Die Wochendämmerung

Politik, Gesellschaft, Quatsch. Der Podcast mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#213. Klima, Kapitalismus, Koalitionsspitzen

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Der Freiraum-Podcast des Bremer Presseclubs diskutiert in seiner aktuellen Ausgabe mit dem Politikwissenschaftler Herfried Münkler die Frage: Wie retten wir die Demokratie? Zu hören auf FreiRaum.fm und überall dort, wo ihr eure Podcasts hört.

Links und Hintergründe

17 Kommentare

  1. War heute in Karlsruhe auf der AlleFürsKlima Demo. Erfreulich Viele auf der Straße (mehr als beim Karlsruher Straßenkarneval…) und friedlich.

  2. war gestern (also Freitag) auch aus neugierde bei dieser Demo: (Ort ist mal egal – Kleinstadt ländlicher Raum mit knapp über 500Teilnehmern an der Demo)

    Kurz: ich war entsetzt. gefühlt haben sich alle Redner die identische Rede aus google runtergeladen. Auch Redner die mit dem klimathema garnichts zu tun haben.

    Konkret:
    Gewerkschaftsvertreter haben über Arbeitnehmerrechte im Zusammenhang mit Klima geredet.
    Linkradikale (war wohl wer von attac) haben allgemein Kapitalismus abschaffen wollen
    die Kommunistenpartei hat Wahlwerbezettel verteilt

    pünktlich zu Schulschluss haben dann wie auf ein Zeichen alle Schüler die Demo mit den Lehrern verlassen und es waren nur noch die Grosseltern und die örtlich bekannten Ökos da.

    Auf die örtlichen Probleme (kein sinnvoller Nahverkehr wie etwa Rufbus oder Ruftaxi oder dass Windradgegner der Energiewende im Wege stehen oder oder oder) hat niemand Bezug genommen.

    war eigentlich abschreckend. Kommt auch in der örtlichen Presse im Kommentar nicht gut rüber diese Demo.

    • “Linkradikale (war wohl wer von attac) haben allgemein Kapitalismus abschaffen wollen”

      Abgesehen davon dass Attac keine Linksradikalen sind: Grundsätzlich eine sehr gute Idee! Wir brauchen eine marxistisch geprägte Marktwirtschaft statt Kapalismus.

      “die Kommunistenpartei hat Wahlwerbezettel verteilt”

      Die KPD?

      • bisher ist noch jeder Versuch marxistischen Sozialusmus einzuführen weltweit gescheitert –

        zugegeben: bisher ist jede Gesellschaftsform gescheitert wenn man die jetzige Form von Marktwirtschaft als gescheitert betrachtet.

        was soll daraus gelernt werden? dass menschliche Gesellschaftsformen zum scheitern verurteilt sind und nur Kleingruppen funktionieren? Über die Menschheitsgeschichte was zumindest sowas am längsteh stabil.

        welche Partei?: da stand was mit marxistisch kommunistisch usw….

    • Fridays for Future ist eine weltweite Klima Protest Bewegung. Die Forderungen sind überall gleich, zumindest auf nationaler Ebene angepasst. Das da sich die Reden nicht groß unterscheiden ist Sinn der Sache. Es geht auch nicht um Probleme auf kommunaler Ebene. Könnte man drauf eingehen, aber ist halt nicht Sinn und Zweck der Proteste.
      Ob und welche Gruppen sich anschließen sei mal dahingestellt. Das die dann entsprechend ihrer Ausrichtung Forderungen/Lösungen für die Klima Themen formulieren ist jetzt aber auch nicht überraschend.

      Die “Großkapitalisten for Future” könnten ja auch mit auf die Straße gehen und ihre Lösungen formulieren. Fraglich ob die kompatibel wären…

      • das ist das Problem:
        nur durch Forderungen ohne für den Einzelfall passende Lösungen (ja: konkret ist ein Rufbus eine Lösung – es wird nie sinnvoll sein in jedes Dorf Schienen zu legen) kommt im ländlichen Raum eben keine Zustimmung für diese Proteste.

        Es brintg nur Nachteile Mobilität und Luxus für jeden Einzelnen einzuschrönken – also nur Energie zu verteuern.
        Niemand wird akzeptieren künftig unbeweglich und nur mit VR-Brille ausgestattet Bekannte /Verwandte zu besuchen und komplett auf Kultur zu verzichten.

        Da jeder diese positiven Möglichkeiten kennt aber die Nutzung immer Energie verschlingt ist einzige Lösung nur: weltweit die abnormal grosse Zahl der Menschen (8Mrd. die natürlich das Recht haben auch diese Möglichkeiten zu nutzen) stark zu reduzieren.

        Leider ist aber Nachwuchs und viele Kinder sogar in Industrieländern noch positiv angesehen.

        Mach mal einen Vorschlag wie die Anzahl auf unter 1Mrd. gesenkt werden kann.
        Dann wären alle Klimaprobleme sofort erledigt.

        Vielleicht ist sogar eine zahl unterhalb 1Mrd. anzustreben.

        • Noch mal nein:
          Der Klimawandel ist ein globales Problem das auch global gelöst werden muss. Darum geht es bei den Protesten: Auf das globale Problem aufmerksam machen und entsprechend auf min. nationaler Ebene Forderungen zur Lösung zu formulieren.
          Wenn die Zustimmung zu den Protesten vom Rufbus auf dem Dorf abhängt, ist das so als ob die Zustimmung zu einem Tempolimit auf den Autobahnen davon abhängt ob man vor seinem Haus jetzt eine Spielstraße oder “nur” eine Tempo 30 Zone bekommt.

          Was im konkreten Einzelfall auf dem Dorf für Probleme herrschen und wie die sinnvoll gelöst werden können, ist doch letztlich Sache der Menschen im Dorf. Dafür gibt es z.T. sogar unterhalb der kommunalen Ebene Beteiligungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen.
          Zumindest in Deutschland leben wir ja nicht in einem zentralistischen Staat, an dem von ganz oben alles im kleinsten bis hin zum Standort einer Straßenlaterne auf dem Dorf geregelt wird. Wäre das so könnte die Lösung für das Dorf im ländlichen Raum ganz einfach sein: Das Dorf wird abgerissen und alle ziehen in die nächst größere Stadt mit ordentlichem ÖPNV und Versorgung. Für die paar wenigen die dann noch auf dem Land leben müssen (z.b. Landwirtschaft) findet sich dann auch eine Lösung.

  3. Vielen Dank das ihr Werbung macht sonst hätte ich vermutlich nicht gemerkt das bei mit um die Ecke ein Podcast produziert wird.

  4. Die haben nur deshalb so lange gebraucht um eure Produktion abzuwarten und von Holger abschreiben zu können. Alter Schwede war ja fast eine eins zu eins Umsetzung, dieses Klimapaket.

  5. Also der Livehack in den Unterstützernachrichten ist leider falsch.

    McDonald’s benutzt die ,,Garden Gourmet – Incredible Burger” wobei Garden Gourmet eine Tochterfirma von Nestlé ist.

    Aber wer zu McDonald’s geht, dem kann das wohl auch egal sein. Zwinkersmiley

  6. Im Hinblick auf ein ernüchterndes Klimapaket eine Leseempfehlung zur Klimakrise: Beim The New Yorker gibt es einen Kommentar von Jonathan Franzen mit dem Titel “What If We Stopped Pretending?” Untertitel: “The climate apocalypse is coming. To prepare for it, we need to admit that we can’t prevent it.”

    https://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/what-if-we-stopped-pretending

    Er fasst gut zusammen, warum ich nachts nicht mehr schlafen kann. Aber er spricht auch darüber, was uns jetzt noch Hoffnung geben kann und wie wichtig umso mehr eine funktionierende Demokratie ist.

    Auch wenn es nicht viel ausmacht und man kurz vor dem Aufgeben ist, lohnt es sich vielleicht doch, für eine wirkungsvollere Klimapolitik zu kämpfen.

  7. Also ich muss bei dem Wort Koalitionsspitzen ja an eine Kabarettveranstaltung denken. Trifft es vermutlich auch irgendwie…

  8. Ein interessanter Artikel zum Thema mit den Stechmücken in Brasilien, den Holgi – meiner Meinung nach zu polemisch – kommentiert: https://www.mimikama.at/allgemein/genmanipulierte-muecken/

  9. das passte neulich besser in eine eurer sendungen, als es mal zwei sätze zum e-auto gab, aber innerhalb jeder klimadebatte passt das thema ja immer …
    es geht darum, dass es die idee des wechselakkus für autos schon mal gab und in china jetzt wieder aufgenommen worden ist. sprich, man muss nicht stundenlang strom tanken, sondern wechselt einfach den akku an einer station, was nicht länger dauert als das klassische tanken. ich fand die idee nicht schlecht.
    https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-12/elektromobilitaet-wechsel-akkus-elektroauto-rueckkehr-zukunft

  10. Nur kurz die Bitte nicht alle Iraner in einen Topf zu werfen. Ja, die Politik ist undurchsichtig und doch ist es der Iran, der sich als letzter Vertragspartner an den Atomdeal gehalten hat. Und weiterhin habe ich persönlich noch NIE so freundliche Menschen wie im Iran selbst kennengelernt. Da war von Fanatismus keine Spur! Anders bei Besuchen in den USA zum Beispiel. Das iranische Volk seinerseits leidet sehr unter den derzeitigen Handelseinschränkungen und hat gleichzeitig keine Möglichkeiten dort raus zu kommen. Das beginnt mit Ersatzteilen für Autos und geht über Aufenthaltsgenehmigungen in anderen Ländern. Der Versuch hier bei uns zu studieren zum Beispiel verlangt Visa, aber die deutsche Botschaft ist für sie quasi nicht mehr ansprechbar. Da kommen mittlerweile wenn, dann nur extrem zeitversetzte Antworten zu Anfragen und das geht halt nicht. Daher, bitte versucht auch einen objektiven Blick zu finden!

    Ansonsten noch Danke für jede Woche News zu den Geschehnissen in der Welt!

  11. Meines Wissens ist die Financial Times in England beheimatet, nicht in den USA.

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