Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#157. “Die Pressefreiheit ist in Sachsen eingeschränkt”

| 19 Kommentare


In dieser Woche bedanken wir uns für eure tollen Kommentare und eure Diskussionskultur, greifen die Frage aus der letzten Woche auf und betrachten mit dem Landwirt Bernhard Barkmann die Landwirtschaftlichen Im- und Exporte anhand ausgesuchter Beispiele, wir schauen nach Sachsen und auf die besorgniserregende Debatte über die #Pegizei, der kleine DeutschlandTrend zeigt nach wie vor eine starke AfD und dass die Menschen auf dem Dorf glücklicher scheinen, eine neue Studie erklärt untersucht den Kitt der AfD-Anhänger, Holger rantet über die Rentenpolitik, Katrin fasst die für Donald Trump unschönen Ereignisse in den USA zusammen und Nordkorea baut sein Atomprogramm eben doch nicht ab.

Kapitelmarken:
0:00.000 Intro, Begrüßung und Danke an unsere Kommentator_innen
1:27.314 Landwirtschaft aktuell
13:54.602 Die Ereignisse in Sachsen #Pegizei
23:54.610 Der kleine Deutschlandtrend
26:32.661 Studie: Warum die Leute der AfD zuneigen
33:40.453 Holgers kleiner Rant gegen die Rentenpolitik
38:58.640 Katrins kleine Zusammenfassung der Ereignisse um Donald Trumps Kumpels
49:35.875 Kim Jong Bumm macht weiter mit Nukular
50:18.507 Danksagungen und Spendenhinweise

Links und Hintergründe

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19 Kommentare

  1. Beim Thema Lebensmittel fehlt mir die Betrachtung dass bereits eine Menge der Ernte wegen (überzogener) Qualitätsanforderungen des Handels und der Qualitätsanforderungen der maschinellen Produktion für Lebensmittel bereits nicht in den Handel gelangen. Je nach Produkt kann das ein Drittel der Ernte sein. Dazu kommen die millionen Tonnen Lebensmittel die vom Handel wegen überschreitung des MHD entsorgt werden (statt zu den Tafeln gelangen) und die 11 Millionen Tonnen die die Haushalte jedes Jahr entsorgen. Und auch der Export: Dass da etwas nicht stimmen kann sieht man wenn in der Mongolei(!) die Gut & Günstig-Produkte von EDEKA stehen.

  2. Zum Thema soziale Absicherung gibt es eine 25 teilige Podcastreihe von HR Info (Funkkolleg Sicherheit) in der es teilweise auch um sozioökonomische Sicherheit geht. Dort sagte ein Sozialwissenschaftler dass die SPD mit den Hartzreformen die BRD nachhaltig umgebaut hat. Und zwar von einer Gesellschaft des Versprechens (dass niemand zurückgelassen wird) zu einer Gesellschaft der Bedrohung: Wehe du kommst nicht mit, denn dann darfst du nicht mehr mitspielen und wir lassen dich zurück.

    Zum Beschiss mit der Rentenkommission empfehle ich die Analyse von Professor Stefan Sell:
    http://aktuelle-sozialpolitik.de/2018/06/06/die-rentenkommission-setzt-sich-in-bewegung/

    Und direkt hinterher seine Anmerkungen zu Minirenten und zur Leugnung der Altersarmut:
    http://aktuelle-sozialpolitik.de/2018/07/12/von-mickrigen-renten-einer-falschen-gleichsetzung-mit-altersarmut-sowie-zugleich-deren-beharrliche-leugnung/

    Herztabletten breithalten!

  3. als ihr diese Merkel-Studie vorgestellt habt, musste ich schon ein bisschen schlucken. das Unbehagen wurde sogar schon ausformuliert:
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wer-sind-nur-diese-kosmopoliten

  4. Moin!

    Dieser Vergleich zwischen Kommunitarismus und Kosmopoliten ist eine sehr seltsame Darstellung. Zumindest des Kommunitarismus. Klingt fast so, als ob die Kommunitaristen alles xenophobe Ultrakonservative wären und geht an der eigentlichen Bedeutung des Begriffs ziemlich vorbei.
    Einer der grundlegenden Gedanken der Kommunitaristen ist es, dass ein Mensch nur dann sinnvoll darüber urteilen kann, was Gut und was Gerecht ist, wenn er in eine Gemeinschaft eingebettet ist. Und diese Gemeinschaft kann da nicht beliebig sein, sie braucht eine Grundlage an Werten und Normen, die dann natürlich das Urteil bedingt.
    Dieser Gedanke wendet sich gegen die liberalen Vorstellung von gerecht und gut, den Utilitarismus etwa, also den Glauben gerecht wäre eine Handlung dann, wenn sie das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl hervorbringe.
    Der Schritt der nun zum AfD Wähler führt (ich bin keiner. Überraschung!) – die Globalisierung und Migration bedrohen genau diese grundlegenden Werte und Normen der Gemeinschaft. Alte Strukturen lösen sich auf, neue entstehen aber nicht oder viel zu langsam, das ist der Effekt der Globalisierung. Gleichzeitig gibt es eine Migration aus anderen Kulturkreisen, die natürlich auch andere Werte und Normen haben. Ohne diese kritisieren zu wollen (das ist ein wirklich heikles Thema), aber es erscheint nur folgerichtig das dies die gemeinsamen Werte und Normen der Gemeinschaft weiter schwächt.
    Und am Ende ein verlässliches Urteil über Gut und Gerecht unmöglich wird oder zu tiefen Spaltungen in der Gemeinschaft führt.
    Und aus dieser Haltung heraus Migration im großen Maßstab abzulehnen ist weder xenophob noch rassistisch, sondern schlicht vernünftig. Die bereits durch den Neoliberalismus / die Globalisierung / Digitalisierung usw. geschwächte Gemeinschaft ist sonst schlicht nicht mehr in der Lage eine Basis an Werten und Normen bereit zu stellen.
    Das sieht man im Moment leider bei der Debatte darum, wie man mit den Flüchtlingen im Mittelmeer umgehen sollte. Eine gemeinsame, von der gesamten Bevölkerung getragene Haltung kann ich da leider nicht mehr erkennen.

    Anmerkung:
    Ich bin selbst kein Kommunitarist auch wenn ich einige Ideen in dem Theoriengebäude gut finde. Ich habe nur versucht das Ganze etwas deutlicher zu machen, auch um zu zeigen, dass es durchaus plausible, sogar linke Haltungen zur Migration gibt, die sich im Moment in der Politik schlicht nicht wiederfinden und das geht mir tatsächlich persönlich so.
    Weder tendiere ich zu diesem merkwürdigen Linksnationalismus ala Wagenknecht, noch zum Linksliberalismus der Grünen. Und die SPD ist im Moment aus vielen Gründen keine Option. Was also tun? Protest AfD wählen?
    Oder doch lieber wieder die Esoteriker Partei? 😉

    Mit freundlichen Grüßen,
    der Paul

    • Ehrlich, ich verstehe das Geschwurbel von Werten und Normen in dieser Debatte nicht. Welche Werte und Normen sind denn in unserer „urdeutschen“ Gesellschaft bei allen Menschen gleich? Und welche sind bei allen Migranten (die Unterteilung in Asylsuchende, Kriegsflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge oder importierte Fachkräfte lasse ich hier mal aussen vor, das dürfte den meisten Pegidianern auch in wahrheit egal sein) anders als bei uns Deutschen oder nur innerhalb dieser Gruppen gleich?
      Die Werte und Normen unserer Gesellschaft sind niedergeschrieben in etwas das sich Grundgesetz nennt, jeder Mensch der hier lebt und sich nach diesen Regeln richtet hält sich also auch nach der Definition des Kommunitarismus an unsere Normen und Regeln.
      In Wahrheit geht es den meisten dieser Demonstranten aber nicht um Normen und Regeln sondern schlicht um Hautfarbe, Sprache und Religion. Und das kann man als Problem von Kommunitaristen bezeichnen, allerdings nicht bezogen auf Deutschland als Land sondern nur ihr kleines Dorf in dem sie leben. Ich würde es als xenophob und rassistisch bezeichnen. Und das meine ich jetzt nicht verurteilend, die Veranlagung dazu ist in uns allen, siehe Lobos Kolumne in SPON von dieser Woche.
      Als Wahltipp: Mach einfach den Wahl-O-Mat, antworte ehrlich und wöhle dann die Partei die der ausspuckt. Wenn es die AFD ist, so what, dann wählst du halt die. Wenn mehr Leute nach Programmen als nach Personen oder Wahltaktiken wählen würden, wäre die Demokratie besser dran.

  5. Bei der Großstadt-Land-Analyse nennt ihr die Vermutung, dass es quasi am Dorf oder der Stadt liegt, dass die Leute dort (un-)glücklicher sind. Dabei leitet ihr aus Koinzidenz eine Kausalität ab.

    Möglich ist aber auch, dass es ganz andere Gründe hat. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass Leute, die auf dem Dorf unglücklich sind einfach in die Stadt ziehen. Umgekehrt Leute, die in der Stadt unzufrieden sind es schwieriger haben, weil sie z.B. durch den Job an die Stadt gebunden sind und es auf dem Dorf einfach weniger Jobs gibt.

    Ist natürlich auch nur eine Theorie, die genauso falsch sein kann und ihr habt das Thema ja auch eher locker abgehandelt. Ich erwähne das hauptsächlich weil das Verwechseln von Koinzidenz mit Kausalität auch von anderen Leuten und in anderen Diskussionen sehr häufig vorkommt.

    P.S.: Wegen des Tonfalls: Für mich gehört ein Stück Leidenschaft und Polemik und manchmal auch Aggression einfach dazu. Falls das hier nicht erwünscht ist kann ich das voll verstehen und respektiere das. Ich diskutiere dann halt einfach wo anders weiter.

    • Eine weitere Option ergibt sich aus der Studie, die Holgi neulich in der Wissenschaft vorstellte: ältere Menschen sind mit sich selbst zufriedener und deshalb wahrscheinlich auch eher glücklich. Ich nehme an, dass das auch auf die Einschätzung der eigenen Gesamtsituation abfärbt. Und da auf dem Dorf mehr alte Menschen leben als in der Stadt…

  6. Hallo Ihr zwei,

    zum Thema (sächsische) Polizei:

    Holger war sich nicht sicher, ob es Unkenntnis des gesetzlichen Rahmens oder Absicht war, dass die Einsatzkräfte vor Ort faktisch falsch entschieden. Als Entscheidungshilfe möchte ich daran erinnern, dass die Pegidaspacken bei jeder Gelegenheit ihre Objektive auf den Gegenprotest richten ohne das die begleitende Polizei dagegen etwas unternimmt.

    Katrin meinte, dass Polizisten nicht Jura studiert haben müssen und nicht jede gesetzliche Spitzfindigkeit kennen können und deshalb auch mal Fehler machen dürfen. Diese idealistische Ansicht ist bestimmt richtig, aber leider wieder dann im Falle eines Widerspruchs trotzdem fast immet für den Vertreter der Staatsmacht entschieden.

    Viele Grüße

    Pete

  7. Zur Rente möchte ich Holgis Rant mal ergänzen.
    Dieser ganze Quatsch mit „privater Vorsorge“ vs. umlagefinanziertes Rentensystem und vor allem die entsprechenden neoliberalten Slogans dazu gehen mir gehörig auf den Sack.
    Auch jede private Vorsorge ist ein umlagefinanziertes System, nur sagt das keiner.
    Das eingezahlte Geld liegt ja nicht im Tresor und kriegt Junge. Wenn ich das richtig verstanden habe (man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, ich bin kein BWLer) gibt es folgende Möglichkeiten, wie mein Geld bei einer privaten Vorsorge angelegt wird:

    Aktien: Sowohl der Gewinn durch Kurssteigerungen als auch die Gewinne durch Ausschüttungen werden zum ungefähren Zeitpunkt der Auszahlung erwirtschaftet von den Arbeitern und Angestellten, die für die Unternehmen tätig sind. Ergo ist es ein indirektes Umlageprinzip.

    Staatsanleihen: Die Zinsen für Staatsanleihen müssen zum Zeitpunkt der jeweiligen Auszahlung durch Steuereinnahmen erwirtschaftet werden. Auch das ist ein Umlageprinzip.

    Wenn die Wirtschaft strauchelt, dann betrifft das durch das (direkte oder indirekte) Umlageprinzip sowohl gesetzliche als auch private Renten im gleichen Maße. Nur das die privaten dann einfach pleite gehen (und bei genug Verwerfungen hilft auch kein Stützungsfond mehr) und „der Staat“ noch mehr wirtschaftspolitische Mittel zur Gegensteuerung hat.

    Daher wäre es viel sinnvoller, einfach die Rentenbeiträge anzuheben (ob ich nun 18,6% bezahle und zusätzlich 100,- € in privat, oder gleich 23% ist meinem Portemonaise egal) anstatt mit immer neuen tollen privaten Vorsorgen zu kommen.

    Meiner Meinung nach gibt es jur zwei Gründe für die private Rentenversicherung:
    1. Der Staat wollte einfach nicht, dass die ganzen Versicherungsmakler arbeitslos werden.
    2. Die Arbeitgeber bezahlen bei der privaten Rentenversicherung nicht mit. Die 18,6% Rentenbeitrag sind nur zur Hälfte auf meinem Brutto und wenn der Beitrag erhöht wird, Habe ich zwar 10,-€ netto weniger, der Arbeitgeber muss aber auch 10,-€ zusätzlich abführen. Durch das Absenken des Rentenbeitrags und die gleichzeitige Drängung in private Vorsorge werden hier der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil entkoppelt, so wie wir das mittlerweile ja auch bei der Krankenkassen haben. Aber dadurch dass er entkoppelt wird UND zusätzlich bei den privaten noch Provisionen und Gewinne erwirtschaftet werden müssen, kann die Rendite für den Arbeitnehmer nie so hoch sein wie bei reiner Einzahlung in ein gesetzliches System.

    Der einzige Vorteil bei privaten Renten ist, dass sie ihre Gelder weltweit steuern können, während die Einkünfte der RV halt nur deutschlandweit sind. Da würden dann halt neben den deutschen Arbeitnehmern auch andere europäische, amerikanische, asiatische oder afrikanische Arbeitnehmer für meine Rente arbeiten müssen.

    • Daß es um die Arbeitgeber-Entlastung ging bei Riester & Co, stimmt auch. Deswegen ja auch die nicht mehr paritätische Krankenversicherung. Alles, damit die bösen bösen Lohn”nebenkosten” (das Wort allein!) gesenkt werden.
      Und die Stimmen, die jetzt durch Scholz wieder getriggert wurden, hauen auch wieder in diese Kerbe, daß man den Rentenbeitrag stabil (oder sogar noch senken wird, weil es ja so gut läuft gerade!) läßt, aber später aus anderen Töpfen zubuttert; Anstatt den jetzt wirklich langsam zu erhöhen und wie 2040 vielleicht wirklich bei 23% sind, die dann natürlich aber zur Hälfte auch vom Arbeitgeber getragen wird.

    • Die Frage Kapitalgedeckt vs. umlagefinanziert ist deutlich komplexer als von dir dargestellt. Ökonomen sind sich angeblich halbwegs einig, dass eine Mischung das beste wäre. Wobei das erstmal nichts mit privat vs. gesetzlich zu tun hat. Die staatlichen Rententräger könnten ja auch kapitalgedeckt arbeiten.

      Einer der zentralen Vorteile von kapitalgedeckt ist z.B. dass die Alterspyramide nicht so wichtig ist. Es zahlt ja quasi jeder für sich und nicht wie bisher “die Jungen für die Alten”. Daher ist das Verhältnis Junge vs. Alte egal. Natürlich beeinflusst die Alterspyramide auch die Wirtschaft und damit die Kapitalanlage, aber deutlich indirekter. Zudem kann man Kapital ja auch um den Globus schicken und z.B. Geld in jüngere Gesellschaften investieren. Wenn die dort das umgekehrte Problem haben (zu viele Junge, zu ewnig Alte), dann profitieren beide Seiten. Außerdem steigt die Wirtschaftsleistung auch durch technologischen Fortschritt. Man kann also mit weniger Menschen mehr Geld erwirtschaften.

      “Aktien: Sowohl der Gewinn durch Kurssteigerungen als auch die Gewinne durch Ausschüttungen werden zum ungefähren Zeitpunkt der Auszahlung erwirtschaftet von den Arbeitern und Angestellten, die für die Unternehmen tätig sind. Ergo ist es ein indirektes Umlageprinzip.”

      Jein. Kurssteigerungen sind Zukunftsprognosen. Die können in naher oder in ferner Zukunft, vor oder nach der Auszahlung oder auch gar nicht erwirtschaftet werden. Letzteres ist dann das Risiko für das man eben auch kompensiert wird. Auch Ausschüttungen müssen keineswegs zu dem Zeitpunkt erwirtschaftet werden. Es gibt Firmen, die seit Jahren Verlust machen und trotzdem Geld an die Aktionäre ausschütten. Umgekehrt gibt es auch Firmen, die viel Gewinn machen, aber nichts ausschütten. Wie gesagt – alles ist deutlich komplexer.

      “Daher wäre es viel sinnvoller, einfach die Rentenbeiträge anzuheben”

      Das löst das Problem mit der Alterspyramide nicht bzw. würde es dazu führen, dass in Zukunft Menschen sehr viel einzahlen und gleichzeitig sehr wenig rausbekommen, weil wenig Junge für sehr viele Alte zahlen müssen.

      ZL;NG: Alles kompliziert. Die Aussage “ist doch alles dasselbe und daher egal was man macht!” ist aber definitiv falsch.

      • Nein, bei dem Vergleich mit der Alterspyramide würde ich eindeutig widersprechen. Es zahlt auch bei einer kapitalgedeckten Versicherung nicht “jeder für sich”. Das würde nämlich bedeuten, dass das Geld sich wirklich selbst vermehrt. Und genau das tut es nicht, sondern die jeweiligen Auszahlungen müssen in relativ nahem zeitlichen Abstand erwirtschaftet werden. Die Zahlen auf deinem privaten Versicherungsschein sind genauso an bestimmte Bedingungen gebunden wie die auf dem jährlichen Rentenbescheid, nämlich daran dass die Wirtschaft zum Auszahlungszeitraum so viel erwirtschaftet, damit deine Rente oder Versicherung ausbezahlt werden kann. Da deine Versicherung keine Goldbarren im Keller lagert würden bei einer allgemeinen Wirtschaftskrise die Einnahmen so schnell in die Knie gehen, dass entweder die Auszahlungen gekürzt werden oder die Versicherung pleite geht. Stell Dir einfach mal vor, eine private Altersvorsorge dürfte nur in Deutschland investieren. Dann wäre da kein Unterschied, das Geld das ausgezahlt wird, muss komplett von der zu dem Zeitpunkt arbeitenden Bevölkerung erwirtschaftet werden. Allerdings, da stimme ich zu, ist es natürlich so, dass die privaten ihre Investitionen weltweit streuen. Und das heißt, wir als reiche deutsche Privatrentner lassen andere für unsere Rente arbeiten ohne das diese an unserem Rentensystem jemals teilhaben können.
        Jetzt könnte man natürlich auch die gesetzliche Rentenversicherung nach diesem Prinzip arbeiten lassen, der norwegische Ölfonds macht das ja so. Aber ich denke, Deutschland als Land erwirtschaftet genug und wird auch in Zukunft mit weniger Arbeitskräften und mehr Rentnern genug erwirtschaften, damit alle ohne Einschnitte ihr Leben gut führen können. Es müssten nur ALLE einzahlen und zwar auf alle Einnahmen prozentual ohne Obergrenze aber mit einer Obergrenze bei der Auszahlung.

        • “nämlich daran dass die Wirtschaft zum Auszahlungszeitraum so viel erwirtschaftet”

          1. Nein. Die Wirtschaft kann das auch Jahrzehnte vorher erwirtschaften oder in der Zukunft (z.B. bei Kurssteigerungen). Das hatte ich oben aber schon erklärt. Und wie ich ebenfalls bereits erläutert habe ist die Korrelation zwischen Alterspyramide und Wirtschaftsleistung einfach geringer als bei Umlagefinanzierung. Dass sie nicht 0 ist, hatte ich ebenfalls schon geschrieben.

          “Und das heißt, wir als reiche deutsche Privatrentner lassen andere für unsere Rente arbeiten ohne das diese an unserem Rentensystem jemals teilhaben können.”

          Das ist halt Kapitalismuskritik auf Stammtischniveau. Es vernachlässigt Aspekte wie Kompensation für Risiken (Risikoprämie) und den Nutzen des Kapitalmarkts für die Wirtschaft (in diesem Fall der Nutzen des Rentnerkapitals in den entsprechenden Ländern für eben diese Länder).

          • Oh nein, ich kritisiere das Prinzip an sich ja nicht, ich selbst bin ja Teil davon und habe natürlich auch eine entsprechende Altersvorsorge. Aber trenn das ganze mal vom Begriff des Geldes und der virtuellen Zahlen auf deinem Virtuellen Konto. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass von denen die arbeiten genug Güter und Dienstleistungen produziert werden um alle zu versorgen. Geld ist dabei nur eine Verrechnungseinheit. Werden 30% arbeitende Menschen in 30 Jahren mit unserer Technologie in der Lage sein, so viele Güter und Dienstleistungen zu produzieren, dass 100% Menschen auf dem jetzigen oder einem höheren Niveau versorgt werden können. Ich sage dazu, ja natürlich, das ist überhaupt kein Problem bei unserer Produktivität. Also, gib mir einen Tipp, wo könnte das Problem liegen? 😉
            Das unsere Bevölkerungspyramide in Zukunft eher einem Obelisken ähneln wird ist klar und wünschenswert weil eine unbegrenzte Vergrösserung des Sockels die Umweltbelastung durch den Menschen ins unermessliche steigern würde. Momentan vergrössern wir den Sockel durch Migration und die wird auch noch ein paar Jahrzehnte andauern aber ewig geht das nicht und das ist auch gut so. Irgendwann sollte sich die Menschheit als ganzes auf ein stabiles Maß einstellen und dann sollte es auch möglich sein, dass man bei der möglichen Produktivität nur einen geringen Teil seines Lebens für „produktive Arbeit“ verwenden muss um den Laden am laufen zu halten.
            Wie gesagt, in den nächsten 20 Jahren sehe ich das noch nicht, aber wenn man sowohl Umweltprobleme als auch Migration und soziale Versorgung in den Griff bekommen möchte, dann wird sich das System irgendwann freiwillig ändern müssen, ansonsten wird das mit Gewalt passieren.

          • Wie schon gesagt du vereinfachst zu sehr. Natürlich kann man Waren oder allgemein Wohlstand auch schon im Vorfeld schaffen. Ich kann ja auch als junger Mensch ein Haus bauen und dort im Alter wohnen. Natürlich braucht man ab und zu den Handwerker für Renovierungsarbeiten, aber das ist deutlich weniger Arbeit als ein kompletter Neubau (wenn man ordentlich gebaut hat).

            Bei Dienstleistungen wird es schwieriger, aber auch dort gibt es ja Investitionen in neue Technologien (Putzroboter vs. Putzfrau) oder halt Ausbildung (ein Facharbeiter ist schneller als eine ungelernte Kraft).

            Die zeitliche Kopplung ist also weniger streng. Durch die Globalisierung fällt dann noch ein großer Teil der räumlichen Kopplung weg.

            Beim aktuellen Verfahren ist die zeitliche Kopplung aber allein schon durch die Funktionsweise unseres Rentensystems gegeben. Durch Kapitalgedeckt kann man das etwas umgehen. Natürlich vermehrt sich das Geld nicht von alleine im Tresor. Aber allein die Tatsache, dass man jetzt Geld zurücklegt hilft ja schon – selbst wenn es sich nicht vermehrt.

            Und das Geld liegt ja nicht im Tresor. Es ist ja irgendwo investiert. Im Grunde kauft man also davon Sachen (Ressourcen) um diese später wieder zu verkaufen bzw. zu tauschen. Man schafft also sehr wohl jetzt schon einen Teil des Wohlstands oder der Resourcen, die man später verkonsumiert…

            Wie schon gesagt: Die Art der Finanzierung ist halt nicht komplett egal. Das war eigentlich auch der einzige Punkt, den ich machen wollte.

  8. Ich fand eure Diskussion über die Forschungsergebnisse dazu, warum Menschen in Deutschland AfD wählen und warum nicht interessant und gleichzeitig schwierig. Und das würde ich einfach gerne ein wenig ausbreiten, vielleicht bringt es ja Denkanreize.
    Die Forschungen die Kadda angesprochen haben beziehen sich auf eine gezielte Auswertung von Erhebungen aus dem SOEP, dem sozioökonomischen Panel, das ihr ja auch beschrieben habt. Diese Untersuchung ist ein wirklicher Segen für alle Sozialwissenschaftler, weil sie allen Interessierten ForscherInnen an deutschen Universitäten die Möglichkeit gibt eigenen Fragestellungen nachzugehen. Gleichzeitig gilt es dabei aber immer auch zu bedenken, welche Einschränkungen für die Aussagekraft der Befragung damit einher gehen: Wenn ich Daten des SOEP auswerte, um damit der Frage auf den Grund zu gehen, warum welche Menschen in welchen Regionen der Republik die AfD gewählt haben, beziehe ich mich damit auf Daten die nicht explizit erhoben wurden um genau dieser Frage auf den Grund zu gehen. Es wurde keine Studie konzipiert die sich intensive Gedanken über Wirkmechanismen, mögliche Zusammenhänge die schwer zu erheben sind o.ä. gemacht hat, genau deswegen Fragen und Kontrollfragen entwickelt hat, das ganze durch qualitative Methoden begleitet hat oder ähnliches. Das bedeutet nicht, dass die Ergebnisse unwissenschaftlich oder sonst wie irrelevant sind, sondern dass sie nur eine begrenzte Interpretationstiefe zulassen. Ich finde da die Diskussion die ihr über Holgis Erklärungsansatz geführt habt ein gutes Beispiel – ich fasse das mal hier mit meiner Erinnerung an die Folge die ich gestern gehört habe grob verkürzt zusammen:
    Nach den Daten des SOEP sind die Menschen die AfD gewählt haben vor allen Dingen Rassisten. Was bedeutet das? Das SOEP kommt zu diesen Ergebnissen über die Auswertung von Kontrollfragen: Es wird beispielsweise die Zustimmung oder Ablehnung zu Aussagen abfragen, die Auskunft darüber geben, ob der Befragte Rassist ist oder nicht. Im Duktus des Boulevards ließen sich solche Fragen vorstellen: Nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg? Gibt es zu viele Ausländer in Deutschland? Ist die Bundesregierung zu nachsichtig wenn es um den Schutz der Außengrenzen geht? So lässt sich statistisch eine Wahrscheinlichkeit errechnen, dass die jeweils befragte Person als Rassist einzuordnen ist.
    Eine spezifische Studie würde jedoch in einer eigenen Forschungsarbeit einen Schritt weiter gehen. Sie würde zum Beispiel der Tatsache Rechnung tragen, dass Menschen nicht einfach Rassisten sind oder nicht – und das eine quasi auf ewig festgelegte Zuschreibung sein muss. Vielmehr würde sie beispielsweise die Fragen aufwerfen, die Holgi genannt hat: Wieso stimmen bestimmte Menschen bestimmten Aussagen im Jahr 2018 zu? Welche Medien konsumieren sie, in welchen Echokammern bewegen sie sich? Welche sozialen Ängste haben diese Personen, wieso wenden sie sich von den Volksparteien ab und zur AfD hin? So zeigt es sich nach allem was ich bislang nachverfolgt habe immer wieder, dass eben nicht die sozial Schwachen massiv die rechten Parteien wählen – Die wählen vor allen Dingen gar nicht. Wer allen Dings AfD wählt sind Menschen, die eben aus der Mittelschicht kommen und Angst vor dem sozialen Abstieg haben, wie Holgi erwähnt hat. Denen es selbst noch gut geht, aber die Angst haben es könnte morgen schon anders aussehen oder der Mehmet könnte spätestens ihrem Sohn konkurrenz auf dem angespannten Arbeitsmarkt machen. Nach meiner Wahrnehmung sind das spannender Weise die Menschen, die in Deutschland am meisten auf Facebook unterwegs sind – eben nicht die jungen Leute, sondern eher ältere Semester. Und eben vor allen Dingen immer wieder Menschen die in Regionen Deutschlands leben, in denen es kaum Ausländer gibt. Angst lässt sich eben besonders effektiv schüren, wenn man die Person vor der einem Angst gemacht wird nie trifft. Sei das Sachsen, Sachsen-Anhalt oder das ländliche Bayern.
    Es mag also eine Komponente des Tribalismus geben, eine des Sozialraums, eine des Social-Media-Raums, eines der Ökonomie, eines der Anfälligkeit für Quatsch… Aber wir haben es hier mit einem komplexen Problem zu tun, in dem komplexe Wesen – Mensch genannt – mit unterschiedlichen Interessen, Belanglosigkeiten, Vorurteilen und Ängsten eine Rolle spielen. Und da wird es niemals die eine Antwort geben, warum Gruppe AB Aktion XY durchführt. Man kann sich dem Phänomen nur annähern, indem man immer mehr Komplexität in die Überlegungen einfließen lässt. Und da können dann auch einmal zwei Thesen neben einander Bestand haben. Oder die eine Arbeit eine Vordergründige Analyse liefern die interessant ist, aber eben nicht mit einer spezifisch auf die Fragestellung erarbeiteten Arbeit zu verwechseln ist.

    Ich hoffe das klang jetzt alles nicht zu arrogant oder von oben herab, aber mich hat diese Debatte sehr bewegt und hier und da auch ein wenig aufgeregt – Das passiert wohl, wenn man sich zu lange zu intensiv mit der Erstellung von Forschungsdesigns in den Sozialwissenschaften beschäftigt hat.

    Danke für eure tolle Arbeit und liebe Grüße aus Dortmund

  9. Mir ist im privaten Rahmen – Vereine beispielsweise- aufgefallen, dass seit dem Inkrafttreten der DSGVO viele Menschen verunsichert sind, was die Rechte bezüglich Fotos angeht. Oft ist der Eindruck entstanden, ohne Einwilligung gehe da gar nichts. Dass Veranstaltungen in der Öffentlichkeit anders zu beurteilen sind und die Presse auch über Einzelpersonen berichten darf, wenn diese sich aus der Masse lösen und das Nachrichtenwert hat, steht auf einem anderen Blatt. Das wurde von der DSGVO nicht angetastet. Das ist vielen- vielleicht auch Polizisten- nicht klar. Da gab es viel Aufheben und weniger sachliche Erklärungen.

  10. Hallo!
    Zunächst mal, da ich mich zum ersten Mal zu Wort melde, bedanke ich mich bei Euch beiden für den tollen Podcast, ihr macht das echt super-gut.
    Bei dem Thema Ernte zu Beginn der Sendung ist mir gleich was durch den Kopf gegangen. Ich habe vor kurzem erst den Dokufilm “Taste the waste” von Valentin Thurn gesehen. Ist von 2011, aber aktuell wie eh und je. Das sollte man sich mal anschauen, was die Bauern wegschmeißen (aus absurden EU-normen oder weil es uns einfach zu gut geht und wir nur das perfekte Obst und Gemüse haben wollen), was wir als Verbraucher wegschmeißen, was der Großhandel wegschmeißt.. und und und… Dies wird in irgendwelchen Studien sicherlich nicht berücksichitgt. Also – ich kann nur empfehlen, sich mal schmerzlich mit diesem Film sich bewusst zu machen, was so abgeht auf unserer Welt. Aber grade wir hier in der vermeintlich “tollen” Welt in Deutschland sind an absurdem Verhalten kaum noch zu übertreffen..
    Sorry, das Thema hat mich sehr bewegt, und irgendwie hat es mich halt beim Hören Eurer Sendung wieder voll eingeholt! Vielleicht erreicht es ja den ein oder anderen, sich damit mal auseinander zu setzen :0)
    Ciao, auf die nächsten tollen Folgen mit Euch :0)

  11. Vielen Dank für den landwirtschaftlichen Part der Folge 157!

    Einige Anmerkungen zu den Nachfragen und zu den Agrarsubventionen möchte ich noch anmerken:

    Ich habe in meinem Kommentar am Ende festgestellt, dass wir derzeit über alle Lebensmittelgüter hinweg eine Selbstversorgung von 97% haben. Das bedeutet also, dass wir uns derzeit nicht selbst versorgen.

    Holger hat dazu eine Nachfrage, ob es prinzipiell nicht möglich ist, uns Deutsche selbst zu versorgen oder ob es doch auch möglich ist.

    Dazu gebe ich folgende Antwort:
    In meinem Kommentar habe ich letztlich nur die Ist-Situation beschrieben. Sicherlich könnten wir mit deutlich besseren Selbstversorgungszahlen dastehen, wenn wir unser Konsummuster ändern würden und z.B. weniger Lebensmittel wegwerfen würden.
    Das Landwirtschaftsministerium hat dazu eine Kampagne mit dem Titel „Zu gut für die Tonne“ gestartet. Auf der Internetseite ist folgende anschauliche Grafik eingebunden, die zeigt, was wir Deutschen im Jahr so wegwerfen. (www.zugutfuerdietonne.de)

    Grafik –> https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/
    Im Schnitt wirf jeder Bundesdeutsche 55 kg Lebensmittel weg. Mehr als ein Drittel davon sind Obst und Gemüse.

    Und vermutlich könnte man in Deutschland die Selbstversorgungsraten auch nach oben schrauben, wenn weniger Fleisch nachgefragt werden würde. Forderungen aus der Politik nach einem „VeggieDay“ tauchen hin und wieder auf, damit weniger Klimagase emittiert werden. Die Forderung nach einem fleischlosen Tag in der Woche ist bisher allerdings unpopulär.

    Die Frage ist, wie weit lassen sich durch Fleischverzicht frei gewordene Futterflächen für Gemüseanbau und Brotgetreide verwenden? Da gibt es ganz sicher höchst unterschiedliche Ansichten.

    Situation auf meinem Hof
    Ich bewirtschafte einen Hof im Emsland und baue auf meinem sandigen Acker Futtergetreide an. Unser Boden ist für Brotgetreide in Top-Qualität nicht gut genug. Somit wird in meiner Gegend traditionell das meiste Getreide verfüttert. In den letzten 40 Jahren ist die Maispflanze bei uns etabliert worden. Dieser Mais erzielt über die Jahre hinweg hohe und stabile Erträge, eignet sich aber auch kaum für die menschliche Ernährung. Zuckermais für die menschliche Ernährung funktioniert bei uns (noch?) nicht. Aber als Futterpflanze ist der Mais vielfältig einsetzbar- als Futtergrundlage für Rindvieh und auch als energiereiches Schweine- oder Geflügelfutter.

    Tierhaltung gehört zur nachhaltigen Landwirtschaft
    Ich selber sehe die Nutztierhaltung als essentiellen Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft an. Wir können „Abfälle“ wie Biertreber, Trester, Zuckerrübenschnitzel, auch Lebensmittelabfälle, Molke, Kartoffeldampfschalen, Raps- und Sojaschrot als Überbleibsel der Pflanzenölgewinnung verwerten. Die Wiederkäuer können zudem Gras der Weiden und Wiesen verdauen.

    Der anfallende organische Dünger wie Gülle und Mist ist für den Humusaufbau und die Bodenfruchtbarkeit sehr wertvoll. Herausforderung aktuell und für die Zukunft ist, diese Naturdünger besser zu verteilen: einerseits besser und präziser auf den Ackerflächen selber und andererseits auch besser verteilt in die Vieh-armen Ackerbauregionen.

    … und noch ein paar Punkte zu den Subventionen
    Holger Klein drückte in der vergangenen Podcastfolge seinen Missmut gegenüber den Agrarsubventionen aus. Ich möchte da ein paar Sachen anmerken:

    – Sehr viele Betriebe können nicht auf die Ausgleichszahlungen verzichten. Sie können ca. 50% des Betriebsgewinns ausmachen.
    – Viele würden gerne auf die Zahlungen aus Brüssel verzichten. Das geht aber nur wenn die Auflagen und/oder der Außenschutz für hohere Preise wieder eingeführt wird.
    – Je intensiver ein Hof wirtschaftet, desto geringer ist der Anteil der Subventionen am Betriebsgewinn. Die Tierhaltung wird nicht subventioniert. In Marktkrisen kann es aber Lagerhilfen für Fleisch oder Milchpulver geben.
    – Der Agrarhaushalt in Brüssel ist deshalb so groß, weil die Landwirtschaft als einziges Politikfeld „vergemeinschaftet“ ist. In keinem anderen Politikfeld sind die nationalen Einflüsse so gering wie bei der Landwirtschaft.
    – Eine gezieltere Förderung z.B. für Umweltleistungen kann dazu führen, dass der Bürokratieaufwand steigt und letztlich weniger auf den Betrieben ankommt.

    (dieser Kommentar ist auch mit Grafiken und eingebauten Links in meinem Blog zu lesen: https://blogagrar.de/landwirtschaft/thema-landwirtschaft-in-der-wochendaemmerung)

    Ich wünsche eine gute Folge 158!

    Bernhard

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