Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#166. Nuttige Nudeln

| 20 Kommentare


In dieser Folge gab es leider ein paar Probleme mit Holgers Mikro – deswegen fehlen am Anfang ein paar seiner Kommentare. Aber dann geht es wie immer lebhaft zu – und die Themen der Woche sind schuld: Das Bauhaus Dessau hat sich dem rechten Mob gebeugt, Italien legt sich mit der EU-Kommission an, das EU-Parlament will Einweg-Plaste verbieten, Brasilien wählt Sonntag vielleicht einen Faschisten, emanzipierte Frauen saufen genau wie die Männer und jede Menge gekillte Darlings (siehe unten). Entschuldigt die Verspätung und wir wünschen ein SCHÖNES WOCHENENDE!

Kapitelmarken
0:00.001 Vorabmeldung zur Sendung
0:57.434 Intro und Begrüßung
2:38.686 Eingeschlumpft
6:14.529 Feine Sahne @ Bauhaus Dessau
14:05.582 Die Story hinter Italiens Stress mit der EU-Kommission
23:11.002 EU-Parlament für Plaste-Verbot
30:47.088 Holgers Brasilien-Wahl-Spezial
46:40.218 Emanzipation, Frauen und Bier
47:24.159 Eine lustige Sache
48:47.197 Danksagung und Abschied

Links und Hintergründe

Gekillte Darlings

Die Wochendämmerung ist ein hörerfinanziertes Angebot – eine Spende über steady hält das Angebot am Leben.

20 Kommentare

  1. Ich weiß schon warum Holgers Kommentare verschwurbelt wurden: das war die Strafe des Universums, weil er der Kadda immer ins Wort fällt!!

    🙂

  2. Liebe Katrin, lieber Holger,
    vielen Dank für Euren sehr heiteren Podcast, der mich immer gut informiert. Dieses Mal muss ich aber ein bisschen meckern: Die Audioqualität über Skype ist leider so mies, dass ich mich sehr sträube, dem über einen längeren Zeitraum zu folgen. Dafür könnt Ihr natürlich nix, Euch trifft höchstens ein Auswahlverschulden…;) Fragt doch mal den Tim oder so zu Studio Link etc für Aufnahmen aus der Ferne… So gut ich es finde, dass Ihr Euren treuen Unterstützern danken wollt, so komisch finde ich die zum Abschluss der Sendung runtergeleierten Namen. Vielleicht gibts da ja über kurz oder lang eine bessere Idee. Aber ich möchte auch noch etwas positives benennen: Eure sehr unterschiedlichen Charaktere machen den Reiz der Sendung aus. Holger mit 180 Puls und Katrin mit Engelsgeduld sind ein Beleg für „opposites attract“. Schmunzler oder laute Lachanfälle sind deshalb an der Tagesordnung, wenn ich Euch zuhöre.

    Beste Grüße aus Hamburg

    Mark

    • das ist schön, dass du fragst! ich suche schon seit langem jemanden, der mir Studiolink mansplaint. Und das meine ich völlig ernst! Nachdem es früher bei mir einwandfrei lief, kriege ich seit Monaten kein Mikrofonsignal mehr da rein.
      Ansonsten nehmen wir natürlich Double Ender auf – das Problem war hier, dass Holgers eigene Aufnahme leider kaputt war und ich daher auf die Skype-Spur zurückgreifen musste. Am Ende wird es jedoch besser – ab Brasilien irgendwann. Da ging Holgers Aufnahme nähmlich.
      Die Alternative wäre keine Sendung gewesen und alles wegschmeißen.

      Gute Nacht.

  3. Die Schlümpfe sollen Nazis sein? Holgi, bei Dir hackts doch.

    Die Schlümpfe sind ganz klar Bilderbuchkommunisten.

    Die leben vollkommen unabhängig und autark im Wald, jedem gehört alles, die Hütten sind alle gleich, Papa Schlumof hat einen Rauschebart wie Marx und sie kämpfen ständig gegen Gargamel (der Erzkapitalist der aus Schlümpfen Gold machen will) und seinen blöden Kater (das dumme, unbefreite Proletariat des Kapitalismus).

    Es lebe die internationale Schlumpfheit.

  4. Zu den Schlümpfen: Alles was Andy schon geschrieben hat!

    Zur Technik: Mit StudioLink habe ich (noch) keine Erfahrung, aber wir nutzen Mumble zum Podcasting über Distanz und ich biete euch gerne Mansplaining hierzu. Natürlich kostenlos bzw. gegen Kaffee wenn man sich mal sieht 😉

    • gut, dann muss ich es noch einmal verständlicher erklären: was hier passiert ist, lag nicht an der schlechten Verbindung. Sondern entweder am Mikro oder an der Aufnahme Software von Holger. Normalerweise nutze ich nicht die Spur in der die Skype Aufzeichnung liegt. Sondern jeder von uns zeichnet seine eigene Seite auf und am Ende wird das dann zusammen gelegt. D.h. eure ganzen Tipps sind furchtbar nett gemeint, denke ich, aber sie helfen überhaupt nicht weiter, denn das gleiche Problem wäre im Zweifel mit Mumble auch passiert. Holgers Aufzeichnung auf Holgers Seite war hier das Problem.

      • Hallo Katrin! Mein Angebot bezüglich Mumble bezog sich auf deinen Kommentar von gestern Abend, 23:09 Uhr. Zitat: “ich suche schon seit langem jemanden, der mir Studiolink mansplaint. Und das meine ich völlig ernst!”

        Ich halte es – völlig unabhängig von den konkreten(!) Problemen bei dieser(!) Sendung – generell für eine gute Idee, statt proprietärer Microsoft-Software wie Skype auf freie (und dezentral-hostbare) Alternativen wie StudioLink und Mumble zu wechseln.

        Ich möchte aber auch nicht missionieren oder belehren – nur meine Unterstützung anbieten 😉

        • Wenn mir jemand mit Studiolink helfen möchte, gern! Über Ferndiagnose hat das bislang allerdings nicht funktioniert, da muss mal jemand rumkommen.
          Mumble muss ich demnächst eh nutzen für einen Gastauftritt – installieren und benutzen bekomme ich super alleine hin, aber danke.
          Skype nutze ich, weil ich damit Gäste auch auf dem Festnetz anrufen kann – und dadurch eine Telefonspur bekomme,!

          Vielleicht liegt das Missverständnis in der Art von Hilfe, die ich brauche. Mich hat niemand gefragt, wie gut ich mich auskenne und was ich selbst kann — das hat mich irritiert. Das Studiolink-Problem konnte bislang, wie gesagt, noch niemand aus der Ferne lösen. Es ist nicht ganz ersichtlich, warum es plötzlich nicht mehr funktioniert – denn ich habe es viele Monate ohne Probleme nutzen können.

        • Und Mumble nutzen wir nicht, da meines Wissens dieses keine eigene Spur in Ultraschall hinterlegt (oder geht das auch irgendwie?).
          Ich habe das aber gern als Backup, falls mal was kaputt geht. Wie gestern.

          • »Mich hat niemand gefragt, wie gut ich mich auskenne und was ich selbst kann — das hat mich irritiert.« – Mein verstehe was du meinst – aber bevor ich jemanden frage /ab welchem Level/ ich unterstützen kann, biete ich zunächst mal meine Unterstützung an und warte /ob/ sie überhaupt gewollt ist. Textkommunikation – eine Geschichte voller Missverständnisse! 😀 :whiteflag:

            Bezüglich Ultraschall müsstest du mich womansplainen, denn damit habe ich keine Erfahrung.

            Wir zeichnen unsere Podcasts direkt in Mumble auf (jeweils einzelne Spuren; jede*r Teilnehmer*in lädt die eigene Tonspur nach der Aufzeichnung auf den Server) und danach verwenden wir Audacity und Auphonic zur Nachbearbeitung und WordPress+PodlovePublisher zur Veröffentlichung.

            Das du Mumble (als Client) installieren und bedienen kannst habe ich mir schon gedacht – aber vielleicht wollt ihr auch einen eigenen Server betreiben und da hätte ich unterstützen können (Serverinstallation, Konfiguration, Let’s Encrypt-Zertifikate, etc.)

            Ohne es zu wissen würde ich mal schätzen, dass man den Mumble-Stream auch in Ultraschall lenken kann – mindestens sollte man aber eine ggf. schlechte Audiospur nachträglich durch eine bessere Audiospur aus Mumble ersetzen können (der rstockm unterstützt uns bei Tests bestimmt gerne ;-)).

            Kurz: Wenn du Zeit und Lust hast, dann können wir auf unserem Server gerne mal mumbeln und verschiedene Setups testen.

  5. Hallo, erstmal ganz lieben Dank für euren Podcast! Bin ein großer Fan der Wochendämmerung.
    Ich muss aber einen kritischen Hinweis da lassen. Diese Bambustextilien sind aus Viskose, die Bambus als Ursprungsmaterial hatte. Die Herstellung soll eine ziemliche Herumsauerei mit Chemikalien sein. Danach wird das Ganze als ökologisch vermarktet. Das steht dann etwas mit “Green”, “Bambus” und es ist ein Bäumchen auf der Verpackung abgebildet … und zack, die Socken aus Chemiefaser sind gekauft (spreche aus Erfahrung).

    • Lieber Steven,
      danke für die Erläuterung.
      Aber: ich habe diese Bambus-Küchenrolle angepriesen (nicht Socken, Socken habe ich nur angeführt, weil ich deutlich machen wollte, dass man Bambus auch zu Tuch machen kann. Ich besitze selbst keine Bambussocken und auch sonst keine Kleidung aus Bambus). Und diese Dinger habe ich gekauft, weil ich über einen Vegan-Blog drauf kam. Der hat seine 2016 gekauft und seitdem nach eigenen Angaben nie wieder konventionelle Küchenrolle. Die Frage ist hier also (wie so oft): was ist jetzt umwelttechnisch besser?
      Im Vergleich mit Baumwolle ist diese Bambusfaser sehr viel saugfähiger, also wirklich näher an dem, wofür man Küchenrolle in der Regel nutzt.

  6. Ich finde es durchaus interessant, wie man (wenn man das möchte) eine Karikatur auf zwei ziemlich unterschiedliche Weisen interpretieren kann. Ich hab dieses Bild gesehen und darin eher die Frage gesehen “Was wäre schlimm daran, wenn wir die Welt zu einem besseren Ort machen, auch wenn es keinen Klimawandel gibt”. Nachdem ich aber gehört habe, was Holgi dazuzusagen hat muss ich gestehen, dass das wohl die offensichtlichere Interpretation sein dürfte. (https://simplifierpourdurer.files.wordpress.com/2010/04/climate-change-a-big-hoax.jpg)

    Holgis Ansicht in Bezug auf das Plastiktüten Thema und die USA kann ich allerdings gar nicht teilen. In Filmen sieht man zwar oft in Supermärkten diese Papiertüten. Allerdings habe ich bei meinem Aufenthalt in Michigan zuletzt das krasse Gegenteil zu Deutschland erlebt. Während man hier im Supermerkt für jede Tüte bezahlt, und dann im Falle von Plastiktüten aber auch recht stabile Tüten erhält, die man voll machen kann und auch danach noch für das eine oder andere verwenden kann, gab es dort wo ich war im Supermarkt an der Kasse ein Karussel mit dünnen Plastiktüren und beim einscannen der Waren wurden von der Kassiererin diese gldich in eine Tüte gelegt. War eine Tüte ihrer Meinung nach voll genug wurde das Karussel weitergedreht und die nächste Tüte befüllt. Das hat dann darin geendet, dass man für 5 Artikel (darunter beispielsweise ein Tetra Pack mit 1,5l) 3 Tüten erhielt. Auf dem Weg aus dem Markt heraus bin ich dann auch an einer Familie vorbeigelaufen, die wohl gerade den Wocheneinkauf erledigt hat und einen vollen Einkaufswagen hatte mit Schätzungsweise bis zu 20 dieser Tüten hatte.

  7. Bzgl “in anderen Ländern ist man mit allem viel weiter und hier ist man so zögerlich” habe ich eine Vermutung/Meinung/Theorie, aber keine Ahnung ob sie stimmt: Durchschnittsalter der Bevölkerung.

    “Haben wir immer so gemacht” kommt ja meisten von eher älteren Menschen, was gar nicht abwerten gemeint ist, sie haben es halt wirklich Jahrzehnte so gemacht warum also jetzt auf den letzten Metern nochmal alles neu machen, mit 75 renoviert man sein Haus ja auch nicht mehr. Und da an fast allen Stellen wo Hebel bewegt werden Menschen über 45(?) sitzen schleift sich das halt so ein, von Sparkassen die Paypal und Internetzahlungen verpennt haben weil der Sparkassendirektor halt mit 500€ in bar rum läuft bis hin zum VW Konzern.

    Wie gesagt, nur meine Theorie und es gibt natürlich genügend Gegenbeispiele von nicht in der Zeit stehen gebliebenen Menschen in ihrer 2. Lebenshälfte.

    Grüße, Marcel(34)

    • Ich glaube nicht, dass das Alter als Haupterkärung ausreicht. Der Altersmedian in den Niederlande ist z.B. nur 3 Jahre höher und dennoch habe ich das Gefühl dass sie dort viel flexibler sind.

      Ich denke es ist auch eine kulturelle Sache. Die Mentalität der Deutschen ist eben nicht auf (gesellschaftliche) Veränderung ausgerichtet, sondern eher auf Stabilität und Sicherheit. Dazu kommt, dass unser politisches System auch sehr auf Stabilität ausgerichtet ist (starker Förderalismus, schwacher Kanzler usw.) um zu Verhindern, dass sich das dunkelste Kapital unserer Geschichte wiederholt.

  8. Liebe Katrin,

    du hast in der aktuellen Folge von dem Beschluss des EU-Parlaments zum Plastikverbot berichtet. Danke für die Aufklärung über den weiteren politischen Prozess diesbezüglich. Das war mir bis dato nicht bewusst und ich habe mich wohl umsonst gefreut, dass da jetzt mal schnell was weitergeht. Ich höre schon die kritischen Stimmen der Plastikgabel-Lobby, …

    Anyway, worauf ich eigentlich hinaus will: Dass, wie du erwähnt hast, einige Konzerne dem Gesetz schon jetzt voraushandeln und das Sortiment adaptieren finde ich eine großartige Aktion. Rewe hat das ja damals beim Plastiksackerlverbot [zumindest in Ösiland, sonst wäre es ja ein “Plastiktütenverbot” ;-)] auch schon so gemacht. Zudem nutzt der Konzern diese ökologische Vorreiterrolle auch sehr geschickt im Marketing. Ich denke, dass der Konzern dieses Werbepotential erkannt hat und dieses auch zu nutzen weiß, macht es ihm leichter solche Maßnahmen umzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass im Management großer Unternehmen auch nur Menschen sitzen, denen Umweltthemen nicht gänzlich egal sind, konkrete Schritte zu setzen erfordert aber viel Überzeugungskraft und Mut, das ist oft schwer.

    Jetzt wäre es sicher einfacher für diese Unternehmen ihren Opportunismus abzulegen, wenn sie eine gewisse Sicherheit hätten, dass es nicht zu ihrem Nachteil wäre. Und ich denke hier kann man als Konsument eingreifen. Nicht nur indem man vermeidet “böse” Produkte zu kaufen, sondern auch dadurch, dass man die Unternehmen wissen lässt, dass man sich verantwortungsvolles Verhalten mit Vorbildwirkung von ihnen wünscht und ihnen dadurch einen Image-Zugewinn in Aussicht stellt.

    Motiviert durch eure Folge habe ich heute einem Unternehmen, in dem ich zufällig Plastikbesteck im Sortiment entdeckt habe, eine Nachricht geschickt und freundlich darum gebeten, dass sie darüber nachdenken, ob sie nicht auch dem politischen Prozess bezüglich Einweg-Plastik zuvorkommen wollen. Ich denke nicht, dass eine einzelne Nachricht eines Kunden viel ausrichten kann, aber wenn ein Teil der schweigenden Mehrheit ihr Schweigen brechen würde und hin und wieder einmal bewusst ein Unternehmen mit einem solchen Anliegen kontaktiert dann könnte es doch durchaus passieren, dass sich hier vielleicht schneller etwas bewegt.

    Vielleicht ist die Wochendämmerung oder ein anderes eurer zahlreichen Podcast-Formate ein geeignetes Organ um eure doch sehr zahlreiche Hörerschaft dazu zu motivieren hier aktiv für eine wichtige Sache einzutreten.

    Ich wünsch euch einen schönen Tag!

    BTW: Ich benutze übrigens biologisch abbaubare und kompostierbare Wattestäbchen, die es (zumindest in Österreich) in jedem gut sortierten Drogeriemarkt zu erwerben gibt.

  9. Super, dass Plastik verboten wird. Aber viel mehr helfen würde ein Zigarettenstummel wegwerf verbot. Aber an all den Rauchern will sich wohl kein/E PolitikerIn die Finger vebrennen.

  10. Die Verschuldungsgrenzen, die Holger zitiert hat, sind die sog. Maastricht-Kriterien.
    Und ja, seit der Finanzkrise sind die allgemein bekannt.

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