen.

  6. Jochen sagt:

    Zum Thema Bahn.
    Hier noch 2 Links, die evtl. interessant sind.

    Vom BR haben 2 Reporter den Vergleich gemacht und sind von München nach Barcelona gereist. Einmal per Bahn und einmal per Flugzeug. Kann man sich hier ansehen.

    https://www.br.de/mediathek/video/mit-dem-zug-nach-barcelona-nachtzug-eine-alternative-zum-flugzeug-av:627bb7a1243ea40008479a34

    Und diese Seite zeigt einem alle Ziele an, die man mit der Bahn vom jeweiligen Ort ohne Umsteigen erreichen kann.

    https://direkt.bahn.guru/

    1. Martino sagt:

      Der BR-Beitrag fasst die Probleme beim Zugfahren dann auch perfekt zusammen.
      Dass es mit „nur 10 Minuten Verspätung“ und spontanem Gleiswechsel los geht, passt wie die Faust auf’s Auge.

      1. Devid sagt:

        In anderen Ländern stehen die Leute wie blöd vor der Anzeigetafel in der Haupthalle und 15min vor Abfahrt wird überhaupt erstmal eine Gleisnummer angesagt. Und dann zieht die Karawane los. Immer, bei jedem Zug.

        Ich weiß nicht, ob das wirklich besser ist.

  7. Naomi sagt:

    Nein Bahnfahren ist viel cooler als Fliegen, da kann man wenigstes rumlaufen und sein eigenes Trinken mitnehmen und man hat viel abwechslungsreichere Aussicht als immer nur blau-weiß-blau-weiß ^^
    Und: Kann es sein, dass ihr vergessen habt, ein neues Limerick-Thema bekanntzugeben oder habe ich das am Ende überhört? (Falls nein schlage ich Anti-Mennertags-Limericks vor :D)

    1. Katrin sagt:

      Ja, voll vergessen!
      Anti-Herrentag-Limericks sind eine sehr gute Idee

      1. Stefanie sagt:

        Atemlos schalt es aus den Boxen,
        die Männer voll und kurz vorm Kotzen.
        Die Herren tragen Shorts
        und trinken noch mehr Shots.
        Wundert’s dann, wenn die Frauen motzen…

  8. Martino sagt:

    Die Ankündgung zur verbesserten Verbindung Paris-Berlin ist einfach ein Witz und symptomatisch. Hier startet man eine große Ankündigung für eine jämmerliche Stunde Zeitersparnis.
    Der Unterschied zwischen 7h oder 8h ist jämmerlich, denn in beiden Fällen heißt das, dass ich einen (Arbeits-) Tag im Zug verbringe.

    Ich habe mal den Instgram-Post von Dirk von Gehlen zu „Fliegen wie Bahnfahren“ rausgesucht.
    https://www.instagram.com/p/CTc-uc2stRe/

    „Ist auch scheiße, man merkt es nur nicht so sehr wie bei der Bahn.“
    Holger: „ja, nee, ja“
    Holgers Zusammenfassung „die Bahn macht ein Angebot, das sie nicht hält“ war eine wunderbare Zusammenfassung.

    Lasst mich Dirks Beitrag mal kommentieren und auseinandernehmen. Vorab: ja, Fliegen ist scheiße für’s Klima. Aber es ist der bessere Prozess. Dieser baut natürlich u.A. auf die großen Vorlaufzeiten, die Passagiere hinnehmen müssen. Dass das Flugzeug auch mit Vorlaufzeiten häufig schneller ist, zeigt das Problem der Bahn.

    > Buchung und Bezahlung in der Lufthansa-App, der Checkin ist aber nur in der Eurowings-App möglich
    Oder halt am Schalter bzw. den Automaten am Flughafen. Wofür genug Zeit eingeplant ist.

    > Verspätung! Aber anders als bei der Bahn gibt es bei Eurowings schlicht keine Kommunikation dazu
    Die viel geforderte Kommunikation bei der Bahn hilft halt leider auch keinem, wenn man keine Alternative hat. Verspätungen werden am Flughafen angezeigt und durchgesagt.
    Am Flughafen kann ich übrigens warm/klimatisiert und trocken sitzen um diese Verspätung zu ertragen, das ist bei der Bahn selten.

    > Gleis- äh Gate-Änderung wird ohne Durchsage oder Entschuldigung vorgenommen.
    Gate-Änderungen werden einem i.d.R. am Schalter bereits mitgeteilt (sofern dann schon bekannt), ansonsten sind sie nach der Security auf der Tafel zu sehen.
    Zu diesem Zeitpunkt gibt es mehr als ausreichend Zeit, ganz entspannt zum neuen Gate zu gehen.
    Treppen gibt es i.d.R. dabei nicht (ansonsten funktionieren Rolltreppen/Aufzüge), schweres Gepäck ist bereits aufgegeben. Der Flughafen hat genug Platz, sodass alle betroffenen Passagiere problemlos das Gate wechseln können (sofern erforderlich).
    Bei der Bahn muss ich und alle anderen Passagiere innerhalb von Minuten mit all meinem Gepäck mind. zwei enge Treppen nehmen.
    Unter diesen Rahmenbedingungen ist am Flughafen weder eine Durchsage, noch eine Entschuldigung erforderlich!

    > Es gibt lediglich Mails im 15-Minuten-Takt, die die wachsende Verspätung aufzählen.
    Genau wie bei der Bahn.

    > müssen ALLE Reisenden an exakt einem QR-Codescanner vorbei. Die Aufregung im Zug mag ich mir nicht ausmalen, wenn nur eine Tür geöffnet wäre.
    Es ist genug Zeit für diesen Prozess eingeplant. Ein ausgebuchter Zug ist auch bei funktionierenden Türen allein durch den Passagier-„Ansturm“ verspätet.

    > ist diese Form des Schlangestehen-Einsteigen tatsächlich der Gipfel der Luftfahrt-Erfindungskunst?
    Dass ich nicht an der Tür mit anderen Reisenden durch früheres Einsteigen passiv-aggresiv um die begrenzen Sitzplätze konkurriere, ist tatsächlich angenehm.

    > landen wir mit gut 120 Minuten Verspätung
    Bei einer Bahn-Reise auch nicht unüblich, wenn man einmal umsteigen musste.

    > keine Empörung wie sie in der Bahn schon nach 15 Minuten sehr üblich ist.
    Weil 15 Minuten in der Bahn schon bedeuten, dass man eine Stunde später ankommt.

  9. Robert sagt:

    Die Deutsche Bahn macht der ÖBB mit sicherheit keine Konkurrenz, die hat das Nachtzuggeschäft 2016 komplett aufgegeben. Die ÖBB hat dieses einfach übernommen. Hier der Artikel der Süddeutschen dazu:

    https://www.sueddeutsche.de/reise/schienenverkehr-eine-entspannte-art-des-reisens-verschwindet-1.3284696

  10. Mitch sagt:

    Ein spontaner Schuss aus der Hüfte:

    Es war mal ein Mann aus Hodenhagen,
    der zog mit Freunden, Bier und Wagen,
    ohne Sinn und Verstand,
    saufend durchs Land,
    wieso machen die das; Fragen über Fragen.

    1. Ohrenknicker sagt:

      So soffen sie in Hodenhagen,
      bis sie tot am Boden lagen.

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