Die Wochendämmerung

Mit Katrin Rönicke & Holger Klein

#139. Russland, Spahn, Trump – alle bekloppt

| 25 Kommentare


In dieser Woche: Wir würdigen den Kampf der FAU gegen miese Arbeitsbedingungen, drücken der Ukraine die Daumen, dass Merkel nicht nur schwurbelt (Chances are bad), versuchen einen Blick auf die momentane Russland-Debatte (und scheitern dabei kläglich, aber lest mehr dekoder!), bemerken, dass Jens Spahn etwas tut!1!!elf, versuchen die News aus den USA zu sortieren, verurteilen Rüstungsexporte, lassen Kuttner nochmal über Dercon abranten, bieten einer Taube und ihrem Ei ein Zuhause und finden endlich die einzig wahre Definition für “Heimat”.

Links und Hintergründe

25 Kommentare

  1. Zu den Transatlantiknetzwerken der deutschen Journalisten gibt es eine Studie von Uwe Krüger. Darauf hat sich damals auch die Anstalt berufen. http://www.halem-verlag.de/meinungsmacht-und-elite-journalismus/ Man kann sich auch auf YT einen Vortrag von ihm anschauen oder ein Interview von Jung und Naiv: https://www.youtube.com/watch?v=PlOqpH-mcJo

    https://www.youtube.com/watch?v=GWJ802aghzY&t=4s

  2. Hallo Kathrin, hallo Holger!
    Vielen Dank, dass ihr auf die Aktion/Arbeitsunrecht am Freitag dem 13 aufmerksam gemacht habt.
    Hier nun noch zusätzliche Information um das Ganze aufzudröseln, einiges hab ihr ja in den Shownotes schon getan:
    Die Fahrer haben die FAU nicht gegründet, die gibt es schon sehr lange, genau seit 1977, sie haben sich selbstorganisiert und sind der FAU beigetreten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Arbeiterinnen-_und_Arbeiter-Union

    Sie ist eine Basisgewerkschaft, die keine bezahlten Funktionäre hat. Alles wird basisdemokratisch und ehrenamtlich organisiert. Denn die FAU ist eine, jetzt müsst ihr ganz stark sein!, – anarchosyndikalistische Organisation.
    Sie sind Anarchistinnen und Anarchisten, die sich für eine freie, selbstverwaltete, emanzipatorische Gesellschaft einsetzen.
    Bekanntermaßen ist Anarchie die Abwesenheit von Herrschaft und nicht mit der sie immer verwechselt wird: der Anomie, die Abwesenheit von Werten und Rechten.
    Die FAU ist sehr erfolgreich in der Unterstützung prekärer (also unsicher) Beschäftigter, die von den etablierten Gewerkschaften kaum zu erreichen sind, die sich vor allem um ihre Stammbelegschaften küḿmern.
    Die FAU unterstützt auch migrantische Arbeiterinnen und Arbeiter, so z.B. bei der Mall of Shame-Kampagne in Berlin, wo sie rumänische Bauarbeiter unterstützten, die durch ein Sub-Sub-Subunternehmersystem um ihren gerechten Lohn geprellt wurden.
    Gerade das Berliner Syndikat ist sehr erfolgreich in Arbeitskämpfen, z.B. die Auseinandersetzung um das Kino Babylohn (so hieß die Kampagne ums Babylon), die Erich-Böllstiftung, schon erwähnt Mall of Shame-Kampagne, oder aktuell seit 2 Jahren die Unterstützung der FahrerInnen von Deliveroo und Foodora.
    Mit diesen Aktionen gelang es immer wieder in den überregionalen Mainstream vorzudringen.

    Kein Teil der FAU ist die Aktion./.Arbeitsunrecht, die ebenfalls bundesweit organisiert ist und von der FAU unterstützt wird. https://aktion.arbeitsunrecht.de/
    Diese hat die Freitag den 13. -Kampagne erfunden, bei der an jedem dieser “Schwarzen Tage” ein Unternehmen basisdemokratisch gewählt wird, das für die besondere Unterdrückung seiner Beschäftigten steht. In der letzten Online-Abstimmung hat Deliveroo wegen Union-Busting gewonnen.

    So, ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen. Macht weiter so!
    Liebe und Li3bertäre Grüße
    Jürgen

    • oh, ah – okay! danke fürs aufdröseln und sorry, dass ich das alles durcheinandergewürfelt habe!
      keep up the good work!

      • Danke der Antwort! Es gab auch in Freiburg so eine Kampagne, da ging es um 14 Polnische Bauarbeiter, die ebenfalls in einem Subsubsub-System um ihren Lohn geprellt wurden.
        Dieser Wahnsinn hat halt einfach Methode. Er wird solange nach unten delegiert, bis der unterste Subunternehmer sagt, dass er Pleite ist und die oberen sich aus der Verantwortung stehlen können. Es wurden vor dem Arbeitsgericht 14.000 € erstritten, aber der Subunternehmer meldete einfach Insolvenz an.
        So lief es auch in Berlin. Sogar der Deutschlandfunk hatte damals berichtet.
        Keep up your good work, and stay curious!

  3. Hallo ihr beiden,

    aus meiner Erfahrung bauen Tauben keine Nester.
    Hatten vor 1-2 Jahren welche in unserem Hausflur und sie hatten nur ein wenig Gras und ein paar Stöckchen zusammen getragen.

    Liebe Grüße
    Anna

  4. Hat mir sehr gut gefallen dieser Podcast. Besonders deshalb, weil Russland heute gefühlt das erste Mal etwas differenzierter dargestellt wurde als in der Vergangenheit.
    Ich finde auch, dass Deutschland auf Russland positiv erzieherischen Einfluss ausüben sollte. Ich befürchte nur das es dafür zu spät ist weil wir schon längst nicht mehr glaubwürdig sind. Dazu müsste sich unsere Regierung endlich von den USA abnabeln und sich endlich wieder für eine echte Friedenspolitik ausprechen, die den Namen auch verdient hat.

    Solange aber Politiker wie Herr Maas, (der diese Woche von einem authentischen Politiker der Linkspartei so treffend als gestylter Nato-Strichjunge bezeichnet wurde) von niemandem gestoppt werden, wird sich an der Situation kaum etwas ändern.

    Keine Ahnung wo uns das noch hinführen soll.

    PS: Vielleicht versteckt sich in dem Ei auf deinem Balkon ja eine kleine, weisse Friedenstaube. Pass gut drauf auf 🙂

  5. deutschland ist auch den menschenrechten verpflichtet.

    mfg
    mh

  6. Holgi findet “Die Anstalt” im ZDF unsäglich schlecht. Da würde mich mal interessieren, ob das andere auch so sehen. Ich finde die Anstalt sehr informativ, aber leider ist sie keine Satire. Vielleicht klärt uns Holgi noch einmal darüber auf, was den so schlecht ist an der Anstalt.

  7. Zu den Transatlantikern gibt es eine (unvollständige) Liste bei der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Mitgliedern_der_Atlantik-Br%C3%BCcke

    Die Grundlage des Beitrags von der Anstalt ist eine Analyse von Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Dieser erschien als Buch und dazu schreibt der Verlag: Im empirischen Teil fokussiere Krüger sich zunächst die soziale Umgebung von 219 leitenden Redakteuren deutscher Leitmedien. Jeder Dritte unterhielt informelle Kontakte mit Politik- und Wirtschaftseliten; bei vier Außenpolitik-Journalisten von FAZ, Süddeutsche Zeitung, Die Welt und Die Zeit finden sich dichte Netzwerke im US- und NATO-affinen Elitenmilieu. Er komme zu dem Schluss, dass die Eliten-nahen Leitmedien FAZ, Welt und Süddeutsche den auf der Sicherheitskonferenz laufenden Elitendiskurs ausführlich abbilden, dabei aber die Proteste und die Gegenveranstaltung „Münchner Friedenskonferenz“ marginalisieren und delegitimieren.
    http://www.halem-verlag.de/meinungsmacht-und-elite-journalismus/

    Zu den Transatlantikern gehört im weitesten Sinne aber auch die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Die Präsidenten der DGAP und der Atlantikbrücke sind oftmals die selben Personen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ausw%C3%A4rtige_Politik

    Im Rahmen der Ukrainekrise hat sich der ARD-Rundfunkrat mit der Berichterstattung beschäftigt. Bei Telepolis schreibt Malte Daniljuk: “Wichtige Entscheider wie der Intendant Tom Buhrow und der Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, beide aus dem WDR, werben intern offensiv für eine redaktionelle Linie, die sich darauf konzentriert, die “westlichen Positionen zu verteidigen”, hieß es aus der ARD gegenüber Telepolis.”. Zumindest Jörg Schönenborn ist Mitglied der Atlantikbrücke.
    https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Konflikt-ARD-Programmbeirat-bestaetigt-Publikumskritik-3367400.html

    Ulrich Tilgner 1982 bis 2002 Korrespondent im mittleren Osten hat sich vom ZDF getrennt und die BZ weiß dazu: “Indirekt wirft er dem ZDF – aber auch anderen deutschen TV-Anstalten – vor, nicht vorbehaltlos aus dem Land zu berichten. Es gebe Bündnisrücksichten, sagte Tilgner, die sich im Grad der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten.”
    https://www.berliner-zeitung.de/korrespondent-ulrich-tilgner-sucht-mehr-distanz-zum-zdf–ich-fuehle-mich-eingeschraenkt–15870684

    Zudem zitieren die Nachdenkseiten den Politikchef und stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, der sich zum Beitrag der Anstalt wie folgt äußert: „Diese Veranstaltungen, von denen nicht berichtet werden darf [Bilderbergerkonferenz und Atlantikbrücke], haben einen bestimmten Zweck – in der Regel: offiziell die Stärkung der transatlantischen Zusammenarbeit. De facto sind sie auch ein Transmissionsriemen für die amerikanische Denkart in der Außenpolitik, für die je angesagte Politik Washingtons. In diesen Netzwerken wurde in den Jahren der Mittelost-Kriege eine Politik vordiskutiert und rationalisiert, die aus heutiger Sicht als stellenweise durchgeknallt bezeichnet werden muss.”
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=28997

  8. Hallo Kathrin & Holgi,

    Zum Thema wo Tauben denn so in der Nahrungskette stehen … so ziemlich ganz unten wuerde ich sagen.

    z.B. Pelicane verschlingen Tauben lebendig:
    https://www.youtube.com/watch?v=y9YM8Pt30WA

    aber auch alle anderen: “EVERYBODY EAT A PIGEON!! Turtle, Pelican, Seagull, RAT, Cat.. ”
    https://www.youtube.com/watch?v=gu5uu_WCpgk

  9. hallo ihr beiden,

    bezueglich holgis minimiertem nachrichtenkonsum moechte ich anmerken, dass ich das auch irgendwann mal festgestellt hab’. als konsequenz hab’ ich damit angefangen alle nachrichten von meinem feed-reader abholen zu lassen und dann ca. ‘ne woche spaeter das nachzulesen, was dann immernoch ‘ne nachricht ist.
    ich fuehle mich nicht mehr so gehetzt und die journalisten hatten dann auch mal zeit fuer recherche.
    so hochgepushte themen fallen dabei schnell runter.
    als korrektiv bleibt das gespraech mit anderen menschen, wo man dann auch die grenzen seiner filterblase erkennen kann.
    ihr seid mit eurem woechentlichen format dank eurer vorbereitung, regelmaessigkeit, kurzweiligkeit, fehlerkultur und eures charmes teil davon – danke!

  10. Die vorgetragene Definition von Heimat lässt mich etwas hilflos zurück. Denn leider werde ich nicht selten aufgefordert mich zu rechtfertigen, was ich denn hier in Deutschland zu suchen habe. Ich bin zwar hier geboren und ausschließlich mit deutscher Sprache und Kultur aufgewachsen, aber aufgrund meiner schwarzen Haut werde ich nicht so eingeschätzt. Gleiches gilt für meine Kinder.

    Danke für eure Sendung, ich habe mal wieder viel dazu gelernt.

  11. Achso – im Mittagsmagazin laufen die richtigen Nachrichten ?¿
    Warum sagt einem das denn keiner?!

    https://youtu.be/bLmISaxcGoc

  12. Ach und wenn du dem New Yorker misstraust (weil vielleicht zu amerikanisch oder so – was quatsch wäre! ich war bis vor kurzem Abonnentin und es ist ein sehr regierungskritisches und super recherchiertes Magazin, das zu lesen ich nur empfehlen kann) der sollte man bei Bellingcat nachsehen. Da wird mit öffentlich zugänglichen Informationen nachgezeichnet, was passiert ist: https://www.bellingcat.com/news/mena/2018/04/11/open-source-survey-alleged-chemical-attacks-douma-7th-april-2018/

    was mich aber am aller-aller-allermeisten irritiert: diese „Warum sollte Assad denn *jetzt* sowas tun?“-Leute! Hä?! Weil er es schon oft getan hat, weil Gewalt Teil seines Verständnisses von Herrschaft ist…?!

    Und dann dieses: „die USA haben nur darauf gewartet […] es spielt ihnen in die Hände…“ – der Präsident wartet darauf, dass er endlich einfach da raus kann. der will mit der ganzen Welt nichts zu tun haben! MAGA! – nicht Syrien.

    die einzigen, die von all dem was haben – wer sind die? wer hat ein Interesse daran, dass die Berichterstattung infrage steht? wer will, dass der Westen wie ein Lügner, wie eine Verschwörung dasteht und Kumpel Assad wie ein Unschuldiger?

    hm… mal nachdenken 🤔

  13. Nicht jeder kann sich soviel “Medien Kompetenz” aneignen, wie wohl nötig wäre um jederzeit zielsicher zum Kern der Wahrheit vorzudringen.

    Deshalb verlasse ich mich neben Job und Familie voll und ganz darauf, dass mir die Tagesschau, Die Anstalt, Tilo Jung, KenbJebsen, Frau Krone-Schmalz, die Wissensmanufaktur, Dr.Daniele Ganser, den Xing-Pressespiegel, RT Deutsch, die Bundespressekonferenzen, die Bundestags Debatten auf phoenix , ….. und natürlich die Wochendaemmerung dabei helfen. (zwinker)

    Aber wann genau weiss man denn, dass einem eindeutige Belege präsentiert werden?
    Und braucht man diese überhaupt, wenn man Klarheit über die Motive der jeweiligen Parteien hat?

    Zu Bellincat.com: dort tauchen Bilder als” Belege” auf, die von den Weisshelmen stammen, die m.E. keines Falls auf der Seite der Guten stehen.

    Es sind Ausssagen wie von dieser Journalistin , die für mich als Beleg zählen:
    https://m.youtube.com/watch?v=LNV3mPTYm2s)

    Ich glaube jeder von uns sucht in erster Linie nach Belegen, die sein eigenes Weltbild untermauern, und man lehnt gern alles ab, was dem widerspricht.
    Das Netzt bietet genug von allem für jeden.
    Wenn man sich dessen bewusst ist, ist das gewiss ein guter Anfang.

    Und überhaupt?! Was soll denn “Medienkompetenz” eigentlich sein und wer verleiht einem dieses Prädikat?
    😉

    Ich freu mich Morgen 🙂
    LG
    Steffen

    • „Aber wann genau weiss man denn, dass einem eindeutige Belege präsentiert werden?“ ist genau die Unsicherheit, die jemanden befällt, der Jebsen, Ganser, RT oder die Wissensmanufaktur als ernstzunehmende Quellen betrachtet, denn deren Geschäftsmodell besteht in Teilen daraus, Angst, Unsicherheit und Zweifel zu verbreiten. Das machen sie, indem sie – meist implizit – unterstellen, es gäbe eine „Wahrheit“, die aktiv vor dem Publikum verborgen würde. Dazwischen streuen sie immer mal wieder ordentlichen Journalismus und liefern ihren Fans auf diese Weise immer mal wieder den Eindruck, man hätte es mit seriöser Berichterstattung zu tun, woraus die Leute dann herleiten, das gesamte Produkt sei seriös. Das ist schon clever gemacht. Ihnen gemein ist außerdem, dass sie als vermeintlichen Beleg für die Richtigkeit ihrer Ansichten anführen, ein wie auch immer gearteter Mainstream würde ihre Standpunkte irgendwie totschweigen. Insbesondere Jebsen und Ganser, bzw. diejenigen, die stets in deren Sinne argumentieren, tragen diese Erzählung fast schon nimbusartig vor sich her.
      Und RT ist außerdem russische Staatspropaganda, die allenfalls dazu taugt, nachzusehen, was Putin gerne hätte, dass wir glauben.

      Medienkompetenz ist im übrigen nicht dazu da, zum „Kern der Wahrheit“ vorzudringen, sondern dazu, zu beurteilen, wie weit man einer Quelle vertauen kann. Wie gut eine Quelle journalistische Standards einhält, ist hier schon mal ein guter Gradmesser. Dazu muss man allerdings auch wissen, was journalistische Standards überhaupt sind und welche verschiedenen journalistischen Formen es gibt, sonst landet man ganz schnell da, wo man sich einbildet, ein Kommentar sei dasselbe wie ein Bericht.

  14. Die Enen nennen es “Zweifel verbreiten” man kann es aber auch Aufklärung nennen.
    Priojekte von Ken Jebsen wie “Die Macher” machen aber doch eher Mut.
    Angst hingegen bekomme ich, wenn ich zusehe wie
    postfaktisch heute Urteile gefällt werden und wie leichtfertig losgeballert wird.

  15. Ich gehe davon aus, dass Frau Gabriele Krone-Schmalz als gute Journalistin durchgeht.
    Sie setzt m.E. den Standard, der in den öffentlich rechtlichen Mainstream Medien heute scheinbar vollständig abhanden gekommen ist.

    Die Tagesschau und Anna Will betreiben doch auch Nato-Propaganda. Also kann es zum Ausgleich nicht schaden sich anzuhören was Putin zu sagen hat.
    Unterm Strich kommt man der Wahrheit damit auf jeden Fall näher.
    (Ist sonst wie früher in Dresden – die kannten kein West-Fernsehen und glaubten was Karl-Eduard im Schwarzen Kanal erzählte)

    • Frau Krone-Schmalz hat Berichten zufolge für Kreml-nahe Unternehmen gearbeitet und bestreitet das nach meinem Wissen auch nicht. Sie kann auf dieser Grundlage nicht den Anspruch haben, einen neutralen Standpunkt in russischen Angelegenheiten zu vertreten. Wenn Du ihr diese Neutralität trotzdem anerkennst, sagt das ja einiges über Dich aus.

      Vielleicht ist der öffentlich-rechtliche Standard ja ihr selbst abhanden gekommen. Anderes Beispiel: Eva Herman mag weiterhin als gute Nachrichtenvorleserin durchgehen. ABER.

      • Welche Berichterstattung ist denn neutral und nicht irgendwie gefärbt? Wenn ich als Ingenieur die Berichterstattung über Industrie 4.0 oder die Energiewende lese und höre, möchte ich den meisten Journalisten (nach rheinländischer Art) mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen. Da ist einfach viel Inkompetenz (i. S. v. fehlendem Basiswissen) und Nachgeplappere im Spiel. Da wird Experte XY gefragt und der Inhalt des Gesprächs dann übernommen. Insbesondere nach Hintergrundgesprächen.
        Zum anderen ist vieles ein Zeitproblem. Insbesondere in den Funkhäusern muss man immer weglassen und nicht jedes Thema kann mit einem Hintergrund von 18:20 bedacht werden. Und das was dann in einem Beitrag von 1:20 in z. B. der Tagesschau gesagt wird, ist auch oft nicht ganz sauber eingeordnet. Eigentlich müssten alle Nachrichten in leichter Sprache sein und weniger im Konjunktiv.

  16. Nur noch 2 Monate bis zur Fußball-WM in Russland, und der bisher heftigste Versuch, dem Land die WM wegzunehmen, ist dieser tagesaktuelle Aufruf von 8% aller EU-Parlamentarier zum rein politischen Boykott der Veranstaltung: http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2018-eu-abgeordnete-rufen-zum-boykott-auf-a-1203966.html
    Alexander Rahr dürfte das als Bestätigung reichen. 😉

  17. Beim Kommentieren versuche ich mir immer vorzustellen, der Adressat sässe mir gegenüber.
    So gelingt es mir in den meisten Fällen die anderen Meinungsäusserer nicht persönlich anzugehen oder meine Ansichten höher zu bewerten als die der anderen.
    Es fällt nicht immer leicht, aber ich freue mich jedesmal Mal wenn es mir wieder gelingt.
    Wie jetzt gerade 😊

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