Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#149. Deutschland in der Dauerkrise und der Wahnsinn mit dem Leistungsschutzrecht

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In dieser Folge: Kaddas Facebook-Paranoia reloaded; der kleine Deutschlandtrend; hört auf, von einer “Flüchtlingskrise” zu sprechen, ihr Horsts!, die AfD entdeckt die “kleinen Leute”; der Flüchtlingsgipfel und seine bitteren Ergebnisse; ein offener Brief an Seehofer; das ganze Drama um das Leistungsschutzrecht einfach erklärt; warum der ORF nicht nach Rechts rücken darf – und wie man’s vielleicht besser machen könnte; die gefährlichsten Länder der Welt – für Frauen! und ein lustiger twitter-Account (according to Holgi).

Links und Hintergründe

Gekillte Darlings in dieser Sendung

36 Kommentare

  1. Wie? Kein Fußball? Schland liegt am Boden, die Nation trauert, die Dämmerung von Jogi Löw…Na dann wenigstens sollten wir Meister Yoda zu Wort kommen lassen: Die Niederlage der größte Lehrmeister ist. Damit ist alles gesagt.

  2. Aber, aber – so schlecht kennst du deine Podcasthosts? Fußball?! 😀

  3. Zur FB Paranioa:

    1. Der Browser ist auch eine App.

    2. Kann jeder Prozess, der unter Deiner UserId läuft, die Festplatte/den Speicher scannen. Er sieht zwar nur “Deine” Dateien, aber deren Namen sieht er. Und er kann sie sonstwohin übermitteln.

    • Hast du wirklich nicht verstanden, was Holger meinte oder tust du nur so, um deine Intelligenz zu demonstrieren? Ehrliche Frage.

      • bitte freundlich bleiben.
        danke

      • Bist Du Dir sicher? “Der Browser ist auch eine App” wäre auch meine erste Reation gewesen, wenn ich an der Stelle in das Gespräch hätte einhaken können. Und die Webseite ist ein in dieser App geöffnetes Dokument, dass mittels Scripten die App steuern kann – d.h. sie kann vieles von dem, was der Browser darf, aber nicht mehr.

        Und ob die App auf dem Mobilen Gerät eine eigenständige Anwendung ist, oder nur mittels API auf den mitgelieferten Standarbrowser zugreift, ist dann die nächste Frage. Letzteres findet man vor allem bei Shopping-Anwendungen – die legen sozusagen nur ein neues Skin über den vorhandenen Browser. Bei einer eigenständigen Anwendung ist dann halt die Frage, wie gut das Betriebssystem diese vom Rest des Systems abkapselt (dieses Konzept – Sandboxing – gibt es sowohl auf mobilen Geräten als auch auf ausgewachsenen Computern).

        Der Hinweis, daß ein Programm maximal die Rechte des Nutzers hat, der es gestartet hat, ist dabei völlig berechtigt. Admin darf alles, der normale User darf ‘nen Scheiß.

      • Ich korrigiere mich:

        Ok, ob der Browser es kann … bin ich mir nicht (mehr) sicher. Die Webseite kann es nicht.

        Ich hätte ‘ne Nacht drüber schlafen sollen. Ich sollte Schnellschüsse vermeiden.

      • Letzten Endes ist es, wie so oft, nicht so einfach.
        An dieser Stelle gibt es so viele Faktoren:
        – Das OS (Windows, Linux, Android, iOS..)
        – arbeite ich mit einer App
        – arbeite ich im Browser
        – bin ich dauerhaft angemeldet
        – Welche Rechte habe ich der App gegeben
        usw.
        Die o. a. Faktoren sind fast beliebig kombinierbar und somit habe ich beliebige Variationen an Möglichkeiten wie der Anbieter auf bestimmte Daten zugreifen kann.
        Einerseits verstehe ich Katrins Paranoia´. Andererseits frage ich mich, warum sie den letzten Schritt nicht tut und sich von Facebook abmeldet.
        Ich habe keinen Facebook Account, nutze aber WhatsApp. Viel lieber würde ich auf Threema oder Signal umsteigen, aber die wichtigsten Kontakte sind dann eben verloren.
        Meiner Meinung nach ist es wichtig vor allem bewusst mit dem Thema umzugehen. Ein bisschen Paranoia schadet nicht. Je mehr Paranoia, desto anstrengender wird die Sache eben.
        Hier muss jeder seinen Mittelweg zwischen “tolle Möglichkeiten” und “oh Gott, was machen die mit meinen Daten” finden.
        Der Normalo (der meiner Meinung nach nur selten in Podcasts wie diesen vordringt), meldet sich halt überall an, hat sämtliche Apps installiert mit allen Rechten. Dazu noch die SmartHome Pfeffermühle im WLAN, damit das Essen schon gewürzt auf dem Tisch steht, wenn er heim kommt.
        Ist doch alles so schön einfach und bequem.
        Aber, “dass sie dem Zuckerberg mal eins auf die Mütze gegeben haben”, findet er auch gut.
        Wenn wir dann alle in die Grube gehen, ist die Frage, was wir davon haben. Haben wir, die wir mehr oder weniger vorsichtig sind die Welt verbessert oder vor dem Untergang bewahrt, oder hatte der “Normalo” einfach ein stressfreieres Leben und lebt deswegen länger?
        Wir wissen es nicht.
        Noch fühle ich mich gut damit, so wie ich es handhabe. AB und zu verteile ich Spitzen an die “Normalos” um mich rum, aber gerade so viele, dass die mich auch noch mögen. Es sind viele gute Freunde darunter.
        Und vielleicht denkt der ein oder andere dann doch noch mal darüber nach und handelt.

  4. Ein gaaaaaanz großes Dankeschön für eure Arbeit. Ihr seid wirklich ein Hoffnungsschimmer am Nachrichtenaufbereitungshorizont und helft mir sehr, mich im Informationswust zu orientieren. Besonders toll ist, dass ihr auch offen diskutiert und transparent eure Meinung markiert, sodass man meistens weiß, wo eure Einschätzung von euren Grundüberzeugungen her womöglich etwas vorgeprägt ist.
    Ihr seid für mich ein großer Zeitsparer und ein großartiges Sprungbrett für eingehenderes Informieren. Danke <3

    Nun aber genug der Lobhudelei:
    Beim kleinen Deutschlandtrend fand ich eure Verwunderung über die Zahlen darüber, wie viele Menschen eine europäische Lösung für nicht umsetzbar halten, überraschend. Man muss nicht antieuropäisch sein, um diese Lösung für mich machbar zu halten. Ich wünsche mir eine solche europäische Lösung auch sehr – am besten schon vor 20 Jahren als das vielleicht noch eher möglich gewesen wäre, aber unter anderem die BRD sich auf der für sie günstigen DublinII-Regel ausgeruht hat. Aber ich sehe es in der Tat derzeit als kaum realistisch an, dass eine europäische Lösung kommen wird. Wer soll da mitmachen? Italien, Österreich, Ungarn, Polen, Dänemark sind alle konservativ bis rechts regiert und werden eine krassere Abschottung vorantreiben, anstatt praktikable Lösungen zu finden. Es bleiben Spanien, Frankreich, die Niederlande, Schweden und Deutschland, von denen eine Bereitschaft zur Solidarität vernehmbar ist. Aber auch bei uns, in Frankreich und in den Niederlanden, lassen sich die Konservativen und teils die Sozialdemokraten von den Neonazis die politischen Themen vorschreiben. Es bleibt zu hoffen, dass die, die etwas tun wollen, ein kleines Bündnis schließen, um überhaupt einen Schritt voranzukommen, aber von einer EU-weiten Lösung sind wir dann immer noch weit entfernt.
    Das heißt natürlich nicht, dass im Umkehrschluss eine nationale Lösung umsetzbar wäre. Ich befürchte, wie werden auf dem status quo hängen bleiben, wenn nicht mal jemand vorangeht.

    • Wenn ich den verlinkten Artikel richtig interpretiere, dann wurde in der Umfrage explizit unterschieden zwischen “befürworten” und “für realistisch halten”.

      “75 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine europäische Lösung im Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern aus. […] Nur 36 Prozent der Wahlberechtigten glauben, dass eine europäische Lösung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in naher Zukunft zustande kommt”

  5. Eine kleine Ergänzung zur “weiblichen” Politik: Roger Willemsen hat nachdem er ein Jahr lang sämtliche Bundestagsdebatten besucht hat sinngemäß gesagt, dass Frauen dort rationaler Argumentieren, weil Männer mehr Machtgehabe oder persönliche Angriffe zeigen. Das hat mich als männlicher MINTler sehr nachdenklich gemacht, weil die üblichen Geschlechterstereotype ja genau andersrum sind: Männer sind rational und befassen sich mit Sachen, Frauen sind emotional und befassen sich eher mit Menschen.

    Eine (vermutlich unnötig lange Ergänzung) zu Merkel: Ich werfe Merkel genau vor, dass sie die Rechtspopulisten in ihrer eigenen Partei nicht in den Griff bekommt. Das mag etwas unfair wirken Merkel das Verhalten von Seehofer vorzuwerfen, aber sie ist nun mal Bundeskanzlerin. Damit ist sie für alles was in ihrer Regierung stattfindet mitverantwortlich und muss auch die ganze Gesellschaft im Blick haben, auch wenn das leider rechtskonservative Vollidioten beinhaltet.

    Unter Merkels Regierung kam die AfD in den Bundestag. Das muss sie sich wohl oder übel vorwerfen lassen… Sie hat ihre Politik ja auch nie gut erklärt, sie hat keine Vision (kommuniziert), sie hat bei der Flüchtlings”krise” (damit meine ich die politische Krise und nicht die paar Flüchtlinge) oft etwas anderes gesagt als sie getan hat usw. Da hat sie meiner Meinung nach schwer versagt und zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen… Und damit ist sie auch mitverantwortlich dass wichtigere Themen unter den Tisch fallen.

    Jetzt könnte man ihr zu Gute halten, dass ihre Politik vielen Flüchtlingen hilft, aber auch diese Politik wurde ja schon längst rückgängig gemacht. Ich glaube fast, dass man jetzt das schlechte aus beiden Welten hat: Rechte Politik, die sich gegen Flüchtlinge richtet und trotzdem genug Futter für die Rechtspopulisten/-radikalen um komplett am Rad zu drehen.

    • ich stimme dir seufzend in allen Punkten zu. Und das Buch von Willemsen war ein echter Augenöffner in Sachen „Parlamentarismus in Deutschland“. ich fürchte, dass es seit Einzug der AfD und niedrigstem Frauenanteil seit 25 Jahren nicht besser geworden ist – eher im Gegenteil 🙁

      • Unabhängig vom Anteil der Frauen im Parlament, würde ich aber sagen, das “die” Frauen” präsenter sind. In meiner Wahrnehmung. Kanzlerin, Verteidigungsministerin, Parteivorsitzende, Macht Typen wie Sarah Wagenknecht und als Gegenspielerin Katja Kipping. Sogar in der AFD sind Frauen sichtbar, wenn auch unappetitlich.

        Frauen haben schon ne Menge wichtiger Positionen, ohne das ich jetzt merke das sich die Herren trotz ihrer Mehrheit darüber hinweg setzen könnten. Also nur “männliche” Politik machen. Bringt glaube ich in der Gesellschaft auch gerade nichts.

        Positiv am Einzug der AFD ist aber das man sich (wenn man nicht ganz doof ist) nicht mehr auf niederknüppeln, beleidigen, persönlich werden etc. verlässt, sondern sich besser vorbereitet und die Festplatte einschaltet. Kann man natürlich nicht von jedem erwarten. Der ein oder andere muss wahrscheinlich erst feststellen, das man Wahlen nicht mit Gebrüll gewinnt. Und schon gar niemand überzeugt. Die CSU wird da hoffentlich ein abschreckendes Beispiel, das in dieser Politiker Generation für ein kaltes Schaudern sorgt.

  6. Zu Frage “Warum hält Axel Springer am Leistungsschutzrecht fest, obwohl sie inzwischen wissen, dass Google nicht zahlen wird”, hat Julia Reda in LNP259 (38:08) eine Theorie geäußert, die ebenfalls in Richtung Abschaffung der Medienvielfalt geht: https://logbuch-netzpolitik.de/lnp259-stell-dir-vor-es-ist-standard-und-keiner-macht-mit?t=38:08

  7. Zwecks der Firefox Add-ons im Bezug auf die Datenkrake Facebook: Für die Android-Variante vom Firefox gibt es ein Add-on, dass die Messenger App überflüssig macht, weil der Chat wieder über die Webseite funktioniert.

    Kann man hier installieren:
    https://addons.mozilla.org/de/android/addon/unblock-facebook-chat/

    • Zu Plugins sollte man aber bedenken, das die oft vollen Zugriff auf alle Daten haben, die im Browser angezeigt oder eingetippt werden. Insofern: immer so wenig wie möglich davon verwenden und ggf. genau schauen wer es entwickelt und ob man diesem Anbieter vertraut.

      • Mit dem fundamentalen Unterschied, dass man (zumindest bei Chrome) bei jedem Plugin den Quellcode anschauen kann. Das erhöht die Chance, dass Missbrauch entdeckt wird massiv und ist bei Apps nicht der Fall…

        • Wie massiv open source die Sicherheit erhöht haben wir ja bei gotofail uä Konsorten in den letzten Jahren gesehen…

          • Sicherheit != Missbrauch
            “Kann den Quellcode lesen” != Open Source
            Einzelfälle != Allgemeines Prinzip

  8. Der BBC-Journalist den Holgi erwaehnte heisst Adam Curtis, vermute ich.

  9. Interessant auch zum DJV:
    Der Pressesprecher des DJV bezeichnet das Leistungsschutzrecht als “Murks auf der ganzen Linie”:
    https://www.djv.de/startseite/service/blogs-und-intranet/djv-blog/detail/article/murks-auf-ganzer-linie.html

    Wobei der Pressesprecher wohl vor allem damit unzufrieden ist, dass das Leistungsschutzrecht die Urheber nicht fest an den Einnahmen daraus beteiligt.

  10. Danke für eure Arbeit. Habe euch erst neu entdeckt ( über Paranoia FB verlinkt bekommen 😉 ) und genieße es doch sehr euch zuzuhören.

    Zu dem Themenblock mit der AfD fällt mir etwas auf was ich immer wieder auch an anderer Seite durchhöre und mich von nachdenklich macht bis stören tut.
    Der Gedankengang den ich erinnere war ja durch Bundesweite CSU praktisch die Bedeutung der AfD auf NPD Niveau evtl. bringen zu können und damit eine große, ich nenne es mal Gefahr, abwenden zu können.
    Das halte ich für gefährlich gedacht, denn auch wenn ich die AfD für gefährlich halte, ist das Problem an sich meines Erachtens dadurch nur verlagert.
    Die Afd hat es imho nur leicht so Inhaltsfrei erfolgreich den Leuten ein X für ein U vormachen zu können, da dies inzwischen im allgemeinen der Standard geworden ist. Wie ihr selbst in den drei Sendungen die ich von euch gehört habe immer wieder ansprecht, wird so oft auch und gerade von vermeintlich gemäßigten Journalisten, politischen Sprechern und Abgeordneten bis zu Ministern sich intellektuell unredlich bis zu stupiden Falschbehauptungen geäußert das es wenn man ehrlich ist für den Durchschnittmenschen an sich keinen großen Unterschied mehr zu dem was die AfD-ler von sich geben macht. Man stumpft ab.
    Dazu kommt, dadurch das dies auch nahezu durchgehend ohne Konsequenzen geschieht und auch ohne Richtigstellungen (z.B. aus dieser Sendung mit der Bild und der ARD) ist es dann irgendwann doch auch egal was ich da höre, die Wahrscheinlichkeit das da wirklich mal sachlich und mit Hand und Fuß argumentiert wird ist doch eh gering. Warum also nicht einfach nur noch auf das hören was einem emotional eh gerade am besten passt?
    Dazu kommt noch das psychologische Phänomen das das zuerst als Wahrheit im Hirn etablierte sehr schwer wieder zu beseitigen ist, also Einsatz und Energie verlangt und damit für die meisten Menschen so bleiben wird, egal wie sehr man erstmal versucht dagegen zu argumentieren.
    Wenn ich jetzt noch betrachte mit welcher Schlagzahl irgendwelche Aussagen und Meldungen inzwischen auf einen so einprasseln baut sich doch zwangsläufig eine Resistenz gegen sachliche Auseinandersetzungen auf.

    Vor all den Punkten werde ich den Eindruck nicht los, das die AfD nur ein Phänomen ist und ganz egal ob man sie durch einen Schachzug wie oben beseitigen könnte oder nicht, die Problematik die eigentlich so gefährlich ist bleibt bestehen.
    Viele Menschen werden immun sein für sachliche Argumentationen und damit bleibt die Tür für faschistisches Gedankengut immer weit offen.

    Sicher würde ich mich auch erstmal über ein verschwinden der AfD freuen, aber solange zb. ein Bundesinnenmisnister ungestraft (sprich ohne sie richtigstellen zu müssen) Dinge äußern darf die gegen geltendes Recht verstoßen, zb. fordert das ein Schiff einer NGO festgesetzt wird und die Leute bestraft gehören die nicht gegen geltendes Recht verstoßen sondern Menschen zu ihrem Menschenrecht verhelfen, so lange dies in einem so großen Maße geschieht wie ich es derzeit sehe wird das Problem AfD denke ich nur den Namen wechseln.

    Ich hoffe, ich irre mich.

  11. Hihi, in der letzten (?) Folge noch schön über Framing aufgeregt, heute das Wort “Linksteuer” konsequent benutzt. 😉

    • Framing findet immer statt – egal ob man es bewusst oder unbewusst einsetzt. Ich hab die Folge nicht mehr 100% im Kopf, aber bin mir relativ sicher, dass die beiden sich nicht über “Framing” allgemein aufgeregt haben, sondern darüber, dass viele Medien völlig unreflektiert das Framing der Rechten übernehmen. Holgi und Kadda haben natürlich ein eigenes Framing, aber es ist inhaltlich ja wohl was ganz anderes ob man in einem so persönlichen Podcast einen eigenen Standpunkt präsentiert oder ob man unreflektiert in der Berichterstattung den Standpunkt einer bestimmten Partei übernimmt.

  12. Hm, das mit den gefährlichsten Ländern für Frauen fand ich überraschend. Dachte, der Abstand von Industrieländern zum Rest der Welt ist größer. Ihr habt da den Link vergessen, glaube es ist der: https://www.reuters.com/article/us-women-dangerous-poll-factbox/factbox-which-are-the-worlds-10-most-dangerous-countries-for-women-idUSKBN1JM01Z

    • Man kann unter poll2018.trust.org die Ergebnisse der einzelnen Kriterien nachsehen.
      Demnach sind Frauen nur in Indien und der demokratischen Republik Congo stärker und in Syrien gleich von sexueller Gewalt gefährdet, wie in den USA.
      Direkt danach kommen Congo, Südafrika, Afghanisten, Pakistan, Mexico, Nigeria, Ägypten und Somalia.
      Die Ergebnisse wurden durch Befragung von Experten ermittelt.
      Jeder mag sich selber seine Gedanken dazu machen, allerdings finde ich es schon ein wenig abstrus, dass die Sicherheit von Frauen in den USA ernsthaft als schlechter wie in obigen Ländern eingeschätzt wird.
      Vielleicht sollte Mexico besser eine Mauer bauen, um seine Frauen vor den gefährlichen Amerikanern zu schützen.

  13. Ich habe einen Gedanken zur These, dass eine bundesweite CSU die AFD verdrängen könnte. So sehr ich mir das auch wünsche: Wenn es so wäre, müsste die AFD in Bayern dann nicht schon bedeutungslos sein? Es sieht für mich eher so aus, als würde das populistische Gehabe der CSU die AFD in Bayern stärken und nicht schwächen.

  14. Nachdem ihr über das Wort “Flüchtlingskrise” gesprochen habt kam mir der Gedanke. Die Alternative “Flüchtlingsproblem” wär zwar passender, hört sich aber zu sehr nach Judenproblem an. Jetzt frag ich mich ob das plausibel ist oder doch abstrus, weil ich da zuviel hineininterpretiere und keiner sich dabei soviel Gedanken gemacht hat.

    • Ich bin vielleicht ein bisschen zynisch, aber ich verwende grundsätzlich den Begriff “Flüchtlingsfrage”. Vor allem, wenn vorher alle nach einer (End-)Lösung gesucht haben, bringt man gerne mal alle aus dem Tritt. Darf man halt nur machen, wenn einen die Leute schon kennen und wissen, dass man nicht auf der rechten Seite steht. Im Internet also lieber nicht.

  15. Danke für das Kontrollierte Zentrum. Made my day

  16. Wenn sowieso schon von “Achse“ und “Kontrolliertes Zentrum“ die Rede ist, …

    Meine These zum Leistungsschutzrecht ist: gewisse Verlage können eine Qualitätskluft zwischen ihrer und der Arbeit anderer kaschieren, wenn die Quellenlage undurchsichtiger wird, Gegenrede wird weniger wahrgenommen, da weniger verlinkt und, angenommen man hat mal Blödsinn erzählt, sind diese Medienskandale schlechter dokumentierbar und weniger präsent.

    Was sagen eigendlich Stermann & Griessemann zu dem Maulkorb?

  17. Habe die Folge gerade erst gehört.
    Findet ihr es auch (zusätzlich) unheimlich, dass die Forderungen von Heimathorst
    inzwischen von Malta umgesetzt wird?

  18. Vielen Dank für euren wirklich tollen Podcast. Es ist solch eine Freude eure Einordnungen zu den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Themen zu verfolgen und mir dann meine eigenen Gedanken dazu zu machen. Umso mehr bedaure ich, dass ich Holgers Kommunikationsstil gegenüber Katrin in Teilen als überheblich und recht dominant empfinde.

    @Katrin: Ich finde, du kannst Holger ruhig öfter mal ne Ansage machen, dich nicht so häufig zu unterbrechen und deinen Themen und Gedanken den selben Platz einzuräumen wie den Seinen. Er scheint ja ne recht große Klappe zu haben, also muss er das auch “aushaten” Das gilt aus meiner Sicht im Bezug auf deine Ausführungen zu bestimmten Themen, mit denen du dich für die Sendungvorbereitung intensiv beschäftigt hast, aber auch im Bezug auf das Einfordern einer Reaktion auf deine Gedanken. Die überspringt er nämlich oft, grätscht rein, wenn du deinen Gedanken noch gar nicht ausformuliert hast oder inteveniert indem er einfach zu einem neuen Themengebiet wechselt. Das finde ich schade.

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