Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Der Weltuntergang fällt aus. – Klimagespräch mit Jan Hegenberg, aka der Graslutscher

| 6 Kommentare

Am 23.09.2022 gehen Fridays for Future wieder auf die Straße und in dieser Folge sprechen wir mit Jan Hegenberg darüber, warum es sich so wichtig ist. Denn: Das Klima zu retten ist im Grunde leicht, sagt er. Der Weltuntergang kein unabwendbares Schicksal.

Jan Hegenberg kennen viele als „Der Graslutscher“. In seinem gleichnamigen Blog und auf twitter nerdet er sich seit Jahren in Themen wie vegane Ernährung und Klimawissenschaft ein. Er saugt gewissermaßen das Wissen aller möglichen Expertinnen auf und bereitet es dann unterhaltsam und gut verständlich für seine Leserinnen auf. Logisch, dass er jetzt ein Buch geschrieben hat. Seine Botschaft: Der Weltuntergang fällt aus. Wie das geht, das erklärt er Holger und Katrin in dieser Klima-Sonderfolge.

Links und Hintergründe

Der Faktencheck von Katharina Alexander

6 thoughts on “Der Weltuntergang fällt aus. – Klimagespräch mit Jan Hegenberg, aka der Graslutscher

  1. Titus von Unhold sagt:

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    (Spart Rechenzeit und Arbeitsspeicher – und damit Energie)

  2. Herbert sagt:

    Dank für das interview, der Ausblick klingt optimistisch. Wir könnten uns dazu noch überlegen, ob wir manche Dinge in ihrer jetzigen Form wirklich benötigen oder darauf verzichten können. ich denke da z.B. an die Blockchainsignierung. Laut einem Vortrag von tante auf der re:publica benötigt z.B. derzeit Etherium so viel elektrische Energie wie Finnland (Vermutlich in einem Jahr).

    Eine kleine Anmerkung habe ich noch. Ich finde aus physikalisch technischer Sicht die Einheit kWh super. Joule ist was für den Theoretiker im Elfenbeinturm. Denn z.B. ich nehme einen Haarföhn mit 2000 W Leistungsaufnahme, wenn ich diesen eine halbe Stunde betreibe (2 kW * 0,5 h = 1 kWh) habe ich eine kWh Energie verbraucht. Deswegen ist es ein Schmarrn zu sagen, ein E-Auto verbraucht pro Stunde so viele kWh, die h kürzt sich da heraus, ein E-Auto hat also folgende Leistungsaufnahme von x W und mit einem Akku von y kWh Kapazität kann ich so viele Stunden damit fahren. Ich halte es aber wichtig große Zahlen griffig zu benennen, denn kaum jemand kann sich etwas unter einer TWh (Terrawattstunde) vorstellen.
    Interessant ist noch der Wert um 1m³ Wasser um 1 K zu erwärmen werden 1,16 kWh benötigt. Damit kann ich z.B. leicht abschätzen wie lange ich mit meinem Wärmeerzeuger brauche um das Wasser für eine Badewannenfüllung ausreichend zu erwärmen und wie viel mich das kostet.
    Mit einer 1 TWh könnte man dann z.B. den großen Wannsee um ca. 75 K erwärmen, d.h. im Winter auf ca. 80 °C (von 5 °C auf 80 °C) heizen (ohne Berücksichtigung der Verluste an die Umgebung).

    So und nun ein Schwank aus meiner Schulzeit. In Physik haben wir den Photoeffekt behandelt und dabei der Einfachheit halber damals das plancksche Wirkungsquantum in eV (auch so ne komische Einheit für Energie) angegeben, da es bei dem Versuch leichter war die Spannung ab zu lesen und auf das lästige Umrechnen verzichtet wurde.

  3. Jens sagt:

    Kurzer Hinweis zu „Biogasanlagen laufen ständig“: Die Biogasanlage bei uns im Ort hat zwei Generatoren. Einer läuft immer und sorgt dafür, dass im Gärturm („grüne Zipfelmütze“) kein zu hoher Überdruck entsteht. Der zweite Generator ist mit der Strombörse gekoppelt. Gibt es wenig Solar- und Windstrom, dann steigt der Spot-Preis für Strom und die Biogasanlagen werden hochgefahren und werfen Profit für die Landwirte ab. Laut dem Landwirt ist er da Teil einer größeren Genossenschaft, die die Vermarktung übernimmt.

  4. EL Mercy sagt:

    Dieser Jan Hegenberg hat nichts mit „Die Horde rennt“ zu tun, oder?

    1. Katrin sagt:

      nein, ich denke nicht 😀

  5. Sophie Klemm sagt:

    Hallo, lieben Dank für das Interview. Das fand ich sehr mutmachend. Zum Thema festkleben: Tatsächlich hab ich vor ein bis zwei Jahren selbst auch auf der Straße gesessen, aber für mich festgestellt, dass das nicht meine Aktionsform ist. Trotzdem fühle ich mich immer wieder ohnmächtig, wenn ich sehe wie viel wir schon hätten erreichen können, wenn es politisch gewollt gewesen wäre.
    Seit einigen Monaten engagiere ich mich bei Klimamitbestimmung einem Verein, der in der Politik und der Gesellschaft für Bürger:innenräte in der Transformation hinzu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Falls uns jemand unterstützen möchte, kann gerne beim deutschen Engagementpreis abgestimmt werden: http://klimamitbestimmung.de/abstimmung-ehrenamtspreis

    Eine andere großartige Initative ist Klimaneustart Berlin, die sammeln gerade für ein Volksbegehren: Berlin 2030 klimaneutral. Wir werden auch auf dem Klimastreik sein und Unterschriften sammeln. Kommen lohnt sich also doppelt 😀

    Es gibt also viele Möglichkeiten ein bisschen Dampf zu machen. 🙂

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