Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#150. Glaubt nicht an die permanente Krise! – starring Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

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In den USA wird gegen die “Migrationspolitik” der Trump-Regierung demonstriert, doch eines hat der Präsident jetzt schon erreicht: Das Thema “Migration” zum Wahlkampfthema zu machen – denn im November sind Kongresswahlen. So treibt er die Demokraten erfolgreich vor sich her und spaltet die Gesellschaft immer weiter. Und auch hierzulande blüht uns, dass durch den Bayern-Wahlkampf eine “Asyl-Dauerkrise” inszeniert wird und die Themensetzung und Diskursverschiebung der Rechten Wirkung zeigt. In der vergangenen Woche war das besonders eklatant sichtbar, als Horst Seehofer erst als Bundesheimatminister zurücktreten wollte und dann doch nicht und jetzt haben wir “Transitzentren“. Was ist hier los? Was ist das für eine Debatte? Wo sind die Stimmen der Vernunft?
Eine von ihnen könnte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sein. Sie gilt als linksliberale FDP-Politikerin, ist im Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung und war wiederholt Bundesjustizministerin, zuerst unter Kohl, zuletzt unter Merkel. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt hat sie sich in den Streit eingemischt. Ihre Meinung? – Abschottung ist keine Lösung und die EU trägt Verantwortung für flüchtende Menschen weltweit.

Links und Hintergründe

Gekillte Darlings in dieser Sendung

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10 Kommentare

  1. https://twitter.com/Artisfinee/status/1014808055869997056

    Da ich nicht sicher bin ob oder wie der Twitter Link dargestellt wird hier nochmal

    Ich weis es nicht, – was für mich nicht ungewöhnlich ist, mich beschäftigt viel eher was in dieser Märkte-Konformen Demokratie tatsächlich noch Rücktritt zur Konsequenz hätte Verantwortungslose Politik ist zur Norm geworden.

    Und in den Talkshows treten meistens die falschen zurück, dort tun sie aber nur so wenn sie erst mal an DER Macht währen und das Volk sie fragen könnte, “Na was ist den nu mit euren Wahlversprechen” dann ist das erste wo von sie Zurücktreten, die Wähler welche sie mit dieser Macht ausgestattet hatten.

  2. Hey ihr Lieben,
    da sitze ich schön auf dem Fahrrad und genieße die Natur und Ihr kommt mit Nachrichten um die Ecke, die mir total die Laune verhagelt. 🙂 Es bleibt zu hoffen, dass die Damen und Herren aus der Politik sich bald wieder den wichtigen Themen widmen.

    Trotzdem vielen lieben Dank für die schöne und informative Folge.

    LG aus dem Norden

    Rolf

  3. Meine Vermutung warum andere Parteien bei der Ausländerpanik mitmachen ist, dass es eben genau um die Ablenkung von den echten Problemen geht und um Optimierung der eigenen Position (ob dies nun Rational ist oder nicht). Die Beseitigung der echten Probleme brauch ein paar Wahlperioden heist man könnte seinem politischen Gegner in die Hände spielen würde dieser beim nächsten Mal gewählt. Das einzige was da hilft ist öffentlicher Druck, dass die Politik nicht anders kann als diese Probleme anzugehen, nur dafür braucht es eine Plattform die einflussreich genug ist das der Bevölkerung diese Dynamik überhaupt klar wird und wenn ich so morgens die Zeitung aufschlage, das Radio anmache oder mal zufällig Fernsehen sehe, dann reicht das nicht, dort wird, aus meiner Sicht eher das bestehende System stabilisiert.

  4. Hallo ihr Lieben,
    Ich habe drei Anmerkungen:
    1. Zu Amerika: vor einiger Zeit hattet ihr mal den Podcast “Pod save America” erwähnt. Seitdem verfolge ich darüber die amerikanische Politik aus der demokratischen Perspektive (die podcaster sind ehemalige Mitarbeiter aus Obamas Regierung).
    Dabei stellt man fest, dass diese Wahl a) alles andere als überraschend kommt und b) von den Demokraten durchaus Strategien und Narrative entwickelt werden, um unabhängig von Trump’s Rhetorik zu werden. (Durchaus interessant und manchmal gibt es einem etwas Hoffnung für unseren Nachbarkontinent)
    2. Zu “Rechten”: so sympathisch konsequent ich es auch finde, wie Holger die neuen im Parlament auch nennt, finde ich den Begriff unpassend eindimensional und argumentativ kontraproduktiv. Eindimensional, weil zur Beschreibung dessen die Dimension Autoritär/Libertär viel wichtiger ist (manche Forderungen sind eben Links, aber haben eben nichts mit Freiheit zu tun) Dazu ist sehr interessant das Interview mit Sascha Lobo im Podcast Elementarfragen (//viertausendhertz.de/ef18/), in dem es genau um diese Einordnung geht. Argumentativ kontraproduktiv, weil rechts aus der anderen Perspektive als konservativ verstanden wird und die das damit unnötig aufwertet. Als alternative Begriffe kämen für mich “Faschisten” (provokant) oder “Autoritäre/Mitläufer”, was eher deren Selbstverständnis, informierte und reflektierte Zeitgenossen zu sein, infrage stellt.
    3. Zum historischen Hörtip: das Konzept gab es auch schon vorher. Und zwar hat George Orwell die Kohlearbeiter in Nordengland besucht und das sehr genau dokumentiert in seinem Buch “Road to Wigan Pier”. Das ist immer noch erschreckend aktuell und lesenswert. Ich bin gespannt auf Erika Runge.
    Danke für die Sendung,
    Jakob

  5. Ab ca. 1996 Geborenen sind die Z-Generation. Jeder legt das anders fest. Die Gen-Z fängt irgendwann zwischen 1995 und 2000 an.

    Das mit der Erziehung ergibt für mich auch Sinn. Es kann ja nicht nur der allgemeine Zeitgeist auf die Generation wirken.
    Wenn man Eltern hatte, die einem das Sebstwertgefühl und das Selbstvertrauen zerstört haben, dann bringt es nichts, dass ein Personaler beim Vorstellungsgespräch denkt: Oh, jetzt kommt ein GenY, der ist bestimmt wieder so extrem von sich überzeugt… blubblub.

    Wie kann man die zukünftigen Generationen noch unterscheiden, wenn jede in sich immer differenzierter wird und es keine Sache (wie früher das Fernsehen) gibt, die einen großen Anteil der Menschen dauernd gleichermaßen beeinflusst?

  6. Hallo ihr zwei,

    wie immer, wenn Holgi schlecht gelaunt ist, wird die Sendung richtig gut.
    Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich mein Abo kündigen soll, damit der schlechte-Laune-Pegel steigt, oder ob ich es erhöhen soll, damit er oder Du meinen Namen am Ende vorlesen muss. Was für ihn auch immer wieder nervig zu sein scheint. Außer bei dem Fnord. Den hab ich ja gefeiert.
    Ach was soll’s, ich leg eins drauf, weil der Fabian Hoemcke, den ich aus diversen sozialen Netzwerken als guten Kerl kenengelernt habe, auch genannt wird.

    In diesem Sinne, Danke für die tolle Sendung
    …der Michael

  7. Danke für den Alexa-Skill! (Alexa ist ein tolles Spielzeug btw. und nicht gefährlicher als ein Smartphone mit Kamera:) – Man müsste nur noch vor und zurückspulen können. Eine Stunde am Stück schaffe ich manchmal nicht ganz. Und natürlich danke für den super Podcast!

  8. Hallo, schade dass ihr auch fast die ganze Sendung an AfD/CSU-Themen verschwendet. Am Ende trägt sowas doch gerade zur permanenten gefühlten Krise bei und nimmt anderen Themen den Raum.
    Dennoch danke für die Sendung.

  9. Hallo Holger,

    Ich bin mir recht sicher, daß du mal vor Jahren ausführlich in NSFW o.ä. über diese Dokumentationsserie gesprochen hast und wie sehr sie dich und andere zu dieser Zeit geprägt hat.
    Ich fand sie, als ich sie dieses Wochenende zum ersten Mal sah, ebenfalls sehr beeindruckend.
    Da der Macher vor wenigen Tagen starb, hat arte die Doku am Samstag ausgestrahlt und sie ist nun bis Sebtember in der mediathek verfügbar.
    https://www.arte.tv/de/videos/017079-001-A/shoah-1-2/

  10. Also apple schreibt

    https://www.apple.com/de/homepod/

    > Nachdem der HomePod die Wörter „Hey Siri“ erkannt hat, ist das, was du danach sagst, verschlüsselt und wird anonym und ohne Bezug zu deiner Apple ID an die Apple Server gesendet.

    Die sind also alle gleich scheiße was Privatsphäre angeht.

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