Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#175. Die #35C3-Vollversammlung zur Entlastung des Jahres 2018

| 15 Kommentare


Zum Ende des Jahres 2018 kommen wir zusammen und lassen die Vergangenheit Rechenschaft ablegen. Was ist da los gewesen? Und lassen wir das dem Jahr durchgehen? – Die Vollversammlung hat auf dem #35C3 getagt – hört, was sie beschlossen hat.

Kapitelmarken

2:36.079 Intro und Begrüßung
4:58.801 Der Rechenschaftsbericht des Jahres 2018
57:39.470 (Nicht)Entlastung des Jahres 2018
59:03.214 Danksagungen und Abschied

Vielen Dank für eure Unterstützung, eure Kommentare und das Zuhören im Jahr 2018! Ihr seid die beste Hörschaft, die ein Podcast sich wünschen kann <3

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Der im Podcast besprochene Film “Ben is Back” läuft ab 10. Januar 2019 im Kino – weitere Infos und Hintergründe zum Film findet ihr auf der Seite zum Film.

15 Kommentare

  1. Gibt es irgendwo/wann ein Video der Sendung?

  2. Das mit der Ehe für Alle ging deswegen, weil Frau Merkel die Abstimmung freigegeben hat und somit die Koalitionszwang aufgehoben wurde. Übrigens etwas, was es eigentlich gar nicht geben dürfte, genauso wie es den Fraktionszwang nicht geben dürfte 😉 …

    Im Buch “Nicht über unsere Köpfe” von Erich Visotschnig wird auch ein neues Demokratiemodell vorgestellt, welches auch sehr interessant ist und Parteien überflüßig machen würde.

    • Ich denke schon länger über eine Art nachträglicher Demokratie nach. Wählerinnen und Wähler beurteilen online Entscheidungen und Gesetze und Gesetzesentwürfe in den Parlamenten. Alle x Jahre wird dann “gezählt” welche Partei mit ihrem Abstimmungsverhalten am nächsten an den Bewertungen dran ist und die darf dann für ein paar Jahre die Regierung stellen.
      Es gibt bereits eine App mit der man über Gesetze und Entwürfe abstimmen kann, Democracy heißt die.
      Egal was kommt, wenn wir die Demokratie verbessern und langfristig schützen wollen, müssen wir uns sicher von dem Parteiensystem verabschieden, das birgt zu viele Interessenskonflikte.

  3. “Werbung” – eine Kritik

    Klar ihr müsst bezahlt werden, darum bin ich ja auch Ultra. Werbung ist ein Modell mit dem man Geld verdienen kann. Aber wo das hinführen kann sieht man, wenn man sich die Lage anschaut, Die machen mal eben Werbung für die Autoindustrie und wenn man sie dafür kritisiert regen sie sich noch auf, dass sie ja auch Geld verdienen müssen. Wie soll ich denen noch irgendwas abnehmen, wenn es um die Autoindustrie geht?

    Werbung für einen Film ist was anderes. Aber es ist Werbung und darum nicht glaubwürdig da eh alles geschönt. Und die Art wie ihr diese Werbung bringt macht mir auch Sorgen, ihr redet darüber wie ihr über andere Themen auch reden würdet und damit läßt sich das nur von anderen Themen unterscheiden wenn man vorher das kleine Wort “Werbung” hört. Was hättet ihr gemacht, wenn der Film Mist ist? Vielleicht ist er ja sogar Mist, wie soll ich das wissen? Ist ja nur Werbung. Und wenn ihr in Zukunft mal über einen anderen Film redet, wie soll ich wissen ob ich nicht das kleine Wort “Werbung” überhört habe oder eure Meinung zu dem Film nicht darüber verwässert ist, dass er im Verleih der gleichen Firma läuft? Bei Podcasts ist das Problem mit der Werbung eben, dass es sehr persönlich ist – darum ja auch interessant für Werbetreibende, das geht nahe an “Empfehlungsmarketing”.

    Es gibt doch auch andere Formen von Werbung, bei denen man nicht selber so involviert ist, Banner auf der Webseite, Affiliate für Produkte die man selber gut findet. Außerdem kann man auch mit “Spenden” sehr wohl genug einnehmen, siehe Tilo und Stephan – da zahlen Hörer hunderte von Euros um als Präsentator genannt zu werden.

    Versteht das nicht undbedingt als “gemecker”, ich versuche schon sehr vorsichtig zu argumentieren – ich mache mir einfach so meine Gedanken und weiß wie ich auf die Werbung bei Anderen reagiere. Werbung ist an sich unglaubwürdig und Glaubwürdigkeit ist gerade für politische und journalistische Podcasts von enormer Bedeutung. Es geht eben nicht nur darum, sich vom Podcast die eigene Meinung bestätigen zu lassen sondern auch mal andere Positionen zu hören und darüber nachzudenken. Ich will aber nicht darüber nachdenken müssen, wie sehr ihr Rücksicht auf “Kunden” nehmen müsst.

    Und darum hier noch ein Aufruf … Ich bitte wirklich jeden Hörer, hört nicht schwarz, werdet Unterstützer – unterstützt den werbefreien Podcast!

    Und noch eine Anregung, wie wäre es, wenn ihr Kosten und Einnahmen des Podcasts veröffentlichen würdet, hier auf der Seite sehr prominent, so dass wir als Hörer “sehen” was das für ein Aufwand ist und mit welchen Kosten das verbunden ist. Das würde vielleicht einige motivieren, ebenfalls einen Beitrag zu leisten. Die Kollegen von Minkorrekt haben mal über einige Folgen hinweg “berichtet” wie viel Aufwand das Ganze macht, zumindest mich hat das motiviert, ihnen was zukommen zu lassen.

    Keine Ahnung, vielleicht kriege ich nun die volle Breitseite ab, aber ich persönlich finde ein Geschäftsmodell, dass sich nur über Werbung trägt ist ein schlechtes Geschäftsmodell.

    • Hallo Bernd, danke für die Kritik.
      Bei hauseins werden wir es immer so handhaben, dass wir Werbung strikt vom redaktionellen Teil trennen, indem wir einen Werbetrenner einbauen. Das macht es auch für die Hörschaft erkennbar, wann dafür bezahlt wurde, dass wir etwas sagen.
      Auf diese Weise wird es immer laufen – wenn wir einen Film anderswie besprechen, dann weil wir das redaktionell so beschlossen haben.
      Wer keine Werbung hören möchte, kann sich davon via steady freikaufen. Für alle, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben, wird es schwieriger: Ihr könnt eine Mail an katrin(ät)wochendaemmerung.de schreiben und dann packe ich euch in eine Liste mit Leuten, die einen Link zur werbefreien Sendung bekommen. An einem eigenen Feed arbeite ich im Januar 2019.

      Für die Wochendämmerung reicht das Hörer_innen-Geld grade so. Zumindest für Holgi. Ich selbst habe bislang für Redaktion, Moderation und Schnitt, Veröffentlichung samt Shownotes und Social Media den gleichen Satz bekommen – im Grunde zu wenig, aber wir wollen Holgi so ordentlich bezahlen, wie er es sonst auch gewohnt war. Im November habe ich den Schnitt jemand anderes machen lassen (sonst wäre ich ausgebrannt vor zu viel Arbeit) und stehe seitdem auch mit weniger Geld da. Ich habe noch keine Buchhaltung machen können, aber vielleicht ermöglicht diese Werbung es hauseins, auch mir für ein paar Monate Holgis Satz zu zahlen und jemanden für den Schnitt.
      So viel zur Transparenz.

      Auf dem Congress wurde auch viel über Hörer_innen-Finanzierung gesprochen. Dass so reichenweite starke Podcasts wie Aufwachen oder Methodisch Inkorrekt (und auch wrint oder CRE) da keine Probleme haben, sich allein dadurch zu finanzieren freut mich. Unsere Podcasts jedoch – viele Frauen, diversere Themen und auch oft aufwändiger vorbereitet und produziert – müssen sehr knapsen. Allein schon der Faktor “Frauen” scheint es schwieriger zu machen. Wieviele Podcaster_innen können eigentlich so locker durch Hörer_innen-Finanzierung leben, wie Aufwachen MInkorrekt?

      Für uns bedeutet die zweite Schiene, Werbung, neben der Hörer_innen-Finanzierung, dass wir gute Arbeit auch gut bezahlen können – was bisher nicht der Fall ist. Vor allem, dass wir auch die gute Arbeit von Frauen gut bezahlen können. Den Plan W-Podcast gäbe es ohne Werbung nicht. Und wenn wir uns beim Lila Podcast für eine feature-artig gebaute Folge etwas mehr zahlen können, als 1/5 dessen, was üblich ist, wäre auch schön.

      Wir machen Podcasts gerne – aber nicht als Hobby. Wir stecken sehr viel Arbeit rein. Und nehmen uns entsprechend die Zeit dafür. Die Unterstützung durch Hörer_innen ist unsere Basis – immer wieder haben wir Phasen, in denen keiner Werbung schaltet. Ihr seid unser Grundeinkommen und das wissen wir und wir sind mehr als dankbar! Deswegen bauen wir unsere Werbung so ein, wie oben beschrieben. Klar getrennt vom Rest. Wir wollen niemanden verarschen. Und werden das auch nicht.

      Schöne Grüße,
      Katrin

      • Danke für die ausführliche Antwort.

        Mir war garnicht klar, dass ihr eine “Redaktion” habt. Wäre spannend mal zu erfahren, wie der Alltag bei euch aussieht, wie so ein Podcast vorbereitet wird.

        Ansonsten alles gut, ich bin halt (vielleicht zu) “empfindlich” was Werbung angeht.

    • “Wie soll ich denen noch irgendwas abnehmen, wenn es um die Autoindustrie geht?”

      Entweder halte ich jemanden für so integer dass es dort schlicht keinen Konflikt gibt, oder ich halte jemanden generell nicht für integer und dann findet das Angebot in meiner Wahrnehmung gar nicht statt. Bei Ulf und Philip würde ich nicht einmal einen Konflikt sehen wenn EADS, KMW, Rheinmetall und Heckler & Koch dort nacheinander werben. Und die Werbung überspringe ich beim Starten der Sendung direkt mit den Kapitelmarken.

      • Naja, meine Welt ist halt nicht schwarz weiß. Entweder oder ist ein Mythos, es gibt immer sowohl als auch.

        Überspringen von Werbung ändert nichts an dem Problem. Ich höre mir die Werbung an, klicke auf den Link, eben um das Team zu unterstützen… Auch wenn ich so meine Sorgen damit habe.

        Ich fände es einfach besser, wenn die Werbung nicht sein müsste.

        • Meine Welt ist auch nicht unbedingt s/w, sondern hat auch viele Grautöne. Ob ich jemanden für käuflich oder für integer halte ist allerdings eine sehr grundsätzliche Entscheidung, die man imho nur abschließend beantworten kann. Ein bisschen bestechlich oder käuflich, bzw. ein bisschen nicht integer funktioniert halt einfach schlecht.

    • Bin tatsächlich ausschliesslich wegen den gleichen Gedanken aus dem Player hier auf die Seite gegangen. Die Unglaubwürdigkeit und Stirnrunzeln bei teilweise sehr einseitiger Sicht der LdN im Bezug auf vorher gemachte Werbung hat das Thema im Podcast für mich nochmal sensibilisiert.

      Ich schmeiss gern etwas Geld in den Hut eines guten Podcasts (und tue dies auch schon länger) jedoch sind mindestens 5€ nur um dafür keine Werbung zu hören nicht drin. Dafür höre ich von zu vielen Leuten, für jeden fünf geht leider nicht.

      Dazu kommt die oftmals gezwungen wirkende Zeitbegrenzung oder abwürgen von Themen am Ende der Sendung, dann jedoch das wahnsinnig nervige Namensgenenne, dass ich als Zweiradfahrer im Helm leider selten überspringen kann.

      Wie Holgi schon früher sagte: „Der Grüßer ist der Feind des Hörers“ Wie recht er damit doch hatte.

      Gruß Justus

  4. Seehofer

    wie er das gemacht hat? Er hat halt nichts gemacht sondern einfach “ausgesessen”. Hat er von Kohl gelernt. Ist der Ruf erst ruiniert … Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter

    Und das gilt umsomehr, wenn es keine einflussreiche Opposition gibt. Siehe Trump, wie kann der noch immer da sein?

    • Der US-Präsident wird indirekt vom Volk gewählt, damit ist seine Legitimation unabhängig vom Parlament. Er kann von diesem zwar aus dem Amt entfernt werden, da das Parlament ihn aber (anders als bei uns die Bundeskanzlerin) nicht ins Amt gebracht hat sondern quasi die Bürgerentscheidung “korrigieren” muss ist die Hürde sehr hoch (absolute Mehrheit im Repräsentatenhaus plus 2/3-Mehrheit im Senat).

      Abgeordnete und Senatoren in den USA sind komplett von den Wähler(inne)n ihrer Wahlkreise bzw. Staaten abhängig. Parteiorganisationen in unserem Verständnis (also als feste Vereine mit Mitgliedschaft, Vorstand, Mitgliedsbeitrag usw.) gibt es dort nicht. Trump ist bei der Wählerschaft der Republikaner außerordentlich beliebt, damit würden sich Parlamentarier ihrer eigenen Machtbasis berauben – “Der ist gegen Trump, den wähle ich nicht mehr!” – wenn sie sich gegen ihn stellen, sprich Trumps Beliebtheit bei der republikanischen Wählerschaft hebelt mangels Parteiorganisation (die eher langfristige Machtinteressen verfolgen würde und hier disziplinierend eingreifen könnte) die parlamentarische Kontrolle aus.

  5. War der Abspann DSGVO-konform?

    Kurz: Ja, denn wer sich meldet willigt damit ein, sofern er zurechnungsfähig ist. (Schlüssiges Handeln)

    Juristisch genauer wäre es vermutlich langweilig.

  6. Vielen Dank für alle Sendungen, die ihr 2018 produziert und frei verfügbar zur Verfügung gestellt habt!

    Auch wenn (bzw. gerade weil) wir an vielen Punkten unterschiedliche Meinungen haben, habe ich eure Sendung das Jahr über als große Bereicherung empfunden.

    Erholt euch gut und macht nächstes Jahr weiter so!

    Werbung geht prinzipiell völlig in Ordnung wobei ich die hier zu lange fand – mir persönlich wäre mehrmals kurz lieber als einmal lang. Auf jeden Fall ist meine Spende raus, damit ihr möglichst wenig Werbung nötig habt 🙂

  7. Holgi gründet eine Polizei.

    Diese muss folglich heißen: Holgizei.

    Macht was draus. Ein Format oder so. 😉

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