Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#177. Wir sind alle nicht normal!

| 19 Kommentare


In dieser Woche: Offenbar ist das rechte Netzwerk in der hessischen Polizei noch ein wenig größer; #Nazisraus – was das Hashtag über unsere Gesellschaft aussagt; mehr Frauen in den DAX-Vorständen (aber immer noch lächerlich wenige insgesamt); Donald Trump bringt die USA nahe des Notstands; ein neuer DeutschlandTrend zeigt die rechten Tendenzen genauso wie die Angst der Bürger_innen vor Datenklau – dazu ein paar Tipps zur Selbstverteidigung gegen Google, Facebook und Co.

Kapitelmarken
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2:25.846 Intro und Begrüßung
6:24.174 Rechtes Polizeinetzwerk größer als bisher gedacht
14:45.244 #NazisRaus
22:06.605 Umweltspuren in Düsseldorf
22:50.830 Mehr Frauen in Vorständen der DAX-Unternehmen
24:57.654 Focus Online gegen ÖR *gähn*
26:09.032 Neues aus Moronien
35:26.268 Der neue DeutschlandTrend
52:25.057 Danksagungen und Abschied

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Der im Podcast besprochene Film “Ben is Back” läuft ab 10. Januar 2019 im Kino – weitere Infos und Hintergründe zum Film findet ihr auf der Seite zum Film.

19 Kommentare

  1. Die Aussage alle haben eine Krankenversicherung möchte ich anzweifeln.
    Wen das Jobcenter fallen lässt und die Stufe nach der Sanktion zündet, komplette Verweigerung von Leistungen, bei mir mittlerweile seit 30 Monaten, auf den tritt dann die Krankenkasse erst so richtig ein. In meinem Fall mit zwei Jobs auf Mindestlohnbasis für durchschnittlich 600 Euro im Monat möchte die Krankenkasse dann 120 % vom Brutto als monatlichen Versicherungsbeitrag haben und wenn zwei Monatsbeiträge nicht gezahlt sind dann sind sie von den Leistungen befreit also muss man als Opfer eines Verkehrsunfalles die Hilfe durch den Rettungswagen verweigern weil dann noch weitere Kosten entstehen.

    • Wieder mal gute Folge, danke dafür.
      Ich möchte dennoch etwas Kritik üben.
      Zum Thema blocken. In der Tat gibt es Leute die man sicher einfach blockieren muss. Nämlich dann wenn beleidigt wird oder Drohungen ausgesprochen werden. Grundsätzlich aber kein Diskurs mehr zu halten und gleich bzw. zu schnell zu blocken ist der falsche Weg und führt zur Spaltung der Gesellschaft. Dem Artikel den Sixtus neulich dazu geschrieben hat kann ich nichts abgewinnen. Wir müssen offen sein und alle Seiten hören, alle Perspektiven betrachten und auch mal unsere Meinungen ändern. Anderen auch mal in gewissem Grad recht geben, auch wenn es nicht unserer Ideologie entspricht. Wenn ein Verschwörungstheoretiker misst labert, aber ggf. mal ein gutes Interview führt und neue Perspektiven aufmacht, dann ist dieses Interview gut, dennoch brauche ich mir seinen anderen Quatsch nicht zu eigen machen. Stichwort Differenzierung.
      Nur so kann sich eine Gesellschaft entwickeln.

      Ich würde mich grundsätzlich eher als links, liberal bezeichnen. Wenn ich mir aber die Spiegel Doku anschaue was arabische Großfamilien in Neuköln veranstalten, komme ich mit meinen linken Ansätzen da an die Grenze. Und ehrlich gesagt wurde darüber noch nie in einem meiner Podcast wie dem Euren, der Lage, bei Netzpolitk, Aufwachen oder sonst wo gesprochen. Wie sozialisiere ich denn einen Sohn von in zweiter Generation kriminellen, die nie etwas anderes gesehen haben? Geht das überhaupt? Positive Beispiele?
      Ich bin für eine Erhöhung der Erbschaftssteuer, höre ich mir allerdings an was Bartsch in Lindners Podcast dazu sagt so muss man schon fragen ob linke nicht bloß Populismus üben. Wo sind die echten Ideen hinter den großen Forderungen? Wäre eine Finanztransaktionssteuer nicht die bessere Lösung? Wer spricht darüber, mal Precht ausgenommen. Und wie ist das, wenn ich tatsächlich mal vergleiche was ein HartzV Empfänger bekommt inkl. Wohngeld im Gegensatz zum Mindestlohnempfänger mit allen regulären ausgaben. Lohnt sich für den Lagerhilfsarbeiter also Arbeit oder ist der ehrliche ggf. der Dumme?

      Zum Thema Datenschutz und dem Umgang mit Daten möchte ich auch etwas beisteuern. Ich arbeite in einem kleinen Unternehmen mit 18 Mann und wir haben viele große Konzerne und deren Marken als Kunden. Für die DSGVO wurden wir hier von einem Kunden durch die Dekra auditiert. Wir haben hier jede Menge Arbeit und Zeit investiert die sich zunächst mal nicht ohne weiteres rechnet. Grundsätzlich war es hilfreich und hat sicher im Umgang mit Daten sensibilisiert, jedoch war es ein bürokratischer Akt sonders gleichen. Ohne externe Hilfe hätten wir das Audit vermutlich nicht bestanden. Templates über mehrere 100 Seiten waren zu bearbeiten.
      Über Amazon lese und sehe ich nun aber das sowohl Daten von Alexa bei den falschen Leuten landen, als auch Clickstreams erstellt werden die beängstigen. Wo ist hier die DSGVO wer auditiert Amazon? Was tut unsere Politik?
      Kleine Unternehmen leiden, große machen einfach weiter wie bisher.
      Wie aber richtig umgehen mit Daten? Wer lehrt einen das? Ist es wirklich problematisch wenn ich die iCloud von Apple nutze oder nur wenn ich Alexa verwende? Ich denke man muss hier stark differenzieren, denn Apple arbeitet hier transparent wohingegen Amazon unheimlich unprofessionell agiert.
      Wo sind die Medien die hier aufklären? Wo kommt das in unserer Bildung vor? Wie verhalte ich mich sparsam mit meinen Daten? Wo ist die DSGVO wenn ich mir WhatsApp installiere und meine Kontakte in die Hände von Facebook wandern?
      Würde ich mich nicht beruflich und privat interessieren, ich hätte keine Ahnung. Was also machen Leute der Generation unserer Eltern. Ich bin hier leider bei Holgi. Ich denke der Zug ist leider abgefahren…

  2. Das Problem im verlinkten Vortrag (und generell mit Facebook) ist doch nicht Facebook selbst, sondern die externen Anbieter (Apps, Webseiten), die Facebook’s Zeug einbinden und so ihre User verkaufen.
    (Ich habe den Talk noch auf meiner Liste, bin aber noch nicht dazu gekommen.)

    Die DSGVO ist hier ein guter Ansatz, weil sie zumindest versucht, für die Weitergabe so weit wie sinnvoll eine möglichst explizite Zustimmung zu verlangen. Ich würde mir schon lange wünschen, dass populäre Browser keine Inhalte von Fremdservern nachladen. (Das per Addon wegzublocken macht wohl das Internet unbenutzbar.) Dann wäre mit vielen Datenschutzproblemen im Internet schnell Schluss.

    Holger, bei deiner Verbotsforderung mit der Begründung “niemand braucht das” übersiehst du glaube ich, wie viele kleine Vereine und Sonstige Facebook “brauchen”, um ihre Mitglieder zu vernetzen. (Und ja, die können alle zu Alternative XY umziehen. Tun sie aber frühestens bei einem Verbot.)

  3. Das hier ist wohl der korrekte Twitter-Thread, den Holgi vorgelesen hat.
    https://twitter.com/ennopark/status/1083030000641683458

    Enno hat in letzter Zeit einige Threads geschrieben und Holgi wohl den falschen erwischt.

  4. Na Holgi, unter dem Link von Systemli.org gibt es genau das, was du willst.
    Ein Handy ohne Überwachung. Was hindert dich noch dran?

    • Neben der Möglichkeit, ein Phone Google-frei zu machen, kann man auch gleich eines kaufen (wenn man grad ein neues braucht!!!), das fragt, ob Google genutzt werden soll: Fairphone (https://www.fairphone.com/de/) und Shiftphone (https://www.shiftphones.com/) zum Beispiel. Die kümmern sich auch noch um die sozialen und ökologischen Katastrophen, die mit der Herstellung und der Entsorgung der Geräte verbunden sind. Da kann man dann sehr bequem die von systemli.org empfohlenen freien Apps installieren.

  5. Warum bezeichnet Holgi die SPD als Ferengi? Ich verstehe die Referenz nicht.

  6. Übersehe ich den Link zu dem Comic von Randall Munroe oder fehlt er?

  7. In dieser Folge rantet Holger darüber, dass niemand Facebook braucht. Einige Folgen davor rantet er über Kollegen die kein Facebook haben. Man müsse das als Journalist ja haben.

    Und als Firma? Und als Brand? Und Werbetreibender? Und und und? Was denn nun? Ich bin deiner Meinung, dass wirklich niemand Facebook braucht. Aber du kannst nicht einmal so und einmal so argumentieren.

    Liebe Grüße

    • Moment, ich kann mich gar nicht erinnern, dass Holger mal über Journalisten gerantet haben soll, die nicht auf FB sind…
      ?

      • Doch, das habe ich. Möglicherweise aber in einer anderen Sendung.

        Und ich kann sehr wohl beide Meinungen gleichzeitig vertreten, denn die Existenz von Facebook ist zunächst mal eine gesellschaftliche Realität und bildet eine Teilöffentlichkeit. Und von Journalisten erwarte ich, dass sie grundsätzlich Einblick in solcherlei Teilöffentlichkeiten haben, darüber hinaus auch wenigstens in Grundzügen die dortigen Dynamiken verstehen – und zwar aus erster Hand.
        Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass diese Teilöffentlichkeit dermaßen destruktiv auf die Gesamtgesellschaft wirkt, dass es für die Gesellschaft besser wäre, diese Plattform würde in ihrer jetzigen Form nicht existieren.

        • Gut da geh ich mit. Könnte man von mir aus abschalten. Dann würden die Leute sich ihre Urlaubsbilder vielleicht mal wieder im Kreis ihrer Freunde zeigen und wieder mehr miteinander reden. Wird nur leider politisch nicht durchsetzbar sein. Vieles, das viel Geld bringt aber gesellschaftlich schlecht ist, wird ja wegen des Geldes nicht geändert. Danke für die Aufklärung wie du das meintest.

          Liebe Grüße

  8. Was soll ich mir von Politikern, die auf Facebook Wahlwerbung betreiben, bezüglich Digitalisierung eigentlich erwarten?

  9. Hallo Katrin,

    würde mich sehr freuen, wenn Du die Newsletter vom Anfang noch in die Shownotes packen würdest. Einige konnte ich raushören, aber leider nicht alle.

    Besten Dank und viele Grüße

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