Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Hinter den Kulissen der Wocherndämmerung: Was wir machen, wenn ihr nicht guckt

| 41 Kommentare

Über Gendern, Themenfindung, Kommentare und die Umfrage

Auf Wunsch eines Hörers: Wie entsteht eine Wochendämmerung? Welche Regeln gelten für Kommentare? Welche Themen kommen in eine Sendung und welche nicht? Wer hört die Wochendämmerung – und warum? Was wünscht ihr euch und was wollten wir euch schon immer mal sagen?

Bei Keksen und Salmiakki plaudern wir ein bisschen aus dem Nähkästchen, nehmen euch mit in unsere Woche, erzählen von unseren Freitagen und welche Möglichkeiten und Grenzen es gibt, die Wochendämmerung zu verändern – idealweise zum Besseren.

Außerdem: Was ihr liebt oder hasst, welchen Merch es vermutlich bald gibt und was wir euch schon immer mal sagen wollten.

41 thoughts on “Hinter den Kulissen der Wocherndämmerung: Was wir machen, wenn ihr nicht guckt

  1. Katrin X sagt:

    Seit diversen Folgen (mind. 5 würde ich sagen?) habe ich keine Kapitelmarken mehr in den Folgen! Dachte zunächst, dass die aus Zeitgründen weggelassen wurden, aber da ihr es in der aktuellen Folge so explizit angesprochen habt…auch diese kam bei mir ohne Kapitelmarken an.

    Ich nutze Castro auf einem iPhone.

    1. Katrin sagt:

      Hallo Katrin,

      danke für den Hinweis. In dieser Folge sind keine Kapitelmarken, in der letzten waren welche und sonst auch.
      Eventuell könnte es helfen, explizit den mp3-Feed zu abonnieren – das hilft bei Antennapod häufiger. Der Opus-Feed zB scheint die Kapitel nicht zuverlässig auszuliefern… zumindest nicht in jeder App…
      hier der Link zum Kopieren:

      https://wochendaemmerung.podigee.io/feed/mp3

      ansonsten könnte es auch sein, dass es ein grundsätzliches Problem mit Castro gibt – aber das wäre in der Tat neu. Sag gern bescheid oder schreib auch mal ne Mail, dann leite ich das an Podigee weiter.

      LG
      Katrin

      1. Dirk sagt:

        Hallo Katrin,
        kann es sein, dass die Kapitelmarken nur noch im mp3-File enthalten sind? Im Feed selbst sind keine Kapitelmarken. Ich glaube früher (vor einem Jahr vielleicht) waren die Kapitelmarken direkt im Feed. Ich nutze Antennapod unter Android und dort kann ich die Kapitelmarken nicht sehen.

        Viele Grüße,
        Dirk

        1. Katrin sagt:

          hallo Dirk,
          Bei Antennapod ist das Problem schon länger bekannt. Mit unserem Umzug zu Podigee gab es eine Veränderung in der Formatierung der Kapitel-Marken und Antennapod kann das nicht richtig darstellen.
          Wenn du in der App allerdings den MP3 Feed benutzt, anstelle des Opus, müsste es eigentlich funktionieren. Vorsicht: in der aktuellen Folge gibt es keine Kapitalmarken.
          Podigee ist an der Sache dran. Sie wollen (hoffentlich bald) ihre Formatierung auch auf den eigentlichen Standard umstellen.
          Viele liebe Grüße,
          Katrin

          1. Ente sagt:

            „… gab es eine Veränderung in der Formatierung und Antennapod kann das nicht richtig darstellen…“
            Die Formulierung ist ein bisschen unfair gegenüber den ehrenamtlichen Antennapod-Programmierern, der technische Hintergrund: Podigee hat einfach (wie andere auch, kein Vorwurf) den Standard falsch implementiert, sich dann aber nicht darum gekümmert.
            Die Angaben in den Kapitelmarken müssten „Stunden:Minuten:Sekunden.Millisekunden“ sein, Podigee schreibt aber „Minuten:Sekunden:Millisekunden“ Damit gibt es natürlich Probleme wenn man z.B. das Outro in „Stunde 56“ anspringen möchte:
            https://github.com/AntennaPod/AntennaPod/issues/5105

            Schade, da auf MP3 ausweichen zu müssen, Opus ist eigentlich in jeder anderen Hinsicht überlegen.

            Es scheint übrigens keine offizielle Kontaktadresse bei Podigee zu geben, wo man direkt als Podcast-Konsument solche Fehler melden könnte, obwohl man ja eigentlich direkt mit denen interagiert. https://www.podigee.com/en/contact-us hat nur einen nicht hilfreichen Link auf FAQ.

          2. Katrin sagt:

            Hi Ente,

            also ich kann dir sagen (schrieb ich das nicht schon): Podigee kümmert sich. Wir haben direkten Kontakt miteinander, tauschen uns regelmäßig zu solchen Sachen aus, und sie haben versichert, dass sie daran arbeiten.
            Ja, der Standard ist anders – aber es ist auch Teil der Realität, dass Antenna-Pod der einzige Podcatcher ist, bei dem das Problem besteht, daher kommt meine Formulierung. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung.

            Da es für mich als Podcasterin AUCH komfortabler wäre, wenn Podigee dem Standardformat entspräche (weil ich derzeit die Kapitelmarken nämlich nicht mehr einfach exportieren und dort importieren kann) bin ich da auch persönlich hinter. Und wie gesagt: wir Podcasterinnen haben einen direkten Draht.

            Also: Es ist bekannt, es wird dran gearbeitet und bis dahin nimm doch bitte den mp3 und sei nachsichtig mit allen 🙂

            Liebe Grüße

  2. Ben sagt:

    Holger hat völlig Recht: Finanziell so abgesichert zu sein, dass man zu einem Job „Nein, Danke.“ sagen kann, ist die wahre Freiheit. Egal, wie oft die FDP von Böllern und Porsches als Freiheitsideal faselt; man merkt erst, wie unfrei man ist, wenn man den Großteil des Tages einer Tätigkeit nachgeht, die man hasst.
    Vor vielen Jahren las ich mal ein Interview mit Herbert Feuerstein, wo er betonte, wie wichtig es ihm immer war ein „Leckt mich am Arsch“-Geld beiseite liegen zu haben, egal wie gut es ihm gerade ging. Totale Freiheit.

  3. Frank sagt:

    Höre seit zwei Jahren Wrint (komme von den Sternengeschichten) und muss durch diese Wochendämmerung erfahren, dass Holger einen Bayern-Podcast macht. 🤦
    Hock di her ist ja echt klasse, liebe Bayern!

    1. Didi sagt:

      Das ging mir genauso, habe sofort gegoogelt und bin fündig geworden: https://hockdiher-bayern-podcast.stationista.com/
      Einfach Klasse !!!
      Servus Didi

  4. Devid sagt:

    Ich hab nicht genau zeitlich aufgepasst, ob es nicht vielleicht doch so erfolgt.
    Laß doch den Faktencheck live zuhören, dann gibt es mehr Zeit. Jaja, es kann sicher noch was aus dem Schnitt rausfallen (es gab ja manchmal ein VoiceOver-Schnitt mit der Korrektur direkt an der Stelle), aber das sollte doch nicht so häufig sein.

    Weiter so.

    Für den Börsenticker!! Es ist herrlich absurd, aber ja, es wird sicher eh nicht jahrelang durchgezogen. Neues von Duterte und den VW-Aktien gibt es ja auch nicht mehr. 😉

  5. Martin von Mauschwitz sagt:

    Neues Jahr, gute Vorsätze: Endlich mal Abo bei euch abgeschlossen. Ihr macht einen tollen Job. Und mir – trotz der meistens ätzenden Nachrichten – gute Laune. (Und bitte weiter den Börsen-Quatsch veralbern 🙂

  6. Nichtbinäre Aktion sagt:

    Kleine Anmerkung zu eurer Entgenderungsdiskussion, die euch sicher eigentlich bewusst ist:

    Holger erwähnte, mittlerweile öfter statt des Glottisschlags auf die Nennung der weiblichen und männlichen Form zurückzugreifen. Dies bildet aber weiterhin nur die beiden binären Geschlechter ab, lässt allerdings nichtbinäre Menschen oder andere nicht ins Mann-Frau-Raster Passende weiterhin außen vor.
    Ein Glottisschlag hingegen schließt diese explizit mit ein. Ich vermute auch, dass jede*r nach kurzer Gewöhnung gut mit dem Hören eines Glottisschlags klar kommen kann, solange keine explizite Antipathie dagegen besteht.

    Von den Entgenderungsformen dürfte der Glottisschlag zumindest noch die bekömmlichste Variante sein. Es gibt ein paar gewitzte Alternativvorschläge, die irritieren aber eher noch stärker. https://de.pronouns.page/substantive

    Redet wie ihr wollt, lasst aber diesen Punkt bei euren Überlegungen bitte nicht heraus – egal wie die Abwägung dann aus fällt 🙂

  7. Martino sagt:

    zu den Artikeln, die hinter die Paywall wandern:

    Habt ihr schonmal geprüft, ob man das Problem mit Snapshot-Diensten (z.B. archive.org) umgehen kann? Ist natürlich nicht die feine Art, weil man so das Copyright der Verlage umgehen könnte.

  8. claudia sagt:

    gendern:
    ich hab mich an den glottisschlag gewöhnt, das werden früher oder später alle tun.
    im schriftlichen mag ich, wenn schreiberïnnen so tun … (traema).

  9. Thomas sagt:

    Frohes Neues zusammen!

    Coole Sendung. Wie wärs eigentlich, wenn ihr aus den vielen Meldungen, die es dann doch nicht mehr schaffen, noch einen Ticker macht? Kann ja am Anfang der Sendung sein, damit nicht zwei Ticker (wegen Börsenticker) hintereinander am Ende kommen.

    Aus den Umfragethemen: Wie wärs denn, wenn der Faktencheck einfach als eigene kleine Sendung im Feed nachgereicht wird? Ist sicher mehr Produktionsaufwand, aber vielleicht ja entspannter.

    Und zu guter Letzt: Meine Freundin hat die Wochendämmerung vor mir gehört, dann aber damit aufgehört, weil Holgi zu oft ins Wort fällt. Bezeichnenderweise ist mir das bisher nie wirklich aufgefallen, das dürfte aber an mir liegen und wenn ihr mehr Frauen ins Boot holen wollt, ist das vielleicht was, wo ihr ansetzen könnt.

    Freu mich auf ein gutes Wochendämmerungsjahr 🙂
    Gruß
    Thomas

    1. der Ralf sagt:

      Das mit dem „ins Wort fallen“ fällt mir auch immer mal wieder auf.
      Mal mehr mal weniger, kommt immer aufs Thema und Gesprächspartner an (und vermutlich Tagesform) quer durch alle Podcasts in denen Holgi auftaucht.
      Ist für mich solange OK wie die unterbrochene Person im Anschluss noch sagen kann was sie sagen wollte.

  10. Der Raketenmann sagt:

    Hallo ihr beiden!
    Irgendwo hat Holger erwähnt das Steady 20% bekommt.
    Das kommt mir relativ viel vor und ich sehe überhaupt keinen Mehrwert.
    Daher frage ich mich ob irgend etwas dagegen spricht, Euch per Dauerauftrag zu unterstützen.
    Liebe Grüße und guten Start ins neue Jahr.
    Christian

    1. Katrin sagt:

      die Rechnung ist ein wenig komplizierter. Steady muss, weil sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, 19 % Umsatzsteuer auf die einnahmen berechnen. Dann ziehen Sie sich selbst noch einmal 5 % der Einnahmen ab, und den Rest bekommen wir. Da wir aber auch noch einmal 19 % Umsatzsteuer auf das Ganze drauflegen, kommen unterm Strich etwas mehr als 85% bei uns an. Das ist weniger, als ihr bezahlt habt – es ermöglicht uns aber, denjenigen, die dort zahlen, einen werbefreien Feed zur Verfügung zu stellen. Insofern bezahlen wir da für einen Service, den wir anders bislang nicht organisieren können.
      Und der werbefreie Feed ist auch der Vorteil für euch.
      wir sind derzeit auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Verwendungszweck bei den Überweisungen automatisiert mit einem Zugang zu einem exklusiven Feed zu verknüpfen. Aber das ist nicht ganz so einfache Aufgabe.
      Solange wir das nicht gelöst haben, bleibt Steady unsere einzige Möglichkeit, den direkt Zahlenden einen speziellen Feed zur Verfügung zu stellen. Deswegen achten wir aber auch darauf, dass alle die direkt überweisen, nicht auf Inhalte verzichten müssen. Die meisten von ihnen haben einfach kein Problem damit, Werbung zu hören oder zu überspringen.

      1. der Ralf sagt:

        Wobei es bei Steady ja ein spezielles Paket (1€/Monat) speziell nur mit einem werbefreien Feed gibt.

        Im Prinzip unterstütze ich euch mit einem Betrag x den ich direkt überweise und leg noch mal einen Euro drauf für einen werbefreien Feed. Mein Trost ist, das zumindest der aller größte Teil von meinem Geld auch wirklich bei euch ankommt.

        1. Katrin sagt:

          so ist es gedacht, genau 🙂
          danke für deine Unterstützung

  11. Ramunzel sagt:

    Hallo ihr beiden,
    danke für euren Podcast! Ich höre seit mindesten 10 Jahren Podcasts und die Wochendämmerung ist an Platz eins in der Playlist gerutscht. Ich bin persönlich sehr an Nachrichten interessiert merke aber, dass ich diese oft auch „nur“ konsumiere. Durch eure Aufbereitung und Beleuchtung von Themen, gelingt es mir u.a. viel besser meiner Teenagertochter und meinem Pflegesohn Fragen zu aktuellen Themen nicht nur zu beantworten, sondern auch subtil tieferes Interesse für diese Themen zu wecken.

    Ich wünsche euch ein tolles 2022.

  12. maja sagt:

    Also Socken fänd ich ja auch toll.

    Ach und danke.

  13. Henny sagt:

    Hallo liebe Katrin,

    mich als 31-jährige weibliche Person stört Holgers Verhalten und die Tatsache, dass er sich auch noch darüber lustig macht, wenn er kritisiert wird, schon sehr stark. Das ist schließlich das dominante Verhalten, gegen welches sich die jüngere Generation wehrt und eben nicht mehr drüber hin weg sehen möchte. Ich fände es schön, wenn er da noch einmal in sich gehen könnte, statt es weg zu lachen. Auch beruflich wäre das doch wichtig. Man merkt ihm sein Alter einfach an und es vergrault die jüngere Zuhörerschaft aktiv. Wir Frauen werden im Alltag genug diskriminiert, da brauche wir keinen Podcast, wo wir auch noch live zuhören dürfen, wie ein Mann gegenüber einer Frau rücksichtslos und dominant ist. Mit welcher seelenruhe du das mitmachst Katrin finde ich übrigens bemerkenswert und das bewundere ich sehr

    Zum Thema Glottisschlag: Als Sprachpädagogin muss ich da immer leicht grinsen. Der Glottisschlag kommt nämlich vor jedem Vokal, wenn nicht ein Konsonant davor steht. Bitte für den Redefluss dann auch Wörter wie initiieren oder Spiegelei aus dem Wortschatz verbannen und auch alle weiteren, wo die 2. oder 3. Silbe mit einem Vokal beginnt. 😉

    Vielen lieben Dank für eure tolle Sendung und auch an dich Katrin. Ganz ehrlich, eine Sendung mit dir alleine würde ich momentan weitaus mehr genießen können. Aber ich hoffe die Kritik wird von Holger angenommen und er fängt vielleicht doch an, an sich zu arbeiten.

    1. Katrin sagt:

      Ich bin damit geduldig, weil ich weiß, dass Holger das nicht macht, weil er der alte Mann ist und ich die junge Frau. Sondern ich halte das für eine Macke, an der er glaube ich wirklich arbeitet. aber es ist einfach so fest drin, dass das nicht von heute auf morgen geht.
      Ob es vom Radio kommt, wo einfach nie Zeit in Interviews ist, und man nicht die Antworten bekommt, die man noch hören will, bevor die paar Minuten um sind, die man hat – deswegen muss man leider ins Wort fallen, weil Leute anders nicht zum Punkt kommen – oder ob es einfach Ungeduld ist oder was auch immer – ich stecke ja nicht in Holgers Kopf! Aber es ist keine Geschlechtersache, denn ich kenne andere, auch jüngere Moderatorinnen, die genauso sind.
      Ich hab halt in der Schule gelernt, andere ausreden zu lassen und dazwischen nie etwas anderes gelernt, weil ich nie Radio gemacht habe und nie solchen Zeitdruck hatte. Dafür laufe ich im Umgang mit anderen häufiger Gefahr, als „unterlegen“ zu wirken, da sie – man kennt das auch aus Talkshows – darauf trainiert sind, ins Wort zu fallen. Eventuell fällt es auch deswegen so auf, weil der Kontrast zwischen uns beiden besonders stark ist.
      Jedenfalls: Falls es irgendwie beim
      Hören hilft, dann sollte dir und anderen bewusst sein, dass ich meinen Umgang damit gefunden habe und es mich nicht rausbringt. Alles, was ich sagen wollte, sage ich. Ich hab es mir meistens aufgeschrieben und setze da an, wo ich war, bevor ich unterbrochen wurde. beim Schneiden sehe ich auch deutlich, dass zB mein Redeanteil nicht weniger – oft sogar mehr! – ist, als Holgers. Ich hab meine Art gefunden, zu sagen, was mir wichtig ist 🙂

      1. Henny sagt:

        Danke für die Antwort. Ich kann mir auch vorstellen, dass Holger daran arbeiten möchte. Ich denke die Emotionen sind bei allein einfach hoch gekocht, weil er auf die Kritik mit Lachen und „jetzt erst recht“, statt mit Einsicht und vielleicht einer kleinen Entschuldigung reagiert hat.
        Den Punkt mit dem Radio kann ich nach voll ziehen. Ich muss auch immer wieder bei Meetings oder Diskussionsrunden mit „Gewalt“ das Wort ergreifen oder werde selbst bei Radiointerviews abgewürgt. Das nehme ich dann immer mal wieder mit in den Alltag und es ärgert mich immer sehr. Eine gute Moderation ist da einfach Gold wert. Aber ich freue mich auf die nachfolgende Generation, deren Werte immer weiter Richtung Gleichberechtigung und ausreden lassen gehen. Und am Ende: Doch, ich glaube das liegt an dem Geschlecht. Ich habe nämlich immer direkt eine Ansage bekommen, wenn ich mal dazwischen geplappert habe. Bei den Kommentaren meiner männlichen Kollegen wurde dagegen immer gekichert, statt gemeckert. Ich werde inzwischen gezielt in Debatten mit Männern geschickt, weil ich mich im Gegensatz zu anderen Kolleginnen verbal durchsetzen kann und werde dann gelobt, weil ich so eine „starke“ Frau bin. Diese „Stärke“ wird mir nur zugerechnet, weil ich die negativen unterdrückenden Verhaltensweisen meiner männlichen annehme. Ich hoffe irgendwann auch mal ohne laut werden zu müssen als Frau ernst genommen zu werden. Wie du selber sagst: Obwohl du den selben Redeanteil hast, wirst du als der unterlegene Part angesehen. Das ist schade.

  14. Katrin sagt:

    ich will gar nicht abstreiten, dass es da grundsätzlich eine Geschlechterproblematik bei der Sache gibt.
    Ich denke nur in dem konkreten Fall „Holger Klein“ ist die Unterstellung, dass er mich unterbricht weil ich eine jüngere Frau bin, ungerecht.
    Ich plädiere einfach nur dafür, jeden Einzelfall fair zu betrachten.
    Und das mit dem „unterlegen“ bezog ich nicht auf unsere Sendung, sondern auf die Erfahrungen bei Podiumsdiskussionen, in denen ich zusammen mit anderen saß. Und sowohl bei Podiumsdiskussion, als auch bei Talkshows ist es eben sehr üblich, einander zu unterbrechen. Und die Person, die das nicht tut, wirkt eventuell „unterlegen“.
    wobei diese Wahrnehmung ja auch schon seltsam ist. viele empfinden es als sehr angenehm, wenn jemand andere ausreden lässt. Und ich zum Beispiel bewundere immer meinen früheren Mentor Herfried Münkler, der in Talkshows ganz lange nichts sagt und einfach alle reden lässt, und immer sehr klug und auf den Punkt ist, wenn er dran ist. da wirkt er dann eindeutig „überlegen“.

  15. Vally sagt:

    Ich bin auch für den Börsenticker!!
    Und ich würd mein Abo nicht kündigen, wenn ihr im Urlaub (oder wenn ihr krank seid) mal keine Folge bringt. Natürlich nicht! Im Gegenteil, passt gut auf euch auf.
    Kann gut verstehen, dass die schlechte Erfahrung euch diesbezüglich prägt, aber ich glaube, mittlerweile ist die Stammhörerschaft so groß und schon so lange dabei, da wären ein paar Wochen kein Problem (Bei einem neuen Podcast würde eine kleine Sendpause vielleicht zu einem „aus den Ohren, aus dem Sinn“ führen, aber doch nicht nach so vielen Jahren).
    Ich hab die Sommerfolgen, ehrlich gesagt, auch nicht gehört, weil ich da eh selbst unterwegs war. 🙂

  16. Daniel sagt:

    Hallo Holgi,
    (ich weiss, Kada liest die Komentare, aber ist an Dich adressiert. Viele Grüße auch an Dich Kadda!)

    Du erwähnst, dass Du im Realitätsabgleich Deine „Kündigung“ im Radio besprichst. In welcher Folge denn?

    Viele Grüße,
    Daniel

  17. LoboTobi sagt:

    Ich bin inzwischen ja prinzipiell zu faul, an Umfragen und/ oder Feedback teilzunehmen, aber zum Streitpunkt: „Abspann für Fanclub und Ultras – yay or nay“, kann ich nur sagen, dass die Möglichkeit der Leute, den vorzulesenden Text in deren Sinne zu gestalten für großes Humorpotential uns Kurzweil sorgt – das ist oftmals der comical relief nach den eher düsteren Themen der Woche.
    Wäre es nur eine trockene Auflistung der Namen der Unterstützer, würde ich es mir nicht anhören – womit der Sinn und Zweck ad absurdum geführt werden würde.

    Auf ein für mich ab jetzt werbefreies 2022!
    LoboTobi

  18. jan sagt:

    Wenn man sich auch mal etwas mit Gruselfiguren wie Hayek, Milton Friedman und Murray Rothbart
    beschäftigt, bekommt man eine neue Sichtweise auf die Gesellschaft, weil man erst dann
    Versteht, was Neoliberalismus wirklich bedeutet.
    Wenn man so viele aktuelle Medien wie Ihr konsumiert, hat man für solche Grundlagen überhaupt noch Zeit ?

    Für Medienkritik ist für mich der „Alias Podcast “ von Stefan Schulz sehr nützlich.
    Sehr gut ist auch „Wohlstand für alle“ von Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen.

    Euer Podcast ist sehr unterhaltsam !
    Ihr seid super !

    lG
    Jan

  19. Melanie sagt:

    Hallo,
    möchte kurz mit reinsenfen, wenn ich darf. Ich bin w/47/Sachbearbeiterin in einem fast ausschliesslich von Frauen besetzten Büro – allerdings auf Führungsebene rein männlich bestückt – tätig. Ich bin ehrenamtlich in der Gewerkschaft auf Bundesebene für die Frauengleichstellung zuständig. Ich höre auch, wenn Holgi unterbricht, aber da ich immer das Gefühl habe, dass das nicht aus bösem Willen (wie oft in meinem beruflichen Umfeld von Männern -> Mansplaining), sondern aus Übereifer (kenn ich von mir) geschieht. Im Kontext eines Interviewers der auch immer ein bissl die Zeit im Blick haben muss, bzw. (so schätze ich Holgi ein) Jemanden, der sich nicht mit Worthülsen seine Zeit versauen lassen möchte, kann ich das „Unterbrechen“ seinerseits absolut nachvollziehen!!! Das da dann ab und an über das Ziel hinausgeschossen wird in Bereichen, in denen es eigentlich nicht nötig wäre (Euer Podcast), ist manchmal doof, aber für mich eben meist verständlich. Ausserdem – dank Deiner Geduld – habe ich nie den Eindruck, dass Du Dir dadurch die Butter vom Brot nehmen lässt und doch auch Deine Gedanken zu Ende bringst.
    Trotzdem ist dies natürlich keine Freigabe 🙂
    Danke für Euren Podcast, den ich als Ergänzung zum pol. Tagesgeschehen echt schätze und ebenso wie die Lage der Nation für meine Woche brauche 🙂

  20. Alex sagt:

    Moin,
    als ich hörte, dass Katrin ihre Tabs offen lässt um spannende Themen/Webseiten im Auge zu behalten, dachte ich, dass ich euch http://instapaper.com/ empfehlen muss. Alternativ gibt es auch ein Open-Source-Pendant, welches man selber hosten kann. https://github.com/wallabag/wallabag

    LG

    Alex

    1. Katrin sagt:

      Hi,
      ich kenne Instapaper schon zehn Jahre oder so, ich hab auch Evernote – sogar als Plugin in Firefox, ich kenne das alles. Aber es ist ein Schritt zu viel für mich – ich bin zu faul dafür. die offenen Tabs funktionieren für mich prima. I know, it‘s weird – genau, wie das mit dem Ausdrucken – aber ¯\_(ツ)_/¯ – es hat sich in den letzten 15 Jahren eben so ergeben, dass ich ganz genau so am besten arbeiten kann und ich hinterfrage das einfach nicht mehr.

      aber danke für die Tipps – bestimmt sind die für die meisten Menschen ganz praktisch 🙂

  21. Annika sagt:

    Hier hat jemand tatsächlich mal unaufgeregt erklärt, warum das mit dem Gendern halt alles doch nicht so einfach ist:

    https://www.youtube.com/watch?v=aZaBzeVbLnQ

    Ja YouTube-Link klingt erst mal fishy, aber das ist tatsächlich mal hervorragend recherchiert und stammt nicht von RT Deutsch ;-))

    Ich denke, wir müssen bei der Debatte dringend zwischen Werten (Geschlechtergerechtigkeit) und Methoden (geschlechtergerechte Sprache) trennen. Wie essentiell nun wirklich die Sprache unser Handeln beeinflusst, ist wissenschaftlich alles andere als erwiesen. Es ist *eine* mögliche Maßnahme für eine gerechte Gesellschaft von vielen.

    Dummerweise halt eine extrem Kontroverse, die extrem viele Leute extrem nervt. Sei es, weil sie sich bevormundet fühlen. Sei es, weil es einfach auch unpraktisch ist. Und sei es, weil man Menschen mit Legasthenie und Menschen, die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind, dadurch benachteiligt.

    Und deshalb ist es vielleicht eine Sache, die man lieber einfach sein lässt – und sich stattdessen lieber auf Dinge konzentriert, wo es wirklich um Gleichberechtigung geht (z.B. das Elterngeld; Förderung von Frauen bzw. Männern in bestimmten Berufsbildern etc.)

    „Wir Linke“ müssen endlich mal lernen, dass wir allesamt gleiche Werte haben können – aber uns über die Methodik zur Erreichung diese Werte uneins sein dürfen. Nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch gut gemacht oder zwingend wirksam. So zu tun als wäre das Gendern eine zwingende Notwendigkeit oder eine moralische Verpflichtung ist halt einfach Quark, solange es nicht total gut wissenschaftlich untersucht ist und man alle Trade-Offs dabei mit einbezieht. Würde mir in der Diskussion mal weniger anekdotische Evidenz wünschen ;-).

    (Umgekehrt finde ich natürlich die Aufregung, die der VDS darum betreibt auch zweifelhaft und mir ist auch klar, dass manche Gegner der geschlechtergerechten Sprache tatsächlich wieder lieber Frauen am Herd sehen wollen…)

    1. Katrin sagt:

      die aktuelle APuZ ist zum Thema und sehr lesenswert.

      Dass die deutsche Sprache mit ihrem generischen Maskulinum sehr wohl etwas macht, das ist schon erwiesen. Nur ist eben die Frage, wie man das am besten umgeht.

      aber ja: weniger Religion und mehr Pragmatismus – da bin ich bei dir. nur eben auf Basis von Sachlichkeit (siehe https://www.bpb.de/apuz/geschlechtergerechte-sprache-2022/) und da muss ich sagen, dass in letzter Zeit vor allem Merz und Co. allen anderen eine Debatte aufdrücken, die durch und durch hysterisch ist.

      1. Annika sagt:

        Tatsächlich demonstriert die aktuelle APuZ genau das Problem an der Debatte: Es wird von keiner Seite wirklich seriös argumentiert, sondern es dreht sich letztlich um individuelle Präferenzen.

        Die Gegnerseite redet sinnlos über den Sprache als Kulturgut und ähnlichen Käse. Und die Gendersprache wird nur als Strohmann verwendet, um eine ungewollte Gleichberechtigungspolitik zu verhindern. Es gibt wenig „Gegner“, die seriös argumentieren.

        Auf Befürworterseite aber leider auch. Da werden oft „Studien“ als Beleg dafür hergenommen, dass gendersensible Sprache die Situationen für Frauen und nicht-binäre Menschen verbessert. Dabei werden eigentlich immer induktive Argumente hergezogen. So nach dem Motto: Weil es eine Studie gibt, die Einzelsachverhalt XY zeigt, schließen wir daraus, dass gendersensible Sprache generell besser für die Gesellschaft ist. Dabei zeigen die Studien meistens nur fragmentarische Eigenschaften dieser Sprache. Nur weil jemand in einem Studiensetup schneller an Frauen denkt, wenn von Polizistinnen gesprochen wird, heißt das ja noch lange nicht, dass es dadurch tatsächlich die Situation und Anzahl von Polizistinnen verbessert. Gerade Anatol Stefanowitsch argumentiert da extrem unseriös, wie ich finde (die Behauptung, dass es nicht-binären Menschen hilft, finde ich da ganz besonders an den Haaren herbeigezogen).

        Karl Popper hat da nicht umsonst das induktive Schließen als unwissenschaftlich verworfen. Richtig wäre es Studien zu betreiben, die prüfen, ob gendersensible Sprache ihrem gesellschaftlichen Anspruch nicht gerecht werden oder schwerwiegenden Nebenwirkungen haben (man muss die eigene Theorie angreifen – nicht bestätigen). Das ist natürlich schwer zu bewerkstelligen. Und darum zieht man sich auf Alibi-Studien zurück und füttert argumentativ den Confirmation Bias.

        Zugegeben finde ich es gut, dass ihr euch weitgehend auf Beidnennung und Gender Gap beschränkt. Schwierig finde ich die Verlaufsform und das generische Femininum! Die Verlaufsform bewirkt in meinen Augen nichts (unter dem Begriff „Mitarbeitende“ entsteht in meinem Kopf das gleiche Bild wie bei „Mitarbeitern“). Das generische Femininum verzerrt das Bild meist zu Lasten der Frauen. Da redet man dann schön von Mitarbeiterinnen – trotzdem macht man sich kaum Gedanken um die Bedürfnisse von Frauen am Arbeitsplatz. Der Gender Gap lässt zumindest erahnen, dass es um beide geht. Die Beidnennung funktioniert für mich mental und sprachlich noch am besten. (Zudem zeigen auch Studien, dass bereits eine gelegentliche Beidnennung ähnlich viel bewirkt, wie der ganze Gender-Gap-Zirkus)

        Umgekehrt erzeugt die gendersensible Sprache viel Frust in der Gesellschaft und viele sinnlose Luftdiskussionen. Niemand hat bis heute eine befriedigende Form gefunden. Man füttert die Trolle und die Rechten und verplempert die Zeit für dringende Probleme. Z.B. wäre es viel wichtiger sich über die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie zu kümmern, damit wir mehr Gründerinnen sehen. Oder um die Vereinbarkeit von Politik und Familie, damit wir mehr Politikerinnen sehen etc..

        Schließlich krankt das Ganze an seinem Anspruch: Es ist schön, dass man jetzt Frauen sprachlich mitdenkt (und sich einbildet, dass irgendjemand beim Gender Gap nicht-binäre Menschen mitdenkt oder anspricht). Aber was ist mit migrantischen Menschen? Mit Alten? Mit Jugendlichen? Mit Gesunden? Mit Kranken? Mit Dicken? Mit Dünnen? Mit Schwulen? Mit Lesben? Mit Transmenschen?

        Wichtiger als die Sprache finde ich – als Herrin äh Frau 😉 – dass man zunächst an den Belangen bestimmten Gruppen arbeiten (und da auch die Männer nicht nur in die Pflicht nimmt, sondern – wie die Grünen es ja auch tun – ihnen Angebote gibt, ihr Selbstbild zu wandeln). So dass man bei Sätzen wie „Ich arbeite in der Politik“ sich nicht wundert, ob es Mann, Frau, Trans, Nicht-Binär, Schwarz, Weiß, Alt oder Jung ist. – Und da wären wir auf einem besseren Weg ohne Sprachhomöopathie und Genderglobuli.

        1. Katrin sagt:

          ich finde es auch eher müßig, darüber so viel diskutieren. Ich halte es für sinnvoll – beobachte an mir selbst, dass ich Frauen nicht mitgemeint höre, wenn von der rein männlichen Form die Rede ist. Aber ich hab auch wichtigere Themen, als das – und deswegen bei der FAZ halt auch nicht mehr mit Gender Gap gegendert, weil die Typen in den Kommentaren da dann kein anderes Thema mehr kannten

          1. Annika sagt:

            Ich kann das völlig verstehen. Es gibt sicher auch wichtigeres.

            Vielleicht noch als letzter Gedanke: Die Aussage ist halt oft so ein bisschen wie bei Homöopathie: „Ich denke es hilft, darum mach ich das“. Und ähnlich wie bei Homöopathie wirkt es erst mal harmlos und „nett“ – aber es hat halt auf Dauer auch zahlreiche Kosten. Klar – Homöopathie ist mittlerweile eindeutig widerlegt. Beim Gendern ist es dagegen noch offen, ob es sein eigentliches Ziel – eine gerechtere Gesellschaft – befördert oder nicht. (Und nahezu alle Studien die es gibt, Suchen immer nur nach Bestätigung von Einzeleffekten)

            Aber wie Holgi so gern sagt: „Außerordentliche Behauptungen brauchen auch außerordentliche Belege“. Und so eine Behauptung, dass man für eine gerechtere Welt die Sprache aller Leute einmal umkrempeln müssen, würde ich als außerordentlich einstufen. Insbesondere angesichts der zahlreichen Nebenwirkungen (Verkomplizierung der Sprache für Menschen mit LRS etc.; unnötige Polarisierung der ansonsten so wichtigen Debatte um Gleichberechtigung etc.)

          2. Katrin sagt:

            Hallo,

            also ich bin offen für alles und natürlich sollte die Lösung zur Linderung von Benachteiligung nicht dann andere wiederum benachteiligen. Aber mich triggert das, wenn Leute LRS in Geiselhaft nehmen, um gegen das Gendern zu argumentieren.
            Menschen mit LRS haben meistens Probleme, besonders lange Wörter zu lesen – es ist deswegen, wenn man sich wirklich für ihre Belange interessiert, auch in der restlichen täglichen schriftlichen Kommunikation oder in Artikeln, zB sehr nett, wenn man besonders lange Wörter zB durch Bindestriche „übersichtlicher“ macht, indem man sie in mehrere kleine Wörter zerteilt.
            So gesehen ist das Wort Lehrer_innen für Menschen mit LRS sogar leichter zu lesen, als das Wort Lehrerinnen.
            Schöne Grüße
            Katrin

          3. Katrin sagt:

            und man sollte nicht so lange Schachtel-Sätze schreiben, wie ich …

          4. Annika sagt:

            (Sorry für die falsche Position den Antwort, konnte leider nicht mehr direkt antworten)

            LRS: Da würde ich sagen ist nicht das Problem „Lehrer_innen“ zu schreiben und „LRS“ war vermutlich auch nur ein verkürztes Beispiel. Allerdings zieht sich halt so ziemlich jedes Gender-Sprachmodell noch weiter:

            Nur mal so als Beispiel eines Schulbuchs:

            „Arbeitet nun zu zweit. Lest den rechts stehenden Text folgendermaßen: Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen. Der/die Vorlerser/in muss angeben, ob die Zusammenfassung richtig war.“

            Tatsächlich war LRS da jetzt auch nur eine Verkürzung. Es gibt viele Menschen, denen es schon generell sehr schwer fällt, komplexe Texte zu lesen und zu verstehen. Und da liegt der Knackpunkt: Wenn man jeden Mitdenken möchte, steigt zwangsläufig die Komplexität der Texte und erschwert vielen Menschen das Verständnis. (Gleichzeitig löst man ja nur ein Problem des „Nicht-Mitdenkens“ – nämlich bei den Geschlechtern. Aber andere Formen, die ebenso problematisch sind, werden ohnehin nicht gelöst)

            Vermutlich würde sich das ganze schon sehr entschärfen, wenn man einfach bei einer Gelegentlichen Beidnennung bleibt. Also nicht konsequent jeden Satz durchgendert, sondern z.B. am Anfang eines Textes eine Beidnennung durchführt und dann im generischen Maskulinum oder Femininum fortfährt. Und halt vor allem daran arbeitet, dass es mehr Polizistinnen, Politikerinnen, Unternehmerinnen, Wissenschaftlerinnen an sich gibt.

            Dass du nun behauptest, ich würde Leute da in Geiselhaft nehmen, zeigt auch wieder so ein Symptom dieser Diskussion: Es gibt ja *rationale Argumente*, die dafür oder dagegen sprechen. Diese sollten diskutiert werden und nicht jeder Seite gleich unlautere Absichten unterstellt werden. Tatsächlich wäre es gut, wenn diese Sachen sauber wissenschaftlich untersucht werden würden (und zwar eben nicht nur in der Form, wie es meist geschieht, nämlich durch Studien, die eine Bestätigung dieser Theorie suchen…)

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