Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

Amthor, Scheuer, Orbán, Trump und andere schlechte Nachrichten

| 25 Kommentare


Links und Hintergründe

Wenn ihr unseren Podcast mögt, dann schmeißt uns doch ein paar Euro in den Hut.

25 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden.

    Ich möchte zu der Diskussion um die Schulen das Gegenargument erweitern, dass Katrin gebracht hat. Es ist am Ende eine Abwägung, die wir als Gesellschaft treffen müssen: Infektionsschutz oder aber das Zurücklassen von ganzen Bevölkerungsgruppen, weil wir sie technisch von Bildung ausschließen. Holgers Forderung danach, dass die KMK da mal schnell Entscheidungen und Vorbereitungen treffen soll, verfehlt gleichzeitig, weil es, wie Kadda ja sagt, diese gibt und weil diese Vorbereitungen schlicht nicht aus dem Hut zu zaubern sind. Lehrkräfte, Schüler*innen, Eltern und auch die Verwaltungen, die da dahinter stehen tun ihr möglichstes, und natürlich kann man ex post wieder anklagen, dass wir unbeweglich sind und so weiter. Wenn das wenigstens neu wäre, würde ich es auch gerne nochmal hören wollen. Nachdem ich das aber jetzt seit 5 Jahren+ ins Internet erzähle, nuja, isses einfach nur alt.

    Strukturelle Probleme lassen sich nicht einfach lösen, die KMK ist ein zahnloser Tiger und die Kultusminister*innen reagieren hier auf richtig viel Feuer von Eltern und Lehrerstandesvereinigungen und zwar so getrieben wie sie durch Jahrzehnte von Feuer geworden sind. In den Augen der Öffentlichkeit können die es nicht richtig machen und sie so gehetzt, dass sie es tatsächlich auch nicht können. Weil: man überlege sich das Schulsystem würde mal so 5-10 Jahre einfach unverändert laufen, es gäbe ne wissenschaftliche Begleitung und dann Entscheidungen. Die Artikel in allen Zeitungen will ich nicht lesen.

    Und so sind wir in der Situation, dass wir besser vorbereitet sind als alle in ihrem Pessimismus denken, es nicht genug sind, weil die Strukturen kaputt sind und es doch soundso nicht richtig machen können, weil zwar die Forderung nach “Vorbereitungen” im Raum steht, aber mir niemand, der die fordert ne Antwort darauf geben kann, wie die konkret aussehen.

  2. Eine etwas längere Bemerkung zu der Vorveröffentlichung über das Medikament (Dexamethason), die in Großbritannien durchgeführt wurde – häufig als Studie betitelt aber noch nicht durch das Peer-Review-Verfahren gelaufen:

    Ich habe mir mal die Zahlen genommen, wie sie z.B. auch auf Zeit-Online berichtet wurden (https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-06/grossbritannien-covid-19-wirkstoff-corona-medikament-dexamethason-einsatz). Damit habe ich dann eine kleine Sampling-Simulation gemacht* – das ist sicherlich weit von wissenschaftlicher Qualität entfernt, aber ich wollte da mal über den Daumen peilen.

    Das Problem ist, dass es in der Studie “nur” 8 Patienten waren, die künstlich beatmet werden mussten. Bei der angegebenen Sterblichkeit würde man ohne jeden Effekt des Medikaments erwarten, dass 3 dieser Patienten gestorben wären, während mit Medikament nur 2 gestorben sind. Daher die Reduktion um 33% – von 3 auf 2. In meiner kleinen Simulation wollte ich wissen: Wie wahrscheinlich ist es, das bei einer Stichprobe von 8 Patienten und einer Sterberate von 41% “nur” 2 der Patienten sterben. Antwort: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 15%. D.h., man müsste – bei idealem Zufall – etwa 6 oder 7 Studien machen, um eine Sterblichkeit von 2 Patienten zu haben. Salopp gesagt: Das ist nur geringfügig besser als Würfeln.

    Andererseits passt es aber auch ins allgemeine Bild, dass viele Patienten vor allem deshalb sterben, weil das Immunsystem quasi überschießt und aus dem Ruder läuft, denn das untersuchte Medikament ist eines, dass als Entzündungshemmer eingesetzt wird.

    Zusammenfassend will ich damit nicht sagen, dass das Medikament definitiv keinen Effekt hätte, aber für große Euphorie sehe ich da leider keinen Anlass – noch kann alles nur Zufall sein.

    P.S.: Ich bin kein Mediziner und lasse mich gern eines Besseren belehren.

    * Mit Sampling-Simulation meine ich, dass ich in groben Zügen Folgendes gemacht habe: 1.) Eine Zufallszahl zwischen 0 und 1 gewählt. 2.) Wenn diese Zahl kleiner war als 0,41 das ganze als “gestorben” gewertet. 3.) Pro Durchlauf 8 Zahlen gezogen (wg. 8 Patienten). 4.) Das ganze 100.000.000 Mal wiederholt. Wahrscheinlich wissenschaftlich nicht ganz exakt, aber zum “über den Daumen peilen” reicht’s.

    • Ich finde auch immer erschreckend, was da immer in den Medien zusammengerechnet wird. 8 Leute. Und die dann ermittelten 33% nehmen sie nun mal die 40.000 Toten von UK und machen damit große Schlagzeilen, wie viele Tausend Tote man damit hätte verhindern können. Mann mann mann…
      Sehr her, Ich beherrsche den Dreisatz, und ich werde ihn benutzen!
      Auch immer schön bei den “Ländervergleichen”…

      Ich frage mich immer, warum sie so kleine Stichproben machen. An Patienten, die mit einer schlechten Prognose sich vielleicht sowieso eher für eine neue Studie bereit erklären, sollte es doch eigentlich nicht gemangelt haben. (jetzt wieder ja!). Ja, man braucht viele Testgruppen, sie müssen vergleichbar sein, es muß dann die Referenzgruppe mit Placebo geben, etc pp – alles klar. Aber 8? Es scheint doch ein naheliegendes Allerweltsmedikament zu sein, und wahrscheinlich nebenwirkungsfreier als diese ganzen neuen harten Dinge für Malaria und Ebola, dann kann man das doch breiter testen?
      Ich warte auch noch auf eine Aufarbeitung, wie die Intensivstationen sich regional und länderübergreifend überhaupt unterscheiden. Vielleicht wird ja hier seit Anbeginn schon ganz andere Medikamente gegeben, um Thrombose oder Entzünden etc zu unterdrücken – und schon allein deswegen unterscheiden sich die Todesraten?

      • ich bin gestern nicht mehr zum Antworten gekommen. Wo kommen diese Zahlen denn her?

        Aus der Studie: “ A total of 2104 patients were randomised to receive dexamethasone 6 mg once per day (either by mouth or by intravenous injection) for ten days and were compared with 4321 patients randomised to usual care alone. Among the patients who received usual care alone, 28-day mortality was highest in those who required ventilation (41%), intermediate in those patients who required oxygen only (25%), and lowest among those who did not require any respiratory intervention (13%).”

        Meint ihr diesen Satz: “ Based on these results, 1 death would be prevented by treatment of around 8 ventilated patients or around 25 patients requiring oxygen alone”?
        Da steht nicht, dass nur 8 Patienten dabei waren, da steht, dass basierend auf den Ergebnissen der Studie, man mit dem Medikament einen von acht retten könnte.
        Genaue Zahlen scheinen wohl erst noch zu folgen.
        Quelle:
        http://www.ox.ac.uk/news/2020-06-16-dexamethasone-reduces-death-hospitalised-patients-severe-respiratory-complications

        Bin für andere Quellen dankbar

        • Ich verstehe den Hype grtundsätzlich nicht. Vielmehr hätte ich mehr oder weniger erwartet, dass man Dexamethason oder ähnliches sowieso zur Behandlung von überschießenden Immunreaktionen anwendet.
          Ganz ganz ganz laienhaft gesprochen ist Dexamethason sowas wie Cortison und das setzt man zu genau diesem Zweck ein.
          Mir kommt der Hype jetzt so vor als hätte man ein Wundermittel gefunden. Und das ist es sicherlich nicht.

          • es rettet halt ein paar Leben und überraschend ist das nach allem, was man so liest, nicht. aber doch eine gute Nachricht. Und mehr wollte ich ja nicht. ich gucke jede Woche extra nach den guten Nachrichten 🙂

  3. Kleine aber wichtige Haarspalterei. Bei dem Urteil des US Supreme Courts über den Abschiebungsschutz der Dreamer (Personen, die minderjährig waren als ihre Eltern illegal in die USA eingewandert sind) gings nicht um ein Gesetz wie Karin sagte sondern um ein Dekret (Executive Order) Obamas namens DACA. Und da es ein Dekret und eben kein Gesetz ist darf Trump es prinzipiell aufheben. Trumps Saftladen hats nur mal wieder verkackt und die Aufhebung nicht ausreichend begründet und wenn ichs richtig verstanden hab Abkürzungen im bürokratischen Ablauf genommen was so (es lebe der Vorgang) nicht zulässig war. Ganz kurz gesagt wars so wie sie es gemacht haben Willkür und daher nicht zulässig. Wenn sie es richtig angehen, dann dürfen sie DACA aufheben und laut eines Reddit-Kommentars hat einer der Richter im Urteilstext quasi ne Anleitung geschrieben wie Trumps Administration das richtig machen könnte.

    Also leider nur ein Aufschub für die sogenannten Dreamer und die Hoffnung ist jetzt, dass bis zur Wahl nicht genug Zeit ist das richtig zu machen. Mich wundert dabei vor allem, dass Trump keine eigene Executive Order erlassen hat um Obamas aufzuheben, sondern das irgendwie über die Bürokratie machen wollte. Können Executive Orders nicht durch neue Executive Orders aufgehoben werden?

  4. Zu Amthor: Ich fänd es ja schon ziemlich lustig, wenn ähnmich wie bei Ibizagate demnächst ein Video herauskommt, bei dem Klar wird, dass Amthor hier quasi das “Opfer” ist, der über ne inszenierte Situation stolpert, wie es bei Strache der Fall war. Also das sich herausstellt, dass AI nur Scam war, und ka. von Böhmermann eingefädelt wurde.

  5. Ein Nachtrag: Ich muss zugeben, dass ich die Vorveröffentlichung selbst nicht gelesen habe, sondern nur an mehreren Stellen Veröffentlichungen gesehen habe, die schon einmal durch den Journalistischen Durchlauferhitzer durchgelaufen waren.

    Die gefundenen Ergebnisse sind Teil einer größer angelegten Studie mit der Abkürzung RECOVERY (Offizielle Seite: https://www.recoverytrial.net/). Es geht darum, den Effekt mehrerer bereits bekannter / zugelassener Medikamente bei der Behandlung von COVID-19 zu untersuchen.

    In der (von Katrin verlinkten) Veröffentlichung der Universität Oxford wird zwar die genaue Patientenzahl in den einzelnen Gruppen auch nicht genannt. Dafür wird aber unter Anderem der p-Wert mit angegeben – ein statistisches Maß dafür, wie wahrscheinlich ein beobachteter Effekt durch reinen Zufall erwartet werden kann. Für eine ausführlichere Erläuterung zum p-Wert siehe Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/P-Wert). Der angegeben p-Wert von 0.0003 bedeutet anschaulich, dass (unter der Annahme, das Medikament würde nicht wirken) nur etwa eine von 333 Studien gleicher Größe zu dem angegebenen Ergebnis kommen würde.

    Das klingt schon komplett anders und stimmt deutlich optimistischer. Das was ich da zuerst drüber gelesen hatte habe ich so verstanden, dass da tatsächlich nur 8 Patienten in der Gruppe dabei gewesen wären. Da war anscheinend in der Übersetzung was verloren gegangen. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich zuerst darüber gelesen hatte, ich erinnere mich aber an die Formulierung dass bei 8 Patienten erwartungsgemäß ohne Medikamentengabe 3 gestorben wären. Da wurde aus der Veranschaulichung – etwa jeder 8. kann gerettet werden – ein “es gab nur 8 Patienten”.

    Danke für den Hinweis und Entschuldigung für die Aufregung. Angenehmes Wochenende!

  6. Jetzt wo Clemens Tönnies es zwar nicht geschaft hat Schalke zum Fußballmeister zu machen, dafür aber den Kreis um Corona-Spitzenreichter hätte ich ja einen rant gegen Tönnies erwartet. Aber vermutlich habt ihr genauso wie ich eigentlich genug von Corona Themen.

    Grüße aus dem Kreis Gütersloh.

    • Schauen wir mal, ob der Kreis Gütersloh jetzt, wo sie deutlich über der Grenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner liegen (Zeit sieht gerade 93), auch so konsequent ist, die Lockdown-Schrauben wieder anzuziehen.
      Oder ob der lokalen Politik die eigene Wirtschaft doch wichtiger ist, und man das Virus in die Nachbarkreise verbreitet.

      • Mittlerweile ist man bei 209,6 … und so wie es aussieht weiterhin kein Lockdown. War auch eigentlich von Anfang an klar das sich kein Politiker das Traut. Lustig ist ja Laschet erst ein Reduzierung der Lockdown Maßnahmen befürwortet und dann die “schuld” an den Ausbruch auf Urlaubsreisen der Arbeiter schiebt.

        Man hat in Verl (eine der Städte die zum Kreis Gütersloh gehören) jetzt einen Siedlungsbereich mit rund 670 Bewohner komplett unter Quarantäne gestellt.

        https://www.verl.de/default-63bf0363c0/meldungen-zum-coronavirus?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=4766&cHash=86edd8dabec366b01b11b426b21afbfb

        • Es gibt bei Google eine Corona-Karte: https://google.com/covid19-map/
          Demnach gibt es pro 1Million Einwohner ca 2300 Fälle in Deutschland, 1200 Fälle in Rumänien 500 Fälle in Bulgarien. Es kann natürlich sein, dass die Arbeiter Corona von daheim mitgebracht haben, aber dass die Infektionskette ihren Ausgangspunkt in Deutschland hat ist mindestens genauso wahrscheinlich.

          • Das Argument an sich ist ja auch völlig irrelevant. Immer bringt ein erste Fall den Virus irgendwo hin. Hier in Bayern z.B. eine Frau aus Lichtenfels nach Erding auf einem Familienbesuch über die Ferien. Relevant ist, dass gegen die Ausbreitung nicht früh genug angemessen reagiert wurde. Das Virus ist nicht weg, nirgends. Auch wenn die 0-Meldezahlen-Meldungen uns das glauben machen wollen.
            Maßnahmen zurückfahren–>exponenzielles Wachstum wieder da. Dumm, ignorant oder boshaft wer das nicht akzeptiert.

        • Hier gilt es noch zu bemerken, dass es natürlich jetzt nicht reicht, wenn in Gütersloh wieder Schulen, Restaurants etc. schließen, wie es im April in ganz Deutschland der Fall war. Dann gehen die Einwohner in den Nachbargemeinden ins Restaurant und verbreiten den Virus dort trotzdem.
          Das Gebiet muss nun großflächig isoliert, d.h. abgeriegelt werden. Mal schauen, wie viel Verständnis die Einwohner dafür haben, falls es dazu kommt.

  7. Ich gehe mit 100 EUR in Team Katrin 🙂
    Trump wirds nicht – letzte Woche hat doch noch ein Hörer die Hand für Team Holgi gehoben, so gibts wieder einen Ausgleich und ich bin gerade voller Hoffnung.

  8. zu keinem angesprochenen Thema, sondern zum Sprachgebrauch.

    kurz: es ist ein Genuss für mich.

    lang:
    es geht um geschlechterneutrale/gerechte/umfassende Ausdrucksform von Menschenbezeichnungen.

    Beispiel:
    Täter Täterinnen
    Experten Expertinnen
    usw.

    ich selbst verwende im alltäglichen Sprachgebrauh die verbindende Form. Vor allem weil ich Dialekt nutze im Alltag. Da wird so gesprochen wie immer.
    Also etwa “sehr geehrte Täter oder sehr geehrte Experten” und alle Menschen sind angesprochen.

    In der in den Medien wie Zeitung oder Radio/Fernsehen und Politik verwendeten trennenden oder spaltenden Form kriege ich einen Knoten im Hirn und der Hör und Lesegenuss verschwindet.
    “sehr geehrte Täter und Täterinnen oder sehr geehrte Experten und Expertinnen”
    “sehr geehrte Täter*innen oder sehr geehrte Experten*innen”
    Ziel soll wohl sein mehr Menschen anzusprechen (also die Geschlechter Mann und Frau, die anderen diversen evtl. nicht). Alle Menschen anzusprechen war zwar in der Vergangenheit auch so gedacht, aber soll derzeit wohl nicht mehr so sein.

    Vor allem katrin verwendet meist wieder die verbindende Form und nutzt nur die sog. weibliche Form.
    “sehr geehrte Täterinnen oder sehr geehrte Expertinnen” und will damit auch alle Menschen ansprechen.

    positiv dabei: es ist genussvoller anzuhören als dieses Politikerdeutsch.

    • “Liebe Menschen”, “Liebes Universum”, “Liebe Leute”, “Liebes Hannover” etc, bringt einen kleinen Lacher und schließt niemanden aus. Easy.

  9. Hallo Kartrin,

    bei 36:35 meintest du, dass Russland (die Sowjetunion) während des kalten Krieges im Sicherheitsrat “alles” blockiert hat. Hier der Link zu Statista. Da ergibt sich doch ein etwas anderes Bild: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/322711/umfrage/vetos-der-staendigen-mitglieder-des-sicherheitsrates-der-vereinten-nationen/

  10. zu Holgers “Verschwörungstheorie” bzgl. der hässlichen Bilder, um Migranten abzuhalten:

    Wie so oft bei Holger ist das keine Verschwörungstheorie. Das ganze wird unter dem Stichwort “Pull-Faktoren” schon seit der großen Migration 2015 diskutiert.

  11. Hallo ihr beiden,

    eine kleine Ergänzung bzw. Richtigstellung zur Corona-Warn-App: Es ist richtig, dass die Lösung auf den Bluetooth LE-Standard (4.0) setzt. Alle anderen Lösungen (z.B. GPS-basiert) disqualifizieren sich nicht nur aus Datenschutz-Sicht, sondern z.B. auch, weil der Energieverbrauch viel zu hoch wäre.

    Zumindest was Apple angeht ist Bluetooth 4.0 schon seit dem iPhone 4s (ab 2011) vorhanden. Dass die Corona-Warn-App nur mit dem iPhone 6s und neuer (also ab 2015) funktioniert, liegt schlicht daran, dass Apple die erforderliche Programmierschnittstelle nur für Geräte, die auch iOS 13 erhalten, implementiert hat. Es ist also durchaus möglich, dass man Apple in Gesprächen dazu bewegen kann, dies auch nachträglich noch für ältere Geräte (z.B. iPhone 5s und iPhone 6) anzubieten. Aus Softwareentwickler-Sicht ist eine solche „Nachrüstung“ für eigentlich nicht mehr unterstützte Geräte zwar nicht ganz trivial, aber machbar.

    Bei Android sieht es aufgrund der Heterogenität in Sachen Hardware etwas komplexer aus, aber der Kern des Problems ist derselbe.

    Dass man nochmal Geld für eine völlig neue App „nachschießt“, halte ich für recht unwahrscheinlich, da die einzelnen App-Versionen aufgrund der unterschiedlichen technischen Basis dann auch untereinander inkompatibel wären.

    Viele Grüße
    Fabian

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.