Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Die Sendung mit Raps und Rübe

| 64 Kommentare


Anzeige
Diese Folge wird euch präsentiert von Blinkist. Mit folgendem Link erhaltet ihr ein Jahr lang 25% Rabatt auf das Abo bei Blinkist: Blinkist.de/woche.
Die ersten sieben Tage könnt ihr das Angebot kostenlos probieren.

Links und Hintergründe

Gekillte Darlings

64 Kommentare

  1. Zur Schulwiedereröffnung: Ich bin als Vater echt froh, dass bei uns in der Schweiz die Schulen langsam wieder öffnen. Mich nervt aber die Attitüde der Bildungspolitiker, deren oberstes Ziel ist, dass auch in dieser Krise der Lehrplan eingehalten wird. Wenn nun am 11. Mai die Schulen im Kanton Zürich wieder öffnen, gibt es in einem ersten Schritt mal Halbklassenunterricht. Dagegen wäre noch nichts einzuwenden. Da die Kinder dadurch auch nur die Hälfte der Lektionen beschult werden, soll der Rest noch in Homescooling Aufgaben erledigt werden. Ich frage mich ersthaft welcher Mangel an Bildung entsteht, wenn man von 9 Schuljahren während 2 Monaten reduziert beschult wird. Wenn das nun das grösste Problem sein soll, kann man ja auch einfach das Schuljahr um ein Vierteljahr verlängern. Daran würde die Welt auch nicht zugrunde gehen.

    Man sollte auch an die Eltern denken. Homeoffice geht ja ziemlich gut. Homeoffice mit Kindern zu hause ist eine Herausforderung. Homeoffice mit Kindern, die gleichzeitig Homescooling machen müssen, ist unmöglich (Zu mindest mit kleinen Kindern).

  2. Die Worte “That’s great, it starts with an earthquake
    Birds and snakes, an aeroplane” wären natürlich zur Melodie von REMs wunderbaren und nicht ganz unpassenden Lied “It’s the end of the world as we know it (and I feel fine)” vorzulesen-/singen.
    https://youtu.be/OA_CndlBu0g

  3. Bei alles Sympathie (siehe PS), aber mir kommt der Verdacht, bei euch macht sich auch langsam der Covid-(Lager)Koller breit – schnauft mal durch… :

    1. Katrin, was hat dich geritten, die Schramböck zu bringen? Hier in Ösi-Land gehört die seit Langem zu den Hilflosen&Sprechpuppen, die niemand ernst nimmt, die nix zu sagen haben, und nix zu bieten, das das Fertiglesen des Vorspanns rechtfertigen könnte. Ihre Wirtschafts-Expertise wird gemeinhin als, freundlich formuliert, überschaubar klassifiziert.

    Und so sehr ich deinen scharfen Sinn schätze – den Gehalt des Covid-Themenfeldes quasi exklusiv auf Drosten zu limitieren, halte ich für an der Grenze des journalistisch zulässigen. Sachlich ohnehin für unzulässig, da dürften Reduktions-Mechanismen greifen, die uns allen nicht gut tun.

    2. Holgi, ich weiß, du neigst manchmal dazu, ein paar spießerliche Untertöne durchklingen zu lassen. Gemessen an dem, was du ansonsten an Haltung, Analyse und Wehrwert einbringst, kann man das durchwinken, wir sind alle nur Menschen. Aber dermal hast dermaßen den kotzigen Kleingeist-Spießer raushängen lassen, dass ich mir ein bisschen Sorgen mache. Alles gut bei dir?

    Liebe Grüße, Heinz

    PS: An sich gehöre ich eigentlich zu den Fans, auf jeden Fall zu den Hardcore-Hörern, die eure Beiträge im Podcatcher immer zuerst anklicken – und das waren bisher sicher hunderte – und sie auch regelmäßg teilen und bewerben.

    • Warum soll jemanden denn nicht bringen, wenn er/sie einen sinnvollen Vorstoß macht?

      Bei allem, was ich so den lieben langen Tag über Corona lese, sehe, höre – und das ist viel – ist man meiner Ansicht nach bei Drosten einfach am besten informiert.

      Ich habe deswegen nicht gesagt, dass man sonst NICHTs gucken/hören/lesen soll – sondern unterstrichen, dass wir in Sachen Corona jetzt nicht die Megaexpertise aufweisen und so viel sinnvolles nicht zu ergänzen haben, wenn man das denn hört.

      Du magst dein PS hinterherschicken, aber ein bisschen frage ich mich bei deinem Post, ob du beim Hören selbst irgendwie schon gereizt warst. Kommt zumindest hier so an.

      LG

      • Einspruch, Euer Ehren…

        *1 Schramböck: Können wir uns darauf verständigen, dass ihr “Vorstoß” erstens ein No-Brainer ist, dessen Inhalt btw von so ziemlich allen Wirtschaftsmenschen aller Couleurs seit ungezählten Jahren gefordert wird. So gesehen eine Null-Nachricht. Kann man tagesaktuell trotzdem bringen, stimmt. aber:

        Wenn der Inhalt schon altbekannt ist, wird erst News draus, wenn etwas Neues eingetreten ist. Etwa, dass ein bisher anders agiert habendes Testimonial das nun sagt, oder es ein sachlich/politisches Schwergewicht einbringt. Beides trifft für unsere Gretel nicht zu. Das formale Amt der Wirtschaftsministerin reicht für relevanten Journalismus nicht als Begründung. Da müsste man, wenns schon unbedingt sein muss, den Kontext mit einbetten: Etwa, dass sie – so wie unser Ämter-Multi-Wirtschaftskammerpräsident – viel sagt, wenn der Tag lang ist, und vor allem das, was die (überschaubaren) Fanclubs gerade hören wollen, möglichst in hübsch folierten Buzzwords. Aber vor allem: dass es die (formal!) zuständige Ministerin einer Regierung sagt, die soeben die Wirtschaft des ganzen Landes mit Vollgas in die Betonmauer gesteuert hat. Da kommt ihre Aussage geradezu einer Desavouierung des wie gesagt richtigen Gedankens gleich – quasi: wenn *die* das sagt, kanns nicht viel her sein damit…

        (hint off/on topic: Unter der Propaganda-Decke ist dem hiesigen Heiland die Kernwählerschicht weggebrochen, in der Wirtschaft gärt es nicht mehr, man tobt, die Stimmung ist mittlerweile gekippt. Nicht wegen der Maßnahmen per se, sondern wegen der Art der Umsetzung, nicht zuletzt der bürokratischen Schildbürgereien, die nahezu flächendeckend als blanke Verarsche wahrgenommen werden. Gerade in den tiefschwarzen Gefilden werden die Heugabeln aus dem Keller geholt. Sollte man idS berücksichtigen, wenn und vor allem wann die inszenierte Angst vor der 2. Welle medial getrommelt wird – Ösiland, Land der MessageControl.)

        *2 Drosten: Pardon, deine Replik deckt sich nicht ganz mit der realen Botschaft aus der Sendung. Und sie stellt auch eine idS unzulässige Verkürzung dar: Zweifelsohne guter Mann, das ist aber nicht das Thema. Vielmehr, dass er, auch laut Eigenaussage, ein bei Weitem breiteres Feld medial bespielt, als ihm selber lieb ist. Und, dass das Themenfeld, selbst das eher rein epidemiologische, viel viel mehr umfasst, als er abdecken kann.

        Hier die Botschaft zu postulieren: “ich höre Drosten und bin informiert” sehe ich journalistisch als hoch problematisch an. Nein, ist es nicht, und da sind die fachlichen Differenzen innerhalb der Virologenschaft noch gar nicht mit berücksichtigt. Man hört euch zu, weil ihr sozusagen den Job erledigt, für uns die Vorgänge zu sichten, zu filtern, und aufzubereiten. Da klingt es dann etwas schräg, wenn ihr euch auf eine Quelle reduziert.

        *) Gereizt: War nicht meine Absicht, aber so gesehen: Ja, die Grundgereiztheit, insbesondere auch medial, streite ich angesichts der hyperventilierenden Bullshitterei in der Branche gar nicht ab. Und wenns um die Quellen geht, wird die Verlust-Liste täglich länger, da kann einem schon mulmig werden. Die Ösis werden euch wurscht sein, aber etwas näher: Wenn bereits ein Fefe in Corona-Dingen inzwischen nicht mehr ganz rund läuft, dann wirds mir langsam kalt den Rücken rauf…. Und so war das mit dem Durchatmen auch gemeint: Man kann auch mal bremsen, notfalls sogar eine Ausgabe ausfallen lassen, wenn man nicht mehr sicher ist, den Boden unter den Füßen noch zu spüren. Oder ein Thema mal temporär droppen, wenn es keinen echten aktuellen Mehrwert hergibt. *)

        Mit Applaus für eure bisherige Arbeit, liebe Grüße,
        Heinz

        *) “Covid-free” könnte der neue Superseller sein – die völlig überreizte p.t. Leser/Hörer/Seherschaft giert förmlich nach Medienplätzen, nach Auszeit-Nischen, in den es *nicht* vorkommt. Just a hint

  4. Der Text von Bernd Ulrich ist ja eine schöne Utopie, aber irgendwie scheint der mir derzeit nicht zur Lage zu passen. Ich versteh nicht wie man sich über eine derzeit geringere Anschaffungsneigung überhaupt wundern kann.

    Die Zahlen kamen ja diese Woche (ihr habts ja auch in der Sendung erwähnt): Wir werden eine Rezession erleben und ein Weltwirtschaftskrise ist zu befürchten. 10 Millionen sind in Kurzarbeit. Zum ersten Mal seit Erhebung der Arbeitslosenzahlen ist die Zahl im April gestiegen statt gesunken. Da hätte man die Autohäuser gar nicht zu machen müssen (Andrerseits sind derzeit wohl viele froh, dass sie kein Auto kaufen konnten, weil sie den Kauf bereut hätten). In der Situation kauft doch sowieso keiner ein Auto wenn er nicht unbedingt muss.

    Ich glaube ja, dass man eigentlich fast alles wieder aufmachen könnte. Der Konsum wird trotzdem sicher einbrechen. Denn wer damit rechnen muss seinen Arbeitsplatz innerhalb des nächsten Jahres zu verlieren wird alle unnötigen Ausgaben vermeiden und auch den Urlaub streichen. Da kommt viel auf uns zu was noch gar nicht absehbar ist.

    Apropos Schule:
    77 percent of parents agree teachers should be paid more after teaching own kids, study says
    https://www.foxnews.com/lifestyle/coronavirus-homeschool-parents-agree-teachers-paid-more-kids
    Sorry, ich weiß es ist Fox News, aber passte grad so schön.

    • yay – ich glaube du bist der erste, der uns hier Fox News verlinkt!! 😀

    • Mit dem Auto kaufen, wäre ich mir nicht so sicher. Ich kann es nur aus einer persönlichen Sicht beurteilen. Bin aber sicher das es einige in einer ähnlichen Situation sind.

      Ich bin überzeugter ÖV Benutzer. Hatte nie und wollte bis jetzt auch nie ein Auto. (Das funktioniert hier in der CH auch sehr gut).

      In meinem Beruf muss ich vieles vor Ort machen damit die anderen Zuhause arbeiten können. War jetzt also die ganze Zeit am pendeln. An “meiner” Buslinie hat es viele Pharmabetriebe und Nahrungsmittelhersteller. (was jetzt bei einer Tackthalbierung passiert, wie wir sie aktuell hier haben, muss ich glaube ich nicht erklären)

      Ich war noch nie, in meinem Leben, so kurz vor einem Autokauf entfernt.

      • Es geht mir auch so. Wenn man nirgendwohin mehr vernünftig mit den Öffis hinkommt und auch noch Angst haben muss mit Krankheiten Zuhause anzukommen, dann bekommt man plötzlich den Wunsch ein eigenes Auto zu besitzen.

      • Ok, das ist natürlich ein Punkt

  5. Guten Morgen!

    Korrektur von Holgis Beitrag über die Neuerungen in der StVO und dem Bußgeldkatalog. Seine Aussage war “wer in einer 30er Zone mit 51 km/h geblitzt wird, bekommt den Lappen weg”. Das ist leider falsch lieber Holgi, denn du hast die Toleranz vergessen. Demnach verliert man erst den Lappen für einen Monat, wenn man nach Abzug der Toleranz 21 km/h fährt. In seinem Beispiel also 54 km/h in einer 30er Zone…

    Liebe Grüße
    Christian

    • In Kombination mit Tachos, die konsequent zu viel anzeigen, bedeutet das in der Praxis leider, dass man bei dem Schild mit der “50” durchaus 60 auf dem Tacho haben kann, ohne dass (nach Abzug der Tolerenz) auch nur ein Verstoß übrig bleibt.
      Oder anders gesagt: “Die Politik will, dass man 60 fährt und schreibt deshalb 50 hin.”

  6. Hi ihr beiden,

    das ist schon sehr lange so, dass alle Schenkungen der letzten 10 Jahre zurück gefordert werden müssen vom Sozialamt. Nur Geburtstagsgeschenke (wichtige Anlässe) werden normalerweise nicht zurück gefordert, außer es ist viel Geld oder ein recht teurer Gegenstand.
    Man darf seine Hilfsbedürftigkeit nicht selbst verschulden oder irgendwie so.

    Das Einzige, was wirklich funktioniert:
    Oma holt ihr Geld aus dem Geldautomaten und gibt es Enkelin oder Kind, damit die es selbst bei sich einzahlen. So kann man es nicht nachverfolgen und es sieht so aus als hätte die Oma das selbst konsumiert und nicht verschenkt. Natürlich darf sich niemand verplappern und man sollte beim Einzahlen nicht “von Oma” hinschreiben.

    Wenn plötzlich 30 000 € verschwinden oder ein Auto gekauft wird und es jemand anderes besitzt, dann fällt es natürlich auch auf und da wird das Geschenk vermutlich auch vom Sozialamt zurück gefordert.

    Etwas Ähnliches: Früher (ich weiß nicht, wie es jetzt ist) war es bei einem Freund so, dass er ein einmaliges 500€ Sozialstipendium bekommen hat und ihm dafür direkt das BAföG-Geld gekürzt wurde. Da braucht man sich den Stress mit der Bewerbung für das Stipendium nicht antun.

      • ich musste bei dem Thema schief grinsen. Ihr seid doch eigentlich für höhere Erbschaftssteuern, oder?

        • klar, das ist auch genau das gleiche, wie wenn Oma jeden Monat 50 Euro für ihre Enkel beiseite legt. Die 6.000 € mit der Erbschaftssteuer zu vergleichen ist ähnlich schief, wie dein anderer Kommentar auch.

    • Kinder (nebst Ehegatten) und Enkel haften schon viele Jahrzehnte (immer) für Oma im Heim, bzw. die Kinder konnten schon immer ihre Eltern verklagen, wenn die Eltern ihnen das Studium nicht finanzieren wollten. Einzig und allein für Heimkosten muss nach einer Gesetzesänderung im SGB nun erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen gehaftet werden. Es gab auch schon einige Sozialämter die SGB-II bei Verwandten eingeklagt haben. Kennt kaum jemand, ist aber DER Klassiker im Sachenrecht des BGB.

      § 1601 BGB:
      Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.

      § 1608 BGB:

      (1) 1. Der Ehegatte des Bedürftigen haftet vor dessen Verwandten. 2. Soweit jedoch der Ehegatte bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen außerstande ist, ohne Gefährdung seines angemessenen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren, haften die Verwandten vor dem Ehegatten. 3. § 1607 Abs. 2 und 4 gilt entsprechend. 4. Der Lebenspartner des Bedürftigen haftet in gleicher Weise wie ein Ehegatte.

  7. ich muss gerade mal den Schäuble machen. Hätte ich mir vor zehn Jahren auch nicht träumen lassen, dass ich mal mit Schäuble einer Meinung bin.

    Holgi sagt ja sinngemäß, man muss bei Corona-Lockerungen im Hinterkopf haben, dass die eigenen Angehörigen sterben. Nunja. Ich habe auch schon Verwandte an das Rauchen oder den Alkohol verloren und will trotzdem nicht, dass Rauchen oder Alkohol komplett verboten wird. Wenn du mich jetzt fragst, wie viele Angehörige würdest du opfern, bis du ein Alkoholverbot besser fändest, finde ich die Frage natürlich unfair. Nehmen wir mal an, jemand stirbt an einem Verkehrsunfall, möchtest du sofort den Straßenverkehr verbieten?

    Deine Argumentation finde ich falsch, weil sie keine Abwägung zulässt. Die Regeln so gestalten, dass möglichst wenige Menschen sterben klingt schön, passiert aber nicht. Dein Beispiel mit den Verkehrsregeln macht das ganz gut deutlich. Wenn man 30 innerorts, 70 auf Landstraßen, 100 auf Autobahnen festlegen würde, würden dadurch die Verkehrstoten sinken. Aber: Wenn man noch weiter reduziert (auch ins Absurde, überall Schrittgeschwindigkeit), würden sie weiter sinken. Die Forderung, die Regeln auf möglichst wenige Tote auszurichten, ist da nicht hilfreicher als Hans-Peter Friedrichs Supergrundrecht auf Sicherheit. Nein, so machen wir das in Deutschland nicht. Wir wägen ab, und weder Terrorschutz noch Leben ist Supergrundrecht. Hier ist das eine Abwägung von psychischen Schäden durch Lockdown gegen körperliche Schäden durch Covid-Erkrankung. Beide Schäden können zum Tod führen, was die Abwägung schwierig macht. Wo man sinnvollerweise landet, weiß ich nicht, aber Leute mit Maximalforderungen werden in Deutschland normalerweise ignoriert und damit fahren wir ganz gut.

    • ich finde, dass deine Vergleiche hinken, weil COVID-19 eine Pandemie ist, etwas, das alle bedroht, ob sie es wollen oder nicht.
      und es ist irgendwann vorbei.
      die Argumente, die bei COVID-19 vorgebracht werden, sind Sozialdarwinismus. Wir müssen eben ein paar der Schwachen, Alten, Asthmatiker…. opfern – aber wofür nochmal? Weshalb?
      Weil die Wirtschaft es sonst nicht packt?
      Andere Lösungen haben wir nicht?
      Also lassen wir ein paar Zehntausend Leute mehr verrecken?
      Wow.
      Also ja: ich denke in letzter Zeit recht oft, dass vielleicht ich diejenige bin, die spinnt.
      Das kann ja auch sein.

    • Die Vergleiche sind alle ziemlich dämlich, weil man sich das Rauchen oder Saufen selbst angewöhnt. MRSA oder das Verbot Steine aus Flugzeugen schmeißen zu dürfen passt da viel eher. Dafür kann man nämlich nix wenn man Opfer wird.

  8. Aus dem Leben eines Dorfbewohners der an der „Dorfstraße“ wohnt: das Ernten läuft unter starkem Zeitdruck ab – Geräte, Trecker, Anhänger werden gemietet und Erntehelfer von anderen Bauern zusammengezogen. Anschließend fahren die Erntemaschine und mehrere Trecker mit Anhänger über die Felder um das Erntegut so schnell wie möglich einzuholen. Die Kinder im Dorf werden von den Eltern an den Tagen typischerweise drinnen „eingesperrt“ weil die Trecker mit 80 durch den Ort fahren damit sie so schnell wie möglich die Ernte wegfahren können. Da die Erntemaschine das Korn direkt in den Anhänger der neben ihm fahrenden Anhänger pustet, ist ein Streifenfeld wahrscheinlich extrem aufwändig oder nur durch Fahrstreifen ohne Saat zu machen was die Ausbeute schmälert.

    • das heißt, die Preisen sollten steigen, damit mehr Zeit bleibt?

      • das hat auch was mit Effektivität zu tun.
        Wenn zur perfekten Zeit die Ernte geschieht ist die Menge und Qualität besser. Es wird pro Flächeneinheit mehr produziert.
        Das schont schlussendlich die Umwelt, da weniger zusätzliche Fläche nötig ist.

        auf diese Problem wird es rauslaufen. Was ist sinnvoller?

        – extensive Landwirtschaft. Also kurz BIO. Wenig Pestizide (alles: gegen Pilz, Insekt Fremdpflanzen) und evtl. wenig Maschineneinsatz und Zusatzdüngung. Dafür wenig Ertrag pro flächeneinheit. Es ist mehr Nutzfläche für selbe Produktionsmenge nötig
        – intensive Landwirtschaft: Also kurz konventionell. maximale Versorgung mit Schutzmitteln, maximal Maschineneinsatz.. Hoher Ertrag (leider hohe Investition des Bauers). wenig Nutzfäche nötig, demnach können sogar zusätzliche Brachflächen entstehen.

        Punkt 2 ist derzeit verbreiteter… Punkt 1 hat dafür ein positives Image in den Medien.

        • Die “Qualität” kommt aber aus der Lebensmittelbranche. Zusatzstoffe in Lebensmitteln haben den selben Grund wie spezielle Laborsorten mit gesicherten Eigenschaften: Maschinen laufen viel exakter, Garvorgänge sind gleichmäßiger, etc.

          Dem kleinen Dorfbäcker der von der örtlichen Biomühle kauft, würde eine Schwankung im Eiweißgehalt des Weizens nicht einmal auffallen, bei Nestle verklebt das die die Rührwerke…

          • korrekter Einwand:

            der Punkt mit der gewünschten Qualität als Produkteigenschaft ist Vorgabe von Industrie und zum Ende hin des Kunden.
            Das fängt bei grünen Stellen der Kartoffel an (Salonin!) bis hin zur zu schnellen Schimmelbildung bei allen Früchten weil Schadinsekten die Hülle beschädigen (meist ist Schimmel sogar giftig)

            Das problem bei “dem kleinen” Erzeuger und Verarbeiter und zum Ende hin Händler.
            der Ertrag bei extensiver Landwirtschaft ist einmal durch die Planzensorten und zum anderen durch die Schädigungen geringer.
            Es ist immer mehr Nutzfläche nötig für denselben Ertrag, was die Ökosysteme stark schädigt. Brachfläche ist immer besser als Nutzfläche.
            Die Pflanzensorten bei extensiver Landwirtschaft sind deswegen wiederstandfähiger weil sie die Pflanzenschutzmittel selbst erzeugen. Bei den Sorten für intensive Landwirtschaft ist dies weggezüchtet (oder mit Genschere herausgeschnitten)

            Spontan möchte ich grade nicht die Tabellen raussuchen über die Anteile von
            Ökoerzeuger zu konventionell
            Ökoprodukte zu konventionell (die Differenz ist dann eben Einfuhr von anderen Ländern)

            *ich kenne keine optimale Lösung für alles in Zukunft Aber rein schwarz-weiss ist es wie imemr auch hier nicht.

            **Zusatzpunkt ohne Bezug zum Thema: das ist eine Anwendung von Glyphosat die sehr kritisch ist (Vorernteanwendung)
            https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/pflanzenbau/dlg-merkblatt-391/

  9. Leider finde ich die Freakshow-Folge (Podcast) nicht, die mir bei jeder Geschwindigkeitsdiskussion in den Kopf kommt.
    Vielleicht urban legend, aber nach den Tesla-Foren ist die Reichweite in D wesentlich geringer als in anderen Ländern, weil wir dauernd wechselnde Max.Geschwindigkeiten haben. Auch mit dem Verbrenner stört mich das massiv und ich verstehe nicht, warum für 5km vom 70 auf unbegrenzt und zurück auf 70 geregelt werden muss. Statt eines allgemeinen Temo-limits würde ich da gern eine restiktivere Regelung für zugelassene Sprünge sehen und wahrscheinlich ist dann im Pott auch durchgängig 120.

    • da ist viel persönliches Verhalten.

      okay: Auto fahr ich fast nur im Winter (bei frostfrei bin ich eben die 6.000 bis 10.000 km/Jahr auf dem Rad unterwegs)

      aber vor Jahrzehnten schon habe ich mich auf “extrem”-Spritsparen konzentriert. (nicht aus wirtschaftlichen Gründen – auch Umweltschutz ist mir ganz brutal gesagt in dem Punkt egal)
      Dazu zählt auch segeln (also Motor aus (Achtung: Zündschlüssel wieder auf Zündung stellen und NIEMALS abziehen) wenn der Wagen über mehrere 100mtr rollt.

      Diese Fahrweise hat zur Folge: vor mir ist Strasse immer frei. “Stau ist nur hinten Scheisse”. ich rolle auf bekannten Strecken in Ortschaften oder reduzierte Zonen heran. brauche weder Motorbremse nocht echte Bremse. Beschleunige danach satt.

      Nach diesen Jahren bin ich gelassen was das Dicht-Auffahren anderer angeht.

      okay: das ist Egoismus: ich denke an den eigenen Spritverbrauch. ABER es schont alles: Nerven, Spritverbrauch, Bremsenabrieb usw.

      sinnvolle Geschwindigkeit ist etwa die der LKW. Auch auf Autobahn ist es entspannend hinten einem LKW herzufahren.

      • Deine Spritsparmethode halte ich für extrem gefährlich. Stell Dir einfach mal vor, dass während Du den Motor ausschaltest ein Fußball auf die Straße rollt.
        Du verlierst verlierst sämtliche Fahrerassistenzsysteme (angefangen mit ABS, Brems- und Lenkkraftverstärkung), und wenn Du Pech hast schnappt das Lenkradschloss ein, und die Elektronik spielt verrückt. Du magst ein altes Auto haben, bei dem das noch beherrschbar erscheint. Bei neueren Fahrzeugen (d.h. aus den letzten 25 Jahren) sollte man das definitiv unterlassen.

        • Auch ich halte “Motor Aus” für extrem gefährlich, auch wenn der Zündschüssel wieder auf Zündung steht!

          Auskuppeln und im Leerlauf rollen hatte ich früher zu meinen Verbrennerzeiten auch schon so gemacht. Für bekannte Strecken und Situation kommt man dann mit der richtigen Geschwindigkeit am Ortsschild o.ä. an. Sprit sparend ist ansonsten starkes Beschleunigen und vor allem starkes Bremsen vermeiden.

          Beim Elektroauto ist das “segeln” übrigens serienmäßig vorgesehen: Wenn die Rekuperationsbremse auf der niedrigsten Stufe steht leistet der Motor keinen Widerstand. Da sich der Motor auch nicht dreht ist der Verbrauch (nahezu) null.

          LKW haben übrigens schon seit gefühlt immer einen Tempomat verbaut der die einmal eingestellte Geschwindigkeit hält (= kaum Geschwindigkeitsschwankungen) sowie Wirbelstrombremsen, Retarder etc. um verschleißfrei zu bremsen.

        • das ist falsch:

          – wie geschrieben. Nach dem Motorabschalten Zündung wieder anmachen:

          demnach:
          alle alektrischen Systeme sind aktiv (Spannung wird komplettt über Batterie aufrecht erhalten)
          – in neuen Autos (neu ist hier wohl jünger als 10 Jahre) ist sogar Servolenkung elektrisch

          UND: auch Bremskraftversträker funktioniert.
          der Unterdruck bleibt für mindestens 2-3 Bremsungen erhalten (probiere das selber aus) und auch ABS über Bordspannung tut.
          Wenn dein Bremskraftverstärker nicht so lange den Unterdruck hält ist deine Bremse kaputt und du solltest in Werkstatt fahren.

          Aber nach einem Bremsvorgang soll bei sowas natürlich wieder mit laufendem Motor gefahren werden.

          Zusatz: noch neuere Fahrzeuge (neu ist hier jünger als 3 Jahre) zumindest aus dem VW-Konzern haben diese Komfort-Funktion eingebaut. Der Fahrer muss das aber aktivieren und die Fahrweise entsprechend gestalten.
          Der Motor wird abgeschaltet und Getriebe in Freilauf gesetzt. Sinnvoll: keine Betätigung vom Gaspedal.

          Gimmick: beim Mercedes-Konzern wird Motor nicht über Anlasser angeschalten. Die Kurbelwellenstellung ist bekannt. demnach der der Kolben der hinter oberem Totopunkt steht bekannt. Dieser wird nun gezündet was ausreicht um Motor zu starten.
          Bei PSA-Konzern (Frankreich) gibt s das ähnlich. aber mir sind da die Details nicht bekannt.

          • Es scheint du kennst dich, zu mindestens rudimentär, mit Fahrzeugtechnik aus.

            Trotzdem, oder gerade deswegen:

            Solche “Ratschläge” inkl. einer konkreten Handlungsanweisung “… (also Motor aus (Achtung: Zündschlüssel wieder auf Zündung stellen und NIEMALS abziehen) wenn der Wagen über mehrere 100mtr rollt.” sind für weniger informierte Menschen lebensgefährlich.

            Zu den ganzen Themen (Servolenkung, ABS, Bremskraftverstärker) gehört ein z.t. Fahrzeug und Baujahr spezifisches Detailwissen.

            Letztlich setzt du die Fahrzeugtechnik in einer nicht vorgesehen Art und Weise ein.

            Das manche neuere Fahrzeuge das Motor abschalten in bestimmten Situationen als Komfortfunktion haben mag sein, dann ist aber auch der ganze Rest der Fahrzeugtechnik darauf abgestimmt z.b. Überwachung der Bremse, Batterieladung etc.

            Alleine die Aussage “der Unterdruck bleibt für mindestens 2-3 Bremsungen erhalten” zeigt schon welche Gefahr hier lauert:
            Kann ich jetzt 2 oder 3 mal bremsen?
            Was wenn ich 2 mal leicht bremse, reicht es noch für eine Vollbremsung?
            Was wenn mein Bremssystem aus irgendwelchen Gründen seit der letzten Überprüfung einen Defekt hat und “dein Bremskraftverstärker nicht so lange den Unterdruck hält ist deine Bremse kaputt”?
            Was wenn ich in eine Situation komme in der ich mehrfach das Bremspedal betätigen muss und die Zeit und Hektik es nicht zulässt, zwischendrin noch mal eben zum Zündschlüssel zu langen um den Motor zu starten?

          • Um meinen Einwand ein wenig zu untermauern: Ich arbeite bei einem Unternehmen, in dem eine ganze Abteilung tagein tagaus mit nichts anderem beschäftigt ist als „Zündung ein, Zündung aus, Zündung ein, Zündung aus…“ – bei Über-, Unter- und Normalspannung, mit den verschiedensten Timings, Störungen und Spannungskurven die Elektronik und Batterie so liefern können – um die Hardware zu testen, die wir entwickeln. Ich weiß, was die für einen Aufwand treiben, und ich weiß, was für Fehler die finden, und wie aufwändig der Fix mitunter ist.
            Und der eigentliche Punkt: Moderne Fahrzeugelektronik schaltet abhängig von der Stellung des Zündschlüssels (einschließlich der Stellung „Schlüssel abgezogen“) in unterschiedliche Modi mit unterschiedlichem Funktionsumfang und Strombedarf. Wie und wann dieser Wechsel zu erfolgen hat wird bei der Entwicklung in ziemlich dicken Dokumenten definiert (die mit dem Aufkommen von Start/Stop und Keyless Entry nur noch dicker geworden sind). Wenn Du den Motor abschaltest weißt Du nicht, in welchen Modus jetzt welche ECU wechselt, noch wie lang sie benötigt um wieder zurückzuwechseln, ob das bei allen ECUs zeitgleich geschieht, wie sich das auf die Kommunikation auf den Fahrzeugbussen auswirkt, oder wie relevant das für Deine Fahrsituation ist.
            Nein, Du möchtest den Motor nicht während der Fahrt ausschalten. Was Du willst, ist die Füße von den Pedalen nehmen, und den PKW mit eingeschaltetem Motor und eingelegtem (hohen) Gang weiterrollen lassen. Das spart den meisten Sprit.

          • ich habe monatelang für mich getestet (mit dem Versuch der gleichen Randbedingungen)

            auf ebener Strecke ist die Ersparnis im Freilauf über die von mir gewählten 1000mtr (Geschwindigkeit sinkt da von 80 auf die 50 für die Ortschaft) Noch besser auf leicht abfallenden Strecken – bei Arbeitsweg habe ich eine Stelle da rolle ich 3km weit ohne nennenswerten Geschwingkeitsverlust.

            Gang drin lassen ist das schlimmste – das nennt sich sogar Motorbremse. es wird also erheblich Rollweg vernichtet.

            der unterschied zwischen Motor im Freilauf mit Leerlaufdrehzahl rotieren lassen und abschalten ist eben der Mehrverbrauch für die innere Reibung des Motors.
            *

            btw: mein Auto ist neu (gerade mal 7 Jahre).
            mit Batteriespannung und Zündung an (aber Motor aus) geht alles elektrische. Klima und Ölpumpe und Wasserpumpe natürlich nicht.

            Bremse tut

            ich werde ab Winter (derzeit fahr ich ja mit Radel und Auto steht so rum) mal mit nem OBD-Adapter gucken ob irgendwelche kryptischen Meldungen erscheinen. Aber zumindest in Werkstatt und TÜV und so ist noch nie irgendwas seltsames im Fehlerspeicher aufgetaucht das erwähnenswert mir gegenüber war.

            * der Verbreichsunterschied ist konkret fast 10% (also statt 4.2ltr eben 3.9ltr)
            Reifenwahl ist enorm: je schmaler desto besser und da auf energiesparende Version achten.

            ich gestehe: das Thema Spritsparen ist hier bei Wochendämmerung wohl nicht im Fokus.

          • Nochmal: Das Thema ist nicht Spritsparen.

            Da dein Auto 7 Jahre alt ist trifft so ziemlich alles darauf zu was der Norbert in seinem Kommentar schon geschrieben hat.

            Du hast nach monatelangem testen für dich und dein Auto eine vermeintliche Lösung gefunden indem du auf einer dir bekannten Strecke an bestimmten Stellen deinen Motor ausschaltest. Der Motor, der nicht nur dein Auto vorwärts bewegt sondern das komplette System mit Energie etc. versorgt. Dabei rollst du längere Strecken (3 KM) d.h. mehrere Minuten lang ohne das dein Motor die Elektrik versorgt, die Batterie lädt oder irgendwelche Pumpen etc. antreibt. Alles geht über die Batterie. Dein Auto verwendest du auch nur im Winter, was für die Batterie zusätzlich eine Belastung ist.

            Du verwendest dein Auto auf eine nicht vorgesehene Art und Weise (Versicherungsschutz?). Auf eine potentiell gefährliche Art und Weise (Gefahr des Versagen des Systems in einer unvorhergesehen Situation).

            Wenn du dich nur selbst gefährden würdest, wäre es für mich nach den ersten Hinweisen kein Thema mehr, aber du gefährdest Andere auf min. zwei Arten:

            1. Durch deine Fahrweise bei der du im entscheidenden Moment (Unfälle passieren immer unvorhergesehen) nicht mehr die Kontrolle über dein Fahrzeug hast. Sei es das die Bremsen oder die Lenkung nicht funktionieren, sei es das du beim Versuch den Motor wieder zu starten das Auto verlenkst oder das System nicht wieder richtig “hochfährt”, oder oder oder

            2. Du stellst es hier als einen Ratschlag zum Spritsparen mit konkreter Handlungsanweisung vor: “… (also Motor aus (Achtung: Zündschlüssel wieder auf Zündung stellen und NIEMALS abziehen) wenn der Wagen über mehrere 100mtr rollt.” Unbedarfte könnten das lesen und selbst mal ausprobieren. Ohne deine monatelange “Erfahrung” und Hintergrundwissen. Potentiell tödlich, aus den ganzen hier schon mehrfach aufgeführten Gründen.

          • @der Holger
            Was Du da machst ist anekdotische Evidenz. Die Menge an Tests, die Du in einem Jahr durchführst, fallen bei uns in der Firma an einem Nachmittag an – systematisch und reproduzierbar. Und auch wenn Du Dich am fertigen Produkt versuchst, während ich jeden Tag mit gerade in Entwicklung befindlichen Geräten befasst bin, habe ich zumindest zwei Dinge gelernt:
            1. Fehlerfreie Hard- und Software ist ein Zustand dem man sich annähern, den man aber nicht erreichen kann.
            2. Narrensichere Produkte sind nicht machbar, denn auch Narren entwickeln sich weiter.
            Wie schon gesagt: Wenn Du den Motor während der Fahrt abschaltest, betreibst Du das Fahrzeug außerhalb der vorgesehenen Betriebsparameter. Du löst dabei eine Kaskade an Vorgängen in den Steuergeräten aus, deren Bedeutung Du nicht überblicken kannst. Die Geräte sind zwar alle mit Reserven für unvorhergesehene Fahrsituationen entworfen worden, aber man sollte nicht ohne Not versuchen, diese Reserven auszureizen. Sonst läuft man Gefahr, sie im entscheidenden Moment nicht mehr zur Verfügung zu haben.

            Und noch kurz zur Motorbremse: Wenn Du Dich im höchsten Gang rollen lässt, ist die Bremswirkung minimal. Gleichzeitig ist aber die Treibstoffzufuhr blockiert. Du verbrauchst also 0L/100km. Wenn Du hingegen auskuppelst, verbraucht der Motor etwas Sprit für den Leerlauf. Und wenn Du den Motor komplett abschaltest: siehe oben.

    • Was eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung im Vergleich zu “Sprüngen” angeht geb ich dir recht. Einzelne Stellen mit “70” oder anderen niedrigeren Geschwindigkeiten haben sicher ihre Ortsbezogene Begründung, die aber für “Außenstehende” nicht immer ersichtlich ist. Da kommt ja dann schnell der Vorwurf der “Autofahrer-Fallen” und “Abzocke” auf.

      Andererseits ist es möglich vorausschauend zu fahren und z.b. vor einer niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzung nicht eine scharfe Bremsung hinzulegen (= Energieverschwendung) sondern darauf zu zu rollen. Starkes Beschleunigen und Bremsen erhöhen den Kraftstoffverbrauch (auch bei E-Autos und Co.)

      “Vielleicht urban legend, aber nach den Tesla-Foren ist die Reichweite in D wesentlich geringer als in anderen Ländern, weil wir dauernd wechselnde Max.Geschwindigkeiten haben.”
      Vielleicht ist es auch so, das in anderen Ländern die Reichweite des Teslas größer ist WEIL es dort eine maximale Höchstgeschwindigkeit gibt. In Deutschland, mit den unbegrenzten Abschnitten auf der Autobahn, ist natürlich der Reiz groß auch mal an die maximale Geschwindigkeit des Autos zu kommen. Das erhöht natürlich den Verbrauch (vor allem wenn dann wieder starkes Bremsen und Beschleunigen ins Spiel kommt, s.o.)

  10. Eigentlich haben eh nur die größten Landwirte alle Maschinen selbst. Die meisten Landwirte nutzen, zumindest für einen Teil ihrer Kulturen, Lohnunternehmer die die Maschinen und das Personal dazu verleihen. Das ist dann bei mehreren Kulturen gleichzeitig natürlich etwas aufwendiger. Da aber eine Fruchtfolge mit vielen verschiedenen Kulturen sowie so im Sinne der Landwirte ist, da diese sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit auswirkt und den Krankheitsdruck klein hält, glaube ich nicht das dieser Mehraufwand so groß ist das sich dieses System nicht verbreiten könnte. Eine große Vielfalt an Insekten ist nämlich auch für den Landwirt von Vorteil.

    • ich bin nicht informiert wie breit diese Streifen sein sollten:

      aber Mindestbreite für sinnvolle Anwendung ist etwa die Breite der Pflanzenschutzgeräte. in etwa 30mtr Breite ist die wohl.

      Aber in Praxis wird die Streifenbreite dann jeweils an die Bearbeitungsbreite der vorhandenen Maschinen angepasst. (Bodenbearbeitung, Schutz und ganz wichtig natürlich Ernte)

      • Das ist richtig. Ein Bauer mit 36m Pflanzenschutzspritze wird Streifen anlegen, die 36, 72 oder 108m breit sind.
        Ich habe mich noch nicht so tief mit diesem Thema befasst, aber es dürfte dabei herauskommen, dass schmalere Streifen, abwechslungsreiche Agrarlandschaften einen höheren Effekt auf die Artenvielfalt haben.
        Ein entscheidener Faktor sind die Feldränder. Kleinere Flächen haben einen größeren Anteil Ränder. Wenn diese Feldränder weniger intensiv bewirtschaftet werden (und da könnte schon 1 bis 3 m große Wirkung haben), dürfte der Effekt der Streifen im Feldinnern nicht so bedeutend sein.
        Ich sehe die Vorteile der Streifenwirtschaft aktuell eher auf größeren Flächen.
        Es sind solche Ansätze, die “uns” weiter bringen beim Umwelt- und Naturschutz als irgendwelche ideologische Vorgaben beim Ökolandbau und Gesetzesverschärfungen. Die Landwirte sollten offen sein für diese recht einfach umzusetzende Maßnahmen. Mir gefällt der Gedanke, Großflächendesigner zu sein.
        Im letzten Jahr habe ich in Wageningen (niederländische Uni) einen Vortrag gehört, in dem es um die abwechslungsreiche Landbewirtschaftung geht. Dabei ging es um die beste Kombination von Kulturen, um Nützlinge anzuziehen und andere (benachbarte) Kulturen beim Pflanzenschutzmitteleinsatz nicht zu schädigen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung, Satelitensteuerung, künstlicher Intelligenz, BigData lassen sich da ungeheure Lösungen vorstellen. Autonome Hackroboter und Drohnen, die nur wenige Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln behandeln, bevor sich der Pilz oder das Schadinsekt ausbreitet.
        Am Ende dieser Vision stehen keine schmalen Streifen mehr, sondern Punkte oder Pixel. Wie das dann mit der Ernte am Ende funktiuonieren soll, das habe ich noch nicht verstanden, denn die Zeitpunkte dafür sind in der Regel sehr unterschiedlich.
        (Ich höre mich einmal um und fasse einen Blogbeitrag dazu ins Auge)
        Vielen Dank dafür, dass ihr immer wieder einmal auch landwirtschaftliche Themen behandelt!

        • “Im letzten Jahr habe ich in Wageningen (niederländische Uni) einen Vortrag gehört, in dem es um die abwechslungsreiche Landbewirtschaftung geht. Dabei ging es um die beste Kombination von Kulturen, um Nützlinge anzuziehen und andere (benachbarte) Kulturen beim Pflanzenschutzmitteleinsatz nicht zu schädigen.”

          Die Uni Bonn hat mehrere Versuchsflächen auf denen sie gezielt “Unkräuter” in Kulturen einbringen um Nützlinge anzulocken die den Schädlingen auf den Leib rücken. Funktioniert, bedeutet massiv weniger Gift* aber auch 15 % weniger Ernte.

          * Pflanzenschutz ist framing.

          • Wann ist denn ein “Gift” ein Gift? Ich finde, das ist der Begriff “Pflanzenschutzmittel immer noch präziser als der allgemein disqualifizierende Begriff “Gift”.

  11. Flog auf Twitter an mir vorbei und ich dachte, ihr könntet die Wochendämmerung um die Perspektive auf Corona noch erweitern:
    “[…] We are currently working against Covid19 from a gender perspective with a focus on intersectionality and care work. Working this way is extremely important during this health crisis.”
    https://twitter.com/Ana_DeLaGarzaB/status/1256388057877614593?s=19
    Kommt im Corona-Update auch etwas zu kurz, aber klar, irgendwo muss man immer auswählen.

  12. Zu den Schulöffnungen und der Situation des Distanzlernens:

    Die von euch aufgezeigten Punkte beschreiben schon ganz gut die aktuellen Probleme. Es ist aber wichtig, die verschiedenen Player zu benennen, an denen es zur Zeit (und damit meine ich die letzten Jahrzente) hapert.

    In den Elternhäusern ist, wie auch in vielen Lehrerhaushalten, kein PC zum Arbeiten vorhanden. Auf Elternseite mag das daran liegen, dass viele ihren täglichen Internetkonsum über die Smartphones erledigen (Kommunikation und Nachrichten) oder über den SmartTV/Konsole (Netflix &Co bzw Gaming). Das ist in vielen Fällen auch ausreichend, denn Schüler*innen haben ja oft “nur” die Aufgabe einer Recherche und das geht auch gut mir dem Smartphone. Auf Lehrer*innenseite beobachte ich das ebenfalls. Arbeitsblätter können ja in der Schule zusammengeschnitten und kopiert werden, das reicht ja aus. Zusätzlich wird dann noch das Argument angeführt, dass Lehrer*innen ja keine Dienstrechner besitzen und es deshalb auch keine Notwendigkeit sei (ehrlich gesagt möchte ich gar keinen Dienstrechner vom Land, dann bekomme ich ne alte Windowsmöhre und muss mich damit rumschlagen).
    Auf Schulseite gibt es ebenfalls Hürden. Die Schulträger (in der Regel die Kommune) ist für die Ausstattung der Schulen zuständig. Das sind kommunale Töpfe die nicht vom Land gesteuert werden. Ist eine Kommune etwas reicher, bzw deren Politiker mehr an Schule interessiert, können Schulen auch Top ausgestattet sein (und damit meine ich nicht die interaktiven Whiteboards für den Frontalunterricht, sondern mobile Geräte für echtes Kooperatives und Kollaboratives Arbeiten, eine Glasfaseranbindung und eine Projektionsfläche im Klassenraum). Da es aber keine einheitliche Linie gibt, können Schulen oder Kommunen aber auch noch ihre eigenen Wege gehen bei sogenannten Lernmanagamentsystemen (LMS). Hier gilt es natürlich den Datenschutz zu beachten. So haben sich einige Schulen mit Moodle, andere Mit MS365 oder der GSuite oder iServ, itsLearning oder anderer Anbiter bereits auf den Weg gemacht. Hierzu bedarf es aber oft einer Lehrkraft an der Schule, die den Hut aufhat und Vorreiter ist. Im besten Fall gibt es dann ein schlüssiges Medienkonzept und das gesamte Kollegium zieht an einem Strang. In NRW gibt es den Medienkompetenzrahmen, der Teilkompetenzen für Schüler*innen benennt, die am Ende der 10ten Klasse verinnerlicht worden sind. Schulen haben die Pflicht die Kompetenzen in ihren schuleigenen Curricula aufzunehmen.
    Einige Schulen haben aber niemanden und es fehlt ihnen an der Unterstüzung der Kommune und so gibt es natürlich immernoch genügend Schulen (traurigerweise oft Grundschulen), die über keine dienstliche E-Mail Adresse verfügen. Fairerweise muss man sagen, dass das Land NRW mit LogineoNRW hier Abhilfe schaffen möchte. Aber LogineoNRW benötigt nochmal einen ganz eignen Thread.
    Das Schulministerium NRW (MSB) ist hier reichlich bemüht, schafft es zur Zeit aber nicht eine klare Kommunikation zu fahren (siehe Gebauer-Laschet-Disaster). Immerhin wurden nun 6 Didaktische Hinweise zum Distanzlernen verfasst worden (bzw in Auftrag gegeben worden bei den hochgeschätzten Kolleg*innen Wanda Klee, Axel Krommer und Philippe Wampfler) https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/Coronavirus_Impulse_Distanzlernen/index.html

    Zusammengefasst bedeutet dies aber: Eltern/Schüler*innen – oft schlecht ausgestattet (150€ Hilfe sind ein Witz) hier darf man keine Vorwürfe machen
    Lehrer*innen – oft schlecht ausgestattet und fehlender Wille zur eigenen Weiterentwicklung auch durch äußere Faktoren bestimmt
    Schulen – vom Schulträger und vom Land abhängig was Ausstattung bzw Fortbildung angeht
    Schulträger – Vom Willen der Kommunalpolitiker abhängig, die die Geldtöpfe verwalten
    Land – Zur Zeit keine klare Linie erkennbar. Bemühungen an verschiedenen Stellen, aber nicht ausreichend durchdacht

    Zum Ende hin möchte ich aber die vielen Kolleg*innen hervorheben, die in genau dieser Zeit angefangen haben sich weiterzuentwickeln. Diese Lehrer*innen gibt es. Auch auf Seiten der Schulträger gibt es hier und da tolle Entwicklungen, so dass Maßnahmen, die erst für das Folgejahr angedacht waren, bereits vorzeitig ausgerollt werden. In der Lehrer*innen-Fortbildung des Landes werden Webinare konzipiert um dem Fortbildungsbedarf weiter gerecht zu werden. Und natürlich darf man die Kolleg*innen nicht vergessen die seit Jahren für zeitgemäßes Lernen im 21.Jahrhundert kämpfen, denen SAMR und die 4K keine Fremdworte sind, die in ihren Kollegien und darüber hinaus Impulse setzten, die sich z.B. im #Twitterlehrerzimmer vernetzen und sich auf Barcamps (jetzt auch digital) begegnen und inspirieren.

    Ein Lehrer und Medienberater aus NRW

    • danke für diesen Einblick!

    • Hi, Danke für dein Beitrag. Eine Frage: wie sieht es eigentlich mit dem Digitalen Bildungspakt aus? Das Geld vom Bund, von dem nur ein geringer Bruchteil abgerufen wurde.
      Ich habe in Bayern von Lehrern mitbekommen, dass sie aufwändige Konzepte entwickeln sollten wie das Geld sinnvoll eingesetzt werden kann, diese Konzepte wurden von Nicht-Experten erstellt und im Dickicht der Schulverwaltung durch den Fleischwolf gedreht.
      Ist das bei dir/in NRW anders? Es ist doch einfach eine Schande dass Fördergelder versprochen wurden die nun vielen durch die Krise hätten helfen können, aber wegen der langsam mahlenden Mühlen der Verwaltung noch irgendwo zwischen Baum und Borke hängen.
      [ich bin kein Lehrer…]
      Marc

      • Hallo Marc,

        Auch beim Digitalpakt muss man ganz genau hinschauen, was hier eigentlich gefördert wird. In erster Linie nämlich Präsentationsmedien. Das können Beamer sein, interaktive Whiteboards oder noch sinnvoller: große Monitore (nicht TV, das hat Garantie- und Laufzeitgründe) in 86“ die zB hinter die bewährte Tafel Oder stattdessen angebracht werden. Das kann beides seine Berechtigung haben.

        Den Kommunen wurden nach einem Schlüssel Gelder zugeteilt. Um Die Gelder beantragen zu können bedarf es aber bestimmter Vorraussetzungen. Hierzu zählen ein vorhandener Breitbandanschluss (Glasfaser oder im Zweifel das ätzende Vectoring, wenn nicht anders möglich) Und eine WLAN Ausleuchtung. Hier müssen Kommunen meist erst noch nachsteuern (siehe weiter unten: Probleme)

        Sollte das da sein, kann Geld beantragt werden. Wie gesagt, voranging Präsentationsmedien, dann Arbeitsgeräte (evtl Perepheriegeräte wie Drucker aber vor allem auch Robotik, programmierbare Drohnen, 3D Drucker etc ), dann erst digitale Endgeräte.
        Da hat jedes Bundesland, wie könnte es anders sein, eigene Vorgaben gemacht. Erst jetzt können Arbeitsgeräte mobil (sprich Tablets, Laptops) in den Antrag aufgenommen werden. In NRW dürfen das max. 20% des zur Verfügung stehenden Geldes aber höchstens 25.000€ pro Schule sein. (Berufsschulen sind da ausgenommen, bessere Lobbyarbeit).

        Vom Digitalpakt profitieren tatsächlich die Schulen, die bis jetzt schlecht ausgestattet sind, da sie erstmal die Vorausetzungen für digitales Arbeiten in der Schule erhalten. (konnte ja keiner ahnen was mit Corona gekommen ist). Bei den Geräten profitieren im Verhältnis auch erstmal die kleineren Systeme wie Grundschulen, da ihnen bei kleiner Schülerschaft (Oft um die 200-300) genauso viel Geld zur Verfügung steht, wie Gesamtschulen (~1500 Schüler*innen) oder Gymnasien (~800).
        Schulen müssen zusammen! mit dem Schulträger ein TPEK (technisch pädagogisches Einsatzkonzept) ausfüllen, das eine gewisse Struktur vorgibt, wo die Präsentationsmedien extra nicht begründet werden müssen und die anderen Geräte bedürfen einer Kurzbegründung. In NRW reicht der Standardsatz in jedem Feld: „Zur Erfüllung des Medienkompetenzrahmens NRW“). Die Prüftiefe ist da eh sehr gering, da das Geld ja auch raus soll.

        Ein Medienkonzept hat mit dem Digitalpakt erstmal nichts zu tun, sondern ist ein (hoffentlich) im Kollegium erarbeitetes Konzept. Dies sollte den Ist-Zustand beschreiben, Verantwortlichkeiten benennen, der Fortbildungsstand und die Planungen aufzeigen, sowie den didaktischen Nutzen des Einsatzes verschiedener Geräte auf Grundlage der Lehrpläne bzw.des Medienkompetenzrahmen NRW aufzeigen. Können bestimmte Punkte aufgrund fehlender Geräte nicht gemacht werden, kommt dies in die Ausstattungsplanung.
        Das Medienkonzept ist Teil des Schulkonzepts und dient zum einen der Schule, andererseits werden die Medienkonzepte vom Schulträger gesammelt und in den Medienentwicklungsplan der Kommune aufgenommen, der damit im Schulausschuss (Politik) die weiteren Maßnahmen bzw Geldzuteilungen trifft. Deshalb ist egtl ganz gut, dass Schulen sich hier mal nen Wolf geschrieben haben.

        Nun zu den eigentlichen Problemen:
        Mit dem Beantragen von Präsentationsmedien ist schon der Großteil des Geldes weg. Findige Kommunen sind da aber sehr gut drin Töpfe umzuschichten und doch mehr Geld für Geräte herauszuholen, bzw mit anderen Fördermöglichkeiten zu kombinieren. Jedoch hatten viele Kommunen massive Probleme Handwerksfirmen zu finden, die Breitbandausbau und „Wlan-Verkabelung“ (ja, zu den zig Routern im Schulgebäude müssen Kabel gelegt werden) zeitnah machen. Deshalb haben viele Kommunen noch nicht die Gelder abgerufen aber stecken schon viel in Planung. Das ist auch gut so, denn lieber hier umsichtig mit den Schulen gemeinsam Planen, frühzeitig Handwerker finden und dann erst due Gelder abrufen, da kommt es auf das eine Jahr auch nicht mehr an (bis 31.12. 2021 können die zugeteilten Gelder abgerufen werden, danach gehen sie in den gemeinsamen Topf zurück und alle dürfen sich daran bedienen. Das Geld versickert nicht).

        Ich hab bestimmt was vergessen, aber ist jetzt auch schon spät. Sollten Fragen von Schulseiten auftauchen: Wendet euch an eure schulischen Medienberater*innen, die stehen euch zur Verfügung. Je nach Bundesland etwas anders organisiert in den Strukturen.

        Die Aussagen beziehen sich hier größtenteils auf NRW, auch die Begrifflichkeiten können in anderen Ländern anders sein.

        Fazit:
        Schulen überlegen sich was sie pädagogisch wollen und welche Technik hier unterstützt (Pädagogik vor Technik!) -> Medienkonzept

        Schulträger auf Grundlage der Medienkonzepte -> langfristigen und nachhaltigen Medienentwicklungsplan

        Gemeinsame Überlegungen zum TPEK -> Gelder abrufen aus Digitalpakt

        Kommunikation zwischen Schulen und Schulträgern muss regelmäßig stattfinden, damit nicht an einander vorbei geplant wird.

  13. Juhu. ich hätte wetten können dass “Palmer” vorkommt.

    ich bin von der Eskalation auf beiden seiten überrascht… weil so unterschiedlich sind die Aussagen nicht.

    in eine der vielen TALK-Sendungen (ich täte gerne den link kopieren, aber ich erinnere mich nicht wo das war)
    sprach ein Arzt zum Thema Palmer (und Schäuble)

    Anästhesist und Palliativ Mediziner ist der.

    zu beginn: den meisten ist derzeit unbelannt, dass 99% und mehr der derzeit mit Schlauch beatmeten nie wieder ein normales Leben führen können. Es sollte unbedingt vermieden werden.

    viele Menschen wünschen sich das aber nicht. (Patienenverfügung gibt es teilweise)

    Der Vorschlag in dem Zusammenhang war dann sowas wie eine Ampel (rot-gelb-grün)
    -keine Versorgung (lieber tot als nach der Versorgung ballaballa)aber Schmerzmittel
    -schonende Versorgung aber wenn es mögliche Spätfolgen gibt eben nicht
    -maximale Versorgung.

    und mit dem Thema muss sich jeder beschäftigen (nicht nur Folgen von Infektionen, auch Unfall oder Herz-Kreislauf haben unangenehme Folgen)

    und konkret aus persönlichem Umfeld ein Neurologe (Bezug Schlaganfall meiner Mutter)

    der hat selbst eine Beschreibung hierzu nach den erfahrungen wie der Köroper nach derartigen Dingen sich wieder aufbauen kann.
    – bis Alter 40: maximale Versorgung auch mit Koma usw. (weil regeneration gut möglich)
    -bis Alter 70: maximal 4 Wochen maximale versorgung. Danach muss eindeutige Aussage (da gilt auch bestätigung mit augenkommunikation) getroffen werden ob versorgung weiter gehen soll. Ansonstn ABSCHALTEN.
    über 70: keinerlei Maximalversorgung – nur palliativ.

    die Entscheidung muss jeder selbst treffen. Aber die Aussage von palmer war wichtig: denn das Problem existiert und jemanden unter Zwang zu versorgen auch wenn Leben danach nicht wie zuvor ist, sopndern “ballaballa” ist auch bescheuert.

    Kurz:
    Lieber tot als ballaballa oder lieber ballaballa als tot?

    der Tot ist etwas natürliches. Es ist nichts schlimmes daran (die Angehörigen ausgenommen). Nur das Sterben muss ohne Qual sein.

  14. Holgis Frage zur Vorhersagen zur Entwicklung der Wirtschaft und wie da Aussagen über “Smartphones sind 2021 wieder stabil”.

    Das ist ein einfacher Trick. Man macht Umfragen unter Verbrauchern und hat da Fragen drin:
    Haben Sie vor Anschaffungen folgender Katagorien zu tätigen (1-5 Jahren Auswahl)
    und
    Haben Sie vor Anschaffungen der folgenden Katagorien (aufgrund von Corona) zu verschieben.

    Da wird dann herausgekommen sein, dass die Konsumenten derzeit die Anschaffung von vielen Dingen lieber herauszögern wollen, nur das Smartphone eben nicht. Bei der mittleren Nutzungsdauer von unter 2 Jahren, kann man (ohne größere Veränderungen), dass 2021 der Rubel wieder rollt.

  15. Ich würde mal sagen, den habt ihr nicht erkannt, steht also 2 von 3.
    Choose life.
    Choose a job.
    Choose a career.
    Choose a family,
    Choose a fucking big television
    Choose washing machines, cars,
    Compact disc players, and electrical tin openers.
    Choose good health, low cholesterol
    And dental insurance.
    Choose fixed-interest mortgage repayments.
    Choose a starter home.
    Choose your friends.
    Choose leisure wear and matching luggage.
    Choose a three piece suite on hire purchase
    In a range of fucking fabrics.
    Choose DIY and wondering who you
    Are on a Sunday morning.
    Choose sitting on that couch watching mind-numbing
    Sprit-crushing ga me shows
    Stuffing fucking junk food into your mouth.
    Choose rotting away at the end of it all,
    Pishing you last in a miserable home
    Nothing more than an embarrassment to the selfish,
    Fucked-up brats
    You have spawned to replace yourself.
    PS: ich höre derzeit immer zuerst die Verlesung der Steady Förderer 🙂

  16. Moin,

    ich wollte mich Mal zu dem Thema Triage zu Wort melden.

    Ich gebe euch Recht das die Vorschläge bezüglich Corona und alter Menschenverachtend sind. Sie sind vor allem deshalb Menschenverachtend da sie Vorgeschlagenen werden wenn keine Not da ist. Es wird ab sichtlich darauf hin gewirkt. Das ist gegen die Würde einzelner.

    Ich finde es problematisch solche Gedanken Grundsätzlich als Geisteskrank abzustempeln. Ich persönlich bin im Sanitätsdienstlichen Katastrophen Schutz eheramlich tätig. Dort gehören solche Abschätzung zu den Konzepten. Wenn rette ich und wenn nicht da es zuviel Kapazitäten koste dir ich in dem Moment nicht habe und deshalb andere Sterben.
    Der Endscheidene Punkt ist das wir uns wünschen niemals so eine Endscheidung treffen zu müssen sondern immer alles für alle geben können. Die Menschen die jetzt diese Vorschläge machen planen so daß sie wissen das die Kapazitäten nicht reichen, das ist Menschenverachtend.

    Ich wollte eben sagen ich würde mich nicht als Geisteskrank bezeichnen. Hösten als sehr abgebrüht da ich da von ausgehe ich könnte in meinem Leben, ich hoffe es passiert niemals, in eine Situation kommen wo ich die Würde einzelner für einen möglichst kurzen Zeitraum als weniger Schützenswert halte als das möglichst viele aus der Gemeinschaft überleben.

    In der Corona Kriese taucht dieses Thema immer wieder auf.

  17. Zum Konsum – die Paketknechte schleppen wohl gut 40% mehr Sendungen durch die Gegend, als im Vorjahresmonat.
    https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-04/corona-alltag-konsum-stromverbrauch-wasserverbrauch-schlafverhalten-grafiken

    Das wird wohl nicht alles Klopapier sein. Damit ist die Zurückhaltung, in die Fußgängerzonen zu strömen wohl weniger dem Umdenken und Konsumverzicht zu verdanken, sondern wie so oft auf puren Egoismus und Angst um den eigenen Arsch zurückzuführen.
    Sad, but most likely true.

  18. Habt Ihr noch den Link zu der von Schülern digitalisierte Schule, in der die Hälfte der Lehrer keinen Rechner hatten?

  19. Ich habe bis heute gewartet, ob ich meinen Gedanken zur Sendung posten soll, aber da er mich nicht loslässt, hier:
    Ihr sprecht über die Social Scoring App in China, als wäre das der Untergang aller Menschenrechte und eine halbe Stunde später seid ihr begeistert von einer Falschparker-Anzeige App.
    Nun kann man darüber diskutieren, ob es besser ist sozial erwünschtes Verhalten zu belohnen, oder unerwünschtes zu bestrafen. Aber ich möchte anmerken, dass die Mehrheit der Chinesen gute Gründe hat diese App gut zu finden und froh ist, dass es sie gibt. Dann ist die App auch nicht in ganz China die selbe, sondern wird in unterschiedlichen Ausprägungen in unterschiedlichen Provinzen getestet.
    Wenn man verstehen will warum die Chinesen die App gut finden, sollte man ganz entgegen dem eigenen Impuls andere immer für doof oder unterdrückt zu halten, wenn man sie nicht versteht, einfach mal jemanden fragen, der Ahnung hat.

    Zusammenfassend wollte ich nur sagen, dieses negative Urteilen über anderen Länder ohne mal seine Annahmen zu hinterfragen, fand ich am Beispiel der beiden Apps echt mal schön sichtbar. German Selbstgerechtigkeit in a nutshell. ¯\_(ツ)_/¯

    • Ich verstehe sehr gut, warum ‘die Chinesen’ social scoring gut finden. Wenn die Chinesen eine andere Wahl hätten, könnte man vielleicht sogar von “guten” Gründen sprechen – unter den derzeitigen Bedingungen ist es ein Hohn, das zu tun. Diese Technologie dient den chinesischen Behörden dazu, die Bevölkerung unmittelbar zu kontrollieren, Abweichung unmittelbar zu sanktionieren und ist dabei weitgehend intransparent. Da geht es um Kontrolle über die Bevölkerung und die Korruptionsbekämpfung ist nur das Vehikel, mit dem diese Kontrolle verkauft wird.
      Man kann außerdem nicht darüber diskutieren, inwiefern es gut sein kann, erwünschtes Verhalten staatlicherseits zu belohnen während man unerwünschtes bestraft, sondern man muss darüber diskutieren, denn ein zentral festgelegtes Bild vom “richtigen Menschen” führt immer in die Tyrannei.
      In einer liberalen Demokratie kann die Bevölkerung die geltende Ordnung (hier: die StVO) kritisieren und ändern – ohne Angst haben zu müssen, alleine schon für den Versuch – also die Abweichung – sanktioniert zu zu werden. Falsch zu parken führt im Übrigen in Deutschland nicht zu einem Eintrag in irgendeinem Register, das dann irgendwann irgendwelche Konsequenzen ausspuckt.

      Social Scoring gehört außerdem wirklich zum Untergang der Menschenrechte, denn es hebelt mindestens mittelbar die Artikel 11, 12 und 13 aus. Außerdem, siehe oben: Tyrannei. Inwiefern das Anzeiger einer Ordnungswidrigkeit in einer liberalen Demokratie ein menschenrechtliches Problem sein soll, müsstest Du dann bitte noch erklären.

      Zusammenfassend wollte ich nur sagen: Dieses negative Urteilen über unsere Meinungen ohne mal seine Annahmen zu hinterfragen, fand ich am Beispiel der beiden Rechtsordnungen echt mal schön sichtbar. Helenas Selbstgerechtigkeit in a nutshell. ¯\_(ツ)_/¯

      • Wie ich sagte, “der Chinese” kann gar keine guten Gründe habe, denn er ist ja unterdrückt. Dass sich China jetzt auch noch am guten deutschen Grundgesetz messen lassen muss, ist schon eine spannende Hausnummer. Mit welchem Recht glauben wir eigentlich, dass unser System das richtige für andere Länder ist?
        Jedes Land hat seine eigene Geschichte, seine Kultur, seine Art zu denken und wir meinen alles, was nicht die tollen Menschenrechte nach unseren Maßstäben erfüllt, das hat uns nichts zu sagen. Dabei sitzen wir in einem sehr fragilen Glashaus, das genug kaputte Scheiben hat. Das ist genauso kolonialistisch, wie vor hundert Jahren, als man den Eingeborenen die eigene Kultur abgesprochen hat. Wir wussten es ja schon immer besser, wir wussten wo es lang geht und wie es zu sein hat.
        Wer Asien lieber verstehen, statt aburteilen will, dem empfehle ich den “Fernostwärts” Podcast.

        • Liebe Helena,

          ich fand Kulturrelativismus schon 2009 zu kurz und einfach gedacht. Damit macht man es sich halt leicht – und vor allem den Autokraten und Diktatoren auf dieser Welt.
          Wenn die Chinesen alle so happy waren oder sind, warum muss man dann die wegsperren, die gerne Menschenrechte hätten. Oder hängen?
          Wenn alle so happy sind, warum muss man die Lektoren eines kleines feministischen Verlages einsperren, der so harmlose Bücher wie zB meins auf türkisch übersetzt?
          Wenn alles nur von uns – mit unserem Quatsch-Grundgesetz, das so kolonial ist (really?!?) – so negativ geredet wird und das Problem in den Ländern selbst gar nicht existiert – warum gehen dann so viele ins Exil?
          Meine Eltern sind aus der DDR geflüchtet und das nicht einmal aus politischen Gründen. Dennoch hat es mir gezeigt, dass Gewalt immer dann einsetzt, wenn eben das Handeln der Menschen ein anderes ist, als Despoten und Autokraten sich vorstellen. Dann haben sie nur nach Gewalt und meine Macht mehr und das deutet darauf hin, dass ihre Bevölkerung eben nicht zustimmt. Sonst hätten sie Macht, wie in einer Demokratie und müssten keine Gewalt anwenden.

  20. Grüß euch,

    ich dem Link zum Artikel über Schramböck gefolgt und habe dabei festgestellt, daß es sich beim “Tagesspiegel” anscheinend um so selbsternannte Verteidiger des Abendlandes handelt (umschrieben in der Blattlinie als “… patriotisch und europäisch ausgerichtet. Wir bekennen uns zu unserer Heimat als Dreiklang aus Region, Nation und Kulturraum.”
    Das Medium steht den Identitären nah: “Die Tagesstimme … ist in der ehemaligen Zentrale der Grazer Identitären einquartiert, …. Chefredakteur ist Stefan Juritz, der …bis vor Kurzem noch Aktivist bei den Identitären und Redakteur bei info-direkt war – einem Magazin, das vom Dokumentationsarchiv als rechtsextrem eingestuft wird.”
    https://kurier.at/politik/inland/ministerium-wirbt-weiter-auf-rechten-seiten-um-polizei-nachwuchs/400049918
    und
    https://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/rechtsextreme-organisationen/info-direkt/personalia

    Die Seite ist auch so aufgebaut, daß sie einen seriösen Eindruck (wie eine “richtige” Zeitung) erwecken soll. Nicht, daß Ihr euch da unbeabsichtigt u. U. zu einem Sprachrohr von Rechtsextremen macht.

    • Danke für den Hinweis!
      Tatsächlich habe ich mich mit dem Medium gar nicht weiter beschäftigt, sondern nur nach einer Quelle gesucht, in der man die Aussage nachlesen kann, da die Originalquelle, das Interview im Handelsblatt, hinter einer Paywall war.
      Danke fürs genaue Hinschauen. ich tausche die Quelle in den Shownotes aus.

  21. Zum Thema Bußgeld/Verkehr gibt es auf web.de einen guten Artikel mit dem Titel:
    “Immer 10 km/h zu schnell? So gefährlich kann das werden”
    Link:
    https://www.google.com/amp/s/web.de/amp/34321956
    Es wird unter anderem erklärt, wie 10km/h mehr dafür sorgen, dass ein Fußgänger mit 35km/h totgefahren wird. Bei vorgeschriebenen 30km/h wäre es in diesem Beispiel noch nichtmal zu einem Unfall gekommen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.